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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2020

Ein wichtiges Thema toll verpackt

Legal Love – Mit dir allein
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Als Melissa auf der Hochzeit ihrer besten Freundin auf Patrick trifft, fliegen die Fetzen. Auch wenn er sehr attraktiv ist, kommt sie mit seiner launischen Art nicht zurecht. Dass sie ihn nur einige Wochen ...

Als Melissa auf der Hochzeit ihrer besten Freundin auf Patrick trifft, fliegen die Fetzen. Auch wenn er sehr attraktiv ist, kommt sie mit seiner launischen Art nicht zurecht. Dass sie ihn nur einige Wochen später als seine Anwältin vertreten soll und ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, macht es nur noch schwieriger. Auch dass sie sich von ihm angezogen fühlt und Patrick ihre Arbeit durch fehlende Kooperationsbereitschaft behindert macht es nicht einfacher.

Meine Meinung:
Der zweite Band der Reihe kann unabhängig vom ersten gelesen werden. Der Schreibstil von J. T. Sheridan ist flüssig und kurzweilig, die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Durch die angenehme Art des Handlungsaufbaus habe ich schnell und gut in das Buch gefunden.

Melissa ist eine starke Frau, die sich beweisen möchte und für ihre Ziele kämpft. Ich habe sie bewundert, wie sie immer wieder auf Patrick zugegangen ist, auch wenn dieser es ihr absichtlich schwer gemacht hat. Sie hat nie aufgegeben und stets führ ihn weitergekämpft.
Zuerst habe ich nicht verstanden, weshalb er sich so gegen Melissa wehrt. Im Laufe der Handlung sind seine Gründe jedoch immer klarer und verständlicher geworden. Zudem hat es mir super gefallen, wie sich Patrick weiterentwickelt hat und immer erwachsener geworden ist.

Ich fand es außerdem sehr gut, wie die Autorin auf das Thema sexuelle Belästigung eingegangen ist. Dieses Thema ist sehr ernst und wichtig, J. T. Sheridan findet genau die richtigen Wörter und kann dazu ein Statement setzten. Denn nicht nur Frauen leiden darunter, sondern auch Männer. Und Lügen dazu haben die Macht ganze Leben zu zerstören!

Für mich ist jedoch der Backround von Melissa und Patrick etwas zu blass geblieben. Ihre Jobs werden ständig angesprochen, aber es wird nie näher darauf eingegangen. Daraus hätte man mehr machen können.
Das gilt auch für das Ende. Hier ging es mir etwas zu schnell, einige Seiten mehr hätten mir sehr gut gefallen um die Auflösung der Klage besser aufzulösen.

Mein Fazit:
Das Thema Sexuelle Belästigung und Verleumdung wird in diesem Buch gut aufgearbeitet. Die Charaktere sind interessant und die Handlung spannend und auch humorvoll. Das Lesen hat viel Spaß gemacht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Ein Sommerroman für zwischendurch

Nur noch ein bisschen Glück
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Stella hat alles verloren: Ihren Verlobten, die Wohnung und den Job. Da kommt das alte Haus ihrer Großeltern auf dem Land gerade recht. Doch schon die Ankunft ist für das Großstadtgirl alles andere als ...

Stella hat alles verloren: Ihren Verlobten, die Wohnung und den Job. Da kommt das alte Haus ihrer Großeltern auf dem Land gerade recht. Doch schon die Ankunft ist für das Großstadtgirl alles andere als einfach, deshalb muss sie widerwillig die Hilfe ihres Nachbarn Thor annehmen. Auch das Haus ist anders als es sich Stella vorgestellt hat: Verrottet, kein Strom und kein Wasser. Aber vielleicht kann ihr heißer Nachbar auch hier weiterhelfen?

Meine Meinung:
Das Cover ist wunderschön und spiegelt Freiheit, Lebensfreude und vor allem den Sommer wider.
Auch der Schreibstil von Simona Ahrnstedt hat mir gut gefallen. Die schwedischen Traditionen und Mentalität werden gut in die Handlung einbezogen und machen große Lust auf einen Urlaub in Schweden.
An einigen Stellen waren es mir jedoch zu wenig Hintergründe und die Autorin hätte besser darauf eingehen können.

Die Protagonistin Stella hat es nicht einfach im Leben und ist auf der Suche nach ihren Wurzel und einer Bleibe zum Überbrücken der Zeit. Sie hat sich nach dem Ende ihrer Beziehung das Ziel gesetzt für ihren Traum zu kämpfen und nach New York an die Modeschule zu gehen. Diesen Plan verfolgt sie stur und teilweise auch sehr naiv. So kommt sie nur in High Heels und Seidenkleidung mitten im Nirgendwo an und auch da sind ihre Vorstellungen doch ziemlich realitätsfremd.
Ihr Nachbar Thor dagegen ist das genaue Gegenteil. Als alleinerziehender Landwirt hat er es nicht einfach, kann sich aber auf seine Stärke und sein Urteilsvermögen verlassen.
Als er Stella am Bahnhof findet und ihr einige lebensnotwendige Dinge vorbeibringt, sprühen die Funken nur so zwischen den Beiden. Auch wenn Stella sich zuerst zieht, gefällt es mir, dass Thor sich davon nicht abbringen lässt und immer wieder auf sie zugeht.

Durch die wechselnde Perspektive hatte ich sowohl einen näheren Einblick in das Gefühlsleben von Thor und Stella. Wobei ich sagen muss, dass die Beiden viel an Sex gedacht haben. Zu viel ohne es umzusetzen und aber der Hälfte des Buchs auch wirklich ständig. Das war mir an einigen Stellen zu viel und hat sich mehr nach einem Lückenfüller angefühlt. Ja, Thor und Stella sind kein Paar, sie haben nur Sex und machen sich etwas vor. Das hat sich einfach zu lange gezogen.

Thors Kinder Juni und Frans haben in der weiteren Handlung eine immer größer werdende Rolle gespielt, was mir sehr gut gefallen hat. Beide sind sehr interessante Charaktere und haben dem Buch viel gegeben.

Das Ende hat mir gut gefallen, aber der Epilog hat war noch besser. Er hat alle angefangenen Handlungsstränge aufgegriffen und das Buch perfekt abgeschlossen!

Mein Fazit:
Eine schöne Sommerlektüre, die Lust auf einen Urlaub in Schweden macht. Stella und Thor sind zwei interessante und gegensätzliche Charaktere, jedoch war das Hin und Her an einigen Stellen zu viel. Trotzdem hat mir das Lesen viel Spaß gemacht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Es fehlt an Spannung

Im grausamen Licht der Sonne
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Ana kommt eher unfreiwillig in ihren Geburtsort zurück, doch alles scheint noch gleich geblieben zu sein. Doch schon bald verschwindet ein Mädchen und Ana arbeitet bei der Suche nach ihr eng mit dem neuen ...

Ana kommt eher unfreiwillig in ihren Geburtsort zurück, doch alles scheint noch gleich geblieben zu sein. Doch schon bald verschwindet ein Mädchen und Ana arbeitet bei der Suche nach ihr eng mit dem neuen Polizisten Will zusammen. Ist das Mädchen einfach so verschwunden oder gibt es einen Zusammenhang mit den Vermisstenfällen vor über 10 Jahren?

Meine Meinung:
Das Cover ist sehr schön und passt gut zur Beschreibung von Golden Cove. Auch der Titel des Buchs ist passend gewählt.
Der Inhalt hat mir allerdings etwas mehr Probleme bereitet. Ich habe schon einige Bücher von Nalini Singh gelesen und mir hat der enge Bezug zu Neuseeland immer gefallen. Das ist zwar auch hier so, aber durch das Kleinstadtsetting wurden viele Traditionen und Bräuche angesprochen ohne näher darauf einzugehen. Das hat mir das Lesen erschwert.
Auch der Einstieg in des Buch war sehr schwierig, da ich einfach keinen Bezug zur Protagonistin Ana gefunden habe.

Ana ist zum einen stark und stur und gleichzeitig emotional instabil. An vielen Stellen konnte ich ihr Verhalten nicht ganz verstehen und hätte mir mir auch etwas mehr Entwicklung gewünscht.
Will dagegen hat mir etwas besser gefallen, er ist jedoch trotz Kapitel aus seiner Sicht recht blass geblieben. Sein starker Beschützerdrang und seine Karriere bei der Polizei haben ihn jedoch gut auf das vorbereitet, was noch kommen sollte.

Das Thrillerelement ist an vielen Stellen leider untergegangen und es hat dem Buch über weite Strecken an Spannung gefehlt. Oft wurde zu viel auf die Vergangenheit und die Probleme von Ana und Will eingegangen und die Gegenwart vernachlässigt. Das fand ich sehr schade.
Zudem wurden viele Kleinigkeiten zu etwas größerem gepusht, was nichts mit der Handlung und dem vermissten Mädchen zu tun hatte.

Gut gefallen hat mir jedoch die Breite an verdächtigen Personen. Da die Handlung in einem kleinen Dorf spielt und alle in die Suche eingebunden sind, werden viele Personen und potentielle Verdächtige in die Handlung eingeführt. Das Das ist der Autorin super gelungen und hat viel Spaß gemacht.

Mein Fazit:
Leider ist die Protagonistin Ana nicht mein Fall, ihre Probleme haben einen großen Teil der Handlung eingenommen wodurch die Trillerelemente verschluckt wurden. Die Suche nach dem Täter hat mir jedoch viel Spaß gemacht, da es viele Verdächtige gab.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Football, Literatur und ein schüchteres Mädchen

Game on - Mein Herz will dich
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Anna Jones ist gar nicht begeistert, als sie Drew Baylor kennenlernt: er ist gutaussehend, im selben Kurs, Quarterback, irgendwas zwischen eingebildet und sympathisch, aber vor allem verwirrend. Vor allem ...

Anna Jones ist gar nicht begeistert, als sie Drew Baylor kennenlernt: er ist gutaussehend, im selben Kurs, Quarterback, irgendwas zwischen eingebildet und sympathisch, aber vor allem verwirrend. Vor allem wollte sie sich doch jetzt nur auf ihr Studium konzentrieren!
Drew lässt allerdings nicht locker und so merkt Anna bald, dass eine Chance zu vergeben nicht Weh tut. Oder doch?

Meine Meinung:
Ich bin schon länger um das Buch herum geschlichen, da ich New Adult Geschichten die American Football enthalten sehr mag. Nun habe ich es in der zweiten Auflage gelesen und muss sagen, dass mir schon das Cover sehr gut gefallen hat. Auch der Schreibstil von Kristen Callihan ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Das hat mir gut gefallen und so hat das Lesen viel Spaß gemacht!

Die Charaktere Anna und Drew haben mir ebenfalls gut gefallen. Anna ist ein Mädchen, dass mit einigen Komplexen zu kämpfen hat und das gerne unscheinbar ist. Drew dagegen ist der gefeierte Footballsstar, der sich mit seiner Rolle abgefunden hat und sehr sympathisch wirkt.

Er hat mir deutlich besser gefallen, da er sehr tiefgründig ist, über seine Handlungen nachdenkt und um Anna kämpft. Diese dagegen ist sehr unsicher, gefangen in ihren Ängsten und entwickelt sich nur seeeeeeeehr langsam weiter. Das hat mich an einigen Stellen etwas genervt, da es die Handlung teils unnötig in die Länge gezogen hat. Das lag auch daran, dass ich oft gar nicht nachvollziehen konnte, woher ihre Ängste kommen und vor was sie wirklich Angst hat. Da hätte ich mir mehr Kommunikation mit ihrer Mutter oder ihrer Freundin Iris gewünscht.

Die Beziehung von Anna und Drew hat sich ebenfalls nur langsam weiterentwickelt und ich hatte wirklich Mitleid mit Drew, der eine Abfuhr nach der anderen erhalten hat. Der Weg zur Beziehung hat mir gefallen, die Dates waren amüsant und schön.

Das Ende fand ich sehr gelungen, die letzten Kapitel musste ich auf ein Mal lesen da ich gar nicht aufhören konnte. Der Epilog hat das Buch dann perfekt abgeschlossen!

Mein Fazit:
Es ist ein weiter und holpriger Weg, bis es ernster wird zwischen Drew und Anna. Zwar hat mir die Handlung gut gefallen, aber durch Annas Ängste gibt es einige Längen. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band und hoffe, dass dieser sich noch steigert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2020

Sogar noch besser als der erste Band!

Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten
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Hope ist in der Welt der Bücher angekommen und kämpft gemeinsam mit ihrem Wanderer Rufus gegen eine Gruppe an, die diese Welt zum Einsturz bringen möchte. Dabei ist es schwer zu entscheiden, wem Hope vertrauen ...

Hope ist in der Welt der Bücher angekommen und kämpft gemeinsam mit ihrem Wanderer Rufus gegen eine Gruppe an, die diese Welt zum Einsturz bringen möchte. Dabei ist es schwer zu entscheiden, wem Hope vertrauen kann, besonders weil die Angriffe nun sowohl in der realen Welt, als auch in der Buchwelt stattfinden.
Hope und Rufus müssen den Anführer der Absorbierer finden, bevor noch schlimmeres passieren kann. Oder ist es dafür schon zu spät?

Meine Meinung:
Der erste Band der Reihe war mir noch gut im Gedächtnis, aber durch die Gespräche der Charaktere war es sehr einfach in das Buch einzutauchen und weiterzulesen.
Auch der Schreibstil ist genauso rund, flüssig und schön. Mary E. Garner schafft es, dass die Leser in die Buchwelt entführt werden und darin eine tolle Zeit verbringen!

Zu Beginn ist die Beziehung zwischen Hope und Rufus etwas angespannt. Sie hat ihm in einer wichtigen Situation misstraut und bekommt das ganz deutlich zu spüren. Beide gehen anschließend ihren Aufgaben nach, bis sie eine ein Sprung in eine schlimme Buchszene wieder zusammen bringt.
So schlimm diese Szene auch zu lesen war (Warum ist Bambi nochmal ein Kinderbuch?), hat es mich sehr gefreut, dass sich die beiden wieder vertragen haben. Ich kann sowohl die Reaktion von Hope, als auch die von Rufus verstehen und hätte vermutlich gleich gehandelt. Der Konflikt wurde jedoch gut gelöst und ich habe auch neue Seiten der Beiden gesehen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Ebenso wie die neuen Buchwelten und Protagonisten, die in diesem Buch auftauchen. Anne und Tinkerbell, genauso wie der Zauberer von Oz. Also alles was sich ein Leser wünschen kann! Einfach schön!

Auch die Handlung hat sich weiterentwickelt und es ist viel passiert. Alles baut zwar auf dem ersten Band auf, jedoch geht es mehr in die Tiefe und die Kluft zwischen den Absorbierern und dem Bund wird immer deutlicher. Besonders schön finde ich, wie die Mitglieder des Bunds zusammenhalten und mit alles ihren Möglichkeiten versuchen, die Absorbierer zu finden und zu stoppen.

Offen bleibt noch immer, wer der Verräter im Bund ist. Ich habe zwar schon seit dem ersten Band eine Vermutung, hoffe jedoch sehr, dass ich daneben liege. Die Person mag ich eigentlich, aber da gibt es einige Momente, die klar für ihn sprechen. Ich bin sehr gespannt, ob ich richtig liege!

Das Ende kam mit einem großen Knall und verspricht eine große Neuigkeit. Nach diesem Cliffhanger kann ich es gar nicht erwarten, den nächsten Band zu lesen!

Mein Fazit:
Der zweite Band übertrifft den ersten deutlich und zeigt mir immer mehr, weshalb ich das Lesen so liebe! Das Buch ist so schön, hat so tolle und vielseitige Charaktere und hat mich sowohl zum Lachen, als auch zum Weinen gebracht. Ein klares Lesehighlight!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere