Ein schweres Thema in leichter Form
Ich möchte mich heute einem ernsten Thema widmen. Dazu eignen sich Comics und Graphic Novels hervorragend. Sie schaffen einen leichteren Zugang und nehmen dem Thema ein wenig von der Schwere. Gleichzeitig ...
Ich möchte mich heute einem ernsten Thema widmen. Dazu eignen sich Comics und Graphic Novels hervorragend. Sie schaffen einen leichteren Zugang und nehmen dem Thema ein wenig von der Schwere. Gleichzeitig sorgen die Zeichnungen für Sichtbarkeit aber auch für ein Wiedererkennen und sich verstanden fühlen.
'Motten im Kopf' ist ein Buch über Magersucht. Relativ kurz und knapp wird von einem Mädchen erzählt, dass in die Gänge dieser Krankheit gerät. Aus der Ich-Perspektive erzählt sie, was mit ihr passiert, wie sie sich fühlt, wie sie dazu kommt und ihren Körper über alles andere zu stellen. Der Zwiespalt zwischen ihrem eigenen Kampf mit sich selbst aber auch ihrem Umfeld wird sehr deutlich.
Am Ende ist ein zumindest ein Bewusstsein sein, wie sie den Weg aus der Magersucht heraus schaffen könnte.
Der Comicteil ist relativ kurz, die Motten sind ein Synonym, wie sehr die Protagonistin von der Sucht 'befallen' ist. Dennoch macht es Hoffnung und ich würde das Buch ab ca 14 Jahren empfehlen.
Es schließt sich ein kurzer Nachteil an und was mir besondere gut gefällt, ein Kapitel mit Arbeitsmaterialien. Hilfestellungen um Gefühle und Gedanken aufzuschreiben und den eigenen Weg zu dokumentieren.
Kein spaßiger Comic aber ein so wichtiger.