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Veröffentlicht am 13.02.2024

Was Worte und Taten hinterlassen können

Stars In Your Eyes
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Felix Ever After zählt noch immer zu meinen Lieblingsbüchern. Doch mit dem zweiten Buch von Kacen Callender wurde ich überhaupt nicht warm. Deswegen ging ich mit gemischten Gefühlen an "Stars In Your Eyes". ...

Felix Ever After zählt noch immer zu meinen Lieblingsbüchern. Doch mit dem zweiten Buch von Kacen Callender wurde ich überhaupt nicht warm. Deswegen ging ich mit gemischten Gefühlen an "Stars In Your Eyes". Konnte mich die Geschichte und die Figuren wieder berühren?

Definitiv ja! Ich mochte beide Hauptfiguren und durch die wechselnde Perspektive konnte ich die Figuren mit ihren Facetten recht gut verstehen lernen. Denn sie hatten viele Facetten. Aber auch ihre Dynamik hat mir sehr gut gefallen.

Oftmals habe ich an dieser Stelle über ein Buch geschrieben, dass zu viel gewollt wurde. Zu viele Themen in so ein kleines Buch gepresst wurden. Und auch wenn ich bei diesem Buch sagen kann, dass ein bisschen weniger "Drama" und mehr Zweisamkeit der beiden mir persönlich besser gefallen hätte, hat es dennoch gut gepasst. Obwohl Kacen Callender so viele verschiedene Themen in dem Buch anspricht, hat they es unglaublich gut gemeistert.

Auch die Tatsache, dass beide ihre Baustellen hatten, war hilfreich. Ebenso, dass die Themen größtenteils auch tiefgründig besprochen wurden und nicht einfach mal lust- oder ahnungslos an der Oberfläche gekratzt wurde. Das macht das Buch hier und da zur emotional etwas schweren Kost, daher sollte die Triggerwarnung ggf. beachtet werden.

Besonders gut gefallen hat mir der Realismus in diesem Buch. Durch die Liebe wird hier zwar etwas angestoßen, aber die Figuren sind natürlich plötzlich nicht von allem Gepäck, dass sie mit sich mitgeschleppt hatten, erlöst. Doch ihre Entwicklung ist wahnsinnig toll, wenn auch stellenweise wirklich bitter-süß.

Auch ein guter Punkt für mich war, dass in diesem Buch die Macht der Worte zeigt wurde. Nicht nur, aber auch über Social Media. Und vor allem, was diese mit jemandem machen können.

Der Schreibstil war dabei immer sehr angenehm und gut lesbar. Während dem Lesen musste ich jedoch feststellen, dass der Klappentext stellenweise nicht so richtig passt. Tatsächlich finde ich, dass man da hätte mehr rausholen können.

Dieses Buch hat berührt und trotz der düsteren Momente auch Spaß gemacht, da ich die Geschichte mit den Figuren richtig miterleben konnte.

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Veröffentlicht am 09.02.2024

Es war, und es war nicht

Lichtungen
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(Die Überschrift ist eine mündliche Einleitungformel von Roma-Märchen. Diese ist auch im Buch auf Seite 7 zu finden)

Gerade dieser Satz (Überschrift) hat mich durch das Buch begleitet. Denn das Buch war ...

(Die Überschrift ist eine mündliche Einleitungformel von Roma-Märchen. Diese ist auch im Buch auf Seite 7 zu finden)

Gerade dieser Satz (Überschrift) hat mich durch das Buch begleitet. Denn das Buch war für mich vieles und vieles auch nicht.

Anhand des Klappentextes habe ich eine Geschichte über die Magie von inniger Freundschaft erwartet, die vieles durchstehen und überdauern kann. Durch die größtenteils Abwesenheit von Kato war da für mich die Freundschaft in den Erzählungen nicht immer greifbar.

Auch die gewählte Form, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird, hat mir hier nicht geholfen. Die Idee an sich hat mir zwar gut gefallen, aber da ich nie so wirklich warm mit Lev geworden bin, war da stets eine Distanz zu den Figuren. Zumal hier und da Namen von Charakteren erwähnt wurden, die man zu dem Zeitpunkt noch gar nicht kannte. Gegen Ende wurde es besser, was vermutlich auch in der Natur der Sache liegt. Immerhin bewegt man sich zum Ende des Buches hin.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ließ sich von den Worten her sehr gut lesen. Auch der Kern der Geschichte hat mir gefallen. Dass sie mich schlussendlich nicht überzeugt hat, war wohl eine Verkettung mehrerer der oben aufgezählten Punkte.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen und in Anbetracht von Katos Kunstfähigkeiten fand ich es sehr passend und schön.

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Veröffentlicht am 30.01.2024

Schach, Leidenschaft und Liebe

Check & Mate – Zug um Zug zur Liebe
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Check & Mate ist ein Buch, wie man es von Ali Hazelwood erwartet. Es ist etwas nerdig, humorvoll, emotional und mit einem Hintergrund, der tatsächlich auch eine Rolle in der Geschichte spielt.

Tatsächlich ...

Check & Mate ist ein Buch, wie man es von Ali Hazelwood erwartet. Es ist etwas nerdig, humorvoll, emotional und mit einem Hintergrund, der tatsächlich auch eine Rolle in der Geschichte spielt.

Tatsächlich empfand ich den Schach in diesem Buch präsenter als die verschiedenen MINT-Berufe in ihren bisherigen Büchern. Was allerdings auch generell an der Handlung lag. Dabei fand ich es sogar spannend und habe die Lust verspürt, mal wieder das Schachbrett rauszuholen.

Mir hat sehr gefallen, dass beide Figuren ihre Päckchen zu tragen hatten, aber es nicht zu konstruiert wirkte. Mallory und Nolan hatten eine wundervolle Dynamik. Sie waren richtig fürs Herz. Man konnte ihre Leidenschaft für den Schach und ihre Liebe zueinander richtig spüren, auch wenn es zwischendurch zu den erwarteten Spannungen kam.

Aber auch die Nebencharaktere haben mir größtenteils sehr gut gefallen. Mallorys Geschwister empfand ich ein bisschen "drüber". Doch alle haben sie Geschichte auf die ein oder andere Weise bereichert.

Die Geschichte selbst fand ich fesselnd, ohne dass sie übermäßig aufgebauscht wurde. Es hat Spaß gemacht, die Entwicklung der Figuren zu erleben und mit ihnen mitzufiebern oder mitzuleiden.

Der Schreibstil war wie immer super zu lesen. Ein richtiger Pageturner. Froh war ich, dass dieses Mal das Cover aus dem Original verwendet wurde. Der Farbschnitt ist wunderschön.

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Veröffentlicht am 27.01.2024

Der Unterschied zwischen Sein und Schein

A Breath of Winter
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Nach der Ermordung ihrer Familie führt Smillas Weg zur Wilden Jagd, eine berühmt berüchtigte Söldnertruppe unter dem gefürchteten Fürst der Wunderwelt, Gent. Doch schon bald wird beim Lesen klar: Hinter ...

Nach der Ermordung ihrer Familie führt Smillas Weg zur Wilden Jagd, eine berühmt berüchtigte Söldnertruppe unter dem gefürchteten Fürst der Wunderwelt, Gent. Doch schon bald wird beim Lesen klar: Hinter der Geschichte mitsamt den Charakteren steckt mehr.

Gut gefallen hat mir, dass jedem der Söldnergruppe ein gewisser erzählerischer Raum gegeben wird. So kann man auch die Nebencharaktere gut kennenlernen und Sympathien verteilen.

Was Smilla und Gent angeht, hat mir ihre Dynamik ziemlich gut gefallen. Die Chemie zwischen ihnen hat für mich gestimmt. Auch wenn ich mich manchmal gefragt hat, wie Gent überhaupt zu diesem Posten gekommen ist (ok, das tatsächliche "wie" wird erläutert), denn manchmal ist er bei weitem nicht so skrupellos, wie sein Ruf vorgibt.

Der Schreibstil ließ sich wirklich sehr geschmeidig lesen, so kam ich gut und schnell durch das Buch. Die Atmosphäre und das Setting war so gut beschrieben, dass mein Kopfkino seine helle Freude hatte.

Das Ende hatte ich leider recht ähnlich vorher gesehen. Ehrlich gesagt wäre ich, wenn das Buch mich vorab nicht so überzeugt, vom Ende abgeschreckt. Zu arg hängt hier das Geheimnis und dessen Folgen zwischen Smilla und Gent. Doch in diesem Fall bin ich gespannt, ob und wie die Autorin das zu kitten versucht.

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Veröffentlicht am 20.01.2024

Suicide Squad meets Hundertjährigen Krieg

Essex Dogs
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Seit der Leseprobe hatte ich diese Überschrift im Kopf und der Eindruck hat sich schon auch bestätigt.

Das Buch war definitiv der brutalste historische Roman, den ich bisher gelesen habe. Die Beschreibungen ...

Seit der Leseprobe hatte ich diese Überschrift im Kopf und der Eindruck hat sich schon auch bestätigt.

Das Buch war definitiv der brutalste historische Roman, den ich bisher gelesen habe. Die Beschreibungen der Schlachten sind sehr detailliert, explizit und blutig. An sich macht mir so etwas nichts aus - so war das Mittelalter - aber hier empfand ich es manchmal ein wenig übers Ziel hinausgeschossen.

Die 10 Essex Dogs werden sehr ausführlich beschrieben. Meist wird aus der Sicht von Loveday erzählt, dennoch springt der Text manchmal ohne Vorwarnung von Loveday zu einer dritte-Person-Perspektive und wieder zurück zu Loveday. Ich weiß nicht, ob das im Original auch so ist oder bei der Übersetzung passiert ist.

Die Protagonisten selbst sind schon interessante Figuren, aber eine wirkliche Verbindung zu ihnen habe ich nicht knüpfen können.

Das Leben zu der Zeit ist sehr authentisch dargestellt (was natürlich auch an dem Hintergrund des Autors liegt).

Alles in allem ein guter historischer Roman, der mich aber nicht vollends überzeugen konnte.

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