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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2021

Langweilig und voller Klischees

Deluxe Dreams
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Sadie ist Rucksacktouristin und reist durch Europa. Nachdem ihr Freund sie auf der Reise hat sitzen lassen, führt sie diese dann alleine fort. In Nizza wird sie überfallen und hat Glück im Unglück - denn ...

Sadie ist Rucksacktouristin und reist durch Europa. Nachdem ihr Freund sie auf der Reise hat sitzen lassen, führt sie diese dann alleine fort. In Nizza wird sie überfallen und hat Glück im Unglück - denn sie wird von Olivier Dumont gerettet.

Ich habe schon sehr gute und schlechte Bücher von Karina Halle gelesen und dieses hier gehört leider zu letzteren. Obwohl der Plot noch ganz vielversprechend klang, hat sich das Buch sehr schnell schon als Flop heraus gestellt.
Die Hauptfiguren überzeugen mich nicht, Sadie soll eine "einfache", d.h. arme junge Frau sein, die teilweise stark, dann wieder übertrieben naiv dargestellt wird. Olivier ist der typische reiche Schönling ohne großen Tiefgang.
Die Geschichte ist schon nach nur wenigen Seiten so übertrieben voller Klischees, dass es nur noch nervt und langweilig wird. Sadie wird überfallen und dann von Olivier gerettet - klar, dass man da als Frau zuerst bemerkt, wie schön die Augen des Retters sind. Olivier fühlt sich durch eine "normale" Frau so gereizt, dass er fast schon einen Jagdtrieb entwickelt. Er benimmt sich, als wäre sie ein Alien - bloß weil sie eben nicht aus seiner Luxuswelt stammt.

Relativ schnell habe ich die Seiten nur noch überflogen und auf das große Geheimnis und Familiendrama gewartet, das angekündigt war. Das Warten hat sich leider nicht gelohnt. Das Buch bleibt bis zum Schluss langweilig und oberflächlich. Schade.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2021

Emils spannendes Abenteuer

Emil Einstein (Bd. 1)
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Emil Einstein bekommt an seinem sechsten Geburtstag von seinen Eltern Holzbretter geschenkt und ist zunächst sauer, weil er sich doch so sehr einen Hund gewünscht hatte. Erst später erkennt er, dass die ...

Emil Einstein bekommt an seinem sechsten Geburtstag von seinen Eltern Holzbretter geschenkt und ist zunächst sauer, weil er sich doch so sehr einen Hund gewünscht hatte. Erst später erkennt er, dass die Bretter zu einem Baukasten für eine Seifenkiste gehören - und schon ist er hin und weg. Hier beginnt sein Abenteuer, denn sein neues Entdeckermobil ist erst der Beginn einer unterhaltsamen Geschichte, die zur Erfindung einer Tier-Quassel-Maschine führt.

Wir sind ganz begeistert von diesem Buch, die Illustrationen überzeugen sofort, aber auch der Schreibstil ist toll. Die Geschichte ist kindgerecht geschrieben und kann meines Erachtens dennoch den Wortschatz bereichern.
Emil ist ein sympathischer kleiner Junge mit witzigen Eigenarten. Auch wenn Emil kein Nachkomme des großen Albert Einsteins sein soll, so finden sich doch viele Parallelen: er ist schlau und erfinderisch.

Insgesamt ist dies ein toller Kinderroman, der bereit ab fünf Jahren gelesen bzw. vorgelesen werden kann. Durch die Einteilung der Geschichte in Kapitel, kann man prima in Etappen lesen. Von uns gibt es eine klare Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2021

Tolles Sachbuch für Leseanfänger

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser: Wale und Delfine (Band 3)
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Das Buch "Erstleser - Wale und Delfine" ist ganz neu ist aus der Reihe "Wieso, Weshalb, Warum" und verbindet spannendes Sachwissen mit einem typischen Buch für Leseanfänger.

Die Aufmachung ähnelt den ...

Das Buch "Erstleser - Wale und Delfine" ist ganz neu ist aus der Reihe "Wieso, Weshalb, Warum" und verbindet spannendes Sachwissen mit einem typischen Buch für Leseanfänger.

Die Aufmachung ähnelt den bekannten Klassenbüchern und ist auch hier sehr ansprechend. Hier erfahren die Kinder spannende Fakten über Wale und Delfine, indem in jedem Kapitel Fragen gestellt und dann entsprechend beantwortet werden. Die Illustrationen sind schön und passen genau zur jeweiligen Beschreibung.
Die Texte sind inhaltlich wie man es von der Reihe gewohnt ist: informativ, kurz und sachlich sowie altersentsprechend verständlich geschrieben. Um insbesondere auch das Lesen üben zu können, sind die Seiten nicht allzu voll gepackt, der Text ist außerdem relativ groß gedruckt.

Nach jedem Kapitel gibt es zudem ein Leserätsel, sodass auch hier wieder Lesenlernen und Sachwissen miteinander verknüpft werden können. Das enthaltene Spiel "Leselotto" sowie die Sticker machen das Buch besonders interaktiv.

Insgesamt finde ich diese neue Idee von Ravensburger super - ich glaube, dass Leseanfänger ganz viel und lange Spaß an den Büchern haben werden. Aber auch zum Vorlesen eignen sich die Texte sehr gut. Wir werden uns auf jeden Fall noch die anderen Titel der Reihe anschauen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2021

Wohlfühlroman

Irgendwo ist immer irgendwer verliebt
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Chelsea fällt aus allen Wolken, als ihr Vater ihr von seinen Hochzeitsplänen erzählt. Schließlich kann sie sich nach dem Tod ihrer Mutter nicht vorstellen, dass das Leben irgendwann weiter gehen kann. ...

Chelsea fällt aus allen Wolken, als ihr Vater ihr von seinen Hochzeitsplänen erzählt. Schließlich kann sie sich nach dem Tod ihrer Mutter nicht vorstellen, dass das Leben irgendwann weiter gehen kann. Durch die strengen Worte ihrer Schwester überdenkt sie ihr Leben und legt kurzerhand eine Pause in ihrem Job ein, um sich selbst zu finden. Sie beschließt, nach Europa zu reisen, wo sie bereits sieben Jahre zuvor in Irland, Frankreich und Italien war uns sich jeweils dort in einen Mann verliebt hat. Doch auf der Suche nach dem vergessenen Gefühl des Verliebtseins merkt sie schnell, dass ihr Job ihr bis nach Europa folgt.

Ich muss zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, bis ich so richtig in der Geschichte drin war, da der Anfang doch eher zäh war. Immer wieder habe ich das Buch weggelegt und ein anderes Mal wieder versucht weiter zu lesen. Doch als ich diese Hürde dann doch endlich überwunden hatte, musste ich es beinahe in einem Rutsch durchlesen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und auch die Handlung selbst konnte mich schließlich mitnehmen.
Chelsea ist trotz ihrer Schusseligkeit eine sympathische Figur, die durch ihre Reise nach Europa daran erinnert werden möchte, wie es ist, verliebt zu sein. Dass ihre einstigen Geliebten jedoch vielleicht mittlerweile nicht mehr zu ihr passen könnten, ist ihr zunächst einmal egal. Sie lässt es drauf ankommen und das sorgt so manches Mal für ordentlich Unterhaltung. Unerwartet ist für Chelsea jedoch, dass plötzlich ihr so verhasster Kollege Jason präsenter ist, als ihr lieb ist.
Die Entwicklung der Figuren, auch ihr Verhältnis zueinander, hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Handlung insgesamt sehr vorhersehbar war, was jedoch in dem Genre nicht so unüblich ist.

Insgesamt hat dieses Buch trotz der anfänglichen Schwächen wirklich Spaß gemacht, es ist ein echter Wohlfühlroman, der gut unterhält, teilweise witzig und an den richtigen Stellen sehr romantisch ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2021

Eine zweigeteilte Geschichte

Wenn es uns gegeben hätte
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Ela und Timo sind beste Freunde, doch kurz vor seiner Abreise nach Amerika gesteht Timo Ela seine Liebe. Und obwohl sie diese erwidert, sagt sie nichts und lässt ihn ziehen. Acht Jahre später taucht Timo ...

Ela und Timo sind beste Freunde, doch kurz vor seiner Abreise nach Amerika gesteht Timo Ela seine Liebe. Und obwohl sie diese erwidert, sagt sie nichts und lässt ihn ziehen. Acht Jahre später taucht Timo wieder auf und stellt Elas Leben auf den Kopf. Endlich lassen sie sich aufeinander ein, leider wird ihre Liebe jedoch durch das Schicksal auf die Probe gestellt.

Ich bin so hin und her gerissen von diesem Buch. Die erste Hälfte des Buches habe ich in einem Rutsch verschlungen, doch nach der dramatischen Wendung um Timos Krankheit, lag das Buch erst mal eine Weile da, das Interesse daran war plötzlich so stark ausgebremst.
Die Hauptfiguren sind sympathisch, wenn auch eher oberflächlich gezeichnet. Ela plagen übertriebene Ängste, während Timo nett und witzig ist, dennoch unnahbar wirkt. Nachdem beide zueinander finden, folgt schon die Wendung, Timo erkrankt sehr schwer. Ab hier ging es für mich nur noch bergab in der Geschichte, zu viel gewolltes Drama und wirklich miserable Dialoge. Gerade zwischen Ela und Timo geht es nur noch darum, wie sehr sie sich doch lieben und ihre Liebe eine zweite Chance bekommen hat. Es gibt kaum andere vernünftige Gespräche zwischen den beiden, nichts, dass bei mir irgendwelche Emotionen auslöst. Auch wenn der Schreibstil sonst insgesamt in Ordnung ist, sind die Dialoge auch zwischen den anderen Figuren sehr flach.
Dadurch wirkt die zweite Hälfte des Buches sehr zäh und langweilig und irgendwie musste ich mich überwinden weiterzulesen.

Insgesamt bin ich sehr enttäuscht von dem Buch, denn das Drama ab der zweiten Hälfte sorgt bei mir leider nicht für viele Emotionen und Spannung, so wie es vermutlich beabsichtigt war, genau das Gegenteil war der Fall. Trotzdem vergebe ich drei Sterne, da mir die erste Hälfte des Buches wirklich gut gefallen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere