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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2018

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht
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Der Klappentext zu diesem (Hör-)Buch hat mich schnell für sich eingenommen. Ich habe einen spannenden Krimi der 1920er Jahre erwartet, der den Glamour von "Downton Abbey" widerspiegelt und gleichzeitig ...

Der Klappentext zu diesem (Hör-)Buch hat mich schnell für sich eingenommen. Ich habe einen spannenden Krimi der 1920er Jahre erwartet, der den Glamour von "Downton Abbey" widerspiegelt und gleichzeitig von einem Mord handelt, der von interessanten Protagonisten aufgeklärt wird. Also habe ich zugegriffen und das Buch gekauft.

Leider wurde sehr schnell klar, dass es hier keinen spektakulären Mordfall gibt. Im Grunde war der Mord selbst nur eine kurze Nebensache, die sich zwar durch die Handlung zog, aber trotzdem keinen bedeutenden Platz in der Geschichte einnahm.
Für die Handlung war er eigentlich fast schon unwichtig.
Auch der Charme der 20er Jahre, auf den ich gehofft hatte, war nicht wirklich zu spüren. Das ganze Buch kann in jeder beliebigen Zeit angesetzt werden, in der Autos und Züge herumfahren.

Zwar war der Schreibstil wirklich angenehm und auch die Wortwahl war treffend für dieses Buch, dennoch hat gänzlich Spannung gefehlt. Nicht ein einziges Mal kam soetwas wie Action auf, da die Handlung ohne Spannungsbogen verlief und Kapitel für Kapitel unspektakulär dahintröpfelte.
Was die Charaktere angeht, so hatte ich interessante Menschen erwartet, mit bewegenden Hintergrundgeschichten vor und während des I. Weltkriegs, doch auch hier: kaum Bezüge zu diesen dramatischen Ereignissen. Jeder Protagonist blieb recht oberflächlich, einige hatten für den Verlauf der Handlung absolut keinen bedeutenden Wert, sie waren schmückendes Beiwerk und wurden immer mal wieder am Rande eingestreut.

Einzig die Leserin des Hörbuchs, Juliane Köhler, hat der Geschichte Leben eingehaucht und mit ihrer angenehmen Sprechstimme dafür gesorgt, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe.

Ich möchte das Hörbuch deswegen mit zwei von fünf Sternen bewerten.
Weder die Handlung, noch die Personen in ihr, haben mich überzeugen können. Obwohl in einem interessanten Jahrzehnt angesetzt, versprüht die Geschichte rein gar nichts von den "Golden twenties".

"Unter Verdacht: Die Schwestern von Mitford Manor" (übrigens auch ein unpassender Titel wie ich finde, da es nicht um die Schwestern von Mitford Manor geht) hat für mich auf ganzer Linie gefloppt. Wirklich schade.

Veröffentlicht am 07.09.2018

Langatmig, unspäktakulär, wirr

Vier.Zwei.Eins.
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Obwohl mich das Cover dieses Buches nicht sonderlich angesprochen hat, habe ich es mir als Hörbuch gekauft, damit ich unterwegs etwas "lesen" konnte.
Ich habe mir viel von der Handlung erhofft und wurde ...

Obwohl mich das Cover dieses Buches nicht sonderlich angesprochen hat, habe ich es mir als Hörbuch gekauft, damit ich unterwegs etwas "lesen" konnte.
Ich habe mir viel von der Handlung erhofft und wurde sehr schnell ernüchtert.

Die Handlung beginnt zwar recht gut, wird aber schnell träge, sodass viele Längen entstanden sind, die die Geschichte sehr negativ beeinflusst haben. Durch sie hat die Idee an Schwung verloren und ich war oft versucht, die Lektüre einfach abzubrechen.
Obwohl dann zum Ende des Buches doch noch die lang ersehnte Action in die Handlung einfloss, konnte dies die zuvor recht langweilie Geschichte nicht aufpeppen.

Den Handlungsaufbau habe ich als sehr wirr empfunden. Die Kapitel springen, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, zwischen mehreren Jahren hin und her, sie wechseln zwischen sehr frühen Vorfällen, Lebensgeschichten, Gerichtsverhandlungen und aktuellen Ereignissen und sind, in meinen Augen, keinem roten Faden gefolgt.

Was die Charaktere betrifft, so waren sie mir durchweg zu oberflächlich und unsympathisch. Für keinen der Protagonisten konnte ich mich erwärmen, sodass mich ihre Schicksale wenig berührt haben. Da für mich Charaktere wichtig sind, die mich schnell in Bann ziehen, war auch dieser Punkt sehr enttäuschend für mich.

Da ich ja das Hörbuch hatte, möchte ich auch hierzu eine Bewertung abgeben, angelehnt an die Audible-Bewertung.
Gesamt: Zwei Sterne
Sprecher: Ein Stern
Geschichte: Anderthalb Sterne

Ich bin leider überhaupt kein Fan der Sprechart von Vanida Karun. Sie hat eine seltsame Art der Betonung und hängt an fast jedes Wort einen komischen Schluchzer, was mir schnell auf die Nerven ging. Auch Sprecher Robert Frank hat keine Glanzleistung an Betonung geliefert.

Dies alles wirkt sich leider eher negativ auf meine Bewertung aus, sodass ich zwei von fünf Sternen vergeben möchte.

Veröffentlicht am 07.09.2018

Definitiv kein Thriller und leider nicht überzeugend.

Totenlied
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Ich habe mir dieses Buch gekauft, im Glauben, dass es sich hier um einen spannenden Thriller handeln würde, wie man ihn sonst von der Autorin erwarten kann.
Leider hat sich dies nicht bestätigt.

Das ...

Ich habe mir dieses Buch gekauft, im Glauben, dass es sich hier um einen spannenden Thriller handeln würde, wie man ihn sonst von der Autorin erwarten kann.
Leider hat sich dies nicht bestätigt.

Das Buch ist eher eine Mischung aus historischem Drama und etwas Horror, aber meiner Meinung nach, auf keinen Fall ein Thriller.

Es dauerte sehr, sehr lange, bis die Handlung an Fahrt aufnahm. Zwar gab es zu Beginn den einen oder anderen Hauch von Spannung, dieser ebbte aber recht schnell wieder ab, sodass die Handlung über die nächsten Kapitel zunehmend seicht dahin floss. Erst im letzten Drittel konnte ich die lang ersehnte Action spüren. Leider verlief auch sie wieder ziemlich schnell im Sande.
Als nächstes kamen einige, nach meinem Empfinden, hastig niedergeschriebene Erklärungen, um die Handlung zu einem raschen Ende zu bringen.

Mich haben in dieser Geschichte leider weder die Story selbst, noch die einzelnen Protagonisten überzeugen können.
Die Charaktere, welche die Autorin sonst immer sehr sorgsam und tiefgründig beschreibt, sind hier zu oberflächlich geblieben und haben mich nicht berührt.

Da ich vom "Totenlied" gar nicht überzeugt bin, vergebe ich hier nur zwei von fünf Sternen. Einzig die Idee hinter der Geschichte, rettet diesen sogenannten "Thriller" auf diese Bewertung.
"Totenlied" ist leider nicht die Sternstunde der Autorin.

Veröffentlicht am 24.08.2018

Weitaus weniger gut als Teil 1

Meine Obsession
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Die Handlung dreht sich weiterhin um Peter und seine Angebetete Sara, die sich gefühlsmäßig immer noch rar macht, obwohl sich der sogenannte Peiniger bemüht, die Liebe in ihr zu wecken.

Das ewige hin ...

Die Handlung dreht sich weiterhin um Peter und seine Angebetete Sara, die sich gefühlsmäßig immer noch rar macht, obwohl sich der sogenannte Peiniger bemüht, die Liebe in ihr zu wecken.

Das ewige hin und her zwischen den beiden wird nun, in Teil zwei, etwas anstrengend. Man hat hier einen Mann, dessen einzige Besessenheit eine Frau zu sein scheint, die ihn nicht lieben kann. Dies war schon Grundlage des ersten Bandes, aber ich hatte auf eine Wende in der Geschichte gehofft. Etwas, dass mehr Action und Spannung in die Handlung einfließen lässt.

Durch die sehr einfache und unkomplizierte Sprache, liest sich der Roman durchaus schnell, was wiederum etwas Ausgleich zu der sonst eher lahmen Story schafft.
Auch der Schreibstil punktet mit Einfachheit und obwohl es keinen ersichtlichen Spannungsbogen gibt, bleibt nach dem Lesen eine gewissen Neugier, was nun aus den beiden Protagonisten wird.

Doch trotz der handlungsbezogenen Schwächen, habe ich das Buch zu Ende gelesen und grüble nun, ob es sich lohnt, Geld in den nächsten Teil zu investieren, wenn es denn einen geben sollte. Das offene Ende, lässt ja darauf schließen. Allerdings werde ich wohl noch lange und gründlich darüber nachdenken müssen.

Trotzdem, das Buch hat mich nicht überzeugt. Sara nervte schlussendlich ziemlich und der arme Entführer, den Sara konsequent "Peiniger" nennt, obwohl er meistens sehr lieb zu sein scheint, tat mir wirklich leid.
Ich vergebe für diesen Roman zwei von fünf Sternen.
Besonders toll war die Lektüre nicht....

Veröffentlicht am 24.08.2018

...doch kein Märchen.

Die Flötenspielerin
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Dieses Büchlein durfte ich im Rahmen einer Leserunde durchschmökern.
Ich habe eine romantische, märchenhafte Liebesgeschichte erwartet, die mich mitnimmt und mich träumen lässt.
Leider hat das Buch meine ...

Dieses Büchlein durfte ich im Rahmen einer Leserunde durchschmökern.
Ich habe eine romantische, märchenhafte Liebesgeschichte erwartet, die mich mitnimmt und mich träumen lässt.
Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können.

Zwar steht hier eine Liebesgeschichte im Mittelpunkt, aber die Handlung ist langwierig und sieht sich seitenlang dahin, ohne das viel passiert. Ich glaube, hier hätte das Sprichwort "In der Kürze liegt die Würze" gut gepasst. Oftmals war ich versucht das Buch beiseite zu legen, da ich immer wieder das Interesse an der Handlung verloren habe.

Was man dem Buch aber zugutehalten muss ist, dass es sehr an alte Märchen angelehnt ist. Dies gibt der Idee einen gewissen Zauber, der aber durch die gedehnte Erzählweise nicht gut zur Geltung kommt.

Auch die Charaktere sind für mich zu blass geblieben. Es werden immer wieder Erlebnisse aus der Vergangenheit angedeutet, aber nicht geklärt, sodass es für mich lose Fäden gab, die besser in die Handlung hätten verwoben werden können. Die Tatsache, dass man nicht genau weiß, wo die Geschichte spielt, ist für mich ein weiteres kleines Manko. Es kann zwar vernachlässigt werden, hat mich aber gestört. Ich bin der Meinung, dass dies der Handlung keinen Abbruch getan hätte.

Mein Fazit fällt daher recht nüchtern aus:
Trotz einer schönen Idee und der Grundlage die Handlung als eine Art Märchen zu schreiben, hat mich die Geschichte nicht gefangen genommen. Die Langatmigkeit des Buches hat viel von dem Zauber untergehen lassen.
Deswegen vergebe ich zwei Sterne.