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Veröffentlicht am 20.11.2022

Komplex aber gut

The Atlas Six
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Wenn sechs Personen mit magischen Fähigkeiten ein Team bilden sollen kann es zu Problemen kommen. Das merken auch die sechs neuen Anwärter einer mächtigen Geheimorganisation, welche die Bibliothek von ...

Wenn sechs Personen mit magischen Fähigkeiten ein Team bilden sollen kann es zu Problemen kommen. Das merken auch die sechs neuen Anwärter einer mächtigen Geheimorganisation, welche die Bibliothek von Alexandria pflegen und aufrechterhalten. Jeder von ihnen hat Hintergedanken und Hoffnungen, die mit der Benutzung der Bibliothek zusammenhängen. Als sie jedoch erfahren, dass nur fünf von ihnen in die Geheimorganisation aufgenommen werden, geraten sie in Gefahr.

Meine Meinung:
Das Cover ist wunderschön gestaltet und ich bin sehr froh, das es von der englischen Version übernommen wurde. Mir gefallen die goldenen Symbole und Details sehr gut, denn sie passen super zur Handlung.
Mit dem Schreibstil von Olivie Blake habe ich mich besonders am Anfang sehr schwer getan.
Ich habe sehr lange gebraucht im in die Handlung hineinzukommen. Zu Beginn ist alles sehr verwirrend und undurchsichtig, sodass ich beim ersten Versuch aufhören musste und einige Wochen später erneut beginnen.
Dann war es zwar besser, aber ich habe mich immer noch schwer getan. Die Autorin schreibt zwar detailliert, aber auch schnell und komplex. Ich musste mich voll auf die Handlung konzentrieren, um alles mit zu bekommen und die Handlung verstehen zu können.

Die Handlung wird aus der Sicht der sechs Anwärter geschildert. Libby, die ernste und etwas naive Physiomagierin, die sich ständig mit dem charismatischen und selbstbewussten Nico streitet, der ähnliche Kräfte hat. Reina, die ihre Naturmagie weder mag noch Interesse an den anderen Anwärtern hat. Parisa, die ihre telepathischen Kräfte gerne zu ihrem eigenen Vorteil einsetzt. Tristian, der Illusionen durchschaut und bisher nur wenig von seinen Talenten erkannt hat, sowie Callum, der es als Empath liebt Illusionen zu erschaffen und Menschen zu manipulieren.
Innerhalb der Gruppe gibt es große Spannungen und ich fand es sehr interessant zu sehen, was die Ziele der Anwärter sind und wie sie diese zu erreichen versuchen. Oft ohne Rücksicht auf Verluste, solange es ihnen selbst etwas bringt. Zusammenarbeit als Team gab es deshalb selten.
Als klar wird, dass nicht alle das erste Jahr überstehen, kommt es zur Grüppchenbildung und damit auch zu Offenlegung ihrer Ziele und Beweggründe. Einiges davon konnte ich nachvollziehen, anderes gar nicht. Um ehrlich zu sein, war mir lange niemand wirklich sympathisch. Nur Nico konnte mich ab der Mitte mit seiner ehrlichen und beschützerischen Art von sich überzeugen.

Die Handlung steigert sich immer mehr zu einem Kampf zwischen den Anwärtern, bis etwas geschieht, mit dem niemand rechnet und das alles verändert.
Das Ende ist ein einziger großer Cliffhanger, der quasi alle Handlungsstränge offen lässt und für große Neugierde sorgt. Ich freue mich schon auf den folgenden Band und bin gespannt, welche Überraschungen noch auf die Anwärter zukommen!

Mein Fazit:
Eine tolle Story, die sehr komplex ist und deren sechs Protagonisten sehr polarisieren. Auch wenn ich lange gebraucht habe um in die Handlung zu kommen, fand ich die Geschichte sehr spannend und gut aufgezogen. Ich freue mich schon auf den zweiten Band und bin gespannt, was dieser für uns Leser bereithält!

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Das Leben wartet nicht

Sweeter than Fame
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Ani hat sich in ihre Heimatstadt zurückgezogen und ist damit zufrieden. Zumindest bis ihr neuer Nachbar Garrett einzieht, der ein bekannter Rockstar ist. Auch er ist in Wildwood um Ruhe zu finden. Aber ...

Ani hat sich in ihre Heimatstadt zurückgezogen und ist damit zufrieden. Zumindest bis ihr neuer Nachbar Garrett einzieht, der ein bekannter Rockstar ist. Auch er ist in Wildwood um Ruhe zu finden. Aber zwischen ihnen ist eine gewisse Spannung, die eigentlich keiner empfinden möchte. Oder etwa doch?

Meine Meinung:
Das Cover ist schon gestaltet und die Farbe gefällt mir richtig gut!
Auch der Schreibstil von Kylie Scott gefällt mir richtig gut. Die Autorin schreibt mit viel Gefühl und Humor, weshalb das Buch ein richtiger Pageturner ist. Ich habe das Buch an einer Tag gelesen, denn ich wollte es gar nicht zur Seite legen.

Ani ist eine junge Frau, die sich etwas ängstlich und neurotisch verhält, was ihrer Vergangenheit geschuldet ist. Sie ist noch immer dabei mit ihrem Leben klar zu kommen.
Ihr neuer Nachbar Garrett trägt dazu nicht unbedingt bei. Der verwittwete Rockstar hat eigentlich das gleiche Ziel, doch sein Auftauchen versetzt die gesamte Stadt in Aufruhr. Doch mit Ani hat er jemand, der ihn deckt und unter die Haut geht.

Die Handlung ist aus der Sicht von Ani geschrieben, sodass ihre Gefühle für Garrett sehr deutlich werden. Und auch wie sehr ihre Ängste ihr Leben beeinflussen.
Diese werden gut und glaubwürdig eingearbeitet und die Thematik hat mir sehr gut gefallen. Ani und Garrett als Paar finde ich wirklich toll, da deutlich erkennbar ist, wie gut sich die beiden gegenseitig tun.
Ihre Entwicklung ist schön zu erleben, allerdings ging es mir besonders im letzten Drittel etwas zu schnell. Scheinbar kann Garrett Ani einfach so heilen. Selbst seine Probleme sind plötzlich verschwunden. Hier hätte ich mir eine bessere Ausarbeitung gewünscht.

Was mir aber wirklich gut gefallen hat, waren die anderen Bewohner von Wildwood. Alle sind zwar etwas speziell, aber sehr sympathisch. Wildwood ist auf jeden Fall eine Stadt in der ich gerne leben würde.

Das Ende enthielt etwas Drama, aber in einem guten Maß und so, das es zu Ani und Garrett gepasst hat. Die letzten Seiten waren für mein Gefühl allerdings etwas zu vollgepackt, hier wären ein paar Seiten mehr gut gewesen.

Mein Fazit:
Eine schöne Geschichte über zwei Menschen, die einiges durchgemacht haben und zusammen heilen. An einigen Stellen ging es mir allerdings zu schnell und ich hätte mir mehr Seiten gewünscht. Trotzdem hatte ich beim Lesen viel Spaß und mochte die Geschichte von Ani und Garrett gerne..

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Veröffentlicht am 07.11.2022

Die Vergangenheit und die Gegenwart treffen aufeinander

Die Vergessene
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Andrea hat gerade ihre Ausbildung als Marshall abgeschlossen, als sie ihren ersten Auftrag zugeteilt wird. Sie soll eine Richterin beschützen. Das ist jedoch nicht ihre einzige Aufgabe, denn nebenbei versucht ...

Andrea hat gerade ihre Ausbildung als Marshall abgeschlossen, als sie ihren ersten Auftrag zugeteilt wird. Sie soll eine Richterin beschützen. Das ist jedoch nicht ihre einzige Aufgabe, denn nebenbei versucht Andrea herauszufinden, wer vor fast 40 Jahren die Tochter der Richterin ermordet hat und begibt sich damit auch selbst in Gefahr.

Meine Meinung:
Das Cover ist schon gestaltet und passt gut zum Buch. Es wird auf den ersten Blick nicht direkt deutlich, was dort abgebildet ist und das trifft auch auf Andreas Fall zu: Sie muss genau hinschauen und vieles ist anders als es scheint.
Der Schreibstil von Karen Slaughter hat mir nur bedingt gefallen. Die Autorin schreibt spannend, aber mir hat das Gefühl gefehlt. Ich konnte keine Sympathie zu Andrea oder jemand anderem Aufbauen und das hat dazu geführt, dass ich immer wieder tagelang Pause gemacht habe. Das Buch konnte mich nicht vollkommen fesseln.

Mir war bis zum Ende nicht klar, dass dieses Buch der zweite Teil einer Reihe ist. Auch wenn mir keine Details oder Informationen gefehlt haben, wäre es möglich, dass mir Andrea sonst etwas sympathischer gewesen wäre. So habe ich keinen Draht zu ihr gefunden. Sie ist intelligent, etwas steif und für meinen Geschmack auch etwas zu Naiv, was mich an einigen Stellen gestört hat.
Trotzdem hat sie ihren Job hervorragend gemacht und ihre Ermittlungen rund um Emilys Tod waren sehr interessant.

Ein Teil der Handlung ist aus Emilys Sicht in den 80er Jahren beschrieben. Diese Kapitel fand ich besonders interessant, weil ganz deutlich wurde, wie schlimm eine Teenagerschwangerschaft zu dieser Zeit war und mit was das junge Mädchen zu kämpfen hatte.

Wie wichtig ihre Geschichte ist und was alles damit zusammenhängt wird im Laufe der Handlung immer besser ersichtlich.

Die Suche nach Emilys Mörder war interessant und ich war öfters mal sicher, den Täter zu kennen. Zumindest bis ein neues Detail aufgedeckt wurde, das alles auf den Kopf gestellt hat. Die Tätersuche war wirklich gut gemacht und somit wurde die Spannung über die komplette Handlung hinweg aufrechterhalten.

Die Auflösung und die letzten Kapitel haben. Mir sehr gut gefallen und haben alle offenen Punkte zusammengeführt. Das ist der Autorin besonders get gelungen und hat einiges wieder gut gemacht.

Mein Fazit:
Auch wenn ich mit Andrea bis zum Ende nicht warm geworden bin, fand ich die Ermittlungen um Emilys Tod sehr interessant und gelungen. Die Handlungen hat zwar ein paar kleine Schwächen, aber insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und die Tätersuche war sehr unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 31.10.2022

Musik und Eishockey

The Brooklyn Years - Wo wir hingehören
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Für Silas erfüllt sich ein Traum: er hat ein Date mit Delilah Spark, einer berühmten Sängerin. Da die beiden sich kennen und eine Vorgeschichte haben, macht Silas mehr als ein bisschen nervös. Doch das ...

Für Silas erfüllt sich ein Traum: er hat ein Date mit Delilah Spark, einer berühmten Sängerin. Da die beiden sich kennen und eine Vorgeschichte haben, macht Silas mehr als ein bisschen nervös. Doch das Zusammensein mit Delilah ist wie vor drei Jahren und die Funken fliegen nur so zwischen ihnen. Allerdings gibt es einige Dinge, die ihnen das bessere Kennenlernen erschweren. Überstehen Silas und Delilah diese Schwierigkeiten oder ist es vorbei bevor es zwischen ihnen richtig angefangen hat?

Meine Meinung:
Das Cover des Paperbacks ist schon gestaltet und passt perfekt zu den restlichen Bänden der Reihe. Weshalb allerdings das ebook eine Person auf dem Cover abbildet, erschließt sich mir nicht, denn das macht das Cover nur weniger schön.
Mir hat der Schreibstil von Sarina Bowen sehr gut gefallen. Die Autorin hat ein ganz besonderes Talent dafür ihren Protagonisten Tiefe zu geben und Gefühle zu erzeugen. Das ist ihr bei diesem Buch besonders gelungen.

Silas ist Ersatztorwart bei den Brooklyn Bruisers und jeder kennt seine Schwärmereien über Delilah Spark. Dass er und die sympathische, sarkastische und großzügige Sängerin schon kennt und ihr deshalb verfallen ist, ist dagegen sein Geheimnis.
Nun erhält er eine zweite Chance und muss sich beweisen, was ihm auf sehr einfühlsame und gefühlvolle Weise auch gelingt. Trotzdem stellen ihre Jobs, Delilah Ex und die Berühmtheit ein Problem dar, das die beiden gemeinsam lösen müssen.

Die Handlung und die Entwicklung der Beziehung von Silas und Delilah finde ich sehr gelungen. Es wird nichts überhastetet, sondern in nachvollziehbarem Tempo angegangen. Auch unnötiges Drama gibt es nicht, was mir gut gefällt. Durch Delilahs Stalker bleibt die Handlung spannend und interessant.

Mir hat auch die Einbindung der anderen Teammitglieder und der Protagonisten der vorherigen Büchern gut gefallen. Die meisten kamen in der Handlung vor, aber ohne zu viel Raum einzunehmen. Die Hochzeit von Becca und Nate war perfekt dafür geeignet.

Das Ende hat mir gut gefallen, denn es war perfekt für Silas und Delilah und hat die Handlung schön abgerundet, ohne übertrieben zu sein.

Mein Fazit:
Silas und Delilah sind ein wunderschönes und sympathisches Paar, das mir sehr gut gefallen hat. Ich habe ihre Geschichte geliebt und war traurig, dass ihre Geschichte so schnell zu Ende war. Zum Glück gibt es noch weitere Bände der Reihe!

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Das Ende einer tollen Reihe

Rules for Dating Your Ex (Baileys-Serie 9)
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Sedona hat sich gerade wieder richtig Zuhause eingelebt, als ihr Ex Jamison wieder in ihr Leben tritt. Dabei hatte sie die Trennung gerade verkraftet. Zum Wohl ihrer gemeinsamen Tochter gibt Sedona Jamison ...

Sedona hat sich gerade wieder richtig Zuhause eingelebt, als ihr Ex Jamison wieder in ihr Leben tritt. Dabei hatte sie die Trennung gerade verkraftet. Zum Wohl ihrer gemeinsamen Tochter gibt Sedona Jamison noch eine Chance, aber sie weiß genau, dass könnte gefährlich für ihr Herz werden.

Meine Meinung:
Das Cover ist zwar hübsch gestaltet, aber es gefällt mir nicht so gut. Das Bild passt nicht zu Sedona und Jamison und wirkt etwas deplatziert.
Was mir jedoch gefallen hat war der Schreibstil von Piper Rayne. Die beiden Autorinnen schaffen es immer wieder Humor, Gefühle und Familienzusammengehörigkeit in einem Buch unterzubringen. Eine Mischung, die den beiden perfekt gelingt!
Ich habe das Buch flüssig gelesen, allerdings geb es einige Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben.

Sedona ist eine junge, enthusiastische und intelligente junge Frau, die ihr Leben gerade wieder sortiert hat. Das ist als Alleinerziehende einer tauben Tochter alles andere als einfach. Auch wenn diese Schwierigkeiten gut beschrieben sind, war es mir nicht möglich Sedona zu verstehen und ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Besonders in Bezug auf Jamison. Dieser hat eine schwere Zeit hinter sich und hat nun seine Alkoholsucht überstanden. Da er seine Tochter kennen lernen möchte, kommt er zurück nach Lake Starlight. Auch Jamison war für mich nicht richtig greifbar und ich konnte bis zum Schluss keine Sympathie für ihn aufbauen. Er wirkte je nach Zeitsprung wie ein völlig anderer Mensch, was auch auf seine Sucht zurück zu führen ist. Trotzdem konnte ich keine Verbindung herstellen und er wirkte wie 3 völlig unterschiedliche Personen.

Wie schwierig es für Sedona ist, wieder Vertrauen zu Jamison aufbauen zu können konnte ich gut nachvollziehen. Das war auch das Hauptthema der Handlung, das zwischendurch etwas langweilig geworden ist.

Was ich schon fand, war die Aufarbeitung von Palmers Taubheit fand ich sehr gelungen und hat mir gut gefallen. Allerdings gibt es einen Logikfehler: In Schottland und den USA werden unterschiedliche Gebärdensprachen verwendet, weshalb Jamison theoretisch gar nicht mit Palmer hätte kommunizieren können.

Was mir auch gut gefallen hat, war die Einbindung der Baileys Familie. Wie auch in den bisherigen Teilen der Reihe haben auch hier wieder die Geschwister und Grandma Dori eine wichtige Rolle gespielt. Da dieses Buch der letzte Teil der Reihe ist hat mir das besonders gut gefallen, denn man merkt deutlich, dass jede*r das persönliche Glück gefunden hat.

Das Ende ist gelungen und passt gut zu Sedona und Jamison. Allerdings macht es mich auch etwas traurig, dass damit die Geschichte der Baileys Familie fertig erzählt ist.

Mein Fazit:
Ein letzter Teil, der einige Schwächen hatte. Leider konnten mich Sedona und Jamison nicht komplett überzeugen, die restliche Baileys Familie dafür umso mehr!

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