Cover-Bild Anathema
Band der Reihe "The Eating Woods"
(30)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Thema
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Dark Romance
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 816
  • Ersterscheinung: 01.06.2026
  • ISBN: 9783736326811
  • Empfohlenes Alter: ab 18 Jahren
Keri Lake

Anathema

Silvia Gleißner (Übersetzer)

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Nach NOCTICADIA das nächste Gothic-Dark-Fantasy-Highlight von Keri Lake

Maevyth Bronwick weiß, dass der Wald neben ihrem Dorf verflucht ist. Niemand, der die Eating Woods betritt, kehrt jemals zurück. Doch ein tragischer Schicksalsschlag treibt sie dazu, sich in das düstere Labyrinth zu wagen. Dort trifft sie auf Zevander Rydainn, den tödlichsten Assassinen des gesamten Kontinents Aethyria. Seine Beute kennt ihn nur als The Scorpion , denn Zevander tötet ohne jede Gnade. Er würde Maeve lieber den Monstern des Waldes überlassen, als sie zu beschützen — doch er braucht sie. Und je länger sie Seite and Seite versuchen, den Horror der Eating Woods zu überleben, desto klarer wird, dass ihre Anziehung gefährlicher ist als alles, was im Wald lauert ...

Auftakt der THE-EATING-WOODS-Reihe von Keri Lake

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Dark Fantasy, die unter die Haut geht

0

"Anathema" trägt seinen Titel nicht zufällig. Das altgriechische Wort steht für "Kirchenbann" oder "Verfluchung" und passt perfekt zu der düsteren, bedrückenden Atmosphäre, die Keri Lake von der ersten ...

"Anathema" trägt seinen Titel nicht zufällig. Das altgriechische Wort steht für "Kirchenbann" oder "Verfluchung" und passt perfekt zu der düsteren, bedrückenden Atmosphäre, die Keri Lake von der ersten Seite an entfaltet. Im Mittelpunkt steht Maevyth, die in Foxglove Parish als Verfluchte gilt, weil sie als Baby mit einer schwarzen Rose auf der Brust ausgesetzt wurde. In einer fanatisch religiösen Dorfgemeinschaft ist das ein Makel, der sie ihr ganzes Leben begleitet. Sie wächst als Außenseiterin auf, wird misstrauisch beäugt, verurteilt und kontrolliert. Und trotzdem bleibt sie klug, wachsam und rebellisch genug, um die Glaubenssätze ihrer Umgebung zu hinterfragen. Von Anfang an war sie mir sympathisch, gerade weil sie sich ein dickes Fell zulegen musste und dennoch nie völlig abstumpft.

Erst in Aethyrien beginnt Maevyth, ihre wahre Stärke zu entdecken. Dort lernt sie, ihre Magie zu nutzen, Glyphen zu wirken und sich gegen eine Welt zu behaupten, die sie kleinhalten will. Gleichzeitig umgeben sie zahlreiche Geheimnisse, besonders jene, die ihre Herkunft betreffen. Es war unglaublich spannend, ihre Entwicklung Schritt für Schritt mitzuerleben, während sie langsam begreift, wer sie wirklich ist – und welche Macht in ihr schlummert.

Besonders beeindruckt hat mich der Weltenaufbau. Mortasia, der Kontinent der Sterblichen, und Aethyrien, die magische Seite, sind durch den Umbravale getrennt – eine Barriere, die kein Sterblicher überqueren sollte. Dazwischen liegen die Eating Woods, ein Wald voller Monster und Dämonen, der seinen Namen absolut verdient. Die Welt ist riesig, düster und voller Details, und ich war mehr als einmal dankbar für die detaillierte Karte und das umfangreiche Glossar. Begriffe werden zwar im Text erklärt, aber das Nachschlagen hat mir geholfen, die vielen Völker, Glyphen und Gottheiten besser einzuordnen.

Was mich besonders getroffen hat, ist die Art und Weise, wie beide Kontinente Frauen behandeln. In Foxglove Parish herrscht ein brutaler religiöser Fanatismus, der Frauen systematisch unterdrückt und ihnen jegliche Selbstbestimmung nimmt. Ein einziger Fehltritt kann zur Verbannung in die Eating Woods führen. Auf der magischen Seite sieht es kaum besser aus. Frauen dürfen zwar Titel tragen, doch spätestens bei der widerlichen Volljährigkeitszeremonie, bei der der stärkste Kämpfer die Entjungferung als „Belohnung“ erhält, wird klar, wie tief die Misogynie auch dort verwurzelt ist. Die Szene rund um die Prinzessin von Nyxteros war für mich einer der Momente, in denen mir wirklich schlecht wurde - und gleichzeitig wird klar, wie unerbittlich Keri Lake die dunklen Seiten ihrer Welt herausarbeitet.

Inmitten all dieser Grausamkeit taucht Zevander auf, ein Attentäter, der Skorpione befehligt und zunächst wie ein weiterer grausamer Bewohner dieser Welt wirkt. Doch unter seiner harten Schale steckt ein weicher Kern, und gerade seine Abneigung gegenüber dem König und den Adeligen macht ihn zu einem der wenigen Männer, bei denen man ein gutes Gefühl hat. Besonders im Umgang mit Maevyth zeigt sich seine vorsichtige, respektvolle Seite, die sich erst nach und nach offenbart. Die Romanze zwischen den beiden ist ein Slow Burn, wie ich ihn liebe. Die Anziehung ist spürbar, aber beide wehren sich lange dagegen. Der erste Kuss kommt erst nach gut zwei Dritteln des Buches, und intime Szenen gibt es erst ganz am Ende – und selbst dann gehen sie nicht aufs Ganze, was mit Zevanders Besonderheiten zusammenhängt.

Ein weiterer Aspekt, der das Buch für mich so lebendig gemacht hat, waren die Nebencharaktere. Von jeder Sorte ist jemand dabei – und das im besten wie im schlimmsten Sinne. Maevyths naive, unbeschwerte Schwester Aleysia bringt Licht in eine ansonsten hoffnungslose Welt, während Zevanders Schwester durch Maevyths Einfluss langsam wieder aufblüht und zeigt, wie viel Heilung in kleinen Gesten liegen kann. Zevanders verfluchter Bruder, den Maevyth nicht als Monster, sondern als Person sieht, gehört zu den berührendsten Figuren des Buches. Gleichzeitig gibt es Zevanders Attentäter‑Freunde, die trotz ihrer Brutalität eine unerwartete Loyalität ausstrahlen. Und dann sind da noch Maevyths eigene Familienmitglieder und ihr Verlobter – Figuren, die so verstörend, grausam und abgründig sind, dass mir beim Lesen mehr als einmal eine eiskalte Gänsehaut über den Rücken gelaufen ist. Einige Szenen mit ihnen gehören zu den grauslichsten Momenten des gesamten Buches.

Inhaltlich hat mich das Buch von der ersten Seite an gefesselt, aber ein paar kleine Kritikpunkte gab es dennoch. Die Welt ist groß und atmosphärisch beschrieben, doch im mittleren Teil verbringt Maevyth sehr viel Zeit auf der Burg Eidolon. Und so eindrucksvoll dieser Schauplatz auch ist, irgendwann stößt die Beschreibung einer einzigen Burg an ihre Grenzen. Stattdessen rücken die Beziehungen und Dynamiken der Figuren stärker in den Vordergrund. Das ist grundsätzlich stimmig und unterstreicht Maevyths Isolation und ihre ausweglose Situation, sowie ihr langsames Herantasten an ihre Magie, aber an einigen Stellen fühlte es sich etwas langatmig an.

Der zweite Kritikpunkt betrifft den Klappentext. Dort wird suggeriert, dass Maevyth in den Wald flieht, Zevander dort begegnet und beide gemeinsam versuchen müssen zu überleben. Das klingt spannend – hat aber mit der tatsächlichen Handlung kaum etwas zu tun. Ja, die Eating Woods spielen eine Rolle, und Maevyth ist mehrmals im Wald unterwegs, aber nie gemeinsam mit Zevander. Die beiden treffen sich in Foxglove Parish und verbringen später Zeit in einer Hütte am Waldrand, doch ihre gemeinsame Reise führt sie ausschließlich nach Aethyrien, also hinter den Umbravale und weit weg vom Wald. Während des Lesens wartet man ständig darauf, dass die beiden gemeinsam in die Eating Woods müssen – doch dieser Moment kommt nie. Das hat mich ehrlich gesagt geärgert, weil der Klappentext Erwartungen weckt, die das Buch nicht erfüllt. Diese beiden Punkte waren letztlich der Grund, warum ich meine Bewertung von fünf auf 4.5 Sterne gesetzt habe.

Fazit: "Anathema" ist eine kompromisslose Dark Fantasy voller Gothic‑Atmosphäre und deutlichen Horrorelementen, die ihre Welt ebenso schonungslos zeigt wie ihre Figuren. Es ist ein düsteres, komplexes und verstörend faszinierendes Buch, das sich Zeit nimmt, seine Welt zu entfalten, und das mit einer starken Protagonistin, intensiven Nebenfiguren und einer tiefen Slow‑Burn‑Romance überzeugt. Trotz kleiner Schwächen bleibt es für mich ein echtes Highlight.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2026

Wundervoll düster

0

“Anathema” von Keri Lake ist ein wundervoller, düsterer, slow burn Romantasy Auftakt.

Ich liebe düstere Geschichten und war lange auf der Suche nach einem Buch, welches mich wirklich fesselt. Die meisten ...

“Anathema” von Keri Lake ist ein wundervoller, düsterer, slow burn Romantasy Auftakt.

Ich liebe düstere Geschichten und war lange auf der Suche nach einem Buch, welches mich wirklich fesselt. Die meisten Geschichten, sind nicht so düster wie erwartet oder einfach nicht spannend und ziehen sich wie Kaugummi.

Anathema hingegen hat mich gefesselt. Es leben so viele düstere Kreaturen in dieser Welt und sie werden bildlich beschrieben, sodass man ganz in die Geschichte eintauchen kann. Von Seite zu Seite erfährt man mehr über die Welt und wie weit sie gestrickt ist. Dabei steht im Vordergrund die ausgestoßene Maevyth. Ihre Schwester wird eines Tages vom Dorf in den tödlichen Wald verbannt und Maevyth folgt ihr. Doch kann sie durch ein Tor in eine neue Welt schreiten und ihre Schwester nicht. Ab da versucht sie nur noch wieder zu ihrer Schwester zurückzukehren, doch hat sie die neue Welt gefesselt und sie muss erst mit den Wesen, vor allem Zevander und den neuen Erkenntnissen dort fertig werden.

Die Geschichte ist ein Wechsel aus Spannung, Aufklärungsarbeit über die Geschichte und ihre Kreaturen und den zwischenmenschlichen Beziehungen. Gerade letzteres und die Entwicklungen der unterschiedlichen Charaktere hat mich sehr berührt, gerade als Freude in den Menschen einzog, die schon lange nur Traurigkeit erfahren hatten. Meine einzigen Kritikpunkte sind hierbei aber, dass die Liebesgeschichte an zwei, drei Szenen sehr aufgesetzt und erzwungen wirkte, als müsse man hier noch unbedingt eine Romanze einbauen. Sie wirkte nicht so natürlich und darüber bin ich immer wieder beim Lesen gestolpert. Zudem liebe ich zwar die Geschöpfe der Geschichte, doch fiel es mir schwer, mir die außergewöhnlichen Namen zu merken und was sich dahinter verbarg.
Das ist jedoch für mich Kritik auf hohem Niveau und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!

Endlich eine wirklich düstere Geschichte!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 09.06.2026

Ein Buch voller Horror und Intensität

0

Das Cover von Anathema gefällt mir richtig gut. Ich mag die dunkle Gestaltung und auch die Darstellung des Waldes passt auch hervorragend zum Inhalt, was ich sehr liebe. Auch die Abbildung der Person, ...

Das Cover von Anathema gefällt mir richtig gut. Ich mag die dunkle Gestaltung und auch die Darstellung des Waldes passt auch hervorragend zum Inhalt, was ich sehr liebe. Auch die Abbildung der Person, die Maevyth zu sein scheint, gefällt mir hier sehr und hat mich richtig neugierig machen können. Zudem passt das Cover sehr gut zur Atmosphäre der Geschichte.

Was mir zudem sehr an dem Buch gefallen hat war das Glossar, mit den vielen unterschiedlichen Wesen oder Arten war es richtig gut dadurch einen besseren Überblick zu bekommen.

Maevyth ist eine spannende Protagonistin, die nirgendswo ganz dazu zu passen scheint und ihren ganz eigenen Kopf hat. Sie ist mutig und stellt sich all ihren Herausforderungen. Ich finde sie macht in diesem Buch schon eine spannende Entwicklung durch, allerdings habe ich auch noch sehr viele Fragen, was sie angeht, weswegen ich schon mich schon sehr auf den nächsten Band freue.

Was Zevander angeht so hatte ich zu ihm unglaublich viele Fragen, fand es aber richtig cool, dass das Buch auch teilweise aus seiner Sicht erzählt wurde. Dennoch

Die Handlung fand ich richtig fesselnd, wenn auch manchmal etwas verstörend und schockend. Ich würde jedem raten die Trigger Warnung zu lesen, der vielleicht Probleme mit de düsteren Themen hat. Ich persönlich fand, dass es she viel dazu beigetragen hat, dass das Buch auch eine so düstere Atmosphäre hatte. Auch die Verbindung die Maevyth und Zevander hatten und das zentrale Thema des Buches war, da auf diesem ein Fluch liegt den nur Maevyth auflösen kann. Die Plot Twists, die Keri Lake hier eingebaut hat waren wirklich überraschend und haben sehr viel zur Spannung beigetragen. Vor allem kann ich es nach dem Ende gar nicht erwarten herauszufinden, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

Die Liebesgeschichte ist nur so von Slow Burn geprägt und hat mich teilweise schon etwas verzweifeln lassen. Das Buch ist sehr dick, weswegen ich einfach sehr viel früher ein paar mehr Szenen gewünscht hätte in denen sie sich schon näher kommen. Allerdings fehlt es definitiv nicht an Intensität, man konnte von Beginn an spüren, dass da etwas zwischen Zevander und Maevyth ist, gerade deswegen war es auch zum verzweifeln.

Die Nebencharaktere waren durchwachsen. Die Geschwister von Zevander fand ich persönlich richtig cool und konnte manchmal auch etwas leichtes in die Geschichte bringen. Die Schwester von Maevyth war dafür eher schwieriger. Ich fand sie sehr naive und leider hat ihr Charakter im Laufe des Buches auch einen schweren Handlungsstrang abbekommen.

Die Welt die Keri Lake hier geschaffen hat, ist absolut krass. Es ist manchmal richtig gruselig und beängstigend, was für Dinge hier passiert sind. Vor allem die Gemeinschaft in der Maevyth lebt ist wie ein Kult und so fand ich vieles was dort getan wird und woran geglaubt wird absolut falsch. Dennoch finde ich es krass wie Keri Lake dadurch auch eine so fesselnde und düstere Atmosphäre geschaffen hat.

Der Schreibstil von Keri Lake hat mir sehr gefallen und mich komplett in den Bann ziehen können. Sie hat sehr viel Spannung und Intensität in die Geschichte bringen können und so kann ich es gar nicht erwarten herauszufinden, wie es im zweiten Band weitergehen wird und würde am liebsten jetzt schon anfangen diesen zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 09.06.2026

Düster, atmosphärisch und so gut geschrieben!

0

Diese Geschichte hat mich einfach sofort ansprechen können, denn bereits “Nocticadia” war ein absolutes Highlight. Und auch mit ihrem neuen Auftakt konnte mich die Autorin wieder von ihrem Schreibtalent ...

Diese Geschichte hat mich einfach sofort ansprechen können, denn bereits “Nocticadia” war ein absolutes Highlight. Und auch mit ihrem neuen Auftakt konnte mich die Autorin wieder von ihrem Schreibtalent überzeugen.

Allein die Optik ist ein absoluter Hingucker. Ich mag die vielen Details sehr gerne und ich liebe die Darstellung von Maevyth, den dunklen Wald sowie die vielen ergänzenden Elemente einfach sehr. So entsteht auf jeden Fall eine wunderschöne Gestaltung, die mich als Leserin im Gerne sofort ansprechen kann.

Aber auch der Schreibstil von Keri Lake war unglaublich genial. Sie schafft es einfach wahnsinnig mitreißend, spannend und abwechslungsreich zu schreiben. Vor allem die Charaktere und ihre Dialoge haben es mir dabei besonders angetan. So habe ich die einzelnen Abschnitte auch wirklich innerhalb kürzester Zeit beendet.

Der unglaublich gelungene Einstieg in die Geschichte war dabei leicht möglich. Wobei ich dennoch sagen würde, dass die Welt und das Magiesystem sehr komplex sind und ich so auf jeden Fall einen Moment brauchte, um diese zu durchschauen und mich zurechtzufinden. Dabei war vor allem das Glossar am Anfang sehr hilfreich, da ich so immer wieder bestimmte Punkte und Aspekte nachschlagen konnte.
Der Umgang mit Frauen in dieser Gesellschaft hat mich dabei auch öfter einmal schlucken lassen und hat mich ehrlicherweise auch sehr mitgenommen. Denn es geht zwischenzeitlich wirklich brutal zu. So erfahren wir vor allem auch mehr über die Nebenprotagonisten, die mir mit der Zeit mehr und mehr ans Herz gewachsen sind, wie Rykaia oder auch Alysia (wobei es natürlich auch Ausnahmen, wie den König gibt).

In der Geschichte selbst stehen jedoch Maevyth und Zevander im Mittelpunkt. Erstere war für mich eine sehr taffe und starke Protagonistin, die sich schon immer durchkämpfen musste und sich so auch über das Buch hinweg einigen Herausforderungen und ihren eigenen Kräften stellt. Ich fand toll, wie tiefgreifend Keri Lake sie beschrieben hat und konnte auch ihre Entwicklung über das Buch hinweg absolut nachvollziehen.

Zevander hingegen war anfänglich nicht immer zu durchschauen, bleibt teilweise geheimnisvoll und dennoch interessant. Ich muss sagen, ich mochte ihn ebenfalls sehr gerne.

Die Liebesgeschichte zwischen Maevyth und Zevander lässt sich dabei besonders als Slow-Burn beschreiben. Wie die Autorin bestimmte Gefühle und Momente hinausgezögert hat, trotz dieser unglaublichen Anziehung zwischen den beiden, war wirklich richtig gut. Für ihre Anziehung gibt es jedoch auch einen besonderen Grund… So bin ich in diesem Punkt auf jeden Fall wahnsinnig gespannt, was mich noch erwarten wird.

Und generell war die Handlung so genial! Es gab wahnsinnig viele Plot-Twists und unerwartete Wendungen, die ich ich nicht habe kommen sehen. Von gemeinsamen Trainings über ihre Zusammenarbeit bis zu heißen Szenen vereint das Buch einfach die perfekte Mischung aus einem düsteren Setting, tollen Protagonisten mit Ecken und Kanten und einer fantastischen Handlung, die so viel mehr verspricht. Ich habe absolut mitgefühlt und muss wirklich sagen, auf diesen letzten Seiten wird es noch einmal besonders düster.

Insgesamt ist das Buch in meinen Augen durch und durch gelungen, auch wenn es hin und wieder kleine Längen gab, habe ich es einfach wahnsinnig genossen, die Geschichte zu lesen und die Charaktere auf ihrer Reise zu begleiten. Vor allem nach diesem wirklich fiesen Cliffhanger am Ende, der natürlich umso neugieriger auf die Entwicklung vom zweiten Band macht, bin ich schon so gespannt. Von daher auf jeden Fall eine große Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 08.06.2026

Düster, komplex und Slow Burn

0

„Anathema“ ist der 1. Band der The Eating Woods Dilogie von Keri Lake, übersetzt von Silvia Gleißner. Um ihre Schwester zu retten geht Maevyth in die gefährlichen Eating Woods Wälder - und begegnet dem ...

„Anathema“ ist der 1. Band der The Eating Woods Dilogie von Keri Lake, übersetzt von Silvia Gleißner. Um ihre Schwester zu retten geht Maevyth in die gefährlichen Eating Woods Wälder - und begegnet dem Assassinen Zevander. Eine abenteuerliche Reise rund um düstere Magie und gefährliche Kreaturen beginnt…
4.5 ⭐️ Das war eine wirklich fesselnde Geschichte, die ich sehr gern gelesen habe. Düster und voller gothic Atmosphäre. Das Worldbuilding war dabei wirklich interessant, dark, brutal und komplex - das Glossar am Anfang des Buchs fand ich wirklich hilfreich. Maevyth ist eine toughe und sympathische Hauptfigur, die im Laufe des Buchs wächst und sich weiterentwickelt. Die Romanceaspekte sind sehr Slow Burn und voller Tension. Verglichen mit Nocticadia ist es noch mehr slow burn, etwas weniger spice, viel Fantasy und weniger Sogwirkung für mich gewesen. Ich freue mich total auf Band 2 und kann den ersten Band jedem empfehlen, der Dark und Gothic Slow Burn Fantasy mag.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema