Nichts Besonderes
Shanghai StoryDer Roman hat mich enttäuscht zurückgelassen. Auf dem Buchrücken wird er als außergewöhnlicher Debütroman angepriesen und lobend hervorgehoben, dass er einen ungewöhnlichen Kunstgriff wagt, nämlich eine ...
Der Roman hat mich enttäuscht zurückgelassen. Auf dem Buchrücken wird er als außergewöhnlicher Debütroman angepriesen und lobend hervorgehoben, dass er einen ungewöhnlichen Kunstgriff wagt, nämlich eine Geschichte rund um die Familie Yang rückwärts erzählt vom Shanghai des Jahres 2040 bis zum Jahr 2014. Deshalb habe ich erwartet, am Anfang der Geschichte von einem besonderen Ereignis zu lesen, das sich in den Vorjahren aufklärt. Tatsächlich aber war jedes Kapitel eine kurze Abhandlung über einzelne Familienmitglieder. Alle Kapitel zusammen genommen reihten sich lose aneinander, ohne dass sie von einem Band zusammengehalten wurden. Aufgrund des Buchtitels habe ich zudem erwartet, etwas über die Stadt Shanghai zu lesen, was auch nicht der Fall war. Als merkwürdig habe ich schließlich empfunden, Ereignisse aus dem Jahr 2040 zu lesen, ohne dass mir diese Zeit als futuristisch dargestellt wurde. Die Romanfiguren empfand ich als unsympathisch, vermisst habe ich, in folgenden Kapiteln Fortsetzungen über bereits eingeführte Randfiguren zu lesen.