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Veröffentlicht am 21.03.2018

Toller Wissenschaftsroman mit schriftlicherisches Potenzialsschwäche...

Der Bornholm-Code
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Klappentext: Frank Stebes Forschergeist erwacht zu neuem Leben, als vor der Ostseeinsel Bornholm ein rätselhaftes Schiffswrack entdeckt wird. Doch der Tauchgang in die Unterwasserwelt bringt ihn nicht ...

Klappentext: Frank Stebes Forschergeist erwacht zu neuem Leben, als vor der Ostseeinsel Bornholm ein rätselhaftes Schiffswrack entdeckt wird. Doch der Tauchgang in die Unterwasserwelt bringt ihn nicht nur seinem einstigen Traum näher, der Entdeckung des sagenumwobenen Nibelungenschatzes – plötzlich steht er auch im Fadenkreuz einer fanatischen Organisation, die vor nichts zurückschreckt. Thorsten Oliver Rehms hochkarätiges Roman-Debüt setzt Puzzleteile zusammen, die seit jeher Forscher und Wissenschaftler gleichermaßen in ihren Bann ziehen...

Frank Stebe wird von einem ehemaligen Forschungskollegen zu Hilfe geholt, dieser steht vor einem Rätsel: Schiffstyp und Fundstücke eines in der Ostsee aufgespürten Wracks ergeben keinen Sinn. Als Frank selbst dann ein antikes römisches Schwert samt Reitermaske aus der Tiefe holt, wird seine gewagte Theorie allmählich zur Gewissheit – und die uralte Sage vom Nibelungenschatz zu einer gefährlichen Realität...Denn nicht nur in Wissenschaftskreisen schlägt ihm Misstrauen entgegen; von anderer Seite droht eine viel größere Gefahr: Eine fanatisch-nationalistische Organisation operiert unerkannt und im Geheimen. Sie versucht nicht nur, an das legendäre Gold zu gelangen – durch das magische Schwert und die sagenumwobene Tarnkappe des Drachentöters Siegfried will sie uneingeschränkte Macht erlangen! Als Frank begreift, welche Türen seine Entdeckungen aufgestoßen haben, ist es fast zu spät

Fazit: 'Der Bornholm-Code' ist das Debütschaffenswerk von Thorsten-Oliver Rehm, der mit diesen Zeilenmeer den Leser nicht nur seine Hobby sondern auch die Deutsche Geschichte als archäologisches wie machtgieriges Puzzlespiel präsentiert.

Man taucht als Leserschaft in wahrsten Sinne des Wortes mit den Hauptakteuren in die graue Ostsee vor der dänischen Insel Bornholm in mitten einen über jahrhundertalten 'Schiffwrack-Friedhof' mit sagenumwogener Fracht ab, die nicht nur die Wissenschaftler sondern auch den 'wahren Erbe' aufhören lässt und es kommt zum actiongeladenen Wettlauf zwischen den beiden Parteien.

Der Thriller ist im einer Art 'Drama' aufgebaut, der leider aber die Datierung im Handlungsverlauf fehlt und somit hat der Leser eine zeitlose Story mit übergangslosen Schauplatzwechsel vor sich, die sich nur schwer als fesseln wie packend beschreiben lässt. Da kann Thorsten-Oliver Rehms echtzeitliche Erlebnis- bzw. Ereignisschilderungen durch charakterstarke Personendarstellung, detailvolle wie farbenprächtige Ortsbeschreibungen und lebhaften bzw. aus einen Agentenblockbaster entsprungen Handlungsablaufszenerie nicht wirklich das spannungsstraffe Lesevergnügen projektzieren wie es der historische Kern des knapp 500 Seitendicke Werkes vermuten lässt.

Diese vergangenheitsbeladene Wörterflut liest sich durch die flüssigen Erzählweise mit klaren und einfachen Sprache fast wie schon selbst und hinterlässt nebenbei gewiss tiefe Einblicke hinter die (moderne)Politik- und Wirtschaftsbühne Deutschlands und in die frühsten dunklen Kapitels der 'Deutschen' wie entführt den Leser in eine zu sehr im Schatten stehendes Forschungsgebiet mit deren Gefahren für die wissenschaftlichen Aktivisten, das wertvolle überdauerende Wissen des Vergangen und das Lesen und Bewahrung der sich finden lassenden Artefakten...3,75 Sterne

Veröffentlicht am 12.02.2018

'verordneter Mord' ...

Der Zerberus-Schlüssel
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Klappentext: Eine erhängte Mumie in einem verlassenen Haus, geheimnisvolle chinesische Schriftzeichen, drei erdrosselte Männer, die Triaden in Berlin - Kommissar Thomas Calis steht vor einem Rätsel. Dann ...

Klappentext: Eine erhängte Mumie in einem verlassenen Haus, geheimnisvolle chinesische Schriftzeichen, drei erdrosselte Männer, die Triaden in Berlin - Kommissar Thomas Calis steht vor einem Rätsel. Dann taucht eine geheimnisvolle Todesliste auf, und mit einem Mal befindet sich Calis' alter Freund John Finch auf einer Jagd nach Geheimnissen aus der Kolonialgeschichte. Denn plötzlich führen die Verbrechen der Gegenwart in die dunkelsten Ecken der Vergangenheit und zu einem Grab, das keiner öffnen möchte.

Fazit: Gerd Schilddorfer reist mit den 'Zerberus-Schlüssel' zu den Geheimnissen der Kolonialzeit des 20. Jahrhunderts, der chinesischen Schriftsymbolik wie den heutigen Geheimdiensten Europas und Asiens.

Die Suche nach der 1940 mit ins Grab genommenen Wahrheit führt den Leser über knapp 810 Seiten zu den Handlungsorten wie Schauplätzen der Menschengeschichte von Mittel- und Westeuropa nach Ostasien, wo auf mehreren Zeitepochen wie den vielzähligen 'Wettbewerbsteilnehmersträngen ' eine echtzeitliche, feinrecherchierte wie detaillierte Story präsentiert wird.

In vierten Teil von de Abenteurers John Finch erzählt der Autor Gerd Schilddorfer eine tiefgängigen, brillante wie leichenübersätte Mischung erschreckenden Kriegswissen der letzten 70 Jahren, Aufdeckungen von angsteinflößenden und menschunwürdigen Experimenten wie (tödlichen) Ausschaltensaktivitäten durch globale Undercover-Organisatoren, wo aber der Spannungsbogen nicht ganz durchgängig straff gezogen ist. Der Handlungsverlauf verrät den aufmerksamen Leser, das in diesem 'Katz-und-Maus-Spiel' alles nach eine strukturierten Verschwörungsplan und nichts den Zufall überlassen würde ist, was der Neugier, Packheit und Fesselung, die Luft zum Atem nimmt und als kurzweilig wie streckenweise auch uninteressant den Leser das Lesevergnüge untermauert.

Diese Werk, basiert auf technischen Flugdaten, gestalterischer Geheimnisspurenlese verfeinert mit kaltblütigen Machtgiere und intelligenten Meisterdieben wie logisch denkende Geistigkeiten, alt eingesessene 'Militärs' und tollkühnen Fliegerherzen, bringt auf einen rasanten, einfachen und klaren Schreibstil und lebhaftiger, mehrere musterwiederholender Erzählweise einige dunkle europäische und chinesischen Geschichtskapitalen zu Vorschein und lässt den Leser mit offene Fragen zurück...3,5 Sterne

Veröffentlicht am 06.01.2018

Düstere Wanderung...

Palast der Finsternis
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Fazit: "Das düsteren Cover sticht aus der Masse von Buchdeckengestaltung durch eine geheimnisumwitternde schlafende Vergangenheit, einer mystischen Aura eines architektischen Meisterwerkes und einer verborgenden ...

Fazit: "Das düsteren Cover sticht aus der Masse von Buchdeckengestaltung durch eine geheimnisumwitternde schlafende Vergangenheit, einer mystischen Aura eines architektischen Meisterwerkes und einer verborgenden agierenden Gaben von weiten heraus. Der 'Palast der Finsternis' ist in einer flotten wie lebhaften 'Ich'-Erzählform verfasst und zieht einen durch einen leichten und flüssigen Schreibstil mit der ersten Seite in sein Bann. Die detaillierte Ortsbeschreibung, Handlungsabläufe und charakterstarke Personenbeschreibung lassen auf eine faszinierende Frankreich-Geschichtsunterrichtsergänzung hoffen lässt, die durch Fanstayelemente ein gute Leseunterhaltung ergibt..." - 'Mit diesen Leseeindruck hab ich den 'Palast der Finsternis' von Stefan Bachmann überraschend als Vorablese-Leseexemplar gewonnen und hab mich schon sehr auf das Lesen der Story gefreut...

Ich würde von der Leseprobe schon auf den lockere und flüssige Erzählstil des jungen Autors (24 in Jahr 2017, des Veröffentlichungsjahres) eingestimmt und fand mich schnell in einer zweischienigen Storyaufbau wieder, der nur einseitig mit Datum- und Uhrzeit- wie Ortangaben mich lesetechnisch die Orientierung gab und mich mit jeden in eine abgehackte Handlungsszene zu dem unterschiedlichen Schauplätzen springen ließ. So durchlief ich im weiteren Handlungsverlauf des 400 Seitendicken Fantasyromans mit den Hauptakteuren ein weitläufiges unterirdisches Tunnelsystem bei Paris, kämpfte mich durch hochmoderne und technisch-raffinierte 'Räumlichkeiten' und machte die Erfahrung, das nicht alles, was mit Jugendliteratur geworben wird, auch ohne Gewalt und Blutvergießen verfasst ist.

Auch wenn Stefan Bachmann den Zeitgeist seines Gleichen -den Jugendlesern- trifft, kommt mir der 'Palast der Finsternis' nicht wirklich lehrreich bzw. nur unterhaltsam vor, was aber nicht an der Detailfülle der Szenerie und Dialoge liegt sondern eher mehr das es kaum noch 'wahre' Jugendbücher wie vor 1995 gibt. Ich bin von der leichten und rasanten Schreibweise schnell voran gekommen, aber leider bin ich nicht (sehr) tief hinter die Wörter und Zeilen gestoßen um moralischen Wert zu entdecken und so verlass ich den 'Palast der Finsternis' mit einer Mischung aus abenteuerlicher Lebenserfahrungssammlung, mystischen Begegnungen und kurzweilige 'Zeitreise'...2,5 Sterne

Veröffentlicht am 05.01.2018

Uraltes und gesundheitsförderndes Wissen auf moderne Art der 'Industriegesellschaft' offenbart

Wild- und Heilkräuter, Beeren und Pilze finden
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Inhalt: Wildkräuter, Heilkräuter, wilde Beeren, Nüsse und Pilze – all diese Köstlichkeiten können Sie mit diesem Buch auch als Anfänger einfach und sicher draußen finden und bestimmen. Ob Bärlauch oder ...

Inhalt: Wildkräuter, Heilkräuter, wilde Beeren, Nüsse und Pilze – all diese Köstlichkeiten können Sie mit diesem Buch auch als Anfänger einfach und sicher draußen finden und bestimmen. Ob Bärlauch oder Thymian, ob Himbeere, Schlehe, Steinpilz oder Pfifferling – die 110 besten und leckersten Klassiker unter den Wildpflanzen und Waldpilzen werden leicht verständlich erklärt, so dass Sie gleich loslegen können. Feine Rezepte zum Genießen und gesunde Tees aus selbst gesammelten Heilpflanzen ergänzen das Buch kulinarisch.

Fazit: Es gibt in der modernen Gesellschaft, die auch die Lebensmittelindustrie hervorgebracht hat, nichts gesunderes als was Mutter Erde für uns bereitstellt und wir Menschen haben uns vor Urzeiten schon alles wissenswerte über die heilende wie kräftige 'Natural-Superfoods' angeeignet wie von Generation an Generation (mündlich) weitergegeben.

Der Ratgeber 'Wild- und Heilkräuter, Beeren & Pilze finden' ist einer von vielen Niederschriften über das seit über knapp 30 000 Jahre alte Wissen von Vorkommen, Reif- und Erntezeitpunkt, pflanzentypische Merkmale wie Verwendung als Nahrungs- und Heilmittel von Wiesengrünzeug und Waldfrüchten, der neben Warenkunde auch Rezeptsammlung ist. In drei große Rubriken mit ca. 25 Einzelporträts der gängigen und allgemein bekannten Vertreter der jeweiligen Gruppen 'Kräuter', Beeren' und 'Pilze' bietet das knapp 460 Seiten dicke mit großen Detailfotos bestückte kulinarische Nachschlagwerk für den 'Neuling' unter den 'Back-to-the-Rules'-Bewegung eine fundierte Basic. Neben den 'Natural-Superfoods'-Blitzkurs gibt es auch gleich noch Küchengeheimes und kulinarische 'Wunderdrinks' wie 'Geschenke aus der Küche'-Anleitungen dazu um sich und seine Lieben etwas '100%igen aus der Natur' sowie 'absolutes Reines' ein zulaiben.

Wer sich mit den Sammeln von Wildpflanzen wie -früchten vertraut machen möchtet, ist mit dem aus dem Ulmer-Verlag stammende 'Natural-Superfoods'-Lexikon gut beraten und man kommt Schritt-vor-Schritt den eigentlichen Wesen 'Mensch' aus natürliche Art und Weise wieder nahe. Nur leider sind die großformatigen Farbfotos aus den Rubriken 'Wildkräuter' und 'Pilze' etwas verwirrend um sofort zwischen 'essbar' und 'giftig' zu unterscheiden. Das Buch ist auch nicht optimal für den Freilufteinsatz ausgelegt, da es keine Hardcoverformat ist wie auch nicht mit Spiralen zusammen gehalten wird, was das 'Arbeiten' im 'Grünen' sowie der kulinarischen Heimstätte wesentlich erleichtern wird...3,75 Sterne

Veröffentlicht am 20.12.2017

Teil 2 der Sage 'Die Kinder der Erde': Die Reisenden und die Suchende

Ayla und das Tal der Pferde
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Klappentext: Vom Anführer des Clan des Bären verstoßen, muss sich Ayla allein durch die bedrohliche Wildnis der Urzeit schlagen. Sie erreicht das wunderschöne Tal der Pferde und weiß, dass sie hier Überleben ...

Klappentext: Vom Anführer des Clan des Bären verstoßen, muss sich Ayla allein durch die bedrohliche Wildnis der Urzeit schlagen. Sie erreicht das wunderschöne Tal der Pferde und weiß, dass sie hier Überleben kann - allein. Die Brüder Jondalar und Thonolan vom Volk der "Anderen" brechen auf, um das Ende des "Großen Mutter Flusses" zu finden. Den Sinn seiner Reise begreift Jondalar allerdings erst dann, als er Ayla begegnet, die ihm das Leben rettet, um es auf immer zu verändern: Sie verlieben sich ineinander und eine abenteuerliche, romantische Saga nimmt ihren Lauf.

Fazit: 'Ayla und das Tal der Pferde' ist der zweite Band der 'Kinder der Erde'-Saga von Jean Maria Auel aus den Jahr 1982, in dem sie das Leben unsere Vorfahren in der Geburtsstunde der Zivilisation als facettenreiches Panorama menschlicher Kultur in ihrer frühsten Epoche präsentiert.

Die Autorin und somit auch der Leser begleiten einerseits die alleinlebende, furchtlose wie nach gesellschaftsehnende junge Frau, die von 'Clan der Bären' -der Neandertaler- mit den Todesflucht verbannte wird und vorerstieg eine neue Heimat nordwestlich des Binnenmeer findet und sich und ihrer Wesen neuendeckt wie anderseits die zwei jungen Männer von den 'Anderen', die ihrerseits auch auf Reisen sind um die wahre Größe der 'Großen Mutter' leibhaft und mit eigene Augen zu erfahren wie die Tradition der männlichen Homo sapiens auf Wanderschaft sich zu begeben um den eigene Horizont durch den Kontakt anderen menschlichen 'Arten' zu erweitern.

Die zweite Station in Aylas steinzeitlichen Daseins ist in drei große Buchabschnitt mit einen am Anfang zweifachen gespalten somit auch abgehackten Handlungsverlauf, einer weitläufigen und flachen Story wie oberflächigen Thementiefgang mit viel Liebe zum Detail erzählt, so dass das Lesen des knapp 600 seitigen History-Roman, der aber beim genauen Hinhören eine große Anzahl von ersponnenen 'Abenteuern' wie 'Lebensumstände' den Leser den Eindruck einer Fantasy-Geschichte vermittelt. Da kann auch die sanfte Erzählweise wie flüssige Sprache der Autorin den Leser keine fesselndes und spannungsvolles Lesevergnügen bieten.

Wer den ersten Teil 'Ayla und der Clan der Bären' als schriftstellerliches Gesamtwerk in der Erinnerung hat, wird bei 'Ayla und das Tal der Pferde' die strukturierte und feinfühlige Lesestunden nicht finden...2,5 Sterne