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Veröffentlicht am 19.11.2020

Vorhersehbar von Anfang bis Ende

All das Ungesagte zwischen uns
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Bei „All das Ungesagte zwischen uns“ von Colleen Hoover bin ich ehrlich gesagt ziemlich zwiegespaltener Meinung. Zum einen habe ich die ersten zwanzig oder dreißig von 440 Seiten gelesen und wusste schon ...

Bei „All das Ungesagte zwischen uns“ von Colleen Hoover bin ich ehrlich gesagt ziemlich zwiegespaltener Meinung. Zum einen habe ich die ersten zwanzig oder dreißig von 440 Seiten gelesen und wusste schon was alles passieren wird und es ist wirklich exakt so eingetreten. Wenn es eine Szene gab, wusste ich direkt, wie es weitergeht, wer drin involviert ist und so weiter. Das war dann doch recht vorhersehbar und irgendwie langweilig, weil es absolut gar keine Überraschung gab, außer vielleicht das Teenagerdrama von Clara, der Tochter. Die war teilweise sehr anstrengend, aber dazu gleich mehr. Da das Buch so vorhersehbar war, konnte es mich teilweise nicht mitreißen und war einfach sehr klischeehaft. Als ob es keine anderen Richtungen gäbe, in denen sich die Geschichte hätte entwickeln können, sondern wie alle anderen auch. Daher bin ich da ein wenig negativ gestimmt. Andererseits habe ich das Buch dennoch, bis auf ein paar Ausnahmen, recht gut und vor allem schnell lesen können. Das lag auch vor allem an dem hervorragenden Schreibstil der Autorin. Da vergehen die Seiten wie im Flug, was schön war, auch wenn es manchmal etwas langatmig wurde. Daher habe ich mich, trotz hervorsehbarer Geschichte, ganz gut unterhalten gefühlt.
Die Charaktere waren vor allem Morgan, die im ersten Kapitel 16 Jahre alt ist, und ihre Tochter Clara, die dann nach einem Zeitsprung in Kapitel zwei ebenfalls in dem Alter ist. Abwechselnd werden die Kapitel aus deren Sichten geschildert, sodass der Leser einen guten Eindruck der Gefühle der Protagonisten bekommt. Dabei geht es vor allem um die erste Liebe, Vertrauen, Verlust und Trauer, aber auch Wut, Verrat und Ängste. Während Morgan eine gute Mutter zu sein versucht und seit der Geburt ihrer Tochter ihr gesamtes Leben Tochter, Ehemann und Haushalt widmet, ist Clara gerade mitten in der Pubertät und kann durchaus das eine oder andere Mal anstrengend werden. Gerade dieses zickige aufmüpfige Verhalten, dass sie Dinge nur macht, um ihre Mutter zu verletzen kam mir oft zu kindisch vor. Und am Ende war sie auf einmal so erwachsen und so viel reifer… Jaaaaa, an sich entwickeln sich Charaktere, aber die Entwicklung kam null vor und ganz plötzlich war sie es, über Nacht. Nicht sehr realistisch und nicht passend zum Charakter. Dafür haben mir aber die Nebencharaktere sehr gut gefallen, sei es Miller, in den Clara verliebt ist, oder ihre beste Freundin Lexie, die alles andere als auf den Mund gefallen ist.
Alles zusammen ist das Buch an sich gut zu lesen und für Leser, die nicht gleich nach den ersten Seiten schon alles erahnen können, ist es sicherlich sehr spannend. Für mich war es dann aber doch zu vorhersehbar und teilweise auch sehr langatmig, da es sich teilweise zieht. Zudem noch die zu dick aufgetragenen Anfälle von Clara machen das Buch, noch dank der schönen Schreibweise der Autorin, zu einem drei Sterne Exemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2020

Nichts Neues, aber unglaublich gut

Wenn Liebe eine Farbe hätte
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„Wenn Liebe eine Farbe hätte“ von Leonie Lastella ist ein sehr schöner Liebesroman, der das Thema Krebs ein wenig behandelt. Dieses wird aber mehr in die Story hinein geflochten, dass auch Leute das Buch ...

„Wenn Liebe eine Farbe hätte“ von Leonie Lastella ist ein sehr schöner Liebesroman, der das Thema Krebs ein wenig behandelt. Dieses wird aber mehr in die Story hinein geflochten, dass auch Leute das Buch lesen können, die das Thema in Büchern eher nicht so mögen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Aufbau der Beziehung zwischen Everly und Weston und deren persönliche Entwicklung.
Everly, genannt Eve, und Weston, kurz Wes, kennen sich seit der Schule. Während Eve mehr für sich war und nur wenige Freunde hatte, war Wes stets der beliebte und vor allem reiche Typ. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein und doch kreuzen sich ihre Wege Jahre nach dem Abschluss wieder und die beiden fangen an, zusammen zu arbeiten. Unglückliche Umstände zwingen die beiden auch zu einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft und langsam merkt Eve, dass Wes vielleicht gar nicht so schlimm ist, wie sie immer dachte.
Die Story an sich ist nichts Neues und es gibt auch keine Überraschungen. Ich konnte mir von Anfang an denken, wie das gesamte Buch verlaufen wird und es war auch so. Aber das fand ich nicht schlimm, da mich Leonie Lastella die ganze Zeit gut unterhalten hat und ich trotz des Wissens mitgefiebert und mitgelitten habe. Vor allem ihre Charaktere haben mir sehr gut gefallen. So ist Eve eine Weise, die mit ihrer Großmutter Olivia zusammenlebt und es ist sehr süß, wie nahe die beiden sich stehen. Olivia ist die indirekte Verbindung zwischen Eve und Wes, da diese immer in seinem Restaurant frühstückt und die beiden sich viel unterhalten. Daher ist auch Wes sehr mit ihr verbunden. Wes ist anders, als in der Schule, da er seitdem viel erlebt hat, auch wenn er das für sich behält. Er glaubt nicht an die Liebe und hält sich auch nicht wirklich fähig, eine Beziehung zu führen. Eve hingegen ist das genaue Gegenteil. Sie glaubt an die Liebe und will auch genau das. Für Lockeres ist sie nicht zu haben. Ich mochte Eve immer sehr gerne, sie ist eine starke Persönlichkeit, die dafür kämpft, dass es den Leuten, die sie liebt, gut geht. Leider ist sie ihrer besten Freundin ein wenig hörig. Jules kann mit ihr fast schon machen, was sie will, was ich etwas traurig finde.
Mir gefällt sehr gut, wie sich beide Hauptcharaktere mit der Zeit entwickeln. Natürlich gibt es auch immer wieder Rückschläge, aber mir gefällt, wie beide damit umgehen. Das Ende hat ein zwei Schwächen, gerade in Bezug auf Eve, aber das war zum Glück nur ein kurzer Moment.
Auch wenn das Buch nichts Neues ist, ist „Wenn Liebe eine Farbe hätte“ eindeutig lesenswert und bekommt von mir viereinhalb Sterne. Auf Portalen, auf denen es keine halben Sterne gibt, vergebe ich die vollen, da mich das Buch begeistern konnte und auch wenn das Ende für mich nicht ganz perfekt war, so ist es eindeutig mehr wert als nur vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2020

Interessante Story, aber mit ungenügendem letzten Drittel

Love Show
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„Love Show – Ist deine Liebe echt?“ von Britta Sabbag ist mein zweites Buch der Autorin. „Blackwood – Briefe an mich“ konnte ich nicht viel abgewinnen und hat zwei Sterne von mir bekommen gehabt, aber ...

„Love Show – Ist deine Liebe echt?“ von Britta Sabbag ist mein zweites Buch der Autorin. „Blackwood – Briefe an mich“ konnte ich nicht viel abgewinnen und hat zwei Sterne von mir bekommen gehabt, aber ich dachte, dass ich der Autorin noch einmal eine Chance gebe und „Love Show“ hat durchaus sehr interessant geklungen.
Unwissend ist Ray ein TV-Star, denn ihr Leben auf Aroha Island ist Fake. Es dient den Menschen als unterhaltsame Realityshow, in der Ray die Liebe finden soll. Findet sie diese in ihrem Kindheitsfreund Noah oder in dem Neuling Liam, der ihre Welt auf den Kopf stellt?
Die Story gefällt mir wirklich gut und die kleinen Einblicke in die Produktion der Show zeigen deutlich, wie es hinter den Kulissen abläuft und wie wichtig es ist, dass alles reibungslos verläuft. Als Leser weiß man zwar, dass es eine Show ist, aber man hat die meiste Zeit über keine Ahnung, ob es auf der Insel Menschen gibt, die das auch wissen und wenn ja, wer. Somit ist der Leser abhängig von Ray und ihren Erlebnissen.
Ray selbst ist 17 Jahre alt, geht zur Schule und lebt bei ihrem Onkel, der sie großgezogen hat. Anfangs kommt Ray sehr naiv und kindlich rüber, was aber normal ist, wenn man bedenkt wie behutsam sie aufwächst. Auf der Insel kennt jeder jeden und es ist sehr familiär, daher hat Ray einfach noch nicht wirklich etwas erlebt, womit sie eben noch unberührt und naiv ist, was aber nicht schlimm ist. Mit der Zeit entwickelt sie sich allerdings durchaus, auch wenn sie in Liebesdingen noch viel zu lernen hat, was in diesem Alter aber auch nur normal ist. Durch Noah und Liam gibt es durchaus ein Liebesdreieck, was vielen sicherlich gefallen wird. Während Liam mehr kontrolliert ist, ist Noah recht spontan und handelt oft bevor er nachdenkt, was ihm schnell ein gebrochenes Bein einbringen kann. Daher kann ich mir vorstellen, dass die Leser sich schnell einen Favoriten aussuchen.
An sich hat mir auch die Geschichte gut gefallen, aber das letzte Drittel hat mir das Buch doch ein wenig vermiest. Die Entwicklungen und wie Noah und Ray darauf reagieren finde ich unglücklich geregelt und auch das Ende finde ich nicht gut gelöst. Daher hat mich das Buch recht unzufrieden zurückgelassen, weswegen ich dem Buch nur dreieinhalb Sterne geben kann. Auf Portalen, bei denen es keine halben Sterne gibt, gebe ich nur drei, da mir vier zu viel erscheinen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2020

Valkyren treffen die Moderne in einem tollen Fantasyroman

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love
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Bianca Iosivoni hat mit „A Fate darker than love“ die griechische Mythologie rund um Valkyren und Valhalla in die moderne Welt gebracht und dabei einen guten Job gemacht. Da ich mich schon immer für die ...

Bianca Iosivoni hat mit „A Fate darker than love“ die griechische Mythologie rund um Valkyren und Valhalla in die moderne Welt gebracht und dabei einen guten Job gemacht. Da ich mich schon immer für die griechische Mythologie interessiert habe, war das Buch quasi ein Muss.
Blair wächst in dem Wissen auf, dass ihre Mutter eine Valkyre ist und ihre ältere Schwester Fenja ihre Nachfolge antreten wird. Doch ein verehrender Unfall verändert alles. Auf einmal steht sie ohne Familie da und sucht Hilfe bei den Schwestern ihrer Mutter, den anderen Valkyren, und sie muss lernen, mit dem neuen Leben klar zu kommen und dass ihr bester Freund Ryan, in den sie schon länger verliebt ist, auch nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat.
Ich habe nach dem Klapptext mehr eine Romantasy erwartet, als es schließlich war. Sicherlich kommen Blairs Gefühle für Ryan immer wieder sehr deutlich durch und es gibt auch vereinzelte Szenen zwischen den beiden, aber eher am Rande. Das Augenmerk liegt mehr auf den Valkyren und Blairs neuem Leben, aber ich kann mir vorstellen, dass im zweiten Band die Gefühle der besten Freunde eine größere Rolle spielen wird und in diesem erst einmal die Welt nähergebracht und auf die Gefahr von Ragnarök hingewiesen wird. Daher bin ich gespannt, wie sich alles noch weiterentwickelt, gerade auch nach diesem Ende.
Die Charaktere sind bunt gemischt, alleine schon, weil die Valkyren eben sehr unterschiedlich sind, aber das liegt daran, dass sie auch alle andere Vorfahren haben, wie Loki oder Hel, der Totengöttin. Blair selbst verändert sich durch den Unfall sehr. Ist sie vorher ruhiger und scheut Konflikte, so traut sie sich schließlich ihre Meinung zu vertreten und auch standhaft zu bleiben. Sie wirkt dadurch stärker und das gefällt mir sehr gut. Auch wie sie sich entwickelt und lernt, dass sie weitermachen muss, so schwer es ihr fällt. Die meisten Kapitel sind aus ihrer Sicht. Nur wenige andere zeigen, was Ryan durchmacht. Diese kleinen Einblicke gefallen mir wirklich gut, weil sie nochmal einen anderen Einblick auf die Geschichte liefern. Zwar kommt er nicht so oft vor, aber auch er gefällt mir gut. Ihm ist Blair sehr wichtig, das kommt immer wieder rüber, und er will sie beschützen, auch wenn es manchmal nicht in seiner Macht liegt.
Ich denke man muss kein Vorwissen um irgendwelche Götter oder Valhalla haben, um das Buch zu verstehen und gut zu finden. Wer Fantasy mag, dem wird es sicherlich gefallen und vielleicht wird damit ja auch die Neugierde auf die griechische Mythologie geweckt. Mir hat das Buch jedenfalls gut gefallen, auch wenn es manchmal ein wenig langgezogen wirkt, aber es gibt eben viel zu erklären und für Blair viel zu lernen. Alles in allem gebe ich dem Buch vier Sterne, da es durchaus noch Entwicklung nach oben gibt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2020

Schöne Story mit entwickelnden Charakteren

Twist of a Love Affair
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„Twist of a Love Affair“ ist der dritte Band einer Reihe von Piper Rayne, der aber unabhängig von den anderen gelesen werden kann. Nachdem mir der erste Band nicht so zugesagt hatte, habe ich den zweiten ...

„Twist of a Love Affair“ ist der dritte Band einer Reihe von Piper Rayne, der aber unabhängig von den anderen gelesen werden kann. Nachdem mir der erste Band nicht so zugesagt hatte, habe ich den zweiten nicht gelesen, aber ich fand die Idee zu diesem sehr interessant und die Leseprobe versprach ein gutes Buch, daher habe ich gelesen und wurde auch nicht enttäuscht, auch wenn es auch hier das eine oder andere zu bemängeln gibt.
Haley kommt nach Lake Starlight, um den Vater ihrer 18-monatalten Tochter zu finden. Denver Bailey. Nach einem One-Night-Stand in Seattle sind beide getrennte Wege gegangen, doch nun muss sie sich mit dem Vater ihres Kindes auseinandersetzen und erlebt dabei eine Überraschung, denn es gibt nicht nur Denver, sondern auch seinen Zwillingsbruder Rome, der ihr Herz höherschlagen lässt, und eine Familie Bailey, die sich gerne in alle Dinge einmischt, allen voran Grandma Dori.
Das Buch hält keine wirklichen Überraschungen bereit, aber das ist völlig in Ordnung. Man bekommt als Leser das, was man erwartet und das ist auch völlig ausreichend. Die Charaktere sind sehr vielseitig und mir gefällt Hailey wirklich gut. Sie ist eine junge Frau, die ungewollt schwanger geworden ist, aber das Beste daraus macht und für ihre kleine Tochter alles tun würde. Der Beweis dafür ist, dass sie dem Vater gegenübertritt. Rome galt mit seinem Bruder immer als das schwarze Schaf. Er war immer unterwegs, wollte sich nie häuslich niederlassen, doch nun hat er sein Restaurant in seiner Heimat aufgebaut und will dieses dort eröffnen und führen. Frauen waren für ihn immer nur ein Thema fürs Bett. Aber während des Verlaufs entwickelt er sich wirklich gut und er hat viele gute Szenen und sehr süße Ideen.
Die negativen Aspekte sind, dass es einige Fehler gibt, die mich stören. Das fällt mir in den Büchern von Piper Rayne öfters auf. So ist die Tochter von Hailey erst bei Rome, dann nimmt sie ihm diese ab, nur um eine Seite später plötzlich wieder auf seinem Schoß zu sein. Solche Sachen stören mich einfach, da sie öfters vorkommen. Des Weiteren habe ich das Gefühl, dass in diesen Büchern auch jeder sehr schnell erregt wird und das irgendwie eine Eigenschaft ist, der jeder Charakter haben MUSS. Das war in Band eins extrem schlimm, weswegen das Buch schwer zu lesen war. Hier hielt es sich durchaus in Grenzen, bis man etwa zur Mitte kommt. Ab dort bis zum Ende können die zwei Protagonisten kaum die Finger voneinander lassen. Als ob sich eine Beziehung nur durch Sex definieren lässt. Aber zum Glück kam das dieses Mal mehr am Ende vor, auch wenn schon recht am Anfang Rome erregt wurde, nur weil er Haileys Nacken gestreift hat, als er ihr mit ihrer Kapuze vom Pullover hilft. Als ich das gelesen habe, hatte ich schon Angst, dass es so wird wie in Band eins und dann hätte ich es wohl abgebrochen. Aber so war es deutlich angenehmer und es wurde mehr Augenmerk auf die Story und ihre Entwicklung gelegt.
Alles in allem gebe ich dem Buch vier Sterne und bin auch froh, dass ich es gelesen habe, auch wenn mir am Ende doch zu viel Sex wieder war, aus den oben genannten Gründen. Aber zum Glück gab es immer wieder süße Handlungen von Rome, die das ausgeglichen haben.

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  • Charaktere