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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Netter Wohlfühlroman

Sternstunde der Liebe
0

Rumer und Zeb waren während der Jugendzeit unzertrennlich. Als sich ihre Gefühle vertiefen, mischt sich Rumers Schwester Elizabeth ein. Zeb heiratet sie, doch die Ehe wird unglücklich und trotz des gemeinsamen ...

Rumer und Zeb waren während der Jugendzeit unzertrennlich. Als sich ihre Gefühle vertiefen, mischt sich Rumers Schwester Elizabeth ein. Zeb heiratet sie, doch die Ehe wird unglücklich und trotz des gemeinsamen Sohns trennen Zeb und Elizabeth sich. Jahre später verbringen Vater und Sohn einen Sommer in Zebs Heimatstadt. Alte Gefühle flackern wieder auf.

Sternstunde der Liebe ist für mich ein typischer Sommer- und Strandroman. Emotionale Charaktere, gefühlvolle Beziehungen, einige Wendungen und das Happy End in Sicht. Am schönsten sind die atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen der amerikanischen Ostküste, sie machen Lust auf einen Besuch der Gegend. Die Geschichte selbst zieht sich ziemlich in die Länge, 150 Seiten weniger wäre für mich mehr gewesen.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Düstere Geschichte, die unter die Haut geht

Einsam wie der Tod
1

Halvard Björnstad ist streng gläubig. Mit seinem Fanatismus terrorisiert er seine Familie. Während die Mutter farblos und verschüchtert wirkt, versuchen die beiden Töchter sich im Versteckten aufzulehnen. ...

Halvard Björnstad ist streng gläubig. Mit seinem Fanatismus terrorisiert er seine Familie. Während die Mutter farblos und verschüchtert wirkt, versuchen die beiden Töchter sich im Versteckten aufzulehnen. Elin, 13-jährig, wird von Halvard oft geschlagen, Sanna, 11, missbraucht er. Er rechtfertigt die Übergriffe vor sich selbst mit dem Glauben, dass Sanna von Lilith, einem Dämon, besessen sei. Die Situation eskaliert und Halvard kommt bei einem Bootsunfall vermutlich ums Leben, er wird nach einigen Jahren für tot erklärt.
Die erwachsene Sanna arbeitet als Journalistin und öfters auch für Wolf Larsen, Ex-Polizist und Privatermittler. Als ein Podcaster die These aufstellt, dass Halvard noch am Leben sein könnte, bittet Sanna Wolf um seine Hilfe. Gemeinsam machen sich die beiden auf Spurensuche, die von der Telemark in Norwegen auf die schottischen Orkneyinseln führt.

Das Buch ist flüssig geschrieben und grösstenteils spannend zu lesen. Die Landschaften sind bildhaft beschrieben, die Charaktere interessant. Besonders gelungen ist die Beschreibung der Macht, die Halvard auf die Familie ausübt und welche Probleme Gewalt und Missbrauch im Leben der Mädchen auslösen.
Die Story selbst empfinde ich als zu konstruiert und daher nicht sehr glaubwürdig. Die vielen Zufälle minderten mein Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Wenn etwas zu schön scheint um wahr zu sein....

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich?
3

Der Prolog beginnt dramatisch. Die Ich-Erzählerin Karoline und ihr Liebhaber Christopher befinden sich in akuter Lebensgefahr und der Leser fragt sich, wie es soweit kommen konnte.
Drei Monate zuvor war ...

Der Prolog beginnt dramatisch. Die Ich-Erzählerin Karoline und ihr Liebhaber Christopher befinden sich in akuter Lebensgefahr und der Leser fragt sich, wie es soweit kommen konnte.
Drei Monate zuvor war Karos Leben noch perfekt, beruflich und privat lief alles ausgezeichnet. Der Patron des Familienunternehmens, in dem Karo seit 20 Jahren arbeitete, suchte nach einem Nachfolger, Karo hatte die besten Chancen. Privat hatte sie endlich einen geliebten Partner gefunden - doch plötzlich passieren merkwürdige Dinge. Zuerst nur im Privatleben, dann auch im Beruf. Karoline beginnt an ihrem Verstand zu zweifeln, hat aber bald einen Verdacht, wer für all die unsäglichen Dinge verantwortlich ist.
Das Buch ist flüssig geschrieben, die Handlung spannend und unterhaltsam. Ich habe zwar schon recht früh gespürt, wer warum hinter allem steckt, das hat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Da Karoline in der Ich-Form schreibt, muss man am Buchende schon etwas nachdenken, wie genau alles zusammenhängt. Dabei werden aber alle offenen Fragen geklärt, sogar von der Krankheit des Patrons bis hin zum Feuerteufel.
Ein interessantes Buch mit vielschichtigen Charakteren und einem sehr ernsten Thema. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Überzeugt nicht

Die Toten von Fehmarn
0

Der dritte Fall um die Gerichtsreporterin Doro Kagel

Doro erfährt, dass ein Jugendfreund ermordet wurde und seine letzten Worte ihr galten. Sie ist sehr erstaunt, denn sie hatte seit Jahren keinen Kontakt ...

Der dritte Fall um die Gerichtsreporterin Doro Kagel

Doro erfährt, dass ein Jugendfreund ermordet wurde und seine letzten Worte ihr galten. Sie ist sehr erstaunt, denn sie hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm. Um an seiner Beerdigung teilnehmen zu können, reist sie mit ihrem Mann Yim auf die Insel Fehmarn. Hier verbrachte Doro als Jugendliche ihre Ferien, genoss die Unternehmungen mit ihr häufen sich die Todesfälle in ihrem ehemaligen Freundeskreis und Doro sucht nach dem Mörder und seinen Gründen.

Das Buch war gut zu lesen, obwohl ich den Spannungsbogen eher flach fand. Leider empfand ich die gesamte Story als unglaubwürdig und gesucht und die Charakterisierung der einzelnen Personen oft überspitzt.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Enttäuschend

Das Schattenhaus
1

Ava, Kochbuchautorin, Alkoholikerin und von Schuldgefühlen zerfressen, mietet ein altes Kapitänshaus an der Küste von Maine. Die Vormieterin hat das Haus überstürzt verlassen. Ava macht sich auf die Suche ...

Ava, Kochbuchautorin, Alkoholikerin und von Schuldgefühlen zerfressen, mietet ein altes Kapitänshaus an der Küste von Maine. Die Vormieterin hat das Haus überstürzt verlassen. Ava macht sich auf die Suche nach ihr, um ihr liegengelassene Dinge zurückzugeben. Der wichtigere Teil der Geschichte dreht sich aber um das Haus und die unheimlichen Vorkommnisse in seinen Mauern.
Ich mag die Bücher von Tess Gerritsen sehr. Ihr Schreibstil ist fesselnd und flüssig, die Beschreibungen von Orten bildhaft und die Hauptpersonen gut charakterisiert. «Das Schattenhaus» ist jedoch atypisch und hat mich enttäuscht. Es überrascht mit einer unglaubwürdigen Dämonengeschichte und SM-Spielen, Geisterjägern und einer Nebenhandlung mit der Suche nach einer vermissten Frau.
Mein Fazit: Flüssig zu lesen, aber unglaubwürdig und enttäuschend. Ein schwacher Tess Gerritsen!

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