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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Intensiv und spannend

The Ravages of Time
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Falls jemand befürchtet hat, dass Band 3 in der Qualität abfallen würde, wird schon zu Beginn eines Besseren belehrt. Band 3 ist gewohnt vollgepackt mit fesselnder und rasanter Action und einer Fülle an ...

Falls jemand befürchtet hat, dass Band 3 in der Qualität abfallen würde, wird schon zu Beginn eines Besseren belehrt. Band 3 ist gewohnt vollgepackt mit fesselnder und rasanter Action und einer Fülle an komplexen Handlungssträngen und Figuren.

Wie auch in den anderen Bänden wird hier nicht an Intrigen, Machtkämpfen und Brutalität gespart. Aber auch die Hintergründe einiger Figuren wird nicht außen vor gelassen. Mir gefällt es immer wieder, wenn sich Wege kreuzen, sich die Handlungsstränge (kurzzeitig) zusammenfinden. Generell empfinde ich die Story als sehr durchdacht und genauso clever und vollendet erzählt.

Jedes Wort und jeder Strich sitzen hier. Irgendeine kleine Nebengeschichte, um die Seiten zu füllen? Fehlanzeige! Dafür gibt es jede Menge spannende Dynamiken, mit und ohne Kämpfe.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Was unsere Kinder später wirklich brauchen

Heute Kind - morgen stark
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Wenn ich sehe, wie meine Nichte und mein Neffe sich in der digitalen Welt bewegen... Wenn ich höre, dass eine Freundin ihr Kind dabei erwischt hat, sich von Alexa die Matheaufgaben lösen zu lassen... Oder ...

Wenn ich sehe, wie meine Nichte und mein Neffe sich in der digitalen Welt bewegen... Wenn ich höre, dass eine Freundin ihr Kind dabei erwischt hat, sich von Alexa die Matheaufgaben lösen zu lassen... Oder einen Screenshot von dem Sprachprotokoll des Smarthomes eines Freundes bekomme, in dem steht "Bitte mach es im Zimmer meines Papas so hell, dass er wach wird"... dann weiß ich, dass meine eigenen Kinder später mindestens ebenso selbstverständlich mit den Medien umgehen werden, wie die Kinder in diesen Beispielen.

Aber als Millenial bin ich selbst mit Eltern aufgewachsen, die die Reichweite des Internets nicht so ganz begreifen konnten. Und seitdem hat sich vieles noch einmal geändert. Das war schlussendlich auch der Grund, warum ich dieses Buch lesen wollte.

Generell hat mir die Struktur dieses Buches extrem gut gefallen. Ein roter Faden ist bei einem Ratgeber immer wichtig und gerade hier wurde es perfekt gelöst. Auch die thematische Einteilung der Abschnitte und auch noch einmal innerhalb der Abschnitte hat mir gut gefallen. Die Gliederung des Text war für mich ebenso angenehm.

Aber das Wichtigste in diesem Fall ist nunmal der Inhalt. Nun, anhand meiner Bewertung kann man sicherlich schon sehen, dass ich ihn nahezu uneingeschränkt gut fand. Mir haben die Beispiele aus dem Alltag gefallen und ich hatte selten das Gefühl, dass da jemand mit mahnend erhobenem Finger steht und belehrt. Auch die Ansätze, wie man mit dem ein oder anderen Thema umgehen sollte, fand ich nicht nur nachvollziehbar sondern noch viel wichtiger: umsetzbar. Wie oft hat man im Ratgeber gut gemeinte Ratschläge, die sich einfach nicht auf das eigene Leben übertragen lassen? In diesem Fall nicht! Das hat mir wirklich gut gefallen. 

Und auch was die Lesbarkeit angeht, bin ich absolut zufrieden. Die regelmäßigen Hinweise auf entsprechende Studien stören vielleicht ein wenig, sind aber nicht zuletzt wegen der Belegbarkeit wichtig und haben ihre Daseinsberechtigung. Ansonsten ist es recht kurzweilig gestaltet und lädt auch mal zum Querlesen ein. Es ist definitiv auch so gestaltet, dass man es später als Nachschlagewerk für die entsprechende Situation verwenden kann.

Also von meiner Seite aus eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Eine Bindung bis zum Tod

Dire Bound
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Als ich "Dire Bound" zum ersten Mal gesehen und den Klappentext dazu gelesen habe, war sofort klar: Ein Must-Read! Es ist nicht nur superschön gestaltet (damit meine ich nicht nur den Farbschnitt, denn ...

Als ich "Dire Bound" zum ersten Mal gesehen und den Klappentext dazu gelesen habe, war sofort klar: Ein Must-Read! Es ist nicht nur superschön gestaltet (damit meine ich nicht nur den Farbschnitt, denn das Cover alleine ist traumhaft!) sondern es kündigt so viele Dinge an, die ich mag. Wölfe, eine starke Protagonistin, eine Welt voller Mysterien und Magie, eine spannungsgeladene Liebesgeschichte...

Jetzt habe ich das Buch schon einige Tage beendet und schwanke immer noch extrem. Was soll ich dazu schreiben? Denn es ist für mich ein Buch der harschen Kontraste. Es gibt Dinge, die ich absolut geliebt habe. Und dann gibt es ja Punkte, die mich mitunter massiv gestört haben.

Der größte Minuspunkt an diesem Buch war für mich leider das Gespann Meryn und Anassa. Mensch, haben sie mich manchmal genervt. Meryn völlig beratungsresistent mit dem Kopf durch die Wand, verrennt sich sehenden Auges in alle möglichen Situationen und nimmt dabei einen Haufen Fettnäpfchen mit. Ernsthaft, als jemand der auf der Straße aufgewachsen ist und sich mit einer Art Straßenkämpfen über Wasser gehalten hat, jemand der am Anfang als recht clever und findig dargestellt wurde... Das hat für mich stellenweise überhaupt nicht gepasst. Mit ihrer stur-naiven/unbedachten Art hat sie mir manchmal echt den letzten Nerv geraubt. Und Anassa stand ihr da in nichts nach. In der Beziehung konnte man offensichtlich wirklich "Gleich und Gleich gesellt sich gern" sagen...

Vielleicht hatte ich auch deswegen den Eindruck, dass es sich stellenweise wirklich gezogen hat. Der Handlungsverlauf wirkte auf mich so in manchen Abschnitten regelrecht zäh und ich hatte hie und da das Gefühl, als würde nicht wirklich etwas passieren. Außer Spice. Spice und Blut war in diesem Buch mehr als genug zu finden. Beides ist nicht sofort ein negativer Punkt, aber in dieser Ausführung und in Kombination mit allem anderen war es für mich einfach ein bisschen zu viel.

Auch der richtige Auftritt von Stark Therion war für mich recht spät. Ich hätte mir hier (auch anhand des Klappentexts) gewünscht, dass er früher eine größere Rolle spielt und wir als Lesende mehr von ihm mitbekommen.

Dagegen mochte ich das System mit den Schattenwölfen und die Dynamik mit deren Gebundenen sehr. Auch, wenn ich manchmal die Brutalität und auch ein paar Dynamiken zum Überleben etwas hinkend in der Logik fand (aufgrund von etwaigen Spoilern möchte ich hier jedoch nicht weiter in die Tiefe gehen). Das Magiesystem rund um die Schattenwölfe war also definitiv ein Pluspunkt. Und auch die Bindung zwischen den Kriegern und ihren Wölfen mochte ich sehr, denn stellenweise hat man gesehen, was ein eingespieltes Team schaffen konnte.

Die beiden "Love Interests" Lee und Stark Therion mochte ich auch sehr gern, auch wenn die Verbindung zu Letzterem manchmal wenig authentisch wirkte. Da gibt es für Band 2 definitiv etwas Nachholbedarf.

Generell mochte ich die Mischung aus vorhersehbaren und überraschenden Plot Twists. Das machte den gesamten Verlauf der Geschichte recht nachvollziehbar und greifbar.

Alles in allem war es ein unterhaltsames Buch, dass durchaus Lust auf mehr macht. Auch wenn es für mich noch viel Luft nach oben gab.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Funke wollte nicht überspringen

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Hand aufs Herz? Wer hatte das Ghostbuster-Theme im Kopf, sobald der Titel gelesen wurde? Ich definitiv.

Ich hatte mit schräger Situationskomik und einer schönen RomCom gerechnet und wurde an sich nicht ...

Hand aufs Herz? Wer hatte das Ghostbuster-Theme im Kopf, sobald der Titel gelesen wurde? Ich definitiv.

Ich hatte mit schräger Situationskomik und einer schönen RomCom gerechnet und wurde an sich nicht enttäuscht... wenn da nicht so viele Dinge gewesen, die für mich nicht ganz gepasst haben.

Die Familie von Melody war echt schräg. Manchmal war es lustig, meist wirkte es aber zu überdreht, zu künstlich. Das galt in meinen Augen eigentlich für nahezu alle Nebencharaktere.

Die Love Interest(s) Leo und Fletcher (?) waren für mich auch nur mäßig sympathisch. Wäre kein "Love Triangle" angekündigt gewesen, hätte ich diesen auch gar nicht wirklich wahrgenommen. Die Chemie ist für mich bei beiden nicht da.

Generell hätte ich mir mehr "Ghostbusting" gewünscht, da es ja im Titel auch vorkommt. Auch gab es für mich ein paar Stellen, in denen mir die Logik etwas zu kurz kam. Klar, es ist ein Fantasybuch mit Geistern, aber selbst vorab definierte Regeln wurden hier stellenweise zumindest sehr strapaziert.

Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen und auch das Cover finde ich schön.

Alles in allem ist es eine nette und leichte Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannend bis zur letzten Seite

Firewatch
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In einem Promo-Video gibt Colin Hadler beim Kauf seines Buches gleich eine Packung Pflaster mit und sagte: "Es wird wild." Ja, das wurde es.

Ich bin eigentlich gar nicht so für Thriller. Und doch machen ...

In einem Promo-Video gibt Colin Hadler beim Kauf seines Buches gleich eine Packung Pflaster mit und sagte: "Es wird wild." Ja, das wurde es.

Ich bin eigentlich gar nicht so für Thriller. Und doch machen mich die Bücher dieses Autors neugierig und ich bin schon wieder in diese Falle getappt. Ich hasse seine Bücher. Ich liebe seine Bücher. Ich wollte dieses Buch nicht lesen. Ich musste dieses Buch unbedingt lesen. Ich wollte nicht wissen, wie es ausgeht. Aber ich musste wissen, wie es ausgeht! Es war furchtbar. Und grandios. Berührend und schmerzhaft...

Beide Hauptfiguren mochte ich sehr gerne. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches fühlte sich authentisch an. Auch die Chemie zwischen Robin und Kian war spürbar. Was das Ganze, was zwischen ihnen im Raum hing, noch schlimmer machte. Auch wenn Robin für mich ab und an ein wenig zu eingefahren wirkte. Wobei das auch in Anbetracht des Hintergrundes ein Stück weit nachvollziehbar war.

Die Auflösung und der Showdown am Ende war wirklich wild und habe sie zum Teil nicht kommen sehen. Hie und da lag ich richtig, aber den gesamten Ausmaß konnte ich nicht vorhersehen.

Ich habe zusätzlich auch das Hörbuch gehört, um schneller die Auflösung zu erfahren. Der Sprecher hat mir sehr gut gefallen und hat die Atmosphäre und Spannung sehr gut rübergebracht.

Der Schreibstil war wieder sehr flüssig und gut lesbar. Der Spannungsbogen war nichts für meine schwachen Nerven... Das Cover gefällt mir sehr gut und auch die Aufmachung hat mir gut gefallen und sieht hochwertig aus. Die kleinen "Intermezzi" zwischendurch mit den dunklen Seiten herauszuheben war optisch und atmosphärisch eine tolle Entscheidung!

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