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Veröffentlicht am 21.04.2026

Eine Bindung bis zum Tod

Dire Bound
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Als ich "Dire Bound" zum ersten Mal gesehen und den Klappentext dazu gelesen habe, war sofort klar: Ein Must-Read! Es ist nicht nur superschön gestaltet (damit meine ich nicht nur den Farbschnitt, denn ...

Als ich "Dire Bound" zum ersten Mal gesehen und den Klappentext dazu gelesen habe, war sofort klar: Ein Must-Read! Es ist nicht nur superschön gestaltet (damit meine ich nicht nur den Farbschnitt, denn das Cover alleine ist traumhaft!) sondern es kündigt so viele Dinge an, die ich mag. Wölfe, eine starke Protagonistin, eine Welt voller Mysterien und Magie, eine spannungsgeladene Liebesgeschichte...

Jetzt habe ich das Buch schon einige Tage beendet und schwanke immer noch extrem. Was soll ich dazu schreiben? Denn es ist für mich ein Buch der harschen Kontraste. Es gibt Dinge, die ich absolut geliebt habe. Und dann gibt es ja Punkte, die mich mitunter massiv gestört haben.

Der größte Minuspunkt an diesem Buch war für mich leider das Gespann Meryn und Anassa. Mensch, haben sie mich manchmal genervt. Meryn völlig beratungsresistent mit dem Kopf durch die Wand, verrennt sich sehenden Auges in alle möglichen Situationen und nimmt dabei einen Haufen Fettnäpfchen mit. Ernsthaft, als jemand der auf der Straße aufgewachsen ist und sich mit einer Art Straßenkämpfen über Wasser gehalten hat, jemand der am Anfang als recht clever und findig dargestellt wurde... Das hat für mich stellenweise überhaupt nicht gepasst. Mit ihrer stur-naiven/unbedachten Art hat sie mir manchmal echt den letzten Nerv geraubt. Und Anassa stand ihr da in nichts nach. In der Beziehung konnte man offensichtlich wirklich "Gleich und Gleich gesellt sich gern" sagen...

Vielleicht hatte ich auch deswegen den Eindruck, dass es sich stellenweise wirklich gezogen hat. Der Handlungsverlauf wirkte auf mich so in manchen Abschnitten regelrecht zäh und ich hatte hie und da das Gefühl, als würde nicht wirklich etwas passieren. Außer Spice. Spice und Blut war in diesem Buch mehr als genug zu finden. Beides ist nicht sofort ein negativer Punkt, aber in dieser Ausführung und in Kombination mit allem anderen war es für mich einfach ein bisschen zu viel.

Auch der richtige Auftritt von Stark Therion war für mich recht spät. Ich hätte mir hier (auch anhand des Klappentexts) gewünscht, dass er früher eine größere Rolle spielt und wir als Lesende mehr von ihm mitbekommen.

Dagegen mochte ich das System mit den Schattenwölfen und die Dynamik mit deren Gebundenen sehr. Auch, wenn ich manchmal die Brutalität und auch ein paar Dynamiken zum Überleben etwas hinkend in der Logik fand (aufgrund von etwaigen Spoilern möchte ich hier jedoch nicht weiter in die Tiefe gehen). Das Magiesystem rund um die Schattenwölfe war also definitiv ein Pluspunkt. Und auch die Bindung zwischen den Kriegern und ihren Wölfen mochte ich sehr, denn stellenweise hat man gesehen, was ein eingespieltes Team schaffen konnte.

Die beiden "Love Interests" Lee und Stark Therion mochte ich auch sehr gern, auch wenn die Verbindung zu Letzterem manchmal wenig authentisch wirkte. Da gibt es für Band 2 definitiv etwas Nachholbedarf.

Generell mochte ich die Mischung aus vorhersehbaren und überraschenden Plot Twists. Das machte den gesamten Verlauf der Geschichte recht nachvollziehbar und greifbar.

Alles in allem war es ein unterhaltsames Buch, dass durchaus Lust auf mehr macht. Auch wenn es für mich noch viel Luft nach oben gab.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Funke wollte nicht überspringen

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Hand aufs Herz? Wer hatte das Ghostbuster-Theme im Kopf, sobald der Titel gelesen wurde? Ich definitiv.

Ich hatte mit schräger Situationskomik und einer schönen RomCom gerechnet und wurde an sich nicht ...

Hand aufs Herz? Wer hatte das Ghostbuster-Theme im Kopf, sobald der Titel gelesen wurde? Ich definitiv.

Ich hatte mit schräger Situationskomik und einer schönen RomCom gerechnet und wurde an sich nicht enttäuscht... wenn da nicht so viele Dinge gewesen, die für mich nicht ganz gepasst haben.

Die Familie von Melody war echt schräg. Manchmal war es lustig, meist wirkte es aber zu überdreht, zu künstlich. Das galt in meinen Augen eigentlich für nahezu alle Nebencharaktere.

Die Love Interest(s) Leo und Fletcher (?) waren für mich auch nur mäßig sympathisch. Wäre kein "Love Triangle" angekündigt gewesen, hätte ich diesen auch gar nicht wirklich wahrgenommen. Die Chemie ist für mich bei beiden nicht da.

Generell hätte ich mir mehr "Ghostbusting" gewünscht, da es ja im Titel auch vorkommt. Auch gab es für mich ein paar Stellen, in denen mir die Logik etwas zu kurz kam. Klar, es ist ein Fantasybuch mit Geistern, aber selbst vorab definierte Regeln wurden hier stellenweise zumindest sehr strapaziert.

Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen und auch das Cover finde ich schön.

Alles in allem ist es eine nette und leichte Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannend bis zur letzten Seite

Firewatch
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In einem Promo-Video gibt Colin Hadler beim Kauf seines Buches gleich eine Packung Pflaster mit und sagte: "Es wird wild." Ja, das wurde es.

Ich bin eigentlich gar nicht so für Thriller. Und doch machen ...

In einem Promo-Video gibt Colin Hadler beim Kauf seines Buches gleich eine Packung Pflaster mit und sagte: "Es wird wild." Ja, das wurde es.

Ich bin eigentlich gar nicht so für Thriller. Und doch machen mich die Bücher dieses Autors neugierig und ich bin schon wieder in diese Falle getappt. Ich hasse seine Bücher. Ich liebe seine Bücher. Ich wollte dieses Buch nicht lesen. Ich musste dieses Buch unbedingt lesen. Ich wollte nicht wissen, wie es ausgeht. Aber ich musste wissen, wie es ausgeht! Es war furchtbar. Und grandios. Berührend und schmerzhaft...

Beide Hauptfiguren mochte ich sehr gerne. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches fühlte sich authentisch an. Auch die Chemie zwischen Robin und Kian war spürbar. Was das Ganze, was zwischen ihnen im Raum hing, noch schlimmer machte. Auch wenn Robin für mich ab und an ein wenig zu eingefahren wirkte. Wobei das auch in Anbetracht des Hintergrundes ein Stück weit nachvollziehbar war.

Die Auflösung und der Showdown am Ende war wirklich wild und habe sie zum Teil nicht kommen sehen. Hie und da lag ich richtig, aber den gesamten Ausmaß konnte ich nicht vorhersehen.

Ich habe zusätzlich auch das Hörbuch gehört, um schneller die Auflösung zu erfahren. Der Sprecher hat mir sehr gut gefallen und hat die Atmosphäre und Spannung sehr gut rübergebracht.

Der Schreibstil war wieder sehr flüssig und gut lesbar. Der Spannungsbogen war nichts für meine schwachen Nerven... Das Cover gefällt mir sehr gut und auch die Aufmachung hat mir gut gefallen und sieht hochwertig aus. Die kleinen "Intermezzi" zwischendurch mit den dunklen Seiten herauszuheben war optisch und atmosphärisch eine tolle Entscheidung!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Auch Band 2 hat es in sich

The Ravages of Time
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Da mich Band 1 bereits fasziniert hat, war der Griff zu Band 2 logisch. Den Reihenauftakt habe ich bereits als komplex wahrgenommen und das wird in Band 2 weiter fortgeführt. Die Intrigen, Machtkämpfe, ...

Da mich Band 1 bereits fasziniert hat, war der Griff zu Band 2 logisch. Den Reihenauftakt habe ich bereits als komplex wahrgenommen und das wird in Band 2 weiter fortgeführt. Die Intrigen, Machtkämpfe, Schicksalsschläge, Brutalität... Gefühlt wird hier überall noch eine Schippe draufgepackt.

Die Actionszenen sind rasant und packend, aber auch die klugen Intrigen und das Fädenziehen im Hintergrund sind beeindruckend.

Die Zeichnungen sind dabei wirklich sehr lebendig und unterstreichen die Szenen und Atmosphären der Szenen. Dabei ist die Geschichte sehr spannend erzählt. Oftmals war ich am Ende eines Kapitels froh, dass das noch nicht das Ende war, denn die Ausgabe ist recht dick. So kommt man wirklich auf seine Kosten! Dennoch kam am Ende die letzte Seite gefühlt viel zu früh. Nur gut, dass Band 3 auch schon erschienen ist!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Der größte Schatz von allen

Die Jagd nach den magischen Münzen
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Alleine optisch hat mich dieses Buch schon sehr angesprochen. Aber auch der Klappentext klang nach einer sehr schönen, fantasievollen Geschichte über Freundschaft und Mut. Überrascht hat mich jedoch die ...

Alleine optisch hat mich dieses Buch schon sehr angesprochen. Aber auch der Klappentext klang nach einer sehr schönen, fantasievollen Geschichte über Freundschaft und Mut. Überrascht hat mich jedoch die fast omnipräsente Thematisierung von Tod, Trauer und "Loslassen". Gerade im Hinblick auf das empfohlene Alter sollte man hier natürlich (wie eigentlich immer) darauf achten, ob das wirklich für das jeweilige Kind geeignet ist.

Bo als Hauptfigur hat mir unglaublich gut gefallen. Man konnte richtig mit ihr mit fiebern, sich in sie hineinversetzen und mit ihr trauern. Obwohl sie ein junges Mädchen ist, waren ihre Entscheidungen nachvollziehbar. Natürlich hat sie auch durchaus ihre kindlichen Züge, aber alles in allem war sie auch für erwachsene Lesenden sehr angenehm und gut zu verstehen.

Billy hingegen bleibt spielt zwar eine wichtige Rolle, aber einiges bleibt bis zum Ende im Dunklen. Es löst sich gegen Ende hin auf und bis dahin bietet die Geschichte einige Anhaltspunkte für eigene Vermutungen. Auch das fand ich sehr gut.

Die Nebenfiguren haben die Geschichte lebendig gemacht und hatten hie und da tragende Rollen, die zum Teil auch erst gegen Ende richtig ans Licht kommen. Dadurch wurde es spannend und fesselnd.

Generell hat mir der Spannungsbogen gut gefallen. Ich denke, dieser war auch durchaus altersgerecht. Das Ende hat mir auch gut gefallen. Es war zwar nicht wirklich ein Happy End, aber es war realistisch und dennoch versöhnlich.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Stellenweise habe ich auch auf das Hörbuch zurückgegriffen. Die Sprecherin hat hier einen tollen Job gemacht, sodass die Geschichte weder beim Lesen noch beim Hören langweilig wurde.

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