Das Buchereignis des Frühjahrs 2026: Der neue Roman vom Autor des internationalen Millionen-Bestsellers und der TikTok-Sensation
Die Mitternachtsbibliothek.
Wenn das Leben im Zeitraffer an dir vorüberzieht – welchen Moment würdest du festhalten?
Die Vergangenheit kann niemand ändern, doch der Mitternachtszug kennt den Weg dorthin: Zur Chance, die bedeutsamsten Momente noch einmal zu durchleben – und zu erkennen, wer man wirklich war. Am glücklichsten war Wilbur mit Maggie, der großen Liebe seines Lebens. Damals, in ihren Flitterwochen in Venedig. Bevor er alles aufs Spiel setzte. Nichts wünscht er sich sehnlicher, als die Zeit zurückdrehen und einen anderen Weg einschlagen zu können. Aber damit könnte er alles zerstören, was ihm je etwas bedeutet hat.
Eine zauberhafte Liebesgeschichte aus der Welt von “Die Mitternachtsbibliothek”.
Wilbur stirbt in einem Moment der Hoffnung und gemeinsam mit ihm erfahren wir, was uns nach dem Tod erwarten könnte, zumindest nach Sicht des Autors Matt Haig.
In Begleitung einer Person, die in unserem ...
Wilbur stirbt in einem Moment der Hoffnung und gemeinsam mit ihm erfahren wir, was uns nach dem Tod erwarten könnte, zumindest nach Sicht des Autors Matt Haig.
In Begleitung einer Person, die in unserem Leben eine Rolle gespielt hat, werden die wichtigsten Stationen unseres Lebens abgefahren - zumindest die, welche der Allmächtige oder wer auch immer zuständig dafür ist, als solche ansieht, abgefahren.
Meine Mutter sagte manchmal "Überdenke Dein liederliches Leben" - genau das widerfährt Wilbur - er muss Momente im wahrsten Sinne des Wortes Revue passieren lassen, die er am liebsten auslöschen würde. Aber nicht nur - es gibt auch Rückblicke auf schöne Zeiten.
Ein Roman, der mich nachdenklich werden lässt, der mich aber nicht so begeistert hat wie vor Jahren "Die Mitternachtsbibliothek". Das letzte kleine bisschen hat irgendwie gefehlt. Dennoch beinhaltet auch dieser wieder eine unvergessliche Handlung, die sich mir unwiderbringlich ins Gedächtnis einbrennen wird - schon aufgrund der überraschenden Schlussszene!
Das Buch "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig ist keine traditionelle Fortsetzung des Romans "Die Mitternachtsbibliothek". Aber gedanklich durchaus. Die Geschichte handelt von dem erfolgreichen Geschäftsmann ...
Das Buch "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig ist keine traditionelle Fortsetzung des Romans "Die Mitternachtsbibliothek". Aber gedanklich durchaus. Die Geschichte handelt von dem erfolgreichen Geschäftsmann Wilbur Budd, der nach seinem Tod die Einladung erhält, eine Reise mit dem Mitternachtszug zu unternehmen, um sein Leben nochmal Revue passieren zu lassen. Auf dieser Reise wird er begleitet von Mrs Agnes Bagdale, der ehemaligen Besitzerin der Buchhandlung, die Wilbur übernommen und erfolgreich ausgebaut hat. Auf seiner Reise durch sein eigenes Leben bekommt Wilbur sowohl im Zug, als auch an den zahlreichen Haltestellen, an denen er aussteigen und Sequenzen seines Lebens hautnah im Detail miterleben kann, die Gelegenheit, Nachzudenken und Erkenntnisse sowie Einsichten über sein Leben zu gewinnen.
Das Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Wilbur ist ein vielschichtiger und spannender Charakter, der sein Privatleben der Arbeit und dem Erfolg untergeordnet hat und dies am Ende seines Lebens bereut, da er damit Menschen vertrieben und verloren hat, die er liebte. Die Sequenzen seines Lebens waren manchmal turbulent und spannend, manchmal emotional und anrührend. Die anderen Charaktere wie bspw. seine Frau Maggie, seiner Mutter, sein Bruder waren sehr vielschichtig gezeichnet und ich hätte mir manchmal gewünscht, dass sie Wilbur mehr Kontra gegeben hätten.
Die Geschichte ist auf jeden Fall vom Beginn bis zum Ende interessant und ereignisreich, voller Weisheiten und Einsichten und regt zum Nachdenken über das eigene Leben und die Prioritäten, die man setzt, an. Allerdings fand ich die Geschichte für meinen Geschmack schon etwas zu vorhersehbar und sie glich manchmal eher einer Abhandlung als einer lebendigen Erzählung. Etwas ermüdend und langatmig fand ich zeitweise das viele Selbstmitleid und Bedauern, das Wilburs Geist kontinuierlich umtreibt. Hätte ich dies, hätte ich jenes, fand ich stellenweise etwas erdrückend. Richtig gut gefallen hat mir daher der Plotttwist am Ende, der der Geschichte dann nochmal einen anderen Sinn gegeben hat. Der Schreibstil des Autors ist auf jeden Fall flüssig sowie eindringlich und die Geschichte lässt sich durch die vielen kurzen Kapitel gut lesen.
Fazit: Interessante aber vorhersehbare Geschichte mit vielschichtigen Charakteren, die zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Flüssig und eindringlich erzählt. Eine Empfehlung für Leser, die eine magische, anrührende Geschichte mit Lebensweisheiten zu schätzen wissen.
Der Titel zeigt es deutlich. Dieses Buch ist angelehnt an die Mitternachtsbibliothek, besitzt aber dennoch eine eigenständig Handlung, die auch ohne Vorkenntnisse zu lesen ist.
Wie im berühmten Bestseller ...
Der Titel zeigt es deutlich. Dieses Buch ist angelehnt an die Mitternachtsbibliothek, besitzt aber dennoch eine eigenständig Handlung, die auch ohne Vorkenntnisse zu lesen ist.
Wie im berühmten Bestseller spielt auch diese Handlung größtenteils nach dem Tode Wilburs. Oder besser, er reist in seine eigene Vergangenheit zurück und erlebt diese als stiller Beobachter und mit dem Wissen des Alters und der Geschehnisse neu. Eine tolle Interpretation der letzten sieben Minuten im Leben eines Menschen- eher ruhig erzählt und doch sehr eindringlich. Der Sog der Handlung ist deutlich spürbar, trägt sich aber mehr durch Tiefe und philosophisch anmutenden Fragestellungen als durch Spannung.
Und doch empfand ich die Thematik im vergleich zum ersten Mitternachtsband als etwas schwächer, dies könnte aber am eigenen Interessengebiet liegen. Die verschiedenen möglichen Lebenswege schienen mir einfach etwas interessanter und kreativer als ein Rückblick auf ein einzelnes turbulentes, auch wenn vieles darin aufgearbeitet wurde.
Wilbur ist mit Anfang 80 am Ende seines Lebens angekommen und wir erleben seine letzten Stunden mit. Nach regelmäßigem Klavierunterricht und einem distanzierten Telefonat mit seiner Ex-Frau Maggie bricht ...
Wilbur ist mit Anfang 80 am Ende seines Lebens angekommen und wir erleben seine letzten Stunden mit. Nach regelmäßigem Klavierunterricht und einem distanzierten Telefonat mit seiner Ex-Frau Maggie bricht er zusammen und stirbt. Doch statt im Jenseits aufzuwachen, steht er an einem Bahnhof. Der Mitternachtszug bringt ihn zu jedem wichtigen Moment seines Lebens, den er nochmals durchleben kann oder muss. So durchlebt Wilbur wieder den schrecklichen Augenblick eines Unfalls oder steht während der Flitterwochen mit Maggie in den Gassen Venedigs. Als Außenseiter der Situation erkennt Wilbur nun einiges an seinem jüngeren Ich oder den anderen Personen.
„Er hätte gern einen bestimmten Moment wie eine Blume gepflückt und in ein Buch gepresst, um auf dieser Seite zu verweilen bis ans Ende der Zeit.“ S. 192
Matt Haigs Schreibstil ist wieder sehr schön und wortgewaltig, sodass ich mir einige Zitate markiert habe. Er bringt uns Wilburs Leben gefühlvoll näher, von seiner entbehrungsreichen Kindheit, seiner Beziehung zu Maggie und seiner Arbeit als Buchhändler. Wir erleben den normalen Alltag und viele Schlüsselmomente direkt mit und verstehen Wilbur als Mensch immer wieder ein Stückchen mehr.
Die Idee des Mitternachtszuges passt sehr gut zur Mitternachtsbibliothek und hat mir durchaus gefallen. Die Stationen des Zuges sind interessant und lassen uns Wilbur sehr gut kennenlernen, doch insgesamt sind sie nicht mitreißend. Schnell wird klar, dass Wilbur mehr gearbeitet und dabei Maggie sträflich vernachlässigt hat. Und das ist so banal, wie man es schon hundertmal gesehen oder gelesen hat. Der Grund dahinter ist zwar nicht so herkömmlich und nachvollziehbar beschrieben, aber trotzdem. Zusammenhängend damit trauert Wilbur auch ständig Maggie und der gemeinsamen Zeit hinterher. Das gesamte Buch über ist, trotz glücklicher Momente, die der alte Wilbur nochmals durchleben darf, eigentlich nur überschattet von seiner Melancholie und Nostalgie über seine Beziehung zu Maggie und das hat meine Stimmung mit der Zeit leider runtergezogen.
„Das war das Problem mit dem Leben. Es schenkte einem Tag für Tag, sodass jedes einzelne Wunder, das man eigentlich hätte wertschätzen sollen, zur Normalität wurde, die man einfach nur hinnahm.“ S. 27
Fazit:
„Die Mitternachtsreise“ hat ein tolles Konzept, wie auch schon „Die Mitternachtsbibliothek“, ist aber nicht unbedingt mit der anderen Geschichte vergleichbar. Matt Haig hat Wilburs Geschichte nahbar und nachvollziehbar beschrieben, aber hauptsächlich herrscht die Grundstimmung von Melancholie und Nostalgie, weil Wilbur ständig der gemeinsamen Zeit mit Maggie hinterher trauert. Eine Geschichte, die man nicht lesen muss, aber wenn man sich für Lebensphilosophie und das Bedauern über (verpasste) zweite Chancen interessiert, durchaus auch lesenswert sein kann.
Wilbur ist tot - doch statt des Lichts am Endes des Tunnels, sieht er einen Zug. Einen Zug, der ihn mitnimmt auf eine Reise durch sein Leben und zu den wichtigsten und bewegensten Erlebnissen. Wilbur wusste, ...
Wilbur ist tot - doch statt des Lichts am Endes des Tunnels, sieht er einen Zug. Einen Zug, der ihn mitnimmt auf eine Reise durch sein Leben und zu den wichtigsten und bewegensten Erlebnissen. Wilbur wusste, dass er Fehler gemacht hat, aber diese Reise zeigt ihm, wie oft er den falschen Weg eingeschlagen hat. Die Reise mit dem Zug hat allerdings Regeln und eine davon besagt, dass Wilbur nicht eingreifen darf…
Die Idee mit dem Durchleben der besten und schlimmsten Momente des Lebens finde ich sowohl interessant, als auch irgendwie abschreckend - klar, jeder würde gerne die Highlights seines Lebens erneut durchleben dürfen, aber würde ich wirklich nochmal alle Fehlentscheidungen hautnah miterleben wollen? Wohl kaum. Von Wilbur zu lesen, der so viele Fehler gemacht hat, ist an manchen Stellen schon fast schmerzhaft und man will ihn - genau wie sein Geist - am liebsten in die richtigen Bahnen lenken! Und obwohl es einige tolle Stellen gab und ich ein paar Denkansätze aus dem Buch mitgenommen habe, konnte es für mich nicht mit “Die Mitternachtsbibliothek” mithalten. Dennoch ein tolles Buch und ich denke, einige Botschaften muss man erstmal sacken lassen..