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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Hardcover
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 25.02.2025
  • ISBN: 9783365008157
Olivier Mannoni

Hitler übersetzen

Platz 4 WELT-Sachbuchliste April | Die Rhetorik des Faschismus | Eine Warnung vor Nationalismus und Rechtspopulismus | Victor Klemperer LTI | Drittes Reich | Nationalsozialismus
Nicola Denis (Übersetzer)

»Hitler zu übersetzen, bedeutet auch, sich gegen seine zeitgenössischen Epigonen zu wappnen.« Olivier Mannoni

»Hitler ist tot, sein Werk des Hasses voll glühender Schwärze ist geblieben.« Es gibt nur wenige Menschen, die so tief in die Abgründe nationalsozialistischer Rhetorik geblickt haben wie Olivier Mannoni.

Zehn Jahre lang übersetzte Mannoni Hitlers »Mein Kampf« für eine kritisch-wissenschaftliche Edition ins Französische. Das Werk, mit dem Hitler seine antisemitischen Thesen und nationalsozialistische Weltanschauung auf über 700 Seiten in eine für den Normalbürger kaum zugängliche Prosa ergoss und sie dennoch »salonfähig« machte. Zwölf Millionen Exemplare waren bis 1945 im Umlauf.

Was macht es mit einem Menschen, sich jahrelang in die Tiefen von Hitlers Sprache zu versenken?

»›Mein Kampf‹ zu übersetzen, bedeutete, ungeahnte Türen zu öffnen. In keinem Text zuvor kam Hass in dieser Dichte und mit solch einer Gewalt zum Ausdruck, dieses von Peter Sloterdijk beschriebene brodelnde, bösartige und verderbliche Ressentiment: eine Art Bank, bei der man − wie bei spekulativen Geldanlagen −, alle Wut und Frustrationen anspart, um sie, sobald der Tag gekommen ist, zu nutzen und den größtmöglichen Gewinn daraus zu ziehen.«

Angesichts einer politischen Realität, in der rechtspopulistische Parteien Regierungen stellen, demagogische Reden ein Revival erleben und nationalsozialistisches Vokabular in unseren Alltag zurückkehrt, warnt uns Olivier Mannoni vor der Wirkmacht sprachlich irreführender Überfrachtungen und dem damit einhergehenden suggestiven Kalkül.

Ein Essay von erschreckender Aktualität.

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2025

"Die Sprache des Donald Trump"

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Mein Kampf, ein Buch „mit viel Tinte und noch mehr Seiten“ soll übersetzt werden. Es sind 1200 Seiten eines politischen Textes, der zur Katastrophe führte. Es war der erste Schritt auf dem Weg zur Auslöschung ...

Mein Kampf, ein Buch „mit viel Tinte und noch mehr Seiten“ soll übersetzt werden. Es sind 1200 Seiten eines politischen Textes, der zur Katastrophe führte. Es war der erste Schritt auf dem Weg zur Auslöschung von 6 Millionen Menschen. Aus Worten wurden leider dann auch Taten. Und diese Worte sollen nun auch für Menschen lesbar sein, deren Muttersprache das Französische ist.

Welch schwere Aufgabe, die vor dem Autor Olivier Mannoni lag. In „Hitler übersetzen“ schreibt er über seine Schwierigkeiten, sich überhaupt näher mit den Betrachtungsweisen des Führers zu befassen. Was für mich als Leser ebenso unglaublich ist, dass genau diese kruden Ansichten in den Köpfen vieler Leute auch heute wieder (oder noch?) existieren. Wir brauchen gar nicht nach USA oder Ungarn blicken. Bleiben wir in Deutschland und sehen das Grauen unter anderem durch eine rechtsextreme Partei im Bundestag. Der Autor schreibt dazu: „Die Ideen in Mein Kampf zirkulieren weiter unter uns. Ungebrochen, lebendig und bedrohlich.“

Herr Mannoni schreibt von dem kaum zu ertragenen Hass, der ihm bei der Bearbeitung des Buches entgegenschlug. "Auf bleiernen Sohlen durch den Morast waten.", so beschreibt er sein Gefühl bei dieser Arbeit. Das hat er noch nie so geballt erlebt und er übersetzte bereits viele Werke. Er gibt aber auch immer wieder Beispiele von ähnlichen Vorfällen, die in das Hier und Jetzt reichen. Das Buch lässt sich trotz seines schwierigen Themas angenehm lesen. Wer sich für die Thematik interessiert und mehr dazu erfahren möchte, der bekommt im Anhang einige Empfehlungen für weiterführende Literatur.

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