düsterer als gedacht, aber trotzdem schön :)
Eine Maus namens Merlin„Ich heiße Helen Cartwright. Jedenfalls haben mich die Leute früher so genannt. Und ich war nicht immer so, wie ich jetzt bin. Du hast mich zu keinem guten Zeitpunkt erwischt.“
Seite 108
Helen Cartwright ...
„Ich heiße Helen Cartwright. Jedenfalls haben mich die Leute früher so genannt. Und ich war nicht immer so, wie ich jetzt bin. Du hast mich zu keinem guten Zeitpunkt erwischt.“
Seite 108
Helen Cartwright ist 80 Jahre alt, als sie in den kleinen Ort, in der Nähe von Oxford zurückkehrt, in dem sie geboren ist. Hier lebt sie zurückgezogen, mit den Schatten ihrer Vergangenheit. Doch dann begegnet sie einer kleinen Maus und plötzlich fangen die Dinge an, sich zu ändern.
„Ich habe dir jede nur erdenkliche Gelegenheit zur Flucht gegeben und weiß wirklich nicht, warum du dich jetzt so dämlich verhältst.“
Seite 62
Ich mag den Titel unheimlich gerne, er ist so zuckersüß und ich hatte direkt eine Geschichte vor Augen. Die bekam ich nicht ganz, das Buch ist sehr viel schwermütiger und trauriger, als erwartet. Helen ist alt und einfach vollkommen allein. Sie möchte aber auch nicht unter Menschen gehen und wartet im Großen und Ganzen eigentlich auf ihren Tod. Doch als sie ein abgestelltes Aquarium von der Straße rettet, dass sie an ihren Sohn erinnert, tritt eine kleine Maus in ihr Leben. Erst versucht Helen das kleine Tier los zu werden, doch als die Klebefalle, die ihr verkauft wird zu grausam scheint, kommt eine Geschichte ins Rollen, die damit endet, dass die Maus einen Namen bekommt und in ihrem Pantoffel schläft.
Die Geschichte ist düsterer als erwartet, keine leichte Kost und stellenweise auch zäh. An zwei Stellen hatte die Maus plötzlich einen anderen Namen, vermutlich liegt hier ein Übersetzungsfehler vor. Der Handlungsstrang mit dem Krankenhaus … naja ich fand es etwas wild. Aber die zweite Hälfte des Buches und allgemein Helens Weg hat mir gut gefallen und es können eben nicht alle Bücher durch und durch cozy sein. Ich finde, es hätte was als Schulbuch für die Oberstufe vielleicht :)
„Der einzige Trost den man hat, wenn man als Letzter stirbt, ist das Wissen, dass die Menschen, die man am meisten geliebt hat, nicht so leiden mussten, wie man selbst – weil man sie verloren hat.“
Seite 106