Cover-Bild Was vom Menschen übrig bleibt
13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 11.03.2015
  • ISBN: 9783828861770
Rachel Moran

Was vom Menschen übrig bleibt

Die Wahrheit über Prostitution
Maria Heydel (Übersetzer)

Die irische Autorin Rachel Moran tritt an gegen das Prostitutionsestablishment. Ihr brillanter und international hochgelobter Bericht, der nun erstmalig in deutscher Sprache vorliegt, entlarvt die romantisierenden Vorstellungen von der "selbstbestimmten Hure". Er wendet sich gegen eine Scheinliberalität in der Prostitutionsgesetzgebung, die es unmöglich macht, Frauen vor dem Weg in ein ausbeuterisches "Gewerbe" effektiv zu schützen. Moran weiß aus eigenem Erleben, wovon sie spricht. Als obdachlose Heranwachsende geriet sie in den Strudel der Prostitution und konnte sich erst sieben Jahre später aus eigener Kraft daraus befreien. Als Überlebende ist sie dieser Parallelwelt entkommen und liefert uns in ihrem Buch nun Innenansichten einer zerstörerischen Lebensweise. Mit den sensiblen Einsichten einer Betroffenen und der virtuosen Sprachmächtigkeit der geschulten Journalistin führt sie in die Gesetzmäßigkeiten einer Tabuzone ein, aus der keine Frau unbeschadet zurückkehrt. Moran befragt nicht nur ihren eigenen Weg in die Prostitution und ihre Erfahrungen als Prostituierte. Sie nimmt dieses Feld als Ganzes in den Blick, seine offenen und verdeckten Mechanismen der Abwertung und der Gewalt. Ihr Bericht macht deutlich: Der Handel mit Frauenkörpern ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde und eine Form des sexuellen Missbrauchs. Und: Die öffentliche Debatte über Prostitution wird in Zukunft anders geführt werden müssen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2018

eine sehr wichtige Lektüre

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Dieses Buch spiegelt die Lebensgeschichte der irischen Autorin Rachel Moran wider, die tiefe Einblicke in ihr früheres Leben der Prostitution gibt und damit präzise und emotionale Einblicke in ein großes ...

Dieses Buch spiegelt die Lebensgeschichte der irischen Autorin Rachel Moran wider, die tiefe Einblicke in ihr früheres Leben der Prostitution gibt und damit präzise und emotionale Einblicke in ein großes Tabuthema unserer Gesellschaft gewährt.
Mit einem großartigen reflektierten und differenzierten und dennoch höchst persönlichen Schreibstil, gewährt uns die Autorin Einblicke in einen Grenzbereich der Gesellschaft, der viel zu häufig verdrängt und falsch verstanden wird.
Ein Buch über eine starke Frau, die mit dem Mythos der Prostitution aufräumt und damit tiefe Einblicke in ihr Seelenleben gewährt.

Meinung:
Dieses Buch hat mich tiefbeeindruckt und aus meiner Sicht sollte man dieses Buch gelesen haben, denn es räumt wohl mit einer größten Mythen und Vorurteile unserer Zeit auf und ist dabei zutiefst bewegend und dennoch so klar reflektiert, wie ich es selten bei einem Buch dieses Genres erlebt habe!
Denn die Einblicke, die Rachel Moran dem Leser gewährt, sind tiefbewegende, gehen unter die Haut und bis in die Tiefe eines Tabuthemas, welches uns viel mehr beschäftigen sollte und welches nicht verdrängt und beschönigt werden darf.
Und dies tut die irische Autorin auf keiner der knapp 390 Seiten, fast schon schockierend differenziert, refklektiert sie über die 7 Jahre, in denen sie innerhalb der Prostitution gefangen war und gleichzeitig gewährt sie uns als Leser Einblicke hinter die Fassade einer Welt, die noch häufig mit vollkommen falschen Attributen und Vorstellungen in Verbindung gebracht wird.
Und genau mit dieser Mischung aus persönlichen Einblicken und wissenschaftlichem Abstand, schafft die Autorin genau das, weshalb sie dieses Buch geschrieben hat:
Sie klärt auf, krempelt den Leser vollkommen um, bewegt ihn tief und erklärt uns den wahren Hintergrund eines Geschäftes, das auf Kosten der Frauen betrieben wird.
Denn egal wie oberflächlich die Einstellung vor dem Lesen dieses Buches war, sie wird sich nach dieser Lektüre bedeutend ändern und dies ist so unfassbar wichtig.

Doch Rachel Moran schafft noch so viel mehr! Sie hat ein Buch erschaffen, welches mit virtuosen, teils poetischen Sätzen glänzt und welches von einer so gehobenen Schreibqualität ist, dass der Leser auch noch eine literarisch hochwertige Lektüre geboten bekommt.

Fazit:
Dieses Buch ist ein großer Schritt in die Verständigung und in einer Debatte, über ein ausgeschlossenes und häufig beschönigtes Thema unserer Gesellschaft.
In meinen Augen sollte dieses Buch in den Oberstufen als Schullektüre gelesen werden, denn es ist ein außergewöhnliches, ein so wichtiges Buch!