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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2017

Fay findet das Glück

Mein wunderbares Gartencafé
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Ich habe einen Lesenachmittag am Grand Union Kanal in einem wunderschönen Gartencafe verbracht. Die herrliche Atmosphäre genossen und den Charakteren sehr gerne zu geschaut. Danke Fay, Lija, Miranda, Anthony ...

Ich habe einen Lesenachmittag am Grand Union Kanal in einem wunderschönen Gartencafe verbracht. Die herrliche Atmosphäre genossen und den Charakteren sehr gerne zu geschaut. Danke Fay, Lija, Miranda, Anthony und Danny, sowie einigen Anderen.
Fay hat es nicht leicht. Ständig jagd sie zwischen ihrem Cafe, den übrigen anstehenden Arbeiten und ihrer pflegebedürftigen Mutter im Oberstock hin und her. Dazu hat sie noch eine Dauerbeziehung Anthony, der am Abend kommt und gerne ein warmes Essen hat, aber sonst keine Hand anlegt. Gottseidank hilft ihr die originelle Lija, sie backt SuperKuchen. Am Anleger liegt auch noch die Maid Merryweather das alte Boot ihres verstorbenen Vaters, die dem zusätzlichen Kuchenverkauf dient, für Leute, die ihr Boot nicht verlassen wollen. Fays großer Traum wäre das Boot wieder zum Laufen zu bringen. Dazu ist kaum Geld da. Hat sie mal etwas zurückgelegt, ist ihre Schwester Edie mal wieder in Geldnot und Fay hilft weiter. Eines Tages hält ein weiteres Boot mit dem jungen Danny am Anleger. Ab jetzt ändert sich einiges. Eines Tages stirbt die Mutter. Die Testamentseröffnung ist für Fay ein Schock. Der nächste Schock kommt gleich hinterher. Viele Fragen. Wird Fay ihr Cafe behalten können? Kann sie über ihren Schatten springen und ein neues Leben wagen. Das lesen sie bitte alles selbst, es lohnt sich.

Veröffentlicht am 02.01.2017

Leidenschaftlich, kämpferisch, interessant

Unsere Hälfte des Himmels
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Ein Roman über ungelebte Träume, Frauenfreundschaft und die erste Bezieung im Leben einer Frau-die zu ihrer Mutter" so steht es auf dem Klappdeckel.
Für mich ist es auch ein Buch von Liebe, Leidenschaft, ...

Ein Roman über ungelebte Träume, Frauenfreundschaft und die erste Bezieung im Leben einer Frau-die zu ihrer Mutter" so steht es auf dem Klappdeckel.
Für mich ist es auch ein Buch von Liebe, Leidenschaft, Kampf und gibt ein Bild der Frau im Nationalsozialismus.
Sehr gut finde ich, gleich vorne bekommt man die Personen aufgezählt, die den Leser in den zwei Zeitsträngen begleiten.
Im Prolog wird von der kleinen 9jährigen Johanna erzählt, die ihren Traum vom fleigen wie Ikarus wahr macht. Leider mißlingt das noch, aber man kann bereits feststellen wieviel Leidenschaft in derkleinen Person steckt.
Mit der Geschichte von Lieselotte Frank, verheiratet mit Eduard Frank, in Kassel fängt es dann so richtig an. Sie klebt anscheinend in einer festgefahrenen Ehe fest, so ganz nach dem Motto, eine Frau gehört an den Herd und hat ansonsten nichts zu melden.In den siebziger Jahren war das eigentlich nicht mehr so Gang und Gäbe.
Eines Tage wird sie aufgerüttelt durch einen Anruf aus Frankfurt. Ihre Mutter Amelie liegt im Koma.
Das geht ihr gehörig an die Nieren und sie will sofort nach Frankfurt fahren. Eduard hat keine Lust und versteht auch Lieselotte nicht. Amelie wurde ein, zweimal im Jahr besucht, damit hatte es sich auch. Das Verhältnis Mutter Tochter war recht kühl, Lieselotte kam sich immer als Störfaktor vor. Von ihrem Vater wußte sie nur, daß er gefallen sei im Krieg. Sie hatte ja auch ihre liebe Großmutter, die vieles ausgeglichen hat. Das Lieselotte jetzt auf der Stelle zu ihrer Mutter fahren will, die noch dazu im Koma liegt, versteht Eduard einfach nicht und so macht sich Lieselotte alleine auf den Weg. In Frankfurt wird sie endlich "erwachsen", selbständig und erkennt die Misere ihrer Ehe.Der Führerschein ist kein großes Problem mehr für sie und sie nimmt eine Stelle in einem Cafe an. Sie lebt in der Wohnung ihrer Mutter und hat viel Zeit sich umzuschauen. Bei ihren Recherchen stößt sie auf eine Art "Liebesbrief" unterzeichnet mit Hanni Gemeinsam mit Marga, der Nachbarin macht sie sich auf die Suche nach Hanni und der Vergangenheit ihrer Mutter. Die beiden Frauen geraten ganz tief in die Vergangenheit, entdecken warum Amelies Herz so verhärtet ist. Lieselotte entdeckt ihren Vater
Es bleiben trotzdem sehr viele Fragen, die man nur durch selber Lesen beantwortet kriegt. Wacht Amelie überhaupt wieder auf, wol die Wichtigste! Wer ist Lieselottes Vater? Warum hat Amelie das Fliegen aufgegeben? Noch einige mehr.
Im zweiten Erzählstrang kriegen wir die Freundschaft von Hanni und Amelie mit. Sie kämpfen mit Leidenschaft um ihren Traum vom Fliegen mit Motorflugzeugen undwollen die ersten weiblichen Pilotinnen sein. Dieser Strang ist sehr leidenschaftlich, die Freundschaft wird oft sehr obsessiv betrieben von Hanni und als dann ein Mann dazwischen kommt ändert sich alles. Dank eines Verrates endet es leider tödlich. Welcher Mann? Lebt Hanni vielleicht auch noch?
Ein total fesselndes Buch, daß einen direkt an die Schauplätze gebracht hat. Ich war mittendrin, ja, ich hab sogar die "Ahle Worscht" in Kassel mitgegessen. Die Recherche ist spitze und der Anhang alleine verdient 5 Sterne.
Das Buch hat mich auf jeden Fall dazu gebracht noch weitere Bücher über die "Frauenfliegerei" zu lesen. Interessant fandich auch den Namen Beate Uhse, die man ja aus einem anderen Bereich kennt.

Veröffentlicht am 08.12.2016

Mitreißend, spannend, authentisch

Rodinia – Die Rückkehr des Zauberers
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Ein klasse aufgemachtes Buch, schon das Cover verführt. Gleich zu Anfang gibt es eine Karte on Rodinia, sehr schön, so kann man sich immer orientieren, wo die Handlung gerade stattfindet. Eine spannende ...



Ein klasse aufgemachtes Buch, schon das Cover verführt. Gleich zu Anfang gibt es eine Karte on Rodinia, sehr schön, so kann man sich immer orientieren, wo die Handlung gerade stattfindet. Eine spannende Prophezeiung macht hungrig auf den Stoff.
Im Prolog erfährt der Magister, daß ein Schiff von der Außenwelt sich nähert und befiehlt sofort den Wächter zu wecken.
An Bord sind Kyrian, Targas und ihre Mannschaft. Kyrian ist ein junger Zauberer und will dem Hilferuf einer weißen Frau nachgehen. Die Mannschaft meutert langsam, sieben Tage sind sie schon im Nebel! Doch Kyrian hält Kurs. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind sie durch und stehen dem Wächter gegenüber.
Nur Kyrian überlebt und wird an Land gespült Das Land seiner Urväter.
Als er aufwacht findet er sich in einer magischen Kutsche wieder, aus der er so schnell nicht heraus kommt. Er ist auf Rodinia der Insel der Magier gelandet, die nach dem großen Krieg die Zauberer von der Insel verbannt hatten. Dann geht es richtig los!
Kyrain hat es nicht leicht, weiterzukommen. Auf der Insel gibt es Brallag, Magisterin Val, das Orakel, Mira Hafermann und Rahia und die Gaukler neben viel gemeinem Volk.
Wer wird ihm helfen? Klappen seine Zaubersprüche irgendwann wieder. Ist Mira die Frau die ihm den Hilferuf gesendet hat? Helfen ihm die Trolle? Kann er die Insel zurück erobern?
Das alles wird zu klären sein und noch einiges mehr, denn Kyrian wird plötzlich zum Bruder? Ist es ein Bruder oder eine Schwester? Wer überhaupt ist Eleanor?
Eine tolle mitreißende Fantasy. Es wimmelt nur so von den verschiedensten Gestalten. Es gibt Zauberer und Magier! Was? werden sie sagen, daß ist doch das Gleiche! Der Unterschied ist wirklich da und schön erklärt. Es gibt Trolle und es gibt Elfen. Letztere fliegen hauptsächlich als Nachrichtenboten hin und her.
Für viel Volk und Gaukler ist auch gesorgt.
Der Schreibstil ist toll, der Autor schafft es einen sofort heutnah an die Geschichte zu führen.Bei den Kämpfen oder beim Fest ist man quasi live dabei

Die Hauptcharaktere sind authentisch und nachvollziehbar.Sympathie für die Guten und Antipathie für die Bösen entstehen sofort.

Ein Lesevergnügen, daß keiner bereut! Absolut zu empfehlen!

Ich, warte schon ungeduldig auf Band 2!

Veröffentlicht am 18.11.2016

Eine Geschichte für die Weihnachtszeit

Sechs Freunde für ein Halleluja
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Es geht in der Geschichte um die Jungs aus einem ziemlich herunter gekommenen Waisenhaus in New York um 1920. Da gibt es die herzensgute Direktorin Sarah, die auch schon einmal weint um einen Schützling ...

Es geht in der Geschichte um die Jungs aus einem ziemlich herunter gekommenen Waisenhaus in New York um 1920. Da gibt es die herzensgute Direktorin Sarah, die auch schon einmal weint um einen Schützling und ihre nicht minder liebenswürdige Kollegin Gladys. Sie kämpfen von Monat zu Monat um ihre Kinder mit dem nötigsten zu versorgen. Die Zuschüsse vom Eigner werden immer weniger, was eigentlich nicht sein kann. So liegt sehr schnell eine Vermutung nahe, wer seine Hände im Spiel haben dürfte. Das Buch lebt von sehr originellen Charakteren und mutigen Kindern. Zum Ende des Buches wird es noch einmal richtig gefährlich. Ob es dann gut ausgeht, soll hier nicht verraten werden, ebenfalls die kleinen Abenteuer, die die Kinder und die Erwachsenen erleben nicht.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, manchmal war die Geschichte ein bißchen langatmig, aber nie quälend.
Mir persönlich hat ein bißchen mehr Schilderung von New York im Jahr 1920 gefehlt, das habe ich mir eigentlich nach dem veränderten Cover vorgestellt. Nach dem Ende der Geschichte finde ich eigentlich auch das erste Cover nicht schlecht!

Veröffentlicht am 16.11.2016

Geistreich,philosopisch, direkt und modern

Weihnachts-Sehnsucht
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Wer mal raus möchte aus der Hetze, dem Liedergedüdel, dem Lichterwahnsinn, dem Geschenkeplanen und nebenher noch den ganz alltäglichen Alltag bewältigen, dem würde ich empfehlen mal Pause zu machen mit ...

Wer mal raus möchte aus der Hetze, dem Liedergedüdel, dem Lichterwahnsinn, dem Geschenkeplanen und nebenher noch den ganz alltäglichen Alltag bewältigen, dem würde ich empfehlen mal Pause zu machen mit diesem Büchlein. Sich einfach mal eins, zwei Stunden frei nehmen und sich der Weihnachtssehnsucht widmen.
Es lohnt sich absolut. Jeder kann etwas mitnehmen aus diesem Buch.
Ein wirklich schönes Cover!
Schon von außen kriegt man Sehnsucht nach Licht in der Dunkelheit, nach Weihnachten!
Bernhard Meuser regt ganz behutsam das Nachdenken an.
Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil nicht schwierig. Manchmal ist es etwas mehr philosophisch, manchmal recht real, auch kleine Begebenheiten aus seiner Kindheit erzählt er uns. indirekt hält er uns auch unseren eigenen Konjunktivstil vor Augen, ichwürde ja glauben, wenn... und empfiehlt ruhig mal den Indikativ zu versuchen, einfach machen! Die Kapitel verweisen auch ganz oft auf Bibelsprüche, die man durchaus nachgoogeln kann, sollte man keine Bibel zuhause haben. Die Kapitel mit Sartre und Friedrich von Spee haben mich stark beeindruckt. Auch ich werde in Zukunft "Zu Bethlehem geboren, ist uns.." viel bewußter singen und ich hoffe, daß ich zu Weihnachten, dieses Licht im Herzen habe und Nähe spüren darf.
Für mich habe ich einiges mitgenommen, das Büchlein hat mich persönlich bereichert.
Es ist sicher auch ein wertvolles Weihnachtsgeschenk.