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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2021

Eine schöne Liebesgeschichte mit "Gilmore Girls"-Feeling

Muschelspiel
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In dem Roman "Muschelspiel" geht es um Kira und Matt, die sich im englischen Cotswolds kennenlernen und gemeinsam mehr über die Vergangenheit der Vorbesitzerin von dem Cottage, in dem Kira für drei Monate ...

In dem Roman "Muschelspiel" geht es um Kira und Matt, die sich im englischen Cotswolds kennenlernen und gemeinsam mehr über die Vergangenheit der Vorbesitzerin von dem Cottage, in dem Kira für drei Monate wohnt, herausfinden wollen. Und während ihrer gemeinsamen Suche entwickeln die Beiden Gefühle füreinander, während Kira jedoch einen Verlobten in New York hat.

Der Klappentext hat mich direkt angesprochen: Ein Cottage in einem Dorf in England, eine bezaubernde Liebesgeschichte und zugleich noch ein mysteriöses Geheimnis, dem die Protagonisten auf die Schliche kommen wollen. Allerdings wurden meine hohen Erwartungen an den Roman nicht ganz erfüllt. Ich konnte nicht mit der Protagonistin Kira sympathisieren. Ihre Handlungen waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar und sie schien mir einen sehr sture und zickige Frau zu sein, die wirklich ständig am kichern ist. Auch Matt konnte ich nicht immer ganz verstehen. Die Nebencharaktere jedoch habe ich direkt ins Herz geschlossen. Darunter zum Beispiel Sookie, die ich gerne mal selbst kennenlernen würde, so nett wie sie ist!

Die Atmosphäre des Buches hat mir sehr gut gefallen. Mit dem Cottage im Dorf und den netten Dorfbewohnern, die einander helfen, hat mich das ganze irgendwie ein bisschen an die Serie "Gilmore Girls" erinnert. Auch die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Eine interessante Vergangenheit, die die Protagonisten aufdecken, mit einer unerwarteten Wendung, die das ganze richtig spannend gemacht hat.



Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, auch wenn ich die Protagonisten nicht in mein Herz schließen konnte. Dies wurde jedoch von der Handlung und der schönen Atmosphäre wieder ausgeglichen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2021

Greens vielfältiges, erstes Sachbuch

Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?
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John Green hat mit dem Buch "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?" sein erstes Sachbuch verfasst. In dem Buch geht es, wie der Name schon sagt, um das Anthropozän, das heißt unser jetziges ...

John Green hat mit dem Buch "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?" sein erstes Sachbuch verfasst. In dem Buch geht es, wie der Name schon sagt, um das Anthropozän, das heißt unser jetziges Leben auf der Erde. Das Sachbuch besteht aus verschiedenen Essays von John Green, die ganz verschiedene und vielfältige Themen beinhalten. Diese Notizen zum Leben auf der Erde beinhalten aber nicht nur viele interessante Fakten und Informationen, sondern enthalten zudem noch John Greens eigene Erfahrungen und seine Gedanken. "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?" ist also nicht nur ein einfaches Sachbuch, sondern ein sehr persönliches Werk von John Green, in welchem er offen über verschiedene Bereiche seines Lebens berichtet. Das hat das Buch für mich noch interessanter gemacht, als es ohnehin schon war.

Das Cover des Buches sieht unglaublich schön aus. Mit den vielen Farben, die hervorragend miteinander harmonieren und diesem einzigartigen Muster hat mich das Buch direkt angesprochen. Als ich dann noch gesehen habe, dass das Buch von John Green geschrieben wurde, konnte ich gar nicht anders, als es zu lesen. Mir haben schon seine Bücher "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" und "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" unglaublich gut gefallen und da wollte ich auch unbedingt sein neuestes Werk lesen. Vor allem, weil es sich hierbei um sein erstes Sachbuch handelt und ich das Thema des Anthropozäns wirklich sehr interessant finde. So hatte ich an dieses Buch entsprechend hohe Erwartungen, besonders, weil mir seine anderen Bücher so gut gefallen haben. Diese Erwartungen konnte das Buch jedoch nicht ganz erfüllen.

Was mir jedoch direkt sehr positiv aufgefallen ist, sind die Sterne-Bewertungen in dem Buch. Jedes Thema, welches Green in seinen Kapiteln aufarbeitet, bewertet er am Schluss auf einer Sterne-Skala von eins bis fünf. Aber, wenn man genau hinschaut, fällt einem direkt auf, dass nicht nur am Ende jedes Kapitels eine Bewertung steht, sondern solche Bewertungen auch an anderen Stellen des Buches versteckt sind, wie zum Beispiel bei seiner Eigenwerbung am Ende. Das fand ich direkt sehr amüsant und es zeigt John Greens erfrischenden Humor, den man auch an vielen anderen Stellen dieses Buches finden kann!

Das Buch hat mit seinen Sterne-Bewertungen ein wirklich tolles Konzept und ist durch die Aufteilung wirklich gut zu lesen. Die Kapitel sind nämlich immer nur wenige Seiten lang und man kann sie deshalb hervorragend zwischendurch lesen.

Auch der Inhalt hat mich zu einem großen Teil überzeugen können. Es gibt wirklich viele unterschiedliche Themen. Von Duftstickern bis hin zur Pest ist alles dabei und hier wird für jeden ein interessantes Kapitel dabei sein. Die Kapitel enthalten auch wirklich sehr interessante Fakten und ich habe in jedem einzelnen Kapitel viel dazu lernen können, weil ich von den meisten Informationen noch nie gehört habe. Allerdings ist bei so vielen unterschiedlichen Kapiteln auch nicht auszuschließen, dass es ein paar Kapitel gibt, die man selbst vielleicht nicht so interessant findet. Für mich persönlich gab es auch ein paar Themen, die mich überhaupt nicht angesprochen haben und die ich eher uninteressant finde. So interessiere ich mich zum Beispiel nicht für Fußball, aber es gab ein paar Stellen in dem Buch, in denen genau dieses Thema behandelt wurde. Zu ein paar Themen hatte ich deshalb überhaupt keinen Bezug, was oftmals auch daran lag, dass Green viel über Amerika geschrieben hat.

Fazit:

John Greens erstes Sachbuch ist ein richtiger Hingucker mit vielen interessanten Fakten. Es gibt viele interessante Themen in diesem Werk zu finden, jedoch auch ein paar, die mich nicht interessiert haben und ich dementsprechend ziemlich langweilig fand. Aufgrund dessen bewerte "Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?" mit drei Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 17.05.2021

Ein wunderschöner Roman über die Liebe und Katzen

Die Katzen von Shinjuku
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Der Roman "Die Katzen von Shinjuku" von Durian Sukegawa handelt von Yama, welcher Schwierigkeiten in seinem Job hat und in einer Bar in Shinjuku auf die Kellnerin Yume trifft, welche Katzen mehr zu vertrauen ...

Der Roman "Die Katzen von Shinjuku" von Durian Sukegawa handelt von Yama, welcher Schwierigkeiten in seinem Job hat und in einer Bar in Shinjuku auf die Kellnerin Yume trifft, welche Katzen mehr zu vertrauen scheint als Menschen. Die beiden Aussenseiter nähern sich einander an und auch die Katzen spielen eine sehr wichtige Rolle dabei. Mehr möchte ich eigentlich gar nicht zu dem Roman sagen, weil es zu viel verraten könnte. Nur soviel: Das war noch lange nicht alles!

Das Cover des Buches finde ich wunderschön. Es sieht mit den Wellen und der Katze einfach so hübsch aus! Und ist natürlich passend zu der Handlung und dem Titel des Buches, weil Katzen hierbei eine sehr wichtige Rolle spielen.

Mir gefällt der Roman sehr gut. Ich bin ein großer Fan von Katzen und außerdem auch von Durian Sukegawa und deshalb musste ich dieses Buch unbedingt lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch beinhaltet eine wunderschöne, poetische Geschichte über zwei Aussenseiter, die sich näher kommen und ist deshalb unglaublich emotional. Durch die Themen, die das Buch behandelt, wurde ich sehr zum Nachdenken angeregt und habe auch Tage später noch über dieses Buch nachgedacht. Vor allem zum Ende des Buches wurde die Geschichte noch mal sehr spannend und emotional und hat mich sehr aufgewühlt, weil ich mit den Ereignissen überhaupt nicht gerechnet habe. Das, was mir aber wahrscheinlich am Besten an der Handlung gefällt, ist die Verbindung, die die Protagonisten zu den Katzen haben. Es ist einfach wunderschön davon zu lesen!

Aber nicht nur die Handlung, sondern auch die Charaktere konnten mich von sich überzeugen. Vor allem Yume, über die man anfangs eigentlich kaum was erfährt, hat das Buch sehr viel interessanter gemacht. Ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, was sie verbirgt und warum sie den Katzen so nahe steht. Aber auch die anderen Charaktere in dem Buch sind sehr sympathisch. Man lernt viele Menschen in dem Roman kennen, die von Grund auf verschieden sind und schließt einige von ihnen direkt ins Herz. Aber vor allem von den Protagonisten erfährt man viel und es scheint so, als würde man sie wirklich kennen.

Wie es bei Durian Sukegawas Büchern für mich bisher immer der Fall war, bin ich förmlich in die Umgebung eingetaucht. Sukegawa beschreibt die Ortschaft einfach so bildlich, dass man das Gefühl kriegt, selbst anwesend zu sein. Vor allem die Bar in Shinjuku konnte ich mir bildlich vorstellen und ich habe mir gewünscht, in diesem Moment auch dort bei Yama, Yume und den Katzen zu sein.



Fazit:

Insgesamt lässt sich also sagen, dass der Roman mich absolut überzeugt hat! Alles war stimmig und vor allem die Charaktere haben die Geschichte einfach einzigartig gemacht. Es ist ein melancholischer Roman, der zum Nachdenken anregt und das Herz berührt. Deshalb kann ich das Buch jedem ans Herz legen, vor allem den Katzenliebhabern unter euch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2021

Ein unterhaltsamer Roman für zwischendurch

Du kannst kein Zufall sein
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In dem Roman "Du kannst kein Zufall sein" geht es um Josh, bei dem an einem Silvesterabend alles schief läuft. Seine Freundin lehnt nicht nur seinen Heiratsantrag ab, sondern verlässt ihn zusätzlich noch. ...

In dem Roman "Du kannst kein Zufall sein" geht es um Josh, bei dem an einem Silvesterabend alles schief läuft. Seine Freundin lehnt nicht nur seinen Heiratsantrag ab, sondern verlässt ihn zusätzlich noch. Das hat zur Folge, dass er gleichzeitig auch seinen Job und seine Wohnung verliert. Also zieht Josh mit seinem Kaninchen Jeremy zurück zu seinen Eltern und entschließt sich dazu, seine Entscheidungen von nun an lieber einer Münze zu überlassen. So nimmt das Schicksal seinen Lauf und Josh begegnet der Frau seiner Träume, die er jedoch kurze Zeit später wieder aus den Augen verliert. Doch Josh versucht sie mit den wenigen Informationen, die er über sie hat, nämlich, dass sie in einem Buchladen arbeitet, zu finden.

Allein das Cover des Buches ist wunderschön und passt perfekt zum Roman! Vor allem, dass auf dem Cover an das Kaninchen und die Sonnenblume gedacht wurde, fand ich sehr schön, weil diese ein wichtiger Teil der Geschichte waren! Auch die Idee des Romans hat mir super gefallen: Ein Mann, der jede seiner Entscheidungen mithilfe einer Münze trifft. Das klingt direkt unglaublich unterhaltsam und kreativ. Mit der zusätzlichen unglaublich süßen Liebesgeschichte wird das Buch zu einer tollen romantischen Komödie! Zwar konnte ich die Handlung des Buches vorausahnen und das Buch war dadurch auch nicht unbedingt spannend, aber das hat mich nicht sonderlich gestört, weil das Besondere an dem Roman meiner Meinung nach die Stimmung ist, die er verbreitet. Der Roman macht einfach gute Laune und Freude und ist unglaublich humorvoll geschrieben. Außerdem war er durch den leichten Schreibstil, der perfekt zum Buch gepasst hat, wunderbar zu lesen.

Doch nicht nur die witzige Handlung, sondern auch die sympathischen Charaktere machen den Roman einfach einzigartig. Vor allem Josh hat mich mit seiner tollpatschigen, humorvollen Art immer wieder zum Lachen bringen können. Doch auch die Sonnenblumenfrau und Kaninchen Jeremy haben mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern können.



Fazit:

Der Roman ist ein unglaublich witziges Buch für zwischendurch, jedoch für mich kein Highlight. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der Lust auf eine leichte, unterhaltsame Lektüre verspürt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2021

Ein Roman voller Hoffnung, jedoch mit enttäuschendem Ende

Jenseits des Abgrunds
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In dem Roman "Jenseits des Abgrunds" geht es um Toni, welcher die Asche seines verstorbenen Bruders verstreuen will und auf seiner Reise auf Kose-San trifft. Dieser lebt an einer steilen Felsklippe und ...

In dem Roman "Jenseits des Abgrunds" geht es um Toni, welcher die Asche seines verstorbenen Bruders verstreuen will und auf seiner Reise auf Kose-San trifft. Dieser lebt an einer steilen Felsklippe und lädt Menschen, die sich an eben dieser Klippe das Leben nehmen wollen, zu einer Tasse Tee ein.

Das Cover des Buches ist wunderschön: Die Farben, die Muster, alles harmoniert total schön miteinander und deshalb ist das Buch ein totaler Hingucker!

Auch die Idee des Romans gefällt mir total gut: Ein Mann, der an einer Klippe lebt und täglich Menschen davon abhält, sich das Leben zu nehmen. Man beginnt sich zu fragen: Wieso macht dieser Mann das? Was ist passiert, dass er sich für dieses Leben entschlossen hat? Was ist seine Geschichte? Ich war total gespannt darauf, dass diese und viele weitere Fragen in dem Buch beantwortet werden.

Am Anfang war ich total überzeugt von dem Buch! Es ist einfach sehr berührend und emotional und erzählt Geschichten von vielen unterschiedlichen Personen, die in ihrem Leben Schlimmes erlebt haben. In dem Roman geht es deshalb um unglaublich viele wichtige Themen: Einsamkeit, Suizid und viele weitere. Das bringt die/den Leser*in total zum Nachdenken und gibt einem Hoffnung. Vor allem die Dialoge zwischen den verschiedenen Menschen haben mir sehr gut gefallen, weil man in ihnen viel über die Vergangenheit der jeweiligen Person erfahren konnte!

Jedoch hat mich der Roman zunehmend enttäuscht. Während anfangs vor allem die vielen Emotionen und berührenden Geschichten im Vordergrund standen, wurde die Handlung im Laufe des Buches immer unrealistischer und kam mir mehr und mehr erzwungen rüber. Ich konnte die Charaktere und ihre Handlungen nicht mehr wirklich nachvollziehen und die Ereignisse haben mich eher enttäuscht.

Fazit:

Ein Buch voller Lebensweisheiten und Hoffnung. Jedoch hat das Ende des Buches mich sehr enttäuscht und konnte mich absolut nicht überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere