Starker Anfang, später schwächelte die Handlung leider
Obwohl Roxie Mitchell es liebt, in romantischen Büchern zu schwelgen, ganz besonders in den Liebesromanen der Autorin Anna Matthews, lässt sie sich nur auf Dates ein, bei denen abzusehen ist, dass sie ...
Obwohl Roxie Mitchell es liebt, in romantischen Büchern zu schwelgen, ganz besonders in den Liebesromanen der Autorin Anna Matthews, lässt sie sich nur auf Dates ein, bei denen abzusehen ist, dass sie zu keiner längeren Beziehung führen. Als sie einen vermeintlichen Bettler trifft, der gegen eine Geldspende verspricht Wünsche zu erfüllen, wünscht sie sich, die Hauptfigur in Anna Matthews´ nächstem Roman zu sein. Kurz darauf trifft sie Jack, der sie auf ein romantisches Date einlädt und Roxie wagt vorsichtig daran zu glauben, dass ihr Wunsch tatsächlich Realität wird. Erst als der vermeintliche Traummann versucht sie zu ermorden, liest Roxie im Internet, dass Anna dieses Mal plant, einen Krimi zu schreiben - von nun an muss sie als Hauptfigur ständig um Ihr Überleben kämpfen, unterstützt wird sie dabei von dem Literaturdozenten Grant. Während der gemeinsamen Flucht flattern immer mehr Schmetterlinge in Roxies Bauch, bekommt sie schlussendlich doch noch die ersehnte Buchromanze?
"If Books Could Kill" von Kate Eberle ist eine Geschichte, die stark beginnt, im Verlauf der Handlung aber immer mehr schwächelt. Roxie ist eine herrlich chaotische Protagonistin, die ich sofort sympathisch fand. Als sie dann auf dem Heimweg den geheimnisvollen Wunscherfüller trifft, erinnerte mich diese Szene stark an einen romantischen Hollywood-Film, auch das folgende Date, der Mordversuch und Roxies Flucht, bei der sie versehentlich den schüchternen Grant entführt, fand ich fesselnd und filmreif.
Bis zu diesem Punkt war ich von dem Leseerlebnis begeistert, die Idee mit dem Genremix mochte ich bereits im Klappentext, doch leider verlor sich von hier an die Spannung in szeneninternen Wiederholungen und belanglosem Geplänkel. Auch der Humor konnte mich nicht wirklich erreichen, obwohl mir durchaus klar war, worauf die Autorin hinaus wolle und welche Abschnitte die Lesenden zum Schmunzeln bringen sollten. Zusätzlich wurde das eine oder andere Klischee bemüht, um die romantische Entwicklung voran zu treiben, doch auch das konnte ich nicht so recht fühlen. So blieb die Geschichte in meinen Augen sehr oberflächlich, eine Lektüre die sich zwar dank des lockeren Schreibstils schnell weg lesen lässt, allerdings genau so schnell wieder vergessen wird.
Fazit: Die Idee, die Protagonistin in eine Romanhandlung versinken zu lassen, die sich ganz anders entwickelt, als erwartet, birgt jede Menge Potential. Leider konnte diese Geschichte meiner Meinung nach ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen, nach einem starken Anfang verlor sich die Spannung in Oberflächlichkeit.