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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2018

War nicht für mich geschrieben würden...

METÁ – SPÄTER
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Inhalt: »Metá – später« ist die Lebensphilosophie der Bewohner eines malerischen Fischerdorfes vor der Kulisse des Taygetos-Gebirges auf dem Peloponnes. Jetzt scheinen langgehegte Hoffnungen, Wünsche und ...

Inhalt: »Metá – später« ist die Lebensphilosophie der Bewohner eines malerischen Fischerdorfes vor der Kulisse des Taygetos-Gebirges auf dem Peloponnes. Jetzt scheinen langgehegte Hoffnungen, Wünsche und Träume endlich wahr zu werden: Eine neue, eine alte Liebe, glückliche Zweisamkeit, ein Leben ohne Zwänge, hemmungsloser Sex, eine gemeinsame Reise, Ansehen, Erfolg und Geld, ein schnittiges Auto, das Ende der Einsamkeit. Doch im Moment der Erfüllung ist bereits das Scheitern angelegt und so nehmen kleine und große Tragödien ihren Lauf ... Lilo Wessels Erzählungen führen den Leser zurück ins Griechenland am Ende des 20. Jahrhundert, in eine Zeit vor der großen Wirtschafts- und Finanzkrise, in der noch genügend Raum war für die kleinen Alltags- katastrophen. Kenntnisreich und mit bitterem Humor entlarvt die Autorin das Idyll, das sich dem flüchtigen Urlauber bietet und lenkt den Blick des Lesers hinter die Dinge, dorthin, wo sie kompliziert und schmerzlich werden.

Fazit: Der Geschichtsband 'Metá - Später' von Lilo Wessel ist wie eine literarische Reise nach Griechenland mit allem was das Leben bietet.

Das Buch umfasst zehn Erzählungen, die zwischen 10 und 80 Seitenlängen von Liebesglück über sexueller Freiheit bis zur gesellschaftliche Ansehen handeln und eine Gesamtseitendichter von knapp 250 gedruckten Seiten ergibt. Es wird aus der Draufsichtsperspektive berichtet, die zum Teil mit Datumnennung die Handlung lokaliersiert wirken lässt. Nur leider kommt muss man zwischen den Zeilen das 'Land der Götter' suchen, denn so augenscheinlich wie es auf den Cover klingt, rauscht es in den Seiten zu sehr nach Gefühlsduselei und Lebenserfahrungen.

Wer sich für 'große Gefühlsbäder' in minimaler Sprachlichkeit und 'Örtlichkeiten' wohlfühlt, den sei diese Kurzgeschichtensammlungen als nette Zwischendurch-Lesereise zu empfehlen...1,0 Sterne

Veröffentlicht am 10.07.2018

'Seven of Nine': Mischwesen aus Mensch und Maschine...

Star Trek - Voyager: Seven of Nine
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Inhaltangabe: Einst hieß sie Annika Hansen und geriet als unschuldiges Kind in die Gewalt der Borg. Dort wurde sie zu Seven of Nine, einem Mischwesen aus Mensch und Borgtechnik. Als neues Mitglied der ...

Inhaltangabe: Einst hieß sie Annika Hansen und geriet als unschuldiges Kind in die Gewalt der Borg. Dort wurde sie zu Seven of Nine, einem Mischwesen aus Mensch und Borgtechnik. Als neues Mitglied der Voyager-Crew muss sie nun mit einer für sie völlig fremden Wirklichkeit fertig werden.

Fazit: 'Seven of Nine', der achtzehnte Band der STAR TREK-Reihe 'VOYAGER', ist einer mechanisch-technologischer Hochkultur names 'Borg' in Form von der assimilierten Annika Hansen gewidmet und beleuchtet auf einfühlsame und gleichsam erschreckende Weise wie Manipulation von einer 'Spezies' durch Telepathie als Rache- und Machtinstrument eingesetzt und funktioniert.

Die STAR TREK-Reihe 'VOYAGER' ist als Autorenkollection von etwa fünfzehn amerikanischen SchriftstellerInnen zusammengestellt würden und dieser Band ist von Christie Golden 'komponiert' wurden: Wie im jeden Science Fiction-Weltraumabenteuer beginnt die Story direkt und unvermittelt im Handlungsverlauf, sodass sich der Leser sich gezwungen sieht, sich der Wörterflut blindlich zu folgen. Denn die Autorin hat diesen Band in einen weichen und flüssigen Erzählstil geschrieben, der den Leser durch farbenfroher Schauplatzschilderung, charakterstarke und lebendige Personendarstellung wie stimmigen Handlungsstrangführung zu einem alltagsentfliehenden Lesevergnügen in Erinnerung bleibt.

Wer die Televersionsdarbietung aus den frühen 2000er Jahren aktiv verfolgt hat, wird bestimmt 'Seven of Nine' alias Annika Hansen und der Crew um Captain Kathryn Janeway bildlich vor sich sehen, wie sie ihrer vermeidlichen friedlichen 'Asyl-Passagier' entlarven und einen weitreichenden 'Sternwelt-Vernichtungsfeldzug' vereideln können. Neben der Telepathie durch die 'Skedaner' der VOYAGER-Mannschaft wird auch durch die Verkörper von 'Seven of Nine' eine überragende technologische Bandbreite von künstlicher Intelligenz, robotischer Maschinerie und angeborener Menschlichkeit auf knapp 220 Seiten mit 'Wrap fünf' den Leser ungefiltert vor Augen gelegt wie unsere (modernes globales) Gesellschaftsbild hell erleuchtenden 'Zusammentreffen' unterschiedlicher Spezies auf Weltraumdimationen verblüffend real insziert, obwohl es sich bei dieser literarischen Werk rein um 'Technik-Fantasy' handelt...3,75 Sterne

Veröffentlicht am 21.03.2018

Toller Wissenschaftsroman mit schriftlicherisches Potenzialsschwäche...

Der Bornholm-Code
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Klappentext: Frank Stebes Forschergeist erwacht zu neuem Leben, als vor der Ostseeinsel Bornholm ein rätselhaftes Schiffswrack entdeckt wird. Doch der Tauchgang in die Unterwasserwelt bringt ihn nicht ...

Klappentext: Frank Stebes Forschergeist erwacht zu neuem Leben, als vor der Ostseeinsel Bornholm ein rätselhaftes Schiffswrack entdeckt wird. Doch der Tauchgang in die Unterwasserwelt bringt ihn nicht nur seinem einstigen Traum näher, der Entdeckung des sagenumwobenen Nibelungenschatzes – plötzlich steht er auch im Fadenkreuz einer fanatischen Organisation, die vor nichts zurückschreckt. Thorsten Oliver Rehms hochkarätiges Roman-Debüt setzt Puzzleteile zusammen, die seit jeher Forscher und Wissenschaftler gleichermaßen in ihren Bann ziehen...

Frank Stebe wird von einem ehemaligen Forschungskollegen zu Hilfe geholt, dieser steht vor einem Rätsel: Schiffstyp und Fundstücke eines in der Ostsee aufgespürten Wracks ergeben keinen Sinn. Als Frank selbst dann ein antikes römisches Schwert samt Reitermaske aus der Tiefe holt, wird seine gewagte Theorie allmählich zur Gewissheit – und die uralte Sage vom Nibelungenschatz zu einer gefährlichen Realität...Denn nicht nur in Wissenschaftskreisen schlägt ihm Misstrauen entgegen; von anderer Seite droht eine viel größere Gefahr: Eine fanatisch-nationalistische Organisation operiert unerkannt und im Geheimen. Sie versucht nicht nur, an das legendäre Gold zu gelangen – durch das magische Schwert und die sagenumwobene Tarnkappe des Drachentöters Siegfried will sie uneingeschränkte Macht erlangen! Als Frank begreift, welche Türen seine Entdeckungen aufgestoßen haben, ist es fast zu spät

Fazit: 'Der Bornholm-Code' ist das Debütschaffenswerk von Thorsten-Oliver Rehm, der mit diesen Zeilenmeer den Leser nicht nur seine Hobby sondern auch die Deutsche Geschichte als archäologisches wie machtgieriges Puzzlespiel präsentiert.

Man taucht als Leserschaft in wahrsten Sinne des Wortes mit den Hauptakteuren in die graue Ostsee vor der dänischen Insel Bornholm in mitten einen über jahrhundertalten 'Schiffwrack-Friedhof' mit sagenumwogener Fracht ab, die nicht nur die Wissenschaftler sondern auch den 'wahren Erbe' aufhören lässt und es kommt zum actiongeladenen Wettlauf zwischen den beiden Parteien.

Der Thriller ist im einer Art 'Drama' aufgebaut, der leider aber die Datierung im Handlungsverlauf fehlt und somit hat der Leser eine zeitlose Story mit übergangslosen Schauplatzwechsel vor sich, die sich nur schwer als fesseln wie packend beschreiben lässt. Da kann Thorsten-Oliver Rehms echtzeitliche Erlebnis- bzw. Ereignisschilderungen durch charakterstarke Personendarstellung, detailvolle wie farbenprächtige Ortsbeschreibungen und lebhaften bzw. aus einen Agentenblockbaster entsprungen Handlungsablaufszenerie nicht wirklich das spannungsstraffe Lesevergnügen projektzieren wie es der historische Kern des knapp 500 Seitendicke Werkes vermuten lässt.

Diese vergangenheitsbeladene Wörterflut liest sich durch die flüssigen Erzählweise mit klaren und einfachen Sprache fast wie schon selbst und hinterlässt nebenbei gewiss tiefe Einblicke hinter die (moderne)Politik- und Wirtschaftsbühne Deutschlands und in die frühsten dunklen Kapitels der 'Deutschen' wie entführt den Leser in eine zu sehr im Schatten stehendes Forschungsgebiet mit deren Gefahren für die wissenschaftlichen Aktivisten, das wertvolle überdauerende Wissen des Vergangen und das Lesen und Bewahrung der sich finden lassenden Artefakten...3,75 Sterne

Veröffentlicht am 12.02.2018

'verordneter Mord' ...

Der Zerberus-Schlüssel
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Klappentext: Eine erhängte Mumie in einem verlassenen Haus, geheimnisvolle chinesische Schriftzeichen, drei erdrosselte Männer, die Triaden in Berlin - Kommissar Thomas Calis steht vor einem Rätsel. Dann ...

Klappentext: Eine erhängte Mumie in einem verlassenen Haus, geheimnisvolle chinesische Schriftzeichen, drei erdrosselte Männer, die Triaden in Berlin - Kommissar Thomas Calis steht vor einem Rätsel. Dann taucht eine geheimnisvolle Todesliste auf, und mit einem Mal befindet sich Calis' alter Freund John Finch auf einer Jagd nach Geheimnissen aus der Kolonialgeschichte. Denn plötzlich führen die Verbrechen der Gegenwart in die dunkelsten Ecken der Vergangenheit und zu einem Grab, das keiner öffnen möchte.

Fazit: Gerd Schilddorfer reist mit den 'Zerberus-Schlüssel' zu den Geheimnissen der Kolonialzeit des 20. Jahrhunderts, der chinesischen Schriftsymbolik wie den heutigen Geheimdiensten Europas und Asiens.

Die Suche nach der 1940 mit ins Grab genommenen Wahrheit führt den Leser über knapp 810 Seiten zu den Handlungsorten wie Schauplätzen der Menschengeschichte von Mittel- und Westeuropa nach Ostasien, wo auf mehreren Zeitepochen wie den vielzähligen 'Wettbewerbsteilnehmersträngen ' eine echtzeitliche, feinrecherchierte wie detaillierte Story präsentiert wird.

In vierten Teil von de Abenteurers John Finch erzählt der Autor Gerd Schilddorfer eine tiefgängigen, brillante wie leichenübersätte Mischung erschreckenden Kriegswissen der letzten 70 Jahren, Aufdeckungen von angsteinflößenden und menschunwürdigen Experimenten wie (tödlichen) Ausschaltensaktivitäten durch globale Undercover-Organisatoren, wo aber der Spannungsbogen nicht ganz durchgängig straff gezogen ist. Der Handlungsverlauf verrät den aufmerksamen Leser, das in diesem 'Katz-und-Maus-Spiel' alles nach eine strukturierten Verschwörungsplan und nichts den Zufall überlassen würde ist, was der Neugier, Packheit und Fesselung, die Luft zum Atem nimmt und als kurzweilig wie streckenweise auch uninteressant den Leser das Lesevergnüge untermauert.

Diese Werk, basiert auf technischen Flugdaten, gestalterischer Geheimnisspurenlese verfeinert mit kaltblütigen Machtgiere und intelligenten Meisterdieben wie logisch denkende Geistigkeiten, alt eingesessene 'Militärs' und tollkühnen Fliegerherzen, bringt auf einen rasanten, einfachen und klaren Schreibstil und lebhaftiger, mehrere musterwiederholender Erzählweise einige dunkle europäische und chinesischen Geschichtskapitalen zu Vorschein und lässt den Leser mit offene Fragen zurück...3,5 Sterne

Veröffentlicht am 06.01.2018

Düstere Wanderung...

Palast der Finsternis
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Fazit: "Das düsteren Cover sticht aus der Masse von Buchdeckengestaltung durch eine geheimnisumwitternde schlafende Vergangenheit, einer mystischen Aura eines architektischen Meisterwerkes und einer verborgenden ...

Fazit: "Das düsteren Cover sticht aus der Masse von Buchdeckengestaltung durch eine geheimnisumwitternde schlafende Vergangenheit, einer mystischen Aura eines architektischen Meisterwerkes und einer verborgenden agierenden Gaben von weiten heraus. Der 'Palast der Finsternis' ist in einer flotten wie lebhaften 'Ich'-Erzählform verfasst und zieht einen durch einen leichten und flüssigen Schreibstil mit der ersten Seite in sein Bann. Die detaillierte Ortsbeschreibung, Handlungsabläufe und charakterstarke Personenbeschreibung lassen auf eine faszinierende Frankreich-Geschichtsunterrichtsergänzung hoffen lässt, die durch Fanstayelemente ein gute Leseunterhaltung ergibt..." - 'Mit diesen Leseeindruck hab ich den 'Palast der Finsternis' von Stefan Bachmann überraschend als Vorablese-Leseexemplar gewonnen und hab mich schon sehr auf das Lesen der Story gefreut...

Ich würde von der Leseprobe schon auf den lockere und flüssige Erzählstil des jungen Autors (24 in Jahr 2017, des Veröffentlichungsjahres) eingestimmt und fand mich schnell in einer zweischienigen Storyaufbau wieder, der nur einseitig mit Datum- und Uhrzeit- wie Ortangaben mich lesetechnisch die Orientierung gab und mich mit jeden in eine abgehackte Handlungsszene zu dem unterschiedlichen Schauplätzen springen ließ. So durchlief ich im weiteren Handlungsverlauf des 400 Seitendicken Fantasyromans mit den Hauptakteuren ein weitläufiges unterirdisches Tunnelsystem bei Paris, kämpfte mich durch hochmoderne und technisch-raffinierte 'Räumlichkeiten' und machte die Erfahrung, das nicht alles, was mit Jugendliteratur geworben wird, auch ohne Gewalt und Blutvergießen verfasst ist.

Auch wenn Stefan Bachmann den Zeitgeist seines Gleichen -den Jugendlesern- trifft, kommt mir der 'Palast der Finsternis' nicht wirklich lehrreich bzw. nur unterhaltsam vor, was aber nicht an der Detailfülle der Szenerie und Dialoge liegt sondern eher mehr das es kaum noch 'wahre' Jugendbücher wie vor 1995 gibt. Ich bin von der leichten und rasanten Schreibweise schnell voran gekommen, aber leider bin ich nicht (sehr) tief hinter die Wörter und Zeilen gestoßen um moralischen Wert zu entdecken und so verlass ich den 'Palast der Finsternis' mit einer Mischung aus abenteuerlicher Lebenserfahrungssammlung, mystischen Begegnungen und kurzweilige 'Zeitreise'...2,5 Sterne