Cover-Bild Anathema
Band der Reihe "The Eating Woods"
(54)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Thema
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Dark Romance
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 816
  • Ersterscheinung: 01.06.2026
  • ISBN: 9783736326811
  • Empfohlenes Alter: ab 18 Jahren
Keri Lake

Anathema

Silvia Gleißner (Übersetzer)

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Nach NOCTICADIA das nächste Gothic-Dark-Fantasy-Highlight von Keri Lake

Maevyth Bronwick weiß, dass der Wald neben ihrem Dorf verflucht ist. Niemand, der die Eating Woods betritt, kehrt jemals zurück. Doch ein tragischer Schicksalsschlag treibt sie dazu, sich in das düstere Labyrinth zu wagen. Dort trifft sie auf Zevander Rydainn, den tödlichsten Assassinen des gesamten Kontinents Aethyria. Seine Beute kennt ihn nur als The Scorpion , denn Zevander tötet ohne jede Gnade. Er würde Maeve lieber den Monstern des Waldes überlassen, als sie zu beschützen — doch er braucht sie. Und je länger sie Seite and Seite versuchen, den Horror der Eating Woods zu überleben, desto klarer wird, dass ihre Anziehung gefährlicher ist als alles, was im Wald lauert ...

Auftakt der THE-EATING-WOODS-Reihe von Keri Lake

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2026

Rezension zu Anathema

0

Eigene Meinung
Auf der Suche nach einem Buch, das mich einerseits in eine fremde Welt entführt und andererseits ein bisschen aus meiner Comfort Zone lockt, habe ich zu Anathema gegriffen. Und holy moly… ...

Eigene Meinung
Auf der Suche nach einem Buch, das mich einerseits in eine fremde Welt entführt und andererseits ein bisschen aus meiner Comfort Zone lockt, habe ich zu Anathema gegriffen. Und holy moly… das war ein Erlebnis der anderen Art…

Autorin Keri Lake gibt mir die Möglichkeit, Anathema aus der Ich-Perspektive von Protagonistin Maevyth sowie aus der Erzählperspektive von Zevander zu erleben. Anfangs war der Wechsel zwischen den Perspektiven etwas ungewohnt, was dem Buch aber keinerlei Abbruch tat. Der Schreibstil von Keri Lake ist… uff, schwer zu beschreiben. Nicht, weil er schlecht ist, sondern weil ich ihn als so außerordentlich gut empfunden habe. Problemlos schafft sie es, in den richtigen Augenblicken genau den passenden Ton zu treffen.

Vor allem die Ortsbeschreibungen sind so bildhaft geschrieben, dass ich dauerhaft einen Film im Kopf hatte. Ich konnte jede Szene vor meinem inneren Auge sehen – und das leider auch, wenn es um wirklich grausame, gruselige Horrorszenen ging. Denn ja, das ist ebenfalls etwas, das mir besonders von Anathema im Gedächtnis geblieben ist: der Horror. Es ist keine seichte Romantasy-Geschichte! Es ist gruselig, blutrünstig und unglaublich bildhaft – und dabei so unfassbar gut.

Ich traue mich nur selten an High Fantasy heran. Zu groß ist die Sorge, die Hierarchien, die Magiesysteme, die vielen Völker und alles, was es sonst noch zu beachten gibt, nicht zu verstehen. In Anathema? Kein Problem. Keri Lake hat mit einem zehnseitigen Glossar, einer Weltkarte und natürlich Triggerwarnungen vorgesorgt. Tatsächlich lief es aber gar nicht so ab, dass ich ständig im Glossar blättern musste. Meiner Meinung nach hat die Autorin dafür eine richtig gute Lösung gefunden: Sie lässt Protagonistin Maevyth genauso “unwissend” in diese Welt eintauchen wie mich als Leser. Dadurch wurden mir Glyphen, Stämme, Völker, Zauber und Hintergründe Stück für Stück nähergebracht. Nicht ausufernd, sondern kurz, verständlich und genau dann, wenn ich die Informationen brauchte – ohne mich mit Wissen zuzuschütten.

Zwischen all den gruseligen Horrorszenen gab es aber auch viele Momente zum Lachen und zum Weinen. Eine emotionale Achterbahnfahrt, getragen nicht nur von den Protagonisten Maevyth und Zevander, sondern auch von den Nebencharakteren. Meiner Meinung nach bedient Anathema außerdem den Found-Family-Trope und genau das hat mir zwischen all dem Bösen in der Geschichte immer wieder kleine Momente zum Durchatmen geschenkt. Gerade die Verbindung zwischen Maevyth und Rykaia, der Schwester von Zevander, oder auch zu Aleysia hat mich sehr berührt.

Bleiben wir doch gleich bei den Charakteren beziehungsweise vor allem bei den beiden Protagonisten: Maevyth und Zevander. Beide funktionieren für mich absolut grandios. Denn sie entwickeln sich Stück für Stück aus den Rollen heraus, die ihnen seit ihrer Geburt auferlegt wurden. Gerade bei Maevyth geschieht das nicht im Sinne einer plötzlich übermächtigen Heldin. Jeder Fortschritt, den sie sich erkämpft, fühlte sich auch für mich als Leser unheimlich gut an. Und obwohl sie durch die Eating Woods in eine völlig andere Welt geworfen wird, verliert sie ihr eigentliches Ziel nie aus den Augen. Gleichzeitig wiederholt sich dieser Gedanke nie auf eine anstrengende Art und Weise. Stattdessen wird sowohl Maevyth als auch dem Leser immer wieder bewusst gemacht, dass sie lernen muss.

Zevander hingegen ist deutlich schwieriger zu durchschauen. Erst nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und ich habe verstanden, weshalb er nach außen so kalt wirkt. Er versucht, viele Baustellen gleichzeitig zu bewältigen – und das am liebsten im Alleingang. Ich bin nämlich der Meinung, dass der gute Herr ein ziemliches Problem damit hat, Kontrolle zu verlieren. Zumal er sie über sich selbst jederzeit wahren muss. Auch im Umgang mit Maevyth ist er vorsichtig und gleichzeitig sichtlich verwirrt. Genau das wurde für mich in seinen Kapiteln unglaublich authentisch transportiert.

Die Beziehung zwischen Zevander und Maevyth nimmt auch erst in den letzten Kapiteln wirklich Fahrt auf. Also wirklich Slow Burn. Gerade das mochte ich unglaublich gern. Sie fallen eben nicht sofort übereinander her, sondern zeigen ihre Unsicherheiten, lassen Nähe langsam entstehen und teilen ihre Verletzlichkeit miteinander. Das fühlte sich für mich deutlich intimer an als so manche Dark-Romance-Spice-Szene.

Vielleicht ist Anathema genau deshalb nicht einfach nur ein süßes Romantasy-Buch. Es geht nicht bloß um zwei Menschen, die sich irgendwie anziehend finden und sich gleichzeitig absolut nicht ausstehen können. Es geht um zwei Menschen, die für ihre Welt beziehungsweise ihre Familien kämpfen und bei all dem schlichtweg kaum Zeit haben, überhaupt an eine Beziehung zu denken. Der Fokus liegt für mich deshalb nicht auf der Liebesgeschichte, sondern auf dem Weltenaufbau, den Wesen und den vielen Handlungssträngen, die am Ende zu einem großen Ganzen zusammenlaufen.

Doch worum geht es eigentlich?

In Anathema begleiten wir Maevyth, die langsam aber sicher an ihrer geistigen Gesundheit zu zweifeln beginnt. Die Vorwürfe der Dorfbewohner seit ihrem unerklärlichen Erscheinen scheinen sich immer mehr zu bewahrheiten. Als schließlich alles eskaliert, ergreift Maevyth die einzige Chance, die sie noch sieht: Sie flüchtet gemeinsam mit ihrer Schwester – der einzigen Familie, die ihr geblieben ist. Doch die Eating Woods sind hungrig…

Ich tauchte also in eine Geschichte ein, die in zwei Welten spielt. Erzählt wird sie aus der Sicht einer Sterblichen, der eröffnet wird, dass sie die Letzte eines längst vergangenen Volkes sein soll, und aus der Sicht eines Lunasiers, der zu einem Leben mit einem Fluch verdammt ist.

Tatsächlich muss ich aber auch ehrlich sagen, dass ich kaum auf die Geschichte von Anathema eingehen kann und möchte. Der Grund dafür ist ganz einfach: Ich saß beim Lesen mehr als einmal mit Gänsehaut da oder dachte mir nur: “Bitte nicht!” Genau diese Momente möchte ich euch nicht vorwegnehmen.

Mein abschließendes Fazit
Zwei Welten und eine Gefahr. Anathema kombiniert Horror und Fantasy auf eine Weise, die mich vollkommen begeistert hat. Mit seiner bildhaften Sprache, den wundervollen Charakteren und den Eigenheiten seiner Welten hat sich dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gesichert.

Als High-Fantasy-Neuling hätte ich nie gedacht, dass mich dieses Genre so sehr ab der ersten Seite fesseln könnte. Umso mehr freue ich mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit Zevander, Maevyth, Aleysia, Rykaia und all den anderen. Notizen für Band 2 habe ich mir jedenfalls schon gemacht… denn im NOVEMBER erscheint endlich die Fortsetzung. (Zum Glück bin ich geduldig. Nicht!)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2026

Jahreshighlight

0

Anathema ist für mich ein absolutes Jahreshighlight und definitiv eines der besten Fantasybücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

Das absolute Highlight war für mich das unglaublich magische Worldbuilding. ...

Anathema ist für mich ein absolutes Jahreshighlight und definitiv eines der besten Fantasybücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

Das absolute Highlight war für mich das unglaublich magische Worldbuilding. Zugegeben, gerade am Anfang hat es etwas Zeit gebraucht, bis ich alle Begriffe und Namen auseinanderhalten konnte. Doch genau das macht diese Welt so besonders. Sie wirkt lebendig, komplex und bis ins kleinste Detail durchdacht. Die verschiedenen Völker, Götter und Kreaturen verleihen der Geschichte eine enorme Tiefe. Sobald ich in der Welt angekommen war, hatte ich das Gefühl, selbst mittendrin zu stehen.

Mit über 800 Seiten kann Anathema zunächst einschüchternd wirken. Doch sobald mich die Geschichte gepackt hatte, sind die Seiten nur so dahin geflogen. Trotz des Umfangs hatte ich nie das Gefühl, dass sich die Handlung unnötig zieht.

Zevander ist genau die Art von Charakter, die ich liebe. Nach außen wirkt er wie der gefährliche, unnahbare Assassine, doch hinter seiner harten Fassade steckt deutlich mehr, als man zunächst vermutet. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte fand ich unglaublich spannend.

Auch Maevyth konnte mich als Protagonistin überzeugen. Gemeinsam ergeben die beiden eine Dynamik, die mich durchgehend gefesselt hat. Sie wirkt am Anfang völlig Fehl am Platz in ihrer Welt, doch sobald sie dann in die Eating Wood geht und schließlich auf Zevander, Rykaia, etc. stößt, kommt immer mehr von ihrem Charakter zum Vorschein. Mein Highlight waren Rykaia und Maevyth im Doppelpack.

Der Slow Burn zwischen Maevyth und Zevander war einfach perfekt. Die Spannung zwischen ihnen baut sich langsam auf und jede gemeinsame Szene hatte genau die richtige Mischung aus Anziehung, Emotionen und Spannung.

Der Schreibstil ist unglaublich atmosphärisch, poetisch und voller bildhafter Metaphern. Gerade dadurch wirkt die Welt noch magischer und einzigartiger. Man merkt, wie viel Liebe in jedem Detail steckt.

Der Cliffhanger am Ende war wirklich böse. Umso mehr freue ich mich jetzt auf den zweiten Band Eldritch, denn ich muss unbedingt wissen, wie diese Geschichte weitergeht.

_______________________

🧚🏻‍♀️ Story: 5/5
👑 Charaktere: 5/5
💌 Romance: 5/5
✍️ Schreibstil: 5/5
💫 Cover: 5/5

Gesamt: ⭐⭐⭐⭐⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2026

Einfach wow

0

"Anathema" ist keine leichte Fantasy-Romance, sondern eine fesselnde Mischung aus Gothic Fantasy, Horror, Slow Burn und epischem Worldbuilding, die einen von der ersten Seite an in ihren Bann zieht.

Schon ...

"Anathema" ist keine leichte Fantasy-Romance, sondern eine fesselnde Mischung aus Gothic Fantasy, Horror, Slow Burn und epischem Worldbuilding, die einen von der ersten Seite an in ihren Bann zieht.

Schon die Eating Woods sind mehr als nur ein Schauplatz – sie wirken wie eine lebendige, atmende Bedrohung. Zwischen uralten Flüchen, grotesken Kreaturen und dunklen Geheimnissen entsteht eine Atmosphäre, die gleichermaßen faszinierend wie beklemmend ist. Keri Lakes bildgewaltiger Schreibstil sorgt dafür, dass man den Nebel förmlich spüren und das Knacken der Äste hören kann.

Maevyth ist eine starke Protagonistin, deren Mut aus ihrer Verletzlichkeit entsteht. Sie entwickelt sich glaubwürdig weiter, während sie immer tiefer in eine Welt gerät, die alles infrage stellt, was sie zu wissen glaubte. Zevander hingegen ist genau die Art von düsterem, gebrochenem Helden, die Fans von Gothic Fantasy lieben werden: geheimnisvoll, gefährlich und voller innerer Konflikte. Die Dynamik zwischen den beiden lebt nicht von schnellen Gefühlen, sondern von einer intensiven Slow-Burn-Spannung, die sich über Hunderte Seiten hinweg aufbaut und jede gemeinsame Szene umso wirkungsvoller macht.

Das Worldbuilding gehört ohne Zweifel zu den größten Stärken des Romans. Die Geschichte nimmt sich Zeit, ihre Welt, ihre Geschichte und ihre Mythologie aufzubauen. Dadurch wirkt der Einstieg stellenweise bewusst langsam, doch wer Geduld mitbringt, wird mit einer außergewöhnlich detaillierten und komplexen Fantasywelt belohnt.

"Anathema" ist jedoch nichts für Leser*innen, die eine leichte Romantasy suchen. Die Geschichte enthält düstere Themen, Horror-Elemente und zahlreiche belastende Inhalte. Ein Blick auf die Triggerwarnungen ist deshalb unbedingt empfehlenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2026

Komplexe Fantasy Story, die absolut abholt!

0

Hattet ihr schon einmal ein Buch, wo ihr drangeblieben seid und am Ende richtig happy über diese Entscheidung wart?

Am Anfang des Buches lernt man erst mal über drei Seiten verschiedener Völker kennen ...

Hattet ihr schon einmal ein Buch, wo ihr drangeblieben seid und am Ende richtig happy über diese Entscheidung wart?

Am Anfang des Buches lernt man erst mal über drei Seiten verschiedener Völker kennen & das hat mich schon etwas Konzentration gekostet 🙈 Habe mir aber dann direkt die Karte zur Hilfe genommen, um das Ganze etwas bildlicher merken zu können.
Darauf folgt dann nochmal ein Glossar mit diversen Begrifflichkeiten und Personen, das auch nochmal sieben Seiten umfasst.
Wie ihr also merkt, ist das schon ein Buch, auf das man sich etwas mehr einlassen muss. Tatsächlich hab ich mir bei den ersten Seiten bzw Kapiteln wirklich ein bisschen schwer getan, ins Buch reinzufinden - aber es wird dann soo gut, dass ich richtig Happy drüber war, nicht abgebrochen zu haben!
Kleiner Tipp, falls ihr das Buch lesen wollt: Nehmt die Infos vorne wirklich nur als Hilfe für Begrifflichkeiten und arbeitet es nicht stur durch. Im Laufe der Geschichte werden sowieso viele Begrifflichkeiten im Text kurz erläutert.

Also was das Worldbuilding und die ganzen Charaktere angeht, muss man schon wirklich aufmerksam bleiben & alles abspeichern, damit man bei der Geschichte hinterherkommt. Habe das Buch ja bei den hohen Temperaturen jenseits von Gut und Böse gelesen und musste durch die Komplexität einfach oft aufhören, weil die Konzentration weg war & ich ja das tolle Leseerlebnis trotzdem haben wollte.
Trotzdem macht genau diese Komplexität letztendlich dieses geniale Buch aus! Es ist so detailliert und aufwendig beschrieben, dass man als Leser:in ein wirklich krasses Leseerlebnis hatte.

Lieblingszitat:
"Das Mädchen mit dem Mond in den Augen und Feuer in der Seele."

Maevyth ist eigentlich vom Vibe eher wie Aschenputtel, allerdings in einer noch düsteren und ärmeren Welt. Also Außenseiterin und mysteriöser Herkunft muss sie sich immerzu dumme Sprüche anhören. Nur ahnt niemand, was eigentlich in ihr schlummert...
Zevender ist eher der düstere grumpy Kerl, den man nicht verärgern sollte - trotzdem steht er für seine Vertrauten ein und ist wie ein Beschützer.
Viele Kapitel begleitet man die zwei getrennt voneinander in deren Leben & erst später verflechten sich die Schicksale - ich muss sagen, ab genau dem Zeitpunkt hat es die Autorin nochmal richtig rumgerissen! Obwohl es Dark Fantasy ist, geht es zwischen beiden eher langsam voran, dafür am Ende umso heißer!
Bei Bestien und anderen Gestalten sollte man nicht zimperlich besaitet sein, denn es gibt schon das ein oder andere gruselige und angsteinflößende Lebewesen im Buch.

Ich freu mich richtig dolle auf die Fortsetzung! Das Ende war aaaabsolut nicht vorhersehbar, die letzten Sätze dachte ich mir nur "whaaaaaat" 🙈

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2026

Dieses Buch hat all meine Erwartungen übertroffen

0

~Anathema von Keri Lake~

Meine Meinung:
Schon als ich das erste Mal von Anathema gehört habe, wusste ich, dass dieses Buch genau meinen Geschmack treffen könnte. Ich habe schon Nocticadia von der Autorin ...

~Anathema von Keri Lake~

Meine Meinung:
Schon als ich das erste Mal von Anathema gehört habe, wusste ich, dass dieses Buch genau meinen Geschmack treffen könnte. Ich habe schon Nocticadia von der Autorin geliebt und wusste einfach, dass das gut werden muss. Dazu noch ein düsteres Fantasy-Setting, geheimnisvolle Wälder, uralte Flüche und eine langsame Liebesgeschichte? Und was soll ich sagen? Dieses Buch hat all meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen.

Bereits die ersten Kapitel haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Keri Lake erschafft eine Welt, die gleichzeitig wunderschön und verstörend wirkt. Alles fühlt sich an wie ein düsteres Märchen der Gebrüder Grimm, voller Geheimnisse, dunkler Legenden und Gefahren, die hinter jeder Ecke lauern. Die Eating Woods haben dabei eine ganz eigene Präsenz entwickelt.
Besonders beeindruckt hat mich das Worldbuilding. Man merkt schnell, wie viel Liebe und Arbeit Keri Lake in diese Welt gesteckt hat. Die verschiedenen Völker, die Magie, die Geschichte und die zahlreichen Begriffe können am Anfang etwas überwältigend wirken, aber genau das hat für mich den Reiz ausgemacht. Ich liebe Geschichten, in die man richtig eintauchen kann, und Anathema verlangt definitiv Aufmerksamkeit. Es ist kein Buch, das man nebenbei liest, sondern eines, in dem man sich komplett verlieren kann. Je weiter ich gelesen habe, desto faszinierter war ich von all den Zusammenhängen und Geheimnissen, die nach und nach enthüllt wurden.

Auch die Charaktere haben mich vollkommen überzeugt.
Maevyth war für mich eine unglaublich starke Protagonistin. Nicht, weil sie ständig allen beweisen muss, wie gefährlich oder unbesiegbar sie ist, sondern weil sie sich trotz allem ihre Güte und ihr Mitgefühl bewahrt hat. Sie wurde ihr ganzes Leben ausgegrenzt und behandelt wie eine Außenseiterin, doch trotzdem hat sie ein großes Herz und kümmert sich um die Menschen, die ihr wichtig sind. Gleichzeitig besitzt sie eine Schlagfertigkeit und einen Mut, die sie unglaublich sympathisch machen. Besonders ihre Loyalität gegenüber ihrer Schwester und ihre Bereitschaft, für andere einzustehen, haben mich sehr berührt.

Und dann ist da natürlich Zevander.
Ich habe eine Schwäche für moralisch graue Charaktere, aber Zevander hat mich wirklich komplett erwischt. Anfangs wirkt er kalt, verschlossen und beinahe grausam. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto deutlicher wird, wie viel Schmerz und Einsamkeit sich hinter seiner Fassade verbergen. Seine Vergangenheit hat mich mehrfach das Herz brechen lassen. Gleichzeitig konnte ich gar nicht genug von seinen Szenen bekommen. Diese Mischung aus tödlicher Gefahr, trockenem Humor, unterschwelliger Verletzlichkeit und der Art, wie er sich gegen seine Gefühle wehrt, hat ihn für mich zu einem unglaublich faszinierenden Charakter gemacht.

Die Dynamik zwischen Maevyth und Zevander war für mich eines der absoluten Highlights des Buches. Wenn ein Buch den Begriff Slow Burn verdient, dann dieses. Die Beziehung entwickelt sich unglaublich langsam, aber genau deshalb fühlt sich jeder einzelne Moment zwischen ihnen besonders an. Es gibt keine überstürzten Gefühle oder künstlich erzeugte Romantik. Stattdessen wachsen Vertrauen, Verständnis und Anziehung Stück für Stück. Die Dialoge zwischen den beiden waren oft voller Wortwitz und Spannung, und jedes kleine Zeichen von Nähe hat sich verdient angefühlt. Gerade weil beide so viele innere Kämpfe austragen müssen, war es wunderschön zu beobachten, wie sie langsam beginnen, ihre Mauern einzureißen.

Auch die Nebencharaktere haben mir unglaublich gut gefallen. Viele von ihnen waren so vielschichtig geschrieben, dass ich ständig mehr über sie erfahren wollte. Besonders Rykaia ist mir sehr ans Herz gewachsen. Aber auch die anderen Figuren haben die Geschichte sehr bereichert und dafür gesorgt, dass sich die Welt lebendig und echt anfühlt. Auch die Antagonisten waren spannend geschrieben und oft deutlich komplexer, als man zunächst vermuten würde.

Lediglich der Einstieg verlangt etwas Geduld. Die Welt ist komplex und es gibt viele Informationen, die man zunächst verarbeiten muss. Für mich hat sich diese Geduld jedoch mehr als ausgezahlt, denn je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr entfaltet sich ihre ganze Stärke. Irgendwann war ich vollkommen gefangen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Das Ende hat mich schließlich komplett zerstört. Nach all den Entwicklungen, Enthüllungen und emotionalen Momenten bleibt man mit einem gewaltigen Bedürfnis zurück, sofort zum nächsten Band zu greifen. Ich brauche unbedingt Antworten und vor allem mehr von Maevyth und Zevander, aber dafür muss ich leider noch bis November warten…


Fazit:
„Anathema“ bekommt von mir 5 von 5 Sternen und hat mir sehr gut gefallen!
Keri Lake hat mit diesem Buch eine düstere, atmosphärische und unglaublich fesselnde Fantasywelt erschaffen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Die Mischung aus Gothic Fantasy, Horror, komplexem Worldbuilding, faszinierenden Charakteren und einer der schönsten Slow-Burn-Romanzen, die ich seit Langem gelesen habe, hat mich vollkommen überzeugt. Wer düstere Fantasy, moralisch graue Figuren, intensive Atmosphäre und Geschichten voller Geheimnisse liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Für mich war es wieder ein absolutes Highlight!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere