Die englische Gärtnerin Blaue Astern
Die englische Gärtnerin Blaue Astern von Martina Sahler ist der Auftakt einer historisch-botanischen Trilogie. Ich habe vor ein paar Jahren schon Band 2 gelesen ohne zu wissen, dass es sich dabei um eine ...
Die englische Gärtnerin Blaue Astern von Martina Sahler ist der Auftakt einer historisch-botanischen Trilogie. Ich habe vor ein paar Jahren schon Band 2 gelesen ohne zu wissen, dass es sich dabei um eine Reihe handelt. Man kann die Bücher gut separat lesen.
Charlotte Windley träumt davon im Kew Gardens zu arbeiten. Sie hat gerade ihr wissenschaftliches Studium der Botanik abgeschlossen. Doch seit dem Ende des 1. Weltkriegs werden keine Frauen in Kew Garden eingestellt. Trotz aller Widrigkeiten schafft es Charlotte ihren Traum zu verwirklichen. Doch ein tragischer Unfall und eine zufällige Begegnung mit einem deutschen Fabrikanten stellt Charlottes bisheriges Leben auf den Kopf.
Der Schreibstil ist flüssig, leicht und bildhaft. Ich bin gut in das Buch reingekommen und konnte der Geschichte gut folgen. Besonders gut gefallen haben mir die botanischen Beschreibungen. So konnte man sich Kew Garden und später auch den Park und die Umgestaltung gut vorstellen. Die Autorin schafft es das beim Leser ein Kopfkino entstehen kann. Sie schreibt das Buch aus verschiedenen Perspektiven was dem Buch zusätzliche tiefe und Dynamik verleiht. Es gibt zwar ein paar Längen und manches ist auch vorhersehbar, passt aber gut in die Geschichte und zum Genre.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken sehr lebendig. Manchmal haben mich ihre Handlungen aber auch etwas genervt. Allerdings muss man bedenken dass das Buch in den 1920iger Jahren spielt und die Rolle der Frau und der Männer eine andere war als heute. Unter diesem Gesichtspunkt, konnte ich manche Handlungen zwar nachvollziehen, fand sie aber trotzdem etwas störend.
Das Buch bietet eine tolle Mischung aus historischen, Liebe, Familie, Tragödie und Botanik. Es bietet entspannte und unterhaltsame Lesestunden.