Cover-Bild Warum Entwicklungshilfe nichts bringt und wie Länder wirklich Armut besiegen
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 23.05.2023
  • ISBN: 9783959728287
Rainer Zitelmann

Warum Entwicklungshilfe nichts bringt und wie Länder wirklich Armut besiegen

Dies ist eine aktualisierte und mit neuen Inhalten ergänzte Neuausgabe des Titels "Der Aufstieg des Drachen und des weißen Adlers". Vom Manhattan Institut für den Hayek Book Prize 2025 nominiert

Entwicklungshilfe hilft armen Ländern nicht aus der Armut – das belegt der Autor dieses Buches. Was aber hilft Nationen wirklich, der Armut zu entkommen?
Die englische und spanische Ausgabe des Buches haben große Beachtung gefunden:

»Ein wunderbares Buch, in dem Zitelmann auf großartige Weise erklärt, warum Freiheit der Weg ist, um der Armut zu entkommen. … Ich empfehle die Lektüre dieses Buches unbedingt. Darin finden die Leser Fallstudien, Grafiken und fesselnde Erfahrungsberichte, die auch Laien in Wirtschaftsfragen aufklären.«
Manuel Adorni, Ökonom und Sprecher des argentinischen Präsidenten Javier Milei

»Der deutsche Sozialwissenschaftler und Unternehmer Rainer Zitelmann beschreibt in seinem Buch, was passiert, wenn arme Nationen mit belastenden Planwirtschaften ihre Pläne über Bord werfen und sich dem Handel öffnen. ... Die jüngere Geschichte sowohl Vietnams als auch Polens lehrt die gleiche Lektion: Ein Land kann Wunder vollbringen, wenn es aufhört, sich in Perfektion verwalten zu wollen und seine Bürger vor Risiken abzuschirmen.«
The Wall Street Journal

»Dieses Buch bietet eine neue Perspektive darauf, wie die Grundsätze des Kapitalismus in Schwellenländern gesehen werden. Es ist zudem ein aufschlussreicher Einblick in zwei faszinierende Länder, die im 21. Jahrhundert eine bedeutende Rolle spielen werden.«
Financial Times

»Lesen Sie dieses brillante, äußerst lesenswerte und inspirierende Buch, bevor die Woke-Cancel-Culture davon erfährt! … Dieses Buch könnte in der heutigen unruhigen Welt nicht aktueller sein.«
Steve Forbes, Chefredakteur, Forbes

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Relative Armut für alle oder relativer Wohlstand für die Mehrheit am Beispiel von Polen und Vietnam

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Dieses Buch ist unter dem Titel "Der Aufstieg des Drachen und des weißen Adlers: Wie Nationen der Armut entkommen" bereits 2023 erschienen. Der Autor gibt an, mit dem damaligen Titel einen Fehler gemacht ...

Dieses Buch ist unter dem Titel "Der Aufstieg des Drachen und des weißen Adlers: Wie Nationen der Armut entkommen" bereits 2023 erschienen. Der Autor gibt an, mit dem damaligen Titel einen Fehler gemacht zu haben, weil kaum jemand etwas mit Drachen und Adler anfangen konnte. Das mag sein, doch auch der neue Titel ist nicht ohne Manko, denn man könnte dahinter einen ganz anderen Inhalt vermuten. In Wirklichkeit zeigt Zitelmann in seinem Buch wie Polen und Vietnam sich zu relativ reichen Nationen entwickelt haben, indem sie die inneren Kräfte des Kapitalismus zur Entfaltung kommen ließen. Diese neue Ausgabe des Buches enthält ein anderes Vorwort und ein zusätzliches Kapitel über Adam Smith, das an den Anfang gestellt wurde, um der Grundaussage des Textes noch mehr Geltung zu verschaffen.

Relative Armut für alle oder relativer Wohlstand für die Mehrheit - darauf läuft es hinaus, wenn man sich fragt, welche Gesellschaftsordnung die bessere ist: Sozialismus oder Kapitalismus? Sicher ist das ein wenig plakativ, doch am Ende stimmt die Antwort. Diejenigen, die einen realen Sozialismus nie erlebt haben, zum Beispiel viele Westdeutsche, neigen dazu ihn zu verklären und als eine Art Paradies für Gerechtigkeit und Gleichheit zu empfinden.

Doch Sozialismus hat noch nie praktisch funktioniert. Und das hat objektive Gründe und liegt keinesfalls daran, dass man ihn etwa nur falsch organisiert hätte. Sozialisten verstehen menschliches Verhalten einfach nicht. Da das kapitalistische System spontan entstand, also im Gegensatz zum Sozialismus keine Kopfgeburt ist, muss es menschlichem Verhalten entsprechen. Und weil der Mensch sich im Sozialismus nicht so verhält, wie es Sozialisten in ihrer Einfalt erwarten, endet jeder Versuch, ein solches System zu installieren im Totalitären. Man will den "neuen Menschen" erschaffen, weil einem der "alte" nicht passt. Und die angepriesene Gleichheit vollzieht sich als Herrschaft einer Funktionärselite, die ein wenig gleicher ist als die anderen.

Und ökonomisch läuft man stets in den Zusammenbruch, weil diese naive "Elite" glaubt, sie könne ein hochkomplexes System "steuern". Alles wird von oben bestimmt und gerät damit ins Absurde. Das betrifft insbesondere Preise, die in einem selbstorganisierten ökonomischen System der wichtigste Indikator sind. Fällt er weg oder werden Preise festgelegt, gerät das ganze System in Schieflage, weil falsche Anreize geschaffen werden.

Rainer Zitelmann untersucht in diesem Buch am Beispiel Polens und Vietnams, was das Freisetzen einer Marktwirtschaft für erstaunliche Wirkungen in kurzer Zeit bringt. Dabei zeigt er zunächst, wohin Sozialismus beide Länder brachte. Mit dem globalen Scheitern des sogenannten sozialistischen Lagers konnten sowohl Polen als auch Vietnam marktwirtschaftliche Strukturen aufbauen. In Vietnam geschah das zunächst nicht, weil die kommunistische Partei immer noch am überall gescheiterten System der sozialistischen Planwirtschaft festhielt und damit alle selbstgesteckten Ziele verfehlte und eine Hungersnot erzeugte. Immerhin erkannte die Parteiführung das dann aber und änderte ihre Politik, was sehr schnell zu enormen Verbesserungen führte.

Ähnliches geschah in Polen, wenngleich man hier auch den nicht unerheblichen Förderprozess der EU ins Spiel bringen muss, was Zitelmann jedoch nicht tut. Und bei diesem Thema sollte man nicht unerwähnt lassen, dass es das reine kapitalistische System nirgendwo gibt. Besonders in Europa wird es zunehmend von einer planwirtschaftlichen Komponente beschädigt. Oder von Eingriffen des Staates, etwa bei der sogenannten Bankenrettung, die Fehlentwicklungen nicht behob, sondern eher noch verstärkte. Aber der "moderne" Sozialstaat braucht die Großbanken, um sich Kredite zu besorgen. Das sind jedoch keine Themen dieses Buches.

Vielmehr geht es Zitelmann darum, zu zeigen, dass Entwicklungshilfe, wie sie bis heute durchgeführt wird, keinesfalls zu Wohlstand führt, sondern reine Verschwendung von enormen Mitteln ist. Darüber gibt es genügend Bücher von wirklichen Experten, die dieses ernüchternde Fazit untermauern. Darin findet man übrigens auch genügend Belege wie Entwicklungshilfe lokale Marktwirtschaften beschädigt, statt sie aufzubauen oder zu unterstützen.

Ziemlich ernüchternd sind im Übrigen auch Zitelmanns Statistiken am Ende seiner zwei Kapitel. Sie zeigen insbesondere welche sozialistischen Verblendungen in deutschen Köpfen herumirren.

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