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Veröffentlicht am 30.05.2020

Wenn Wahrheit und Lüge Eins werden...

Verity
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Es gibt Bücher, bei denen kann man sich eine lange Vorrede sparen. Verity von Colleen Hoover gehört in diese Kategorie.
Nur eine einzige Sache muss vorher geklärt werden: Wir erleben hier eine Colleen ...

Es gibt Bücher, bei denen kann man sich eine lange Vorrede sparen. Verity von Colleen Hoover gehört in diese Kategorie.
Nur eine einzige Sache muss vorher geklärt werden: Wir erleben hier eine Colleen Hoover, die uns bis jetzt völlig unbekannt war. Sie lässt uns nicht auf Wolke 7 schweben. Lenkt uns direkt in einen unfassbaren Sturm aus Entsetzen, Wut und Misstrauen.

Optisch lässt das Buch eine typische CoHo Romanze vermuten, was aber überhaupt nicht der Fall ist. Mir persönlich gefällt das Cover sehr gut, nur passt es nicht zum Inhalt.
Nun, was soll ich sagen? Das Cover ist der einzige Kritikpunkt an diesem Buch.

Zum Inhalt an sich möchte ich nicht viel sagen, denn Spoiler würden alles zerstören.
Lowen ist eine eher unscheinbare Autorin, die noch immer auf den Durchbruch wartet.
Durch einen Unfall ist die Erfolgsautorin Verity Crawford nicht mehr in der Lage, ihre Reihe zu vollenden. Der Verlag ist auf der Suche nach einer Autorin, die Veritys Job übernimmt, und entscheidet sich für Lowen.
Für Recherchezwecke zieht Lowen also eine Zeit lang bei Familie Crawford ein. Dort zieht nicht nur Veritys Ehemann Jeremy ihre Aufmerksamkeit auf sich (von dem sie sich unter allen Umständen fernhalten sollte), sondern auch ein Manuskript...verfasst von Verity Crawford.

Das Hörbuch ist sehr gut vertont, wir hören zwei Sprecherinnen (eine für Verity und eine für Lowen). Dadurch kann man sich sehr schnell auf beide Frauen einlassen und differenzieren.

Hoovers Schreibstil ist (wie immer) leicht zu verfolgen und macht es den Hörern (oder Lesern) einfach.
Die Idee ist einfach genial und (meiner Meinung nach) so noch nicht erzählt worden.

Ich wusste die ganze Zeit über nicht, wem ich glauben kann und wer wirklich vertrauenswürdig ist. Die Spannung ist so ziemlich die ganze Zeit über präsent und baut sich immer weiter auf.
Gleichzeitig sind viele Schilderungen und Erzählungen so entsetzlich und grausam, dass ich einige Male Gänsehaut bekommen habe. Ab und an musste ich auch kurz auf Pause drücken, um mal durchatmen zu können.
Kurz vor Ende bin ich über mich selbst erschrocken...Wie viel Wut kann man eigentlich gegenüber einer fiktiven Person empfinden?

Ich wusste genau, wer welche Rolle in diesem Netz aus Wahrheit und Lüge und Liebe und Hass spielt.
Zumindest habe ich das gedacht...

Es sind schon ein paar Tage vergangen, seitdem ich das Hörbuch beendet habe und ich bin mir immer noch nicht sicher.
Was ist die Wahrheit?
Was ist die Lüge?

Eigentlich ist mir nur eins klar...ich muss das Buch in Papier im Regal haben!

5 von 5 Sterne, ohne Widerrede!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Digital Detox mal anders

Offline
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Eine Gruppe Menschen, deren Smartphones wichtige Begleiter in ihrem Leben sind. Sie kennen sich mehr oder weniger gut, haben aber das gleiche Ziel: Ein paar Tage ohne Smartphone. Nicht 24/7 erreichbar ...

Eine Gruppe Menschen, deren Smartphones wichtige Begleiter in ihrem Leben sind. Sie kennen sich mehr oder weniger gut, haben aber das gleiche Ziel: Ein paar Tage ohne Smartphone. Nicht 24/7 erreichbar sein und einfach abschalten. Klingt gut? Ja. Aber klingt es immer noch gut, wenn sich unter ihnen ein Mörder befindet?
Genau dieses Szenario stellt Arno Strobel in seinem Psychothriller "Offline" dar.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir ein wenig schwer gefallen. Durch die verschiedenen Charaktere musste ich anfangs oft ein wenig nachdenken, wer jetzt wer ist.
Aus diesem Grund war das Hörbuch die richtige Wahl für mich. Die Vertonung ist gut, der Schreibstil einfach.

Im Verlauf baut sich der Spannungsbogen immer weiter auf und treibt einen immer weiter und weiter. Das Setting des leeren Hotels und die nicht vorhandene Aussicht auf Hilfe haben mich ebenso gefesselt.

Die ganze Zeit versucht man selbst herauszufinden, wer der Killer ist. Es gab immer wieder Situationen, in denen ich dachte, ich wüsste Bescheid. Letztendlich habe ich mit der Auflösung gar nicht gerechnet.

Trotz des holprigen Starts und der anfänglichen Verwirrung um die einzelnen Personen, ist "Offline" ein gelungener Psychthriller.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2020

Zerplatzte Träume

Dream Again
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Zurück in Woodshill. Im Mittelpunkt des 5. Teils der „Again“-Reihe – „Dream Again“ – stehen Jude und Blake. Wie bereits bei den vorhergehenden Bänden, wird auch der Abschlussband von Milena Karas gelesen. ...

Zurück in Woodshill. Im Mittelpunkt des 5. Teils der „Again“-Reihe – „Dream Again“ – stehen Jude und Blake. Wie bereits bei den vorhergehenden Bänden, wird auch der Abschlussband von Milena Karas gelesen. Ich habe schon die komplette Reihe als Hörbuch gehört und mag ihre Art zu lesen sehr gerne. Mona Kastens Schreibstil lässt einen direkt wieder ankommen und gibt einem beim Lesen ein vertrautes Gefühl.

Jude kommt nach einer schweren Zeit in Los Angeles nach Woodshill und trifft dort auf Blake. Blake kennen wir bereits aus „Hope Again“, schon dort mochte ich ihn. Nach seiner Verletzung ist er immer noch am Boden zerstört. Als er auf seine Jugendliebe Jude trifft, werden schmerzhafte Erinnerungen geweckt. Jude und Blake haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und es kommt wegen ihrer gemeinsamen Vergangenheit immer wieder zu Spannungen. Schnell müssen sie feststellen, dass sich seit ihrer letzten Begegnung alles verändert hat…

Ich habe mich sehr auf die Geschichte gefreut und auch darauf, die Anderen wiederzutreffen. Leider kamen unsere altbekannten Charaktere etwas kurz. Über Blake wollte ich unbedingt mehr erfahren. Was Jude angeht, ihr konnte ich nicht viel abgewinnen. Ihre Reaktionen und Handlungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar. Dadurch habe ich über weite Strecken keinen Zugang zu der Geschichte gefunden. Selbst meine Sympathie für Blake konnte das nicht überdecken.

Meine Enttäuschung schmälert allerdings nicht das Potenzial der Geschichte. Auch wenn der Funke bei mir nicht „übergesprungen“ ist, Mona Kasten-Fans sollten sich dieses Buch nicht ausreden lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2020

Ein schöner Abschluss

Save Us
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Der 3. Und letzte Band der Maxton-Hall Reihe: „Save Us“. Mona Kasten nimmt uns zum letzten Mal mit zu Ruby, James und Co.

Nach „Save You“ sind einige Fragen, nicht nur im Bezug auf Ruby und James, offen ...

Der 3. Und letzte Band der Maxton-Hall Reihe: „Save Us“. Mona Kasten nimmt uns zum letzten Mal mit zu Ruby, James und Co.

Nach „Save You“ sind einige Fragen, nicht nur im Bezug auf Ruby und James, offen geblieben. Werden alle ihre Ziele erreichen und Träume erfüllen können?
Zum Cover muss ich nicht wirklich viel sagen, oder? Es ist genauso schön, wie es seine Vorgänger bereits waren. Zusammen sind die Bücher einfach ein Blickfang in jedem Regal.

Die Handlung setzt ziemlich genau da ein, wo der 2. Teil endet. Wir begleiten Ruby auf der Achterbahnfahrt ihrer Gefühle und fiebern mit Lydia mit. Die einen befinden sich in einer Krise und wissen nicht, ob es jemals wieder gut wird. Situationen, von denen man nicht weiß, was man davon halten soll – genau das, was die Anderen beschäftigt.
Endlich erfahren wir auch mehr von Ember, Wren, Alistair und Kesh. Ehrlich gesagt, haben mich diese Entwicklung zeitweise mehr in ihren Bann gezogen als die Geschichte rund um Familie Beaufort. Der Zusammenhalt innerhalb der Clique (auch gerade in schwierigen Situationen) ist schön zu lesen und gibt ein gutes Gefühl.
Mona Kastens Schreibstil macht es einem – wie immer – leicht, dem Geschehen zu folgen. Grundsätzlich verläuft die Handlung in diesem Band etwas ruhiger, als wir es kennen. Trotzdem wird es beim Lesen nicht langweilig und man wird gut unterhalten.

Insgesamt hat mich „Save Us“ vielleicht nicht so sehr abgeholt wie der 1. und 2. Band, aber ist dennoch ein gelungener Abschluss. Er lässt mich mit einem guten Gefühl zurück und ich werde mich immer gern ans Maxton-Hall erinnern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2020

Das habe ich nicht erwartet

Permanent Record
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EDWARD SNOWDEN. Sicherlich kennen die meisten seinen Namen aus den Nachrichten, schließlich hat er über Monate hinweg die Schlagzeilen bestimmt.
Spionage, Massenüberwachung, Geheimdienst –
das sind nur ...

EDWARD SNOWDEN. Sicherlich kennen die meisten seinen Namen aus den Nachrichten, schließlich hat er über Monate hinweg die Schlagzeilen bestimmt.
Spionage, Massenüberwachung, Geheimdienst –
das sind nur einige Schlagworte, mit denen er in Verbindung gebracht wird.
Was genau steckt hinter dieser Person? Warum hat er sich zu diesem Schritt entschlossen? Wie geht er heute mit der Situation um?

Diese Fragen beantwortet Edward Snowden in seiner Autobiografie, welche 2019 erschienen ist. Auf 425 Seiten erfährt der Leser, wer Edward Snowden wirklich ist.

Das Cover zeigt sein Gesicht, ein Porträt in schwarz-weiß. Ich persönlich bin kein großer Fan von Gesichtern auf dem Cover, aber zu diesem Buch ist es durchaus passend. Immerhin ist sein Gesicht, genau wie sein Name, vielen Menschen ein Begriff. Ohnehin ist der Inhalt viel wichtiger als die „Verpackung“.

Alles beginnt tatsächlich schon sehr früh in seiner Kindheit. Erbeschreibt alltägliche Situationen, in denen er erstmals mit einem Computer oder dem Internet in Verbindung gerät. Sein Leben wird für den Leser neu aufgerollt und wir begleiten ihn bei den Stationen seines Lebens. Mit kurzen und prägnanten Kapitelüberschriften zeigt er stets, wo wir uns gerade befinden. Der Schreibstil ist sehr authentisch, was dieses Buch teilweise auch sehr unterhaltsam macht.

Andererseits gehören die Technologie und der Fachjargon ebenso zum Buch, wie zu seinem Leben. Für mich als Laie war es dadurch streckenweise anstrengend den Geschehnissen zu folgen. Die Anwendung von bildlichen Erklärungen erleichtert einem das Lesen jedoch sehr.

Er spricht oft darüber, wie er sich in bestimmten Momenten gefühlt hat und wie diese Momente sein Leben beeinflusst haben. Diese privaten Einblicke lassen ihn nahbar und sympathisch erscheinen.

Nichtsdestotrotz soll seine Autobiografie die Gesellschaft für dieses Thema sensibilisieren. Massenüberwachung ist in der heutigen Zeit ein präsentes Problem, vor dem niemand geschützt ist. Schrittweise werden dem Leser alle erschreckenden Wahrheiten vor Augen geführt. Ich habe großen Respekt vor seinem Mut und seiner Entschlossenheit. Edward Snowden hat eine Entscheidung getroffen, die das Leben aller beeinflusst hat. Sein Leben, das Leben seiner Familie wurde nicht nur beeinflusst, es hat sich um 360 Grad gedreht und alles verändert.

Wirklich beeindruckend, vor allem da ich sonst keine Bücher dieser Art lese.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere