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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2019

Fantastisches Hörerlebnis

Beast Changers. Im Bann der Eiswölfe
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Seit langem sind die Eiswölfe und die Feuerdrachen in Vallen verfeindet, jeder erinnert sich an den grausamen Krieg, der zehn Jahre zuvor unzählige Opfer gefordert hat. Daher leben in der Hauptstadt viele ...

Seit langem sind die Eiswölfe und die Feuerdrachen in Vallen verfeindet, jeder erinnert sich an den grausamen Krieg, der zehn Jahre zuvor unzählige Opfer gefordert hat. Daher leben in der Hauptstadt viele verwaiste Kinder, die sich auf der Straße allein durchschlagen, dazu gehören auch die Zwillinge Anders und Rayna. Monatlich veranstaltet die Garde der Eiswölfe die Hadda-Prüfung, bei der Kinder mit Wolfsblut auf die Fähigkeit zur Gestaltwandlung getestet werden. Zufällig geraten auch die Zwillinge an den Stab von Hadda, doch zu ihrem Entsetzen verwandelt sich Rayna in einen Feuerdrachen und muss aus der Stadt fliehen. Anders hingegen verwandelt sich in einen Eiswolf und wird an der Ulfar-Akademie der Wölfe aufgenommen. Doch insgeheim sucht er nach einem Weg, das Versteck der Drachen zu finden, damit er seine Schwester befreien kann....

Bisher hatte ich wenig Erfahrung mit Hörbüchern, aber dieses hat mich in seinen Bann gezogen, obwohl ich deutlich älter als die eigentliche Zielgruppe bin. Die spannende Fantasygeschichte ist für Kinder ab 10 Jahren empfohlen, dafür finde ich sie auch gut geeignet. Bereits das Cover hat mich sehr angesprochen und auch inhaltlich konnte mich das Hörbuch überzeugen. Der Sprecher Julian Greis hat eine angenehme Stimme und seine Art vorzulesen hat die Figuren und Ereignisse lebendig werden lassen, so dass ich mich beim Zuhören regelrecht in die Geschichte hinein fallen lassen konnte. Das Ende lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen und es würde mir sehr gefallen, wenn auch diese als Hörbuch von Julian Greis gelesen wird.

Fazit: Sowohl die spannende Geschichte um die verfeindeten Eiswölfe und Feuerdrachen als auch der Sprecher Julian Greis machen das Hörerlebnis zu einem Genuss, daher empfehle ich dieses Hörbuch unbedingt weiter.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Mut zum Neuanfang

Konfetti im Winter
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Einige Monate nachdem Zoeys Lebensgefährte Leander plötzlich verstorben ist, scheint ihr das Leben nur noch grau und trostlos zu sein. Um dem zu entfliehen nimmt sie sich eine Auszeit und fährt nach Sylt. ...

Einige Monate nachdem Zoeys Lebensgefährte Leander plötzlich verstorben ist, scheint ihr das Leben nur noch grau und trostlos zu sein. Um dem zu entfliehen nimmt sie sich eine Auszeit und fährt nach Sylt. Dort lernt sie die Künstlerin Marlene und deren Hund Max kennen und freundet sich mit den Beiden an. Durch Marlenes positive und lebenslustige Art findet auch Zoey langsam wieder aus ihren düsteren Stimmung heraus und beginnt, ihr Leben neu zu sortieren.....

Mit "Konfetti im Winter" hat Katharina Mosel einen wunderbaren Frauenroman geschaffen, der Mut macht, das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mir war die Protagonistin Zoey von der ersten Zeile an sympathisch und ich habe beim Lesen mit ihr mitgefühlt. Auch Marlene hat schwere Zeiten hinter sich, doch sie hat sich davon nicht unter kriegen lassen und hilft nun der verzagten Zoey. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine Freundschaft und ihre Geschichte hat mich bis zum Ende gefesselt. Auch der Handlungsort, die Insel Sylt, mag ich sehr und habe das Buch mit Freude gelesen, das Ende hat mich zufrieden zurück gelassen.

Fazit: Den Roman empfehle ich gern weiter, Zoeys Geschichte macht Mut und bringt schon beim Lesen ein wenig Konfetti ins Leben.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Chance für die Liebe

Zimtschneckenjahre
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Lea zieht mir ihrem Sohn Jan zurück nach Wien. Vor sieben Jahre hat sie ihre Heimat überstürzt verlassen, weil ihr damaliger Freund Ben Lea betrogen hat. Als Au-Pair bei einer Familie in Stockholm hat ...

Lea zieht mir ihrem Sohn Jan zurück nach Wien. Vor sieben Jahre hat sie ihre Heimat überstürzt verlassen, weil ihr damaliger Freund Ben Lea betrogen hat. Als Au-Pair bei einer Familie in Stockholm hat sie von ihrer Schwangerschaft erfahren und ihren Sohn in seinen ersten Jahren in der Geborgenheit der schwedischen Familie aufgezogen. Doch die Schule soll Jan in Wien besuchen, daher zieht Lea zurück, doch schon nach wenigen Wochen trifft sie Ben wieder. Der Musiker sieht allerdings ganz anders aus, als seine Exfreundin ihn in Erinnerung hat, abgemagert und ungepflegt, so möchte sie Jan nicht mit seinem Vater bekannt machen. Doch eines Tages erzählt ihr Sohn Lea von dem tollen neuen Klavierlehrer an seiner Schule und sie erfährt, dass es Ben ist. Für Jan knüpft Lea wieder vorsichtig Kontakt zu Ben, obwohl sie in der Zwischenzeit eine Beziehung mit ihrem Kollegen Michael begonnen hat, von dem ihr Sohn wenig begeistert ist. Doch können Lea und Ben wieder da anknüpfen, wo sie sieben Jahre zuvor gescheitert sind?
Mit "Zimtschneckenjahre" hat Pia Christina Brenner einen wunderbaren Roman geschaffen, der sich schnell und flüssig lesen lässt. Die Protagonistin Lea ist eine sympathische Figur in die ich mich gut hinein versetzen konnte und mit der ich während des ganzen Buches mitgefühlt habe, auch die anderen Figuren sind keine strahlenden Helden sondern Menschen mit mehr oder weniger alltäglichen Problemen. Die Geschichte zeigt, dass nicht alles im Leben immer glatt verläuft und dass die Liebe etwas ist, für das man kämpfen sollte, auch wenn sich der Weg dahin als steinig erweist. Diesen Roman habe ich mit Freude gelesen und jede Zeile davon genossen.
Fazit: Für mich ist "Zimtschneckenjahre" eine Geschichte aus dem Leben gegriffen, die mich überzeugt hat und die ich daher gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Leider eher mittelmäßig

Bossy Nights
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Seit Jahren ist Peyton in ihren Boss, den unnahbaren Rome Blackburn verliebt. Doch der nimmt keinen seiner Angestellten wirklich wahr, seine ganze Konzentration gilt dem Erfolg der Firma, ein Teil von ...

Seit Jahren ist Peyton in ihren Boss, den unnahbaren Rome Blackburn verliebt. Doch der nimmt keinen seiner Angestellten wirklich wahr, seine ganze Konzentration gilt dem Erfolg der Firma, ein Teil von Romes Menschlichkeit scheint dabei auf der Strecke geblieben zu sein. Als Peyton mit ihren Freundinnen ihren dreißigsten Geburtstag feiert, erzählt sie in einer Alkohollaune von ihrer Verliebtheit in den Chef, worauf ihre Freundinnen sie bestürmen, ihm eine Email zu schreiben. Betrunken schreibt sie ihre Gefühle für den gutaussehenden Rome tatsächlich in eine Nachricht, die sie ihm anonym zusendet. Rome ist zunächst empört und macht sich auf die Suche nach der Verfasserin der Email um sie sofort zu feuern......

"Bossy Nights" ist ein Roman, den die Autorinnen Meghan Quinn und Sara Ney gemeinsam verfasst haben. Für meinen Geschmack ist die Geschichte etwas holprig, die Protagonisten wissen zwar irgendwann beide was sie wollen, dennoch dauert es ewig, bis sie sich tatsächlich zusammen finden. Dabei geht es hin und her, ich will dich, ich will dich nicht, doch ich will dich, aber ich kann nicht, weil es unprofessionell wäre......dadurch hat sich die Geschichte in die Länge gezogen und konnte mich nicht allzu sehr begeistern. Die Dialoge waren an manchen Stellen recht witzig, doch für mich hat das nicht gereicht, um das Buch aus der Mittelmäßigkeit heraus zu reißen.

Fazit: Die Liebesgeschichte war ganz nett, konnte mich aber nicht hundertprozentig überzeugen, daher stufe ich das Buch eher mittelmäßig ein.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Herrlich amüsante Kurzkrimis

Echt dumm gelaufen
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Alle Kurzgeschichten in diesem Buch spielen im wilden Osten und sind jeweils mit Ort und Zeit des Geschehens überschrieben. Ob ein Züchter, der seinen preisgekrönten Hahn beinahe mehr liebt, als seine ...

Alle Kurzgeschichten in diesem Buch spielen im wilden Osten und sind jeweils mit Ort und Zeit des Geschehens überschrieben. Ob ein Züchter, der seinen preisgekrönten Hahn beinahe mehr liebt, als seine Ehefrau oder Ganoven, die einen sagenumwobenen Schatz heben wollen oder ein Erpresser, der sich die Reize seiner Frau zunutze machen will, sie alle bekommen am Ende einen gewaltigen Dämpfer und müssen feststellen, dass es für sie echt dumm gelaufen ist. Auch in der Titelgeschichte, die in dem witzigen Bild auf dem Cover dargestellt ist, haben die Ganoven das Nachsehen.

In 30 heiteren Kurzgeschichten hat Alex Herr auf unvergleichliche Weise menschliche Schwächen und unvorhergesehene Wendungen dargestellt, die mich beim Lesen ungemein amüsiert haben. Kurz und knackig geschrieben eignen sich die Geschichten für ein kurzes Lesevergnügen in kleinen Pausen vom Alltag, allerdings konnte ich mich selten nach nur einer Geschichte von dem Büchlein trennen und habe es an wenigen Abenden durchgelesen. Mich haben die Geschichten sehr gut unterhalten und genau das geboten, was ich von einer Kurzgeschichtensammlung erwarte.

Fazit: Die Kurzkrimis sind herrlich amüsant und unterhaltsam, allerdings bleibt es selten bei nur einer Geschichte, wenn man das Buch erst mal zur Hand genommen hat und daher gebe ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung.