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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

Ich bin nicht in Ordnung...

Nevernight - Die Rache
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Meine Meinung:

Das Cover ist ein absoluter Traum (fast schon albtraumhaft mit den roten Augen, wie mans nimmt). Ich habe es mir erstmal minutenlang angesehen, eh ich das Buch gestartet habe. Das Cover ...

Meine Meinung:

Das Cover ist ein absoluter Traum (fast schon albtraumhaft mit den roten Augen, wie mans nimmt). Ich habe es mir erstmal minutenlang angesehen, eh ich das Buch gestartet habe. Das Cover vom letzten band gefällt mir am liebsten, es spiegelt die Stimmung des finalen Bandes super wider! Ich dachte, dass der zweite Teil nicht getoppt werden kann und ich habe mich sehr geirrt…In diesem letzten Band wurden die letzten Fragezeichen in meinem Kopf gelöst und trotzdem wusste ich bis zum Finale nicht, wie es für Mia ausgehen würde. Die Ereignisse knüpfen wieder nahtlos zu Band 2 an und führen die wilde Achterbahnfahrt der Gefühle fort. Neben der teilweise sehr brutalen Geschichte schafft Mia es, ihre sarkastische und vulgäre Art nicht zu verlieren und über manche Kommentare habe ich wieder Tränen gelacht. Das trifft leider sehr meinen Humor! 😀 Ich möchte hier aber noch einmal erwähnen, dass diese Geschichte (seit Band 1 schon) brutal und blutrünstig ist. Achtet bitte auf euch, wenn ihr euch auf Mias Reise begeben wollt, da es einige Passagen gibt, die nicht so leicht verdaulich sind!

Auch hier gibt es wieder eine Zusammenfassung von Band 1 und 2, was den Einstieg in die Geschichte erleichtert. Zu meinem persönlichen Verdruss gab es im finalen Band leider weniger Fußnoten als in den Büchern davor. Dafür gab es so viele Spannungsbögen, dass ich kaum hinterher kam. Wenn ich einen schlimmen Moment überlebt hatte, kam direkt der nächste. Nicht, dass ich mich darüber beschweren möchte, ich habe von diesem Finale erwartet, dass es mich emotional bricht und das hat es geschafft! Ich hatte beim Lesen öfter ein großes Fragezeichen über meinem Kopf, da ich nicht wusste, ob der Autor meine Fragen noch klären bzw. auflösen kann und er hat das auf meisterhafte Weise geschafft! Ich habe mich in der Welt super zurecht gefunden, die Welt war kompliziert aber so gut beschrieben, dass ich mir die sozialen und politischen Gegebenheiten in Gottesgrab ohne Probleme vorstellen konnte. Genau das will ich von einer guten High Fantasy Geschichte!

Ich habe jeden einzelnen Charakter geliebt und mit ihnen gefiebert! (Okay, es gibt einige wenige, die ich natürlich abgrundtief gehasst habe…) Mia hat eine unglaubliche Entwicklung seit Band 1 durchgemacht, sie hat Kontrolle abgegeben, sich der Liebe geöffnet und ist sich und ihrem Lebensziel trotzdem treu geblieben. Was ich von Anfang an an Mia mochte war ihre Authentizität. Sie ist eine Protagonistin, die nicht perfekt ist und auch nicht immer richtig handelt, zugegeben, sie konnte auch ein Miststück sein, was aber auch einfach zu ihr passt. Sie hat Traumata erlitten und hat sich dann zur Assassinin ausbilden lassen, das geht nicht spurlos vorbei. Für einige Charaktere hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht, teilweise hat mir das alles wieder das Herz gebrochen.

Never flinch. Never fear. And never ever forget.

Fazit:

Wow, was war das für eine Geschichte??? Ich hätte niemals gedacht, dass eine andere Buchreihe von Jay Kristoff an Das Reich der Vampire als mein Lebenshighlight kratzen könnte. Ich habe mit Mia gelacht, gelitten und geweint und würde mir so wünschen, die Reihe noch einmal zum ersten Mal lesen zu können!

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Eine grandiose Fortsetzung!

Nevernight - Das Spiel
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Meine Meinung:

Genauso spannend, wie Band 1 geendet hat, geht es mit Band 2 weiter. Ich mag es sehr, dass es direkt weiter ging. Teil 2 von Mias Geschichte beginnt mit zwei unterschiedlichen Handlungssträngen, ...

Meine Meinung:

Genauso spannend, wie Band 1 geendet hat, geht es mit Band 2 weiter. Ich mag es sehr, dass es direkt weiter ging. Teil 2 von Mias Geschichte beginnt mit zwei unterschiedlichen Handlungssträngen, so dass direkt Spannung aufgebaut wird. Ich wusste so erst nicht wo Mias Reise hinführen würde. Nach und nach wurden diese Handlungsstränge dann zusammen geführt, so dass danach die Geschichte logisch weiter erzählt wird. Es fiel mir sehr leicht, wieder in die Welt zurückzufinden, da ich mich jetzt schon dort „auskannte“, die Städtenamen und Personen kennen gelernt hatte.

Auch in Band 2 sind die Fußnoten des geheimnisvollen Erzählers wieder präsent und geleiten unterhaltsam und spannend durch die Geschichte. Es ist immer noch nicht klar, wer dieser Erzähler eigentlich ist, was ein nettes Nebenrätsel ist, ich habe beim Lesen mehrfach überlegt, wer es denn sein könnte. Dazu bekommt man am Anfang des Buchs eine Zusammenfassung der Figuren, so dass es leicht fällt, wieder in die Geschichte reinzukommen.

Um ihr Ziel zu erreichen muss Mia nach der Prüfung am Ende von Band 1 nun einen ganz anderen Weg einschlagen. Sie begegnet vielen neuen (und alt bekannten) Charakteren, die alle wichtig für den Verlauf der Handlung sind. Es war keine Sekunde langweilig! Wenn es etwas gibt, das Jay Kristoff richtig gut kann, dann ist es die Spannungsaufrechterhaltung auf vielen Buchseiten. Die Bücher sind nicht dünn und dennoch hatte ich auf keiner Seite Langeweile! Im zweiten Teil des Handlungsstranges gab es Plottwists, die ich in manchen Thrillern noch nicht gelesen habe! Ich habe mit jedem Charakter mitgefühlt und auch hier wieder ein paar Tränen verdrückt.

Fazit:

Ich habe das Gefühl, dass das Spiel nur die Ruhe vor dem Sturm war, der zweite Band hat sich wie die warme Luft vor einem Gewitter angefühlt, so dass ich jetzt richtig Angst vor dem letzten Band habe. Ich weiß, dass der Autor mich mit seinen Entscheidungen über die Charaktere brechen wird, es wäre nicht das erste und nicht das letzte Mal…

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Mein fast liebster Fitzek

Das Kalendermädchen
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Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich verwirrt, das meine ich im positiven Sinn! Mittlerweile habe ich schon einige Fitzek Bücher gelesen und liebe es, jedes Mal wieder den Stil vom Autor zu erkennen. Das ...

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich verwirrt, das meine ich im positiven Sinn! Mittlerweile habe ich schon einige Fitzek Bücher gelesen und liebe es, jedes Mal wieder den Stil vom Autor zu erkennen. Das Cover finde ich super (vor allem die Special Edition, bei der man den „Schnee“ wegwischen konnte, geniale Idee). Die Hauptfigur war mir grundsätzlich sympathisch, ich muss aber sagen, dass sie mir bei Thrillern häufig auf oberflächlicher Ebene sympathisch sind, da ich oft das Gefühl habe, dass aufgrund der Seitenzahl und des Handlungsverlaufs keine wirkliche Tiefe möglich ist.

Die Grundidee des Kalendermädchens fand ich unglaublich spannend und habe das Buch verschlungen und in wenigen Tagen beendet. Die Handlung ist von Zeitsprüngen durchzogen, immer wieder wurde ich beim Lesen hin und her geworfen, wenn es spannend wurde. Ich mochte die Zeitsprünge, da ich beim Lesen mitdenken musste und ich auch immer neugieriger wurde, je näher ich der Auflösung des ganzen Rätsels kam. Ich muss gestehen, dass ich so neugierig war und mir irgendwie erhofft hatte, hinter jede der Türen zu schauen, aber vielleicht ist es auch besser so, dass nicht jede Grausamkeit explizit dargestellt wurde.

ich mag es sehr, dass ich bei Fitzek Thrillern immer bis zur Hälfte der Geschichte in totaler Dunkelheit tappe und sich dann nach und nach der Nebel lichtet und ich mir denke, wie man sich sowas ausdenken kann??? Wie kommt diese Geschichte in den Kopf eines Autors und dann zu Papier?? Super gemacht, wirklich, einige Aspekte konnte ich mir denken, andere wiederum nicht und hatte dadurch teilweise echt Herzrasen!

Fazit:

Die Thematik des Kalendermädchens hat mich Tage danach auch nicht losgelassen. Ich habe lange nach dem Beenden des Buches noch die Bräuche und Traditionen rund um die Kerze im Fenster durchstöbert. Was eigentlich eine andächtige Tradition ist wurde hier ins Grausame umgekehrt, für mich auf jeden Fall gut gelungen! Das Kalendermädchen gehört für mich zu den verstörendsten und aufreibendsten Thriller, es kann Playlist für mich persönlich nicht toppen, war aber trotzdem ein tolles Buch!

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Ein starker Start und ein verworrenes Ende

Don't Let The Forest In
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Meine Meinung: Dieses Buch hat mich zum Ende von 2025 begleitet und mich irgendwie verwirrt zurück gelassen. Aber lasst mich zuerst von den positiven Dingen sprechen, die mir im Kopf geblieben sind. Ich ...

Meine Meinung: Dieses Buch hat mich zum Ende von 2025 begleitet und mich irgendwie verwirrt zurück gelassen. Aber lasst mich zuerst von den positiven Dingen sprechen, die mir im Kopf geblieben sind. Ich habe die Illustrationen geliebt, sie waren düster, aufwühlend und im perfekten Einklang mit Andrews Märchen, die er sich ausdenkt, um, die Dämonen in seinem Kopf zu zähmen. Die Märchen, die von Unheil, Mystik und Dunkelheit geprägt waren haben mir am besten gefallen! Ich bin in ihnen richtig aufgegangen und hätte mir irgendwie gewünscht, dass das ganze Buch so gewesen wäre. Dazu muss ich auch noch sagen, dass ich neben den Illustrationen und den Märchen das Cover als ein absolutes Meisterwerk empfinde und ich würde es mir gern als Poster neben meinem Schreibtisch aufhängen!

Es geht um Andrew, Thomas und Dove. Andrew und Dove sind Geschwister und Andrew beginnt immer mehr festzustellen, wie sehr er Thomas mag und er mag ihn sehr, er mag ihn sehr sehr…Mir war die Besessenheit, die Andrew von Thomas entwickelt im Verlauf des Buches eine Spur zu viel. Grundsätzlich war er mir jedoch sympathisch, ein kreativer Junge, der in der Schule von Möchtegern-Snob-Kindern Mobbing erfährt und außer Thomas und seiner Schwester Dove keine weiteren Freunde hat. Die ganze Welt scheint irgendwie auf Andrew und Thomas wütend zu sein.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich wurde gut durch die Geschichte getragen. Im Handlungsverlauf hätte ich mir mehr Fantasy und Realität gewünscht, aber das ist mein persönlicher Geschmack und sagt nichts über die Qualität des Buches aus! Es geht in diesem Buch um die eigene Persönlichkeitsentwicklung, Sexualität und Freundschaften und ich finde, dass die Autorin diesen Aspekt lyrisch gut darstellen konnte.

Leider hat mir das Ende nicht wirklich gefallen. Je weiter ich gelesen habe, desto verworrener wurde es und dann gab es keine richtige Auflösung, die mir gefehlt hat. Ich habe nichts gegen offene Enden, solange sie in sich geschlossen sind (wenn das einen Sinn ergibt, ich kann es nicht so gut erklären). Die Autorin hat damit erreicht, dass ich ratlos vor dem Buch gesessen habe und mich „und nun?“ gefragt habe. Vielleicht war das genau das Ziel, das kann natürlich sein.

Fazit:

Diese Geschichte hat mich mit grausigen Bildern im Kopf zurück gelassen. Am meisten sind mir die Märchen von Andrew im Gedächtnis geblieben. Es gibt eine Sammlung von den schrecklichsten Märchen der Brüder Grimm, welche ich schon lange sehr mag, daher habe ich mich darüber sehr gefreut. Die verworrenen Ereignisse zum Ende des Buches hin, haben die Geschichte für mich leider etwas abgeschwächt. Es war ein gutes Buch, das Ausbaupotential hatte und von dem ich mir mit meinen vielen Fragezeichen im Kopf eine Fortsetzung wünschen würde.

(Vielen lieben Dank an Fischer Sauerländer, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen und rezensieren durfte. Dies hatte keinen Einfluss auf meine persönliche Meinung.)

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Wow, was für ein Auftakt!

Nevernight - Die Prüfung
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Diese Geschichte hatte ich seit 3 Jahren auf meiner Wunschliste und endlich bin ich dazu gekommen, sie zu lesen und was soll ich sagen…WARUM HABE ICH SO LANGE GEWARTET?

Für mich war Das Reich der Vampire ...

Diese Geschichte hatte ich seit 3 Jahren auf meiner Wunschliste und endlich bin ich dazu gekommen, sie zu lesen und was soll ich sagen…WARUM HABE ICH SO LANGE GEWARTET?

Für mich war Das Reich der Vampire das erste Buch von Jay Kristoff und damals war ich von dem unmaskierten verruchten Schreibstil fasziniert und habe in meinem Inneren gehofft, dass dieser Schreibstil mir bei Nevernight erneut begegnen würde, und ich wurde nicht enttäuscht!Das Cover war damals schon der Grund, wieso ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich bin ein absoluter Cover Käufer, mittlerweile schäme ich mich deswegen auch nicht mehr. Zugegeben finde ich die Cover von Teil 2 und Teil 3 sogar noch epischer (dazu komme ich dann aber in Rezensionen der weiteren Teile).

Mir sind sofort die Fußnoten beim Lesen aufgefallen. Wir werden als Lesende von einem Erzähler begrüßt, welcher die Geschichte der Hauptfigur Mia Corvere erzählen möchte. Dieser begleitet durch das buch in mal längeren, mal kürzeren Fußnoten. Mir gefiel der Sarkasmus des Erzählers, genauso wie die Figuren in der Geschichte nimmt auch der Erzähler kein Blatt vor den Mund. Der Schreibstil ist wie von dem Autoren schon bekannt unverblümt, bildgewaltig und schroff. Ich liebe seinen metaphorischen und verruchten Schreibstil, und wenn euch Intrigen, Kämpfe, Leichenberge und Sex nichts ausmachen, dann seid ihr hier richtig. Alle, für die Gewalt und harte Worte zu viel sind, würde ich empfehlen, Reißaus vor dieser Geschichte zu nehmen!

Die ersten Seiten der Geschichte können erst einmal überfordernd sein, die Lesenden werden in das Geschehen hineingeworfen und müssen sich Stück für Stück ein Bild der Geschehnisse und Geschichte des Landes machen, in dem die Handlung spielt. Auch wenn die Welt an sich schon viel fantastisches bietet, was die Lesenden entzücken kann, so lebt eine solche Geschichte von den Figuren. Die Charaktere sind auch in Nevernight – die Prüfung wieder so vielschichtig konstruiert, dass ich meinen imaginären Hut ziehen muss. Mia war mir sympathisch, ich mochte ihre Art von Anfang an, vor allem auch Herr Freundlich, ein Dämon in der Schattengestalt einer Katze, der mit ihr reist, die beiden sind ein unvergleichliches Duo. Dann gibt es da noch Tric und Jessamin und der alter Mercurio, das würde jetzt aber zu weit führen, ohne zu spoilern, daher kann ich nur Hut ab sagen.

Die Handlungswendungen und Cliffhanger schafft Jay Kristoff wie ein Meister, ich habe bei Das Reich der Vampire, Das Reich der Verdammten und jetzt auch bei Nevernight – die Prüfung geweint und das passiert mir mittlerweile nicht mehr so oft wie früher. Ich muss ihm für seinen Einfallsreichtum und die Kunst uns Lesende zu quälen einen riesigen Dank aussprechen!

Fazit:

Danke für diese Geschichte, ich habe jede einzelne Seite genossen und kann es kaum erwarten, Teil 2 und 3 jetzt in naher Zukunft zu lesen. Ich bin durch die Seiten geflogen, die 700 Seiten haben sich wie nichts angefühlt. Das Buch hat mich umgehauen, hier sind die dunkelsten Facetten der menschlichen Psyche Lust, Liebe, Rache, Gewalt, Mord mit einer gewaltigen Prise dunklen Humors versetzt.

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