Kandidat für ein neues Lieblingsbuch
Matt Haig hat es mal wieder geschafft. Nachdem mich bereits „Die Mitternachtsbibliothek“ begeistert hat, war ich sehr gespannt auf „Die Mitternachtsreise“. Anfangs hatte ich ehrlich gesagt die Sorge, dass ...
Matt Haig hat es mal wieder geschafft. Nachdem mich bereits „Die Mitternachtsbibliothek“ begeistert hat, war ich sehr gespannt auf „Die Mitternachtsreise“. Anfangs hatte ich ehrlich gesagt die Sorge, dass es sich vielleicht zu ähnlich anfühlen könnte. Doch diese Sorge war völlig unbegründet.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begleitet, bewegt und immer wieder zum Nachdenken gebracht. Es steckt voller Lebensweisheiten, ohne dabei jemals belehrend zu wirken. Stattdessen wirft es Fragen auf, die jeder für sich selbst beantworten muss. Ich glaube sogar, dass jeder Leser je nach eigener Lebenssituation etwas anderes aus dieser Geschichte mitnehmen wird.
Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch und greifbar die Figuren geschrieben sind. Ihre Gedanken, Fehler, Ängste und Entscheidungen haben sich für mich unglaublich echt angefühlt. Vor allem Wilburs Geschichte hat mich oft traurig gemacht und gleichzeitig hoffen lassen. Man merkt, wie sehr uns unsere Kindheit und unsere Erfahrungen prägen können und wie schwer es manchmal ist, sich von alten Mustern zu lösen.
Was mir aber am meisten im Gedächtnis bleiben wird, ist die Botschaft des Buches.
Außerdem hat das Buch einen Nebeneffekt gehabt: Meine Wunschliste ist explodiert. 😂📚 So viele interessante Bücher werden erwähnt, dass ich ständig das Bedürfnis hatte, mir neue Titel aufzuschreiben.
„Die Mitternachtsreise“ ist für mich eines dieser seltenen Bücher, das man nicht einfach nur liest, sondern erlebt. Eines, bei dem ich mir sicher bin, dass ich es irgendwann noch einmal lesen werde, weil ich dann wieder neue Gedanken und Botschaften darin entdecken kann.
Ein absolutes Highlight und ein Buch, das ich definitiv verschenken und weiterempfehlen werde.