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Veröffentlicht am 14.11.2017

Wie war es damals gewesen...

Die Fallstricke des Teufels
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Klappentext: 1541 in Pirna - Rätselhafte Todesfälle häufen sich, als habe der Teufel selbst die Hand im Spiel. Gerade ist die 19-jährige Sophia in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, herangewachsen zu einer ...

Klappentext: 1541 in Pirna - Rätselhafte Todesfälle häufen sich, als habe der Teufel selbst die Hand im Spiel. Gerade ist die 19-jährige Sophia in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, herangewachsen zu einer jungen Frau mit einem großen Interesse für Medizin, seit sie als Kind Mutter und Bruder an die Pest verlor. Im Kontor ihres Vaters fällt ihr ein seltsames Buch in die Hände und sie hofft, darin ein Heilmittel gegen den Schwarzen Tod zu finden. Auch ein anderer weiß um die Existenz jenes Buches, das ungeheures Wissen verspricht: Stadtschreiber Wolf Schumann. Er ist besessen davon, es an sich zu bringen. Und schreckt selbst vor Mord nicht zurück...

Fazit: Mit einen Abstecher in die sächsische Provinz des Mittelalters zur Zeit des christlichen Umdenkens und auf der Spur nach geheimen unschätzbarem Wissen in Form eines uralten Schriftstückes lockt der Debütroman 'Die Fallstricke des Teufels' von Heike Stöhr die historisch-begeisternde Leserschaft.

Zu Beginn landet der Leser unmittelbar im Pestjahr 1532 der Kleinstadt Pirna vor den südöstlichen Toren Dresden, nach zwei Kapitel springt die Handlung und Story nach Leipzig wie ein paar Jahre später um und kommt wenige Seiten wie wieder Monate später in Pirna zurück, wo der Haupthandlungsverlauf des knapp 500 Seitenwerkes erst richtig in Schwung kommt. Im Verlaufes des Romans, der ohne Datierungen geschrieben ist, muss sich der Leser immer wieder durch kurzen, abgehackten und unzusammenhängenden Inhalt kämpfen, der zwar auf tiefe Recherchearbeit der studierten Autorin berührt und zu einem detailgetreuen Zeitzeugnis verfasst würden ist, bleibt die Story um die Hauptakteure im Schatten der historisch-gesellschaftlichem Kulisse stehen.

Der Schreibstil weckt mit seinen verschachtelten Satzbau wie einfachen Wortwahl und mit den damaligen Dialogform nicht die brennende Packheit einer spannenden Unterhaltungsliteratur, die den Leser eine groben Einblick in das mittelalterliche Klassenschichtsystem durch ein sanft dabin plascherden Erzählstil gibt.

Da 'Die Fallstricke des Teufels' als kriminelle Lektüre dargeboten wird (laut Inhaltsangabe) kommt diese Gerne neben einer Lovestory und intriegende Machtschaften kaum zu Geltung. Was für den Leser als Lockmittel gilt, entpuppt sich zur kaltgestellte Nebensache und gibt den Weg für mörderische Halunken und reformären Zeitgeist frei...2,25 Sterne

Veröffentlicht am 08.11.2017

Totalisierte Grausamheit

Hunde von Riga
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Story:
Zwei unbekannte Tote führen Kommissar Wallander diesmal nach Osteuropa. Immer tiefer gerät er hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen ...

Story:
Zwei unbekannte Tote führen Kommissar Wallander diesmal nach Osteuropa. Immer tiefer gerät er hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen Glauben an die Gerechtigkeit verliert, sondern fast noch sein Leben lässt...

Es wird von eine politischen Brennpunkt in den Baltikum, einer Verschwörung und Machenschaften, die keine Scheu vor der totalen Grausamkeit haben sowie ein Versteckspiel der lettischen Freiheitsbewegungsaktivisten erzählt.

Mein Fazit:
Ein spannendes Buch, das den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und von Schwedens Beststellerautor Henning Mankell in Jahr 1991 verfasst wurde. Ich habe seit längeren keinen besseren Krimi-Roman gelesen. Mankell schreibt in klaren Satzbau mit einem in einander fließenden Spannungsbogen, sodass man kaum zum Luft holen und das Buch aus der Hand legen kann.

Sehr empfehlenswert, wenn man in der kalten, nassen und grauen Jahreszeit einen Thriller lesen will, dann "die Hunde von Riga".

Veröffentlicht am 08.11.2017

Ein Satz mit "X"...

Firmin - Ein Rattenleben
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...- Das war wohl nix.

Story ohne Leitfaden, keine Spannungsbogen und langweilig geschrieben: Absoluter Reinfall.

Cover war ansprechender als der Inhalt des Buches.

...- Das war wohl nix.

Story ohne Leitfaden, keine Spannungsbogen und langweilig geschrieben: Absoluter Reinfall.

Cover war ansprechender als der Inhalt des Buches.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Erleuchtung

So ruhet in Frieden
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Klappentext: Stockholm, 13. August 2002: Nach einer extremen Hitzewelle legt sich ein elektrisches Feld über die Stadt. Lampen können nicht mehr gelöscht, Geräte nicht mehr ausgeschaltet werden. Die Menschen ...

Klappentext: Stockholm, 13. August 2002: Nach einer extremen Hitzewelle legt sich ein elektrisches Feld über die Stadt. Lampen können nicht mehr gelöscht, Geräte nicht mehr ausgeschaltet werden. Die Menschen leiden unter mörderischen Kopfschmerzen, ein Chaos droht. Doch plötzlich ist alles wieder vorbei. Oder doch nicht? Irgendetwas ist anders als vorher. Als der pensionierte Journalist Gustav MAhler einen Anruf aus dem nahegelegenen Krankenhaus bekommt, will er nicht glauben, was man ihm berichtet: Die Toten seien erwacht....


Inhalt: Nach extremer Hitze und einem elektrischen Feld, was die Menschen an ihren starken Kopfschmerzen fast zerbrechen lässt. Erwachen plötzlich die Toten in Stockholm. Gustav Mahler wird ins nahegelegene Krankenhaus geschickt und traut seinen Augen nicht. Regierung und Mediziner sind überfordert. Warum erwachen die Toten und was wollen diese?! Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt. Da ist Gustav Mahler, der erst vor kurzem seinen kleinen Enkel verloren hat. Da ist David, der erst am Abend seine Frau verlor und da sind Elvy und ihre Enkelin Flora, die am ehesten noch die merkwürdige Aura spüren können, die die Toten umgibt...

Fazit: Aus meiner Sicht hat das Buch eine gleichbleibende Spannungsbogen, der mich zu Ende hin süchtig gemacht hat. Die Story hat mich und meine Ansichten auf das Leben und das, was danach kommt, in ein neues Licht gerückt.
Der Autor hat einen gut verständlichen und flüssigen Schreibstil in diesen Buch an den Tag gelegt, der es möglich macht, den Inhalt gut und schnell zu begriffen. Auf den 445 Seiten komme ich den Fragen des Glaubens, des Lebens und der Menschheit ein Stück näher und kann meine eignen Standpunkt neu deferieren...4,5 Sterne

Veröffentlicht am 08.11.2017

Informativ und Überraschend

Food Guide
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Klappentext: Das kulinarische Handbuch mit über 1000 Lebensmitteln.Der Food Guide ist ein Wegweiser durch die faszinierende vielfältige Welt unserer Lebensmittel, eine kompetente Orientierungshilfe beim ...

Klappentext: Das kulinarische Handbuch mit über 1000 Lebensmitteln.Der Food Guide ist ein Wegweiser durch die faszinierende vielfältige Welt unserer Lebensmittel, eine kompetente Orientierungshilfe beim täglichen Einkauf und eine Quelle kulinarischer Inspiration. Als Nachschlagwerk und Warenkunde vermittelt der Band das Basiswissen zu über 1000 Lebensmitteln. Lassen Sie sich zum Probieren unbekannter Spezialitäten verführen und entdecken Sie fast in Vergessenheit geratene Obst- und Gemüsesorten neu.

Fazit: Wer gern und bewusst Lebensmittel klassisch oder kreativ zubereitet, soll schon das Basicwissen der Kulinaria beherrschen. Und für alle, die mehr über Gemüse/Obst, Fleisch/Geflügel/Fisch, Molkerei und Getreide/Brot/Gebäck und Öl/Essig sowie Gewürze/Kräuter wissen möchten, ist dieser Ratgeber mit 390 Seiten, wo jedes Produkt ein Foodfotografie mit Name (in verschiedenen Sprachen), Herkunftsland, Herstellungsart, Einsatzgebiet in der Küche und "Sternbewertung" aufgeführt ist.

Ich schau gerne mal rein um mich von neuen alten oder exotischen Lebensmittel verführen zulassen, bin mit diesen Buch sehr zufrieden.