Cover-Bild Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 736
  • Ersterscheinung: 02.05.2016
  • ISBN: 9783492307543
Joël Dicker

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Roman | Krimi, Liebesgeschichte und Roman im Roman
Carina von Enzenberg (Übersetzer)

»Spannend und vielschichtig, dabei klar und klug konstruiert. Eine packende Geschichte.« NDR
Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.

Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors - und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman - fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln ...

»Ein Buch im Buch, ein Krimi, eine Liebesgeschichte. Groß!« Cosmopolitan

Schriftsteller Marcus Goldman wird in einen neuen Mordfall hineingezogen - in »Die Affäre Alaska Sanders«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Vieles ist nicht so wie es scheint

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Das Buch von Joel Dicker „Die Wahrheit über den Fall Harry Qeurbert“ ist ein spannender Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.


Marcus Goldmann,der mit seinem ersten Roman einen mega Erfolg ...

Das Buch von Joel Dicker „Die Wahrheit über den Fall Harry Qeurbert“ ist ein spannender Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.


Marcus Goldmann,der mit seinem ersten Roman einen mega Erfolg erlangt hat, hat eine Schaffenskrise. Nach langer Zeit wendet er sich an seinen ehemaligen Professor und guten Freund Harry Querbert. Marcus hofft, dass dieser ihm helfen kann. Nach einigen Wochen kehrt Marcus zurück nach New York, jedoch ohne Erfolg.

Kurze Zeit später bekommt Marcus einen eigenartigen Anruf von Harry. Harry sagt immer wieder....Marcus ich habe es nicht getan....! Marcus wird nicht schlau worum es genau geht, bis er den nächsten Anruf erhält und von dem Anrufer aufgefordert wird den Fernseher anzuschalten.

Und da sind die unfassbaren Nachrichten. Nach 33 Jahren wurde in Harrys Garten die Leiche von Nola Kellergan gefunden. Aurora und ganz Amerika steht unter Schock


Mit diesem Fund beginnt eine unglaubliche Geschichte.

33 Jahre ist es nun her, als Herry Nola an einem regnerischen Tag am Strand begegnet. Von diesem Moment an entsteht eine einmalige Lieb zwischen den beiden. Problem dabei , Nola ist erst 15 Jahre alt und Harry schon 34 . Was das bedeutet weiß jeder. Es ist eine verbotene Liebe. Keiner darf etwas erfahren. Doch alles geheim zu halten ist nicht so einfach.


Nola und Harry wollen heimlich Aurora verlassen und in Kanada ein gemeinsames Leben beginnen. Sie haben sich alles so schön ausgemalt. Doch dann geschieht etwas schreckliches....Nola erscheint nicht wie vereinbart an dem vereinbarten Treffpunkt.

Durch die Nachrichten erfährt Harry, das in Aurora etwas schlimmes passiert ist und die ganze Stadt in Aufruhr ist. Er macht sich auf den Weg um schnell nach Aurora zurück zu kommen. Und was er da zu hören bekommt ist das schlimmste was ihm passieren konnte. Seine allerliebste Nola wird vermisst. Wo ist seine Nola, was ist passiert??


Marcus macht sich auf dem Weg nach Aurora um Harry, der als Mordverdächtiger verhaftet wurde, beizustehen.

Er entschließt sich, um alles besser zu verstehen, die Menschen von Aurora zu befragen. Dabei stößt er auf immer mehr Ungereimtheiten. Und nicht überall ist Marcus mit seiner Fragerei willkommen. Es ist wie ein riesen Puzzle was zusammengefügt werden muss. Als er dachte der Fall ist gelöst, bekommt der Fall noch einmal eine Wendung.


Meine Meinung:

Der Schreibstil ist fantastisch, einfach nur genial. Er ist so flüssig und spannend geschrieben, dass ich das Buch nicht mehr wegdenken konnte. Es musste überall mit hin, da es mich so in seinen Bann gezogen hatte. Ich habe mit gerätselt und spekuliert wer nun der wahre Mörder ist. Der Roman ist aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben.

Es ist ein Krimi,aber auch eine wunderbare Liebesgeschichte so wie es sie nur selten gibt. Aber wunderschön. Es ist auch ein Buch, wo immer wieder die Geschehnisse von 1975 von verschiedenen Protagonisten geschildert werden.Von Menschen die verletzt wurden und ihren Traum nicht verwirklichen konnte. Wieder von anderen, die liebten, aber diese Liebe nicht erwidert wurde. Oder von Schuld und Schuldigen.

Der Autor schreibt mit einer große Liebe zum Detail, das kann man daran erkennen, das auch die Gedanken und Gefühle der Protagonisten genau beschrieben sind. Ebenfalls konnte ich mich gut in die Landschaft und Umgebung von Aurora einleben. Manches mal hatte ich das Gefühl ich wäre gerade vor Ort.


Ein wirklich wunderschöner Roman. Ich kann ihn wirklich nur weiterempfehlen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Veröffentlicht am 02.06.2023

Guter Krimi, kitschige Liebesgeschichte

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Ein Meisterwerk, ein alternder Schriftsteller, ein verschwundenes Mädchen… Marcus Goldmann, selbst Autor mit Schreibhemmungen, will seinem alten Mentor Harry Quebert helfen, der unter Mordverdacht steht. ...

Ein Meisterwerk, ein alternder Schriftsteller, ein verschwundenes Mädchen… Marcus Goldmann, selbst Autor mit Schreibhemmungen, will seinem alten Mentor Harry Quebert helfen, der unter Mordverdacht steht. Auf seinem Grundstück wurde die Leiche der seit über 30 Jahren verschwundenen Nola Kellergan gefunden, mit der er damals ein Verhältnis hatte. Der Mörder scheint gefunden zu sein, aber je mehr Marcus über die Vergangenheit ausgräbt, desto mehr Verdächtige tauchen auf…
Es gibt wirklich spannende, packende Thriller, die aber so oberflächlich geschrieben sind, dass sie sofort wieder aus dem Gedächtnis verschwinden, sobald man das Buch zuklappt. Joel Dicker erzeugt in seinem Roman ebenfalls enorme Spannung, aber er lässt sich Zeit beim Erzählen, er macht seine Figuren lebendig, er gibt mir das Gefühl, neben ihm zu stehen, anstatt mir die Handlung von ihm erzählen zu lassen. Dicker hat einen sehr komplexen Fall geschaffen, der zu Beginn eindeutig zu sein scheint, aber nach und nach immer neue Facetten und Verwicklungen erhält, die mich 730 Seiten lang am Ball gehalten haben (auch wenn es einige Längen gab und ich ein paar alberne Frauenfiguren wie die Mutter von Goldman und die kitschigen Liebesszenen zwischen Harry und Nola ziemlich überflüssig fand). Die Auflösung, die er dann präsentiert, ist zwar etwas weit hergeholt, aber in sich schlüssig. Gut erzählt, mit überraschenden Wendungen und einigen interessanten Figuren – eine klare Empfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 07.01.2022

Zwei Autoren, die Leiche eines jungen Mädchen und eine verbotene Liebe

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Ein Autor, Markus, schreibt über die Vorgeschichte des Lebens eines Autors, Harry, der vorher noch seine Liste – wie man ein erfolgreicher Autor wird - mit ihm geteilt hat, um ihn von seiner Schriftstellerkrankheit ...

Ein Autor, Markus, schreibt über die Vorgeschichte des Lebens eines Autors, Harry, der vorher noch seine Liste – wie man ein erfolgreicher Autor wird - mit ihm geteilt hat, um ihn von seiner Schriftstellerkrankheit zu befreien.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig, man lernt sie im Verlauf der Geschichte immer besser kennen.
Das Nola und Harry sich die gesamte Geschichte lang siezen, fand ich tatsächlich etwas anstrengend, auch wenn das zu der damaligen Zeit einfach so üblich war…
Man dreht sich oft im Kreis und bekommt die gleichen Happen immer mal wieder aus einer anderen Perspektive zugeworfen.

Die kleinen Einleitungen vor den Kapiteln, in denen Harry über seine Erfolgsmaßnahmen für einen Autor spricht, sehr gut gefallen.
Die Kapitellänge war ziemlich lang..
Der Schreibstil ist leicht, aber durch die vielen Wendungen im Fall muss man wirklich aufpassen und mitdenken!
Das Setting in Aurora hat mir gut gefallen, es war sehr detailreich beschrieben und man fühlte sich als wäre man Teil der kleinen Gemeinschaft.

Ein normaler Roman ist es tatsächlich nicht, man könnte fast schon in Richtung Kriminalroman gehen.
Ich habe irgendwann einfach abgeschaltet und auf das Ende gehofft. Das Ende hat für mich viel gerettet, das kam wirklich überraschend! Das Buch war nicht schlecht, aber vielleicht einfach für mich zur falschen Zeit…

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Veröffentlicht am 22.03.2019

spannendes Ende aber zwischendurch zu viele Längen

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Marcus Goldmann hatte mit seinem Debütroman sofort einen Riesenerfolg. Doch das 2. Buch will ihm nun nicht mehr so recht gelingen und sein Verleger sitzt ihm im Nacken. Verzweifelt nimmt er Kontakt zu ...

Marcus Goldmann hatte mit seinem Debütroman sofort einen Riesenerfolg. Doch das 2. Buch will ihm nun nicht mehr so recht gelingen und sein Verleger sitzt ihm im Nacken. Verzweifelt nimmt er Kontakt zu seinem alten Lehrer und Freund Harry Quebert auf, der ihn bei sich zu Hause in Aurora aufnimmt. Zufällig entdeckt er im Regal Fotos von einem 15-Jährigen Mädchen und Quebert gesteht ihm, vor 30 jahren eine Liebesbeziehung mit Nola gehabt zu haben. Goldmann verspricht das Geständnis fürsich zu behalten und da er mit sienem Roman nicht vorankommt, geht er schließlich zurück nach New York um sich seine Niederlage einzugestehen. Kurze Zeit später erhält er einen Anruf von seinem alten Freund, der ihm sagt, dass man Nola gefunden hat und er unter Mordverdacht steht. Goldmann fährt daraufhin nach Aurora und fängt an selbst zu ermitteln. Immer mehr Geheimnisse tauchen auf und schließlich beginnt er ein Buch über die Geschichte zu schreiben.

Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, doch wurde etwas enttäuscht. Die Sprache von Dicker ist flüssig und sehr bildhaft, dennoch konnte mich die Geschichte nicht von Beginn an mitreißen. Goldmann scheint die Schuld von Quebert partout nichteinsehen zu wollen, er wehrt sich mit allen Mitteln gegen den Gedanken. Auch dass er eine Beziehung mit einem minderjährigen Mädchen hatte, erschüttert ihn nur kurz.

Die Liebesbeziehung zwischen Quebert und Nola wird als wunderschön und tiefgehend beschrieben, bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch die Dialoge und Gedanken scheinen nicht so recht dazu zu passen. Nola redet die ganze Zeit nur davon, dass sie seine Frau werden möchte und dass sie sich um ihn kümmern wird, sie setzt alles daran, nicht von ihm getrennt zu werden, was schon leicht ins krankhafte geht. Auch habe ich nicht verstanden, warum die beiden sich bis zum Schluss immer nur gesiezt haben. Wenn man sich so sehr liebt, sollte man da nicht irgendwann ins Du verfallen? Das hat das ganze für mich irgendwie irrational erscheinen lassen.

Bei den Ermittlungen kommen immer mehr Details aus der Vergangenheit zum Vorschein, jeder hat etwas zu verbergen oder plötzlich Hinweise, die damals nicht berücksichtigt wurden oder gar nicht erst aufgetaucht waren. Die Bewohner von Aurora verstricken sich in Lügen und Ausflüchten. Man fragt sich immer stärker, ob denn damals überhaupt irgendetwas richtig gemacht wurde. Der Mittelteil hat starke Längen finde ich und es war mitunter recht langweilig der Geschichte zu folgen. Erst im letzten Drittel kommt nochmal richtig Fahrt auf und es wird wieder spannend. Alles scheint geklärt doch dann passieren Dinge, diealles wieder über den Haufen werfen. Die Charaktere sind zwar alle gut dargestellt doch erscheinen auch etwas übertrieben. Jeder hat etwas zu verstecken und man fragt sich, ob es denn keine normalen Leute in diesem Aurora gibt. Manche Personen wie z.B. Goldmanns Mutter hätte es nicht unbedingt gebraucht, sie hat nichts zur geshcichte beigetragen und war auch sonst nicht wirklich eine Hilfe, sondern auf Dauer eher nervig.
Beim Lesen ist mir oft aufgefallen, dass Goldmann Dinge und Abläufe erzählt, die eigentlich niemand wissen konnte, z.B. die Gefühle und Gedanken von Nola. Dies war zwar nötig,um die Geschichte voran zu bringen und den Tathergang zu rekonstruieren, aber dennoch hat es mich etwas gestört. Hier hätte ich mir eher einen neutralen Erzähler gewünscht.

Alles in allem lässt mich "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" sehr zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite wurde eszum Ende hin noch wirklich spannend und es hat insgesamt auch die meiste Zeit Spaß gemacht zu lesen, aber auf der anderen Seite sind mir zu viele negative Punkte aufgefallen,so dass meine Erwartungen leider nicht erfüllt werden konnten.

Veröffentlicht am 14.02.2022

Irrungen Wirrungen in Aurora – leider stellenweise recht langatmig

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Das Cover gefällt mir wieder richtig gut, und auch die Aufteilung und Kapitelausschnitte innerhalb des Buchs sind etwas Besonderes. Wer schon etwas von Joel Dicker gelesen hat, weiß aber, dass es das normal ...

Das Cover gefällt mir wieder richtig gut, und auch die Aufteilung und Kapitelausschnitte innerhalb des Buchs sind etwas Besonderes. Wer schon etwas von Joel Dicker gelesen hat, weiß aber, dass es das normal nicht braucht, weil die Story sowieso den größten Raum einnimmt und alles drumherum verblassen lässt.

Leider war das bei dieser Geschichte nicht der Fall. Über 700 Seiten, von denen zwar viele spannend, teilweise grausam und interessant waren, aber auch einige völlig belanglose Abschnitte sind darin zu finden – weshalb ich denke, dass das Buch, ohne an Tiefe zu verlieren, auch gut und gerne 200 Seiten kürzer hätte sein können.

Über den Schreibstil muss man eigentlich nichts sagen, er ist einfach – und einfach gut. Man fliegt stellenweise wirklich so durch die Seiten ohne zu merken, wie viel man schon gelesen hat und Dank gebührt daher natürlich auch der Übersetzerin Carina von Enzenberg.

So richtig sympathisch ist mir außer Marcus Goldman, den ich aus den „Baltimores“ schon kenne und liebgewonnen hab, aber eigentlich niemand gewesen, selbst Harry Quebert fand ich irgendwie seltsam. Gute Story, vollumfänglich aufgelöst und toll geschrieben, aber mit ein paar Längen.

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