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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2026

Tiefe lässt fehlen

When Dealing With Dragons. Drachengold
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„When Dealing With Dragons – Drachengold“ von Dana Swift ist ein Jugendbuch und in sich abgeschlossen, auch wenn ich denke, dass noch Potential für ein weiteres Buch da wäre.
Farren rettet den arroganten ...

„When Dealing With Dragons – Drachengold“ von Dana Swift ist ein Jugendbuch und in sich abgeschlossen, auch wenn ich denke, dass noch Potential für ein weiteres Buch da wäre.
Farren rettet den arroganten James bei einem Drachenrennen das Leben. Auf dem Gnadenhof ihrer Eltern kuriert sich sein Drache aus und kurz darauf kommt auch James zu ihnen. Seine Anwesenheit macht es der Familie schwer, denn sie hüten Geheimnisse, die weitreichende Folgen haben könnten, wenn sie je rauskommen. Doch als James diese erfährt, überrascht er Farren damit, sie für sich zu behalten und ihr gar zu helfen. Das zeigt Farren, dass James ganz anders ist, als sie erwartet hat.
Ich lese gerne zwischendurch Jugendbücher, auch wenn ich aus dem Alter längst raus bin. Allerdings unterhalten sie mich meist gut. Bei diesem Buch bin ich etwas zwiegespalten. Ich mag das Thema mit den Drachen und die Welt und die verschiedenen Wesen sind super gestaltet, allerdings war die Story doch sehr langweilig. Zum Ende hin dachte die Autorin wohl, dass sie noch Action reinbringen müsste und das kam mir zu gestellt und übertrieben rüber, sodass ich das Ende überhaupt nicht mochte. Manchmal ist weniger doch mehr. Außerdem blieben die beiden Protagonisten recht blass. Ihre Gedanken haben sich die meiste Zeit einfach wiederholt. Bei James war es einfach, dass er Farren ja schon so lange liebt und bei ihr war es erst, dass er doch so blöd sei, aber so gutaussehend und später wollte sie sich immer wieder überzeugen, dass sie ihn gar nicht mag. Das war dann auch ziemlich eintönig. Dagegen haben mir die Nebencharaktere wie Cara, Jeffrey und Shelly besser gefallen. Ich mochte deren Geschichten, die mit eingeflochten wurden. Wobei ich das Ende um Jeffrey merkwürdig fand. Ich konnte sein Handeln verstehen, aber es wurde danach nie wieder irgendwie erwähnt, was für mich nicht gepasst hat. Auch gab es den einen oder anderen Fehler, wie dass aus dem Mann plötzlich Jeffey wurde.
Vielleicht ist das Buch für Jugendliche besser geeignet, immerhin sind sie ja auch die Zielgruppe. Für mich sind es drei Sterne.

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Hintergründe haben gefehlt

Gameshow – Der Preis der Gier
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„Gameshow – Der Preis der Gier“ von Franzi Kopka ist eine Dystopie und vieles kommt einem aus anderen bekannt vor, aber das hat mich nicht gestört.
Die siebzehnjährige Cassandra, kurz Cass, lebt 2126 in ...

„Gameshow – Der Preis der Gier“ von Franzi Kopka ist eine Dystopie und vieles kommt einem aus anderen bekannt vor, aber das hat mich nicht gestört.
Die siebzehnjährige Cassandra, kurz Cass, lebt 2126 in New London. Sie wird von ihrem eigenen Vater hereingelegt und muss als Gamerin in die niedrigste Klasse der Gesellschaft. Dort kommt man nur raus, in dem man stirbt oder in die Gameshow kommt und diese gewinnt. Sie findet Verbündete und bekommt unerwartet Hilfe von dem Sprinter Jax. Zwischen ihnen entwickelt sich langsam etwas, doch beruht alles auf einer Lüge.
An sich fand ich es gut, dass die Geschichte direkt los geht, ohne dass es viel Drumherum gibt. Allerdings hatte ich auch gehofft, dass mehr von den Gesellschaften und dem Grund für diese erklärt werden. Warum werden die Menschen in Platin oder Bronze aufgeteilt? Was hat zu den Gamern geführt? Doch dies wurde auch im Laufe der Geschichte nie beantwortet, was ich schade fand. Deshalb hat für mich ein großer Teil gefehlt. Dazu kommt, dass immer geschrieben wurde, dass die Gamer ihr Gedächtnis verlieren, aber dabei war das gar nicht so. Alle emotionalen Geschichten mit Familie und Freunde, die wurden gelöscht, aber wer wann Spielleiter war oder gewonnen hat und all sowas alltägliches, war noch vorhanden. Somit wurde nicht das gesamte Gedächtnis gelöscht, weil sonst hätten sie sich an gar nichts mehr erinnern dürfen. Das hätte etwas besser beschrieben werden sollen. Auch war mir von Anfang an klar, wohin diese Geschichte läuft und somit gab es keine wirklichen Überraschungen, aber das war in Ordnung. Die Prüfungen wurden gut beschrieben, sodass alles, was dort passiert ist, für mich verständlich war. Die Charaktere waren sehr verschieden gestalten, sei es Enzo, den ich mit seiner Art echt gerne mochte, oder Val, das Biest. Cass hat ihre Wandlung von einer Platin zu einer Gamerin gut und schnell hinbekommen. Ich finde sogar etwas zu schnell, aber vielleicht liegt es daran, dass sie durch ihren Vater eh nie verwöhnt war oder sowas. Was ich merkwürdig fand, ist das sie zweien echt schnell vertraut hat und dann aber anderen misstraut, nur weil ihr das gesagt wurde. Obwohl das mit einzelnen Leuten auch besser wurde, aber dennoch hat sie wichtige Informationen für sich behalten. Das fand ich dann etwas merkwürdig an ihrem Charakter. Auch hat mich gestört, dass Val so ein riesen Thema war und dann plötzlich gar nicht mehr. Cass war immer eifersüchtig, was zwischen Val und Jax lief, aber kaum, dass es zwischen Jax und Cass ernster wurde, war Val gar kein Thema mehr, dabei wurde nie geklärt, ob diese Jax Freundin war oder nicht. Das hat auch gar nicht gepasst.
Ich mochte einige Dinge, wie bestimmte Charaktere oder dass ich mich recht gut unterhalten gefühlt habe. Aber es gab auch so vieles, was nicht gestimmt hat, daher vergebe ich drei Sterne, aber ich bin durchaus neugierig auf den zweiten Teil.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Guter Schreibstil, aber lässt Tiefe fehlen

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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„The Rose Bargain“ ist der erste Band der „Hof der Dornen“-Reihe von Sasha Peyton Smith.
1848 herrscht in London eine Fae-Königin, die jungen Frauen zu ihrer ersten Saison Wünsche erfüllt, ihnen dafür ...

„The Rose Bargain“ ist der erste Band der „Hof der Dornen“-Reihe von Sasha Peyton Smith.
1848 herrscht in London eine Fae-Königin, die jungen Frauen zu ihrer ersten Saison Wünsche erfüllt, ihnen dafür aber auch etwas nimmt. Als die in Ungnade gefallene Ivy ihr Debüt machen und ihren Wunsch äußern will, wird verkündet, dass Kronprinz Bram eine Braut sucht. Überraschend wird Ivy zu einer der sechs Favoritinnen und zieht auf das Schloss. Doch wird der Wettkampf schnell blutig und Ivy muss sich auch unbedingt von Brams Bruder Emmett fernhalten.
Die Idee fand ich wirklich gut und auch der Schreibstil war toll, sodass ich schnell durch das Buch kam. Mir war zwar von Anfang an klar, wer wie involviert ist und wie das Buch in etwa ausgehen wird, aber das fand ich nicht weiter schlimm, da es mir oft so geht. Ivy mochte ich an sich gerne, aber ich habe sie oft nicht verstanden, gerade im Bezug auf ihre Schwester. Sie ist da einmal sehr schnell ausgetickt und das fand ich sehr merkwürdig. Außerdem verurteilen sie und die anderen Mädchen Olive sehr, weil sich diese in Bram verliebt hat, immerhin würde sie ihn ja kaum kennen. Allerdings ist Ivy da genauso, nur im Bezug auf Emmett. Die beiden haben sich nur wenige Male gesehen und da auch kaum miteinander geredet und wenn ging es größtenteils um Bram und dennoch ist sie so auf ihn fixiert und wegen Faith eifersüchtig, dass sie Olive in nichts nachsteht. Ich fand sie in dem Bezug sogar schlimmer. Aber dadurch kam für mich auch keine Anziehung rüber. Sicherlich fand ich das erste Treffen zwischen Ivy und Emmett sehr gelungen und musste auch schmunzeln, aber danach hat mich deren Gefühle überhaupt nicht angesprochen oder gar berührt. Es hat irgendwie null gepasst, da kam nichts rüber. Auch Emmetts Zerrissenheit passte irgendwie nicht. Einerseits sagt er, er liebe seinen Bruder und will, dass er glücklich wird, andererseits hat er kein Problem damit, ihn zu belügen und eine Frau unterzuschieben. Das war so gegensätzlich, was sicherlich gepasst hätte, wäre das besser beschrieben worden. Irgendwie hat auch bei fast allen Beweggründen, Charakterzügen und allem anderen die Tiefe gefehlt. Es war recht oberflächlich alles. Was mir allerdings gefallen hat, ist dass die einzelnen Mädchen auch jeweils ein eigenes Kapitel bekommen haben, in denen ihre Vergangenheit erzählt wurde. Das hat mir sehr gut gefallen, da sie so nahbarer wurden. Die Story hatte ihre guten Momente, gerade mit den Aufgaben der Königin und den Freundschaften der Mädchen, aber es gab auch vieles, was nicht gestimmt hat. Daher vergebe ich drei Sterne.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Wollte mehrmals abbrechen

Anathema
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„Anathema“ von Keri Lake gilt als Gothic-Dark-Fantasy und es ist wirklich sehr düster gehalten. Ich lese selten Dark, aber zwischendurch habe ich das mal gerne. Der Klapptext klang auch spannend, denn ...

„Anathema“ von Keri Lake gilt als Gothic-Dark-Fantasy und es ist wirklich sehr düster gehalten. Ich lese selten Dark, aber zwischendurch habe ich das mal gerne. Der Klapptext klang auch spannend, denn Maevyth Bronwick weiß, dass die Eating Woods bei ihrem Dorf verflucht sind. Dennoch muss sie eines Tages dort hinein flüchten. Da trifft sie auf Zevander Rydainn, einen tödlichen Assassin des Königs, der alles lieber täte, als sie zu beschützen. Und dennoch tut er das, da er sie braucht. Zusammen versuchen sie die Eating Woods zu überleben, aber ihre Anziehung zueinander ist gefährlicher.
Den Klapptext kann man völlig vergessen. Sicherlich ist der Wald ein großes Thema die ersten knapp 250 Seiten, aber danach wird er nur selten erwähnt. Zev und Mae treffen sich auch nicht dort, sondern einmal kommt er kurz in ihr Dorf und danach lernen sie sich in seiner Welt kennen. Sie sind also nicht eine Sekunde zusammen im Wald. Daher ist der Klapptext einfach nur irreführend. Allgemein dauert es auch sehr lange, bis die beiden sich treffen. Fast 300 Seiten nach einem kurzen Besuch von Zev bei ihr, wo sie denkt, dass sie träumt. Bis dahin war es sehr lang und hat sich unglaublich gezogen. Ich mag es an sich, wenn die Geschichte etwas Vorlauf hat und nicht überhastet wird, aber in dem Fall trat es nur auf der Stelle und das Vorgeplänkel war einfach viel zu viel. Es kam nicht vorwärts und es wurde eigentlich nur beschrieben, wie schrecklich Maes Dorf ist und was Zev den Tag über so macht, das wars. Und auch danach kam die Story gefühlt nicht vorwärts. Es hat sich nur gezogen und war für mich ziemlich langweilig. Es gab einige düstere Momente, wo irgendwelche Wesen Menschen gehäutet haben oder Menschen Augen rausgefallen sind, was sehr genau beschrieben wurde. Das muss man mögen, aber sowas hatte ich bei diesem Buch auch erwartet. Ich kam auch mit den Charakteren nicht ganz klar. Sei es die Nebencharaktere, besonders die Schwestern von Mae und Zev, oder die Protagonisten selbst. Zev fand ich noch in Ordnung, aber das wars. Nur Zevs Bruder mochte ich gerne und dessen Momente. Maes Schwester fand ich ziemlich anstrengend. Sie schläft mit ihrem Onkel und wird von diesem schwanger und teilt es dann großspurig mit, in einem Ort, wo sie weiß, dass das eine Sünde ist und die Leute dafür entweder verbannt oder sogar verbrannt werden und ist dann überrascht, dass ihr genau sowas passiert. Da habe ich mir nur an den Kopf gefasst. Es gab viele Momente, die ich etwas schwerer fand. Daher hatte ich das Buch auch immer wieder abbrechen wollen und nur weil ich ungerne Bücher abbreche, habe ich es schließlich doch noch durchgezogen. Ich fand auch, dass es keine Tiefe, keine Chemie zwischen Zev und Mae gab. Allgemein hatten sie auch recht wenig miteinander zu tun. Mein Gefühl war so, dass sie mit jedem mehr gemacht und sich mehr unterhalten hat, als mit ihm. Aber natürlich fanden sich beide gleich sehr toll und wollten sich die Klamotten vom Leib reißen. Also für mich war das Buch gar nichts und es ließ sich unglaublich schwer lesen. Daher vergebe ich zwei Sterne. Die Idee war sicherlich gut und es gab auch ein paar Lichtblicke, wie Zevs Bruder, aber deutlich weniger Seiten hätten dem Buch gut getan und es wäre dann vielleicht nicht so zäh gewesen.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Braucht dringend eine Überarbeitung

Crown of War and Shadow
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„Crown of War and Shadow – Der Fluch der Königreiche“ von J. R. Ward wird für Fans von Sarah J. Maas und Rebecca Yarros angepriesen. Da ich die Bücher der letzteren mag und ich den Klapptext sehr interessant ...

„Crown of War and Shadow – Der Fluch der Königreiche“ von J. R. Ward wird für Fans von Sarah J. Maas und Rebecca Yarros angepriesen. Da ich die Bücher der letzteren mag und ich den Klapptext sehr interessant fand, war ich neugierig auf das Buch.
Sorrel hat besondere Fähigkeiten und gilt daher in ihrem Dorf als Außenseiterin. Als das Falcrum zusammen bricht, das die Menschen vor den Dämonen beschützt, soll Sorrel eine Krone zur Königin zurückbringen. Um das nicht alleine zu machen, geht sie einen Pakt mit Merc ein, einem Söldner mit üblem Ruf, der eigene Geheimnisse verbirgt.
Ich muss gestehen, dass ich etwas schwer reingekommen bin. Das lag vor allem an Sorrel, die nur negativ war. Sie hat anfangs nur rumgejammert und immer wieder gemeint, dass sie Sachen nicht könne, hat Merc sogar behindert und alles. Dazu kam, dass der Schreibstil unglaublich schlecht war. Es gab so unglaublich viele Fehler. Anfangs waren es nur kleine Rechtschreibfehler, aber schnell waren es falsche Wörter, Logikfehler und dann haben die Sätze nicht einmal mehr einen Sinn ergeben, so konfus waren sie. Das liegt sicherlich an der Übersetzung, denn ich bezweifle, dass die Autorin das auch im englischen Original gemacht hat. Der Verlag sollte wirklich dringend noch einmal das Buch überarbeiten, denn das geht überhaupt nicht. Daher habe ich mich auch ziemlich durch das Buch gequält. Die Story war in Ordnung, aber nichts, was mich wirklich mitgerissen hat. Es gab auch einige Actionszenen, die mich ein wenig an Superheldem erinnert haben, weil das einfach so aufgebauscht wurde, dass es ziemlich an den Haaren herbeigezogen gewirkt hat. Dazu kommt, dass Sorrel und Merc viel herumgereist sind, was faszinierenderweise sehr schnell geht. Mit dem Pferd waren sie einen Tag unterwegs und konnten ganz vom Süden in den Norden gelangen. Damit muss die Welt wirklich sehr klein sein. Aber gut. Was ich mochte war Mercs Geschichte, die aber erst zum Ende hin offenbart wurde. Vorher war er sehr geheimnisvoll und hat kaum über sich geredet, aber das hatten beide Protagonisten gemeinsam. Allgemein haben sie sehr wenig miteinander kommuniziert. Die Anziehung war natürlich direkt da, aber wirklich zu spüren war sie für mich als Leser nicht. Die beiden hatten einfach keine Chemie, obwohl es immer wieder gesagt wurde, wie anziehend der eine den anderen findet.
Das Buch war überhaupt nicht meines. Vielleicht wäre es etwas besser gewesen, wenn es nicht so unglaublich viele Fehler gegeben hätte, aber irgendwie bezweifle ich das, weil mich so viel gestört hat und der Funke nicht einmal ansatzweise rübergesprungen ist. Ich vergebe sehr ungerne nur einen Stern, aber hier tue ich dies.

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