Cover-Bild Alle glücklich
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Hardcover
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 27.01.2026
  • ISBN: 9783365010839
Kira Mohn

Alle glücklich

Roman | Was ist, wenn man glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? | Über die Psychologie der Familie | Fesselnd, bewegend und voller Wucht | SPIEGEL-Bestsellerautorin

Was ist, wenn man doch glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt?

Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß.

Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt – und wer dankt es ihm?

Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes.

Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut!

Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratene Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf.

Bestsellerautorin Kira Mohns Roman besticht mit dem scharfen und dennoch liebevollen Blick auf die Psychologie einer Familie.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2026

Ein berührender Blick in das Seelenleben einer Familie

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Alle Familienmitglieder glücklich zu sehen – das ist wohl das, was sich jede Mutter für ihre Familie wünscht. Dass die Realität jedoch oft ganz anders aussieht, beschreibt Kira Mohn in ihrem Roman "Alle ...

Alle Familienmitglieder glücklich zu sehen – das ist wohl das, was sich jede Mutter für ihre Familie wünscht. Dass die Realität jedoch oft ganz anders aussieht, beschreibt Kira Mohn in ihrem Roman "Alle glücklich" überaus eindrücklich. Mit behutsamen Worten und gleichzeitig einem scharfen Blick auf die Geschehnisse und alltäglichen Ungerechtigkeiten widmet sie sich einer vierköpfigen Familie. Aus der Perspektive aller vier Protagonisten schildert sie feinfühlig, wie sehr jeder Einzelne mit seinem Leben hadert.

Zitat: „Doch in Wahrheit waren nicht nur die Kinder, sodern auch Alex in erster Linie mit sich selbst beschäftigt, und wenn sich die Aufmerksamkeit tatsächlich mal auf ein anderes Familienmitglied richtete, dann oft nur um zu sticheln oder sich gegenseitig Vorwürfe zu machen.“ (Kira Mohn: Alle glücklich. Seite 50)

Die Autorin:

Kira Mohn hat vielseitige Talente. Sie gründete eine Musikfachzeitschrift, veröffentlichte unter dem Namen Kira Minttu vier Bücher im Verlag ink rebels (Rezension zu Me Without Words), deren Mitbegründerin sie ist. Sowie bei Kyss ihre Leuchtturm-Trilogie (Rezension zu Show me the Stars) und ihre Kanada-Reihe Wild like a River und Free like the Wind. Außerdem die Island-Reihe The Sky in your Eyes und The Sea in Your Heart. Du irgendwo ist ein weiterer Reihenauftakt, welcher mit der kürzeren Vorgeschichte Ein einziges Versprechen geteasert wurde. Wir irgendwann ist der zweite Teil.2024 erschien Die Nacht der Bärin, eine Geschichte, die sich von ihren bisherigen Büchern unterschied und eine sehr ernste Thematik einfühlsam behandelt. Mit Alle glücklich (2026) legt sie wieder einen Roman vor, der in die Tiefen der menschlichen Seele blickt. Inzwischen lebt die Autorin mit ihrer Familie in München.

Inhalt:

Die Geschichte beleuchtet das Leben einer nach außen hin perfekten vierköpfigen Familie, hinter deren Fassade sich allerdings Überforderung, Sehnsüchte und Krisen verbergen. Obwohl Nina, Alexander und ihre beiden Kinder eigentlich alles für ein erfülltes Leben haben, fühlen sie dieses Glück nicht, da jeder für sich alleine agiert, was dazu führt, dass die heile Welt der Familie Stück für Stück bröckelt.

Gedanken zum Roman:

Auf dem Cover sehen wir eine Frau von hinten dargestellt, die in einem Café zu sitzen scheint und aus dem Fenster schaut. Die Farben sind recht dunkel gehalten und haben etwas bedrückendes, während der Titel in leuchtend gelben Lettern das Gegenteil suggeriert und damit bereist hier verdeutlicht, dass eben nicht alle glücklich sind.

Jedes einzelne Kapitel wird durch eine Frage an das eigene Ich eingeleitet – Fragen direkt aus dem Leben gegriffen, voller Selbstzweifel und Ehrlichkeit. Alle vier Charaktere sind zunächst auf ihre Art liebenswert, doch ihre Tragödie liegt im Schweigen: Sie kommunizieren nicht wirklich miteinander, bewahren Geheimnisse voreinander und wagen es nicht, ihre eigenen Bedürfnisse auszusprechen. Statt gemeinsam zu leben, existieren sie nebeneinander her und driften im Hamsterrad des Alltags immer weiter auseinander. Besonders greifbar wird diese Entfremdung in den einzelnen Schicksalen.

Zitat: „Sie hatte keine Extrawünsche. Alles, was sie wollte, war Ruhe, Frieden und ein bisschen Aufmerksamkeit von Seiten ihres Mannes.“ (Kira Mohn: Alle glücklich. Seite 93-94)

Nina, die Mutter, steckt tief in ihrem Leben fest. Ihre Kinder sind selbstständig und brauchen sie scheinbar nicht mehr, nehmen ihre Mühen aber genauso selbstverständlich hin wie ihr Ehemann, der ihre Ressourcen nutzt und nur für den Job lebt. Doch Nina wird aktiv: Inspiriert durch eine neue Kollegin und Freundin beginnt sie, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Ihre Abwesenheit zwingt Alexander zwar zu einer gewissen Reflexion, doch von seinem hohen Ross steigt er leider nicht herunter.

Zitat: „Und wenn es ihm vielleicht gar nicht gefallen hat?“ (Kira Mohn: Alle glücklich. Seite 62)

Emilia, die Tochter, ist mit einem älteren Jungen zusammen und leidet unter der ständigen Sorge, zu jung, unerfahren oder uncool zu sein. Aus Angst vor Ablehnung fehlt ihr der Mut, Dinge zu hinterfragen, sodass sie sich zu Entscheidungen überreden lässt, die eigentlich nicht ihre sind.

Zitat: „Bin ich eigentlich … richtig?“ (Kira Mohn: Alles glücklich. Seite 26)

Ben, der Sohn, ist einsam und schüchtern. Auf der Suche nach Verbindung hört er einem Online-Coach zu – jemandem, der sehr von sich überzeugt ist. Die Inhalte geben Ben den Anstoß zur Veränderung und und den Antrieb seine Angebetete anzusprechen. Doch ob sein Mut belohnt wird, sei hier nicht verraten.

Zitat: „Er hatte immer das Richtige getan, über zwanzig Jahre lang. Natürlich hatte er hin und wieder einmal mit dem Gedanken an eine andere gespielt, aber das war eben der Punkt: Er hatte diesen Gedanken nie umgesetzt. Nie.“ (Kira Mohn: Alle glücklich. Seite 229)

Alexander, der Vater, macht sich zwar Gedanken über die Veränderungen, sucht aber nicht ernsthaft nach den Ursachen. Er verhält sich wie ein typischer „Halbgott in Weiß“ – und das nicht nur in der Klinik. Seine Selbstverständlichkeit ist erschreckend: Normalerweise verbringt er die Zeit nach dem Abendessen mit Arbeit, als er einen Abend allein zu Hause ist – weil Nina ausgegangen ist – genießt er die Zeit für sich, hat auf einmal keinen Drang, zu arbeiten.

Als Leser wird man zum stillen Beobachter dieses schleichenden Unglücks. Die Geschichte spitzt sich Stück für Stück zu, wartet mit Wendungen auf, die man nicht kommen sieht, und lässt Befürchtungen im Raum stehen, die glücklicherweise nicht eintreffen. Am Ende erwartet einen kein klassisches Kitsch-Happy-End, aber ein realistischer, positiver Ausblick.

Fazit:

"Alle glücklich" ist eine extrem emotionale und aufwühlende Lektüre. Kira Mohn verknüpft vier unterschiedliche Schicksale zu einer Geschichte, die authentisch, berührend und manchmal auch wütend machend ist. Ein absolut empfehlenswertes Buch über das Schweigen, das Ausbrechen und die Hoffnung auf ein echtes Miteinander.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

So nahbar

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Alle glücklich war für mich kein Buch, das man „einfach liest“. Es war eher eines, das man gefühlt zwischendurch weglegen muss, weil sich plötzlich Dinge zu vertraut anfühlen.

Ich hatte ständig dieses ...

Alle glücklich war für mich kein Buch, das man „einfach liest“. Es war eher eines, das man gefühlt zwischendurch weglegen muss, weil sich plötzlich Dinge zu vertraut anfühlen.

Ich hatte ständig dieses leise Unbehagen im Bauch – nicht, weil etwas Schockierendes passiert, sondern weil alles so nah am echten Leben bleibt. Dieses ständige Funktionieren, das Schweigen, das aneinander Vorbeileben. Genau das hat mich getroffen. Es gibt so viele Momente, in denen man merkt: Eigentlich müsste jetzt jemand reden. Aber niemand tut es.

Ich habe mich dabei ertappt, wie ich innerlich Partei ergriffen habe, genervt war, Mitleid hatte, mich wiedererkannt habe... Manchmal alles gleichzeitig. Nina und Ben haben mich besonders beschäftigt. Nina - eine Mutter, die sich viel zu oft hinten angestellt hat und wirklich alles für die Familie opfert und Ben - ein Junger Mann, der viel Einsamkeit in sich trägt und einfach missverstanden wird.

Was ich mochte: Das Buch erklärt nichts, bewertet kaum und drängt einem keine Lösungen auf. Es zeigt einfach, was passiert, wenn Nähe und Kommunikation verloren geht und jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Das fühlt sich ehrlich an aber manchmal auch unangenehm.

Der Schluss? Der hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Aber vielleicht musste es genau so enden. Nicht rund, nicht tröstend, sondern offen. Wie vieles im echten Leben eben auch.

Keine leichte Geschichte. Aber eine, die bleibt.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Einblicke in eine Familie

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✨ Rezension ✨

Alle Glücklich | Kira Mohn | Harper Collins | 288 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Eine Familie, vier Perspektiven und es ist ja alles ok, oder? Alle sind Glücklich, oder? Schließlich läuft es doch ...

✨ Rezension ✨

Alle Glücklich | Kira Mohn | Harper Collins | 288 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Eine Familie, vier Perspektiven und es ist ja alles ok, oder? Alle sind Glücklich, oder? Schließlich läuft es doch gut, oder?

Mutter Nina, die als MTA arbeitet.
Ehemann Alexander, Oberarzt im Krankenhaus.
Tochter Emilia, die in der Oberstufe ist und den ersten Freund hat.
Sohn Ben, Student, bei dem alles toll läuft.

Kira Mohn zeichnet das Bild einer Familie, bei der auf den ersten Blick eigentlich alles gut läuft, die aber nach und nach Geheimnisse und Probleme aufzeigt. Jeder trägt sein eigenes Päckchen, jeder ist sein eigener Hauptprotagonist und so oft wollte man alle mal ernsthaft an einen Tisch bringen, damit sie reden.

Hier werden so viele Probleme und Missstände deutlich und zeigen auf, wie internalisiert gesellschaftliche Erwartungen sind und wie schnell alles aus dem Ruder laufen kann. Unbedachte Worte können das schlimmste in Gang setzen. Für einen selbst ein kleines Versehen, schnell vergessen, nicht ernst gemeint. Für den anderen vielleicht der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt.

Das psychologische Profil einer Familie und wie schnell das Konstrukt zerfallen kann. Für mich am Ende mit bösen Überraschungen, die ich immer noch im Kopf habe. Eine große Empfehlung! Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Einblicke in die Seelen

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Nach außen hin scheinen die Mitglieder der Familie Holtstein glücklich und zufrieden. Alexander ist Oberarzt im Krankenhaus, Mina arbeitet als Sprechstundenhilfe und MTA bei einem Hausarzt, Ben studiert ...

Nach außen hin scheinen die Mitglieder der Familie Holtstein glücklich und zufrieden. Alexander ist Oberarzt im Krankenhaus, Mina arbeitet als Sprechstundenhilfe und MTA bei einem Hausarzt, Ben studiert und die sechzehnjährige Emilia ist gerade frisch verliebt in Julian, der kurz vor dem Abitur steht und mit eigenem Auto und einer Wohnung in München bei ihr punktet. Doch der Schein trügt. Alexander findet immer wieder Gründe warum er bei abendlichen gemeinsamen Essen nicht rechtzeitig da sein kann, Ben verkriecht sich in seinem Zimmer und sitzt fast nur vor dem Computer oder Fernseher obwohl er sich nach einer Freundin, nach Liebe sehnt. Nina nimmt einen Zweitjob als Kassiererin in einem Supermarkt an um eigenes Geld zur Verfügung zu haben und sich nicht für jede Ausgabe rechtfertigen zu müssen. Für alles rund um die Familie ist sie natürlich auch zuständig. Emilia merkt zu spät, welches Spiel ihre erste große Liebe mit ihr spielt.
Wir erleben die Entwicklung der Familie von der scheinbaren Idylle bis zum Chaos aus Sicht aller vier Protagonisten. Deren Probleme können jeden treffen, sie sind emotional geschrieben und man kann mit jedem, mehr oder weniger, mitleiden und mitfühlen.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Wow

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Eine Familie, die scheinbar glücklich ist. Jeder führt sein Leben, alles reine Routine. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Nina ist Mutter zweier Kinder und die Ehefrau von Alexander. Sie arbeitet als ...

Eine Familie, die scheinbar glücklich ist. Jeder führt sein Leben, alles reine Routine. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Nina ist Mutter zweier Kinder und die Ehefrau von Alexander. Sie arbeitet als medizinische Fachangestellte und fühlt sich von ihrem Mann und ihren Kindern öfter mal missverstanden. Alexander ist Oberarzt, bringt das Geld nach Hause und sorgt dafür, dass die Familie es gut hat. Ein bisschen mehr Anerkennung würde auch er sich wünschen.
Emilia ist sechzehn und so richtig verliebt. Blind vor Liebe, könnte man meinen. Ben ist neunzehn und Student. Aber das auch nur gezwungenermaßen. Eigentlich fühlt er sich ziemlich allein.

Der Schreibstil von Kira Mohn ist unheimlich flüssig und authentisch. Sie schreibt soo anschaulich. Es erweckt den Eindruck, als würde sie von einer Familie in der Nachbarschaft schreiben. Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Familienmitgliedes geschildert. Die Reihenfolge bleibt immer gleich,somit wusste ich nach einer Weile schon, wer als nächstes wieder drankommt. Ich habe an den Zeilen gehangen und jedes Wort aufgesogen. Emilias Geschichte hat mich persönlich sehr mitgenommen. Ich habe den Schmerz gefühlt, den sie beschrieben hat. Aber auch Ninas Gedanken haben mich bewegt. Ben konnte ich lange Zeit sehr schwer einschätzen, aber auch seine Gefühle waren hart. Echt. Authentisch. Alexander wird definitiv nicht mein Lieblingscharakter, aber ich muss zugeben, dass mir sein Werdegang ein bisschen gefallen hat. (🤭)

Es geht ums Zuhören, Hinsehen und Da sein. Nicht alles in sich hineinzufressen, über Probleme reden und auch genau so richtig zu sein wie man ist. Jedenfalls nehme ich das aus dieser Geschichte mit. Mir hat es unheimlich gut gefallen und es hat mal wieder aufgezeigt, wie manche Familien scheinbar einfach nebeneinander her leben. Da sagt man lieber: Alle sind glücklich. Alles ist gut.

Für mich ein großartiges Buch und eine absolute Leseempfehlung!

⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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