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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2022

In welchem Hotel befindet man sich im Moment

Der Tote aus Zimmer 12
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Susan Ryeland, die ehemalige Lektorin, führt zusammen mit ihrem Lebensgefährten Andreas ein Hotel auf Kreta. Leider läuft es nicht so gut wie erwartet, es fehlt Geld für Investitionen.
Eines Tages wird ...

Susan Ryeland, die ehemalige Lektorin, führt zusammen mit ihrem Lebensgefährten Andreas ein Hotel auf Kreta. Leider läuft es nicht so gut wie erwartet, es fehlt Geld für Investitionen.
Eines Tages wird sie von Gästen, dem Ehepaar Treherne angesprochen und engagiert in London Nachforschungen nach dem Verbleib ihrer Tochter Cecily anzustellen.
Susan ist nur zu gerne bereit für kurze Zeit nach London zurückzukehren und das Honorar von 10000 Pfund ist fast noch verlockender. Warum wird gerade sie engagiert? Sie war früher die Lektorin, des mittlerweile verstorbenen Autors Alan Conway. Dieser hatte den Roman 'Atticus unterwegs' verfasst, welchenCecily gerade gelesen und festgestellt hatte, dass das Buch vom Tag ihrer Hochzeit handelt, an dem ein Hotelgast ermordet wurde und ein geständiger Täter verhaftet wurde. Das ist 8 Jahre her und sie stellt fest, dass der falsche Mann verhaftet wurde. Bevor sie aber näher dazu Stellung nehmen kann, verschwindet sie spurlos.
Auf diesem Stand ist Susan, als sie noch einmal das Buch 'Atticus unterwegs' liest. Und mit ihr zusammen auch wir Leser. Genau wie bei den Morden von Pye Hall gibt es ein Buch im Buch. Susan gibt sich reichlich Mühe Vergleiche zwischen damals und heute zu ziehen. Auch wenn sich 'Atticus unterwegs' mit den Geschehnissen von vor 8 Jahren beschäftigt, spielt es in den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts.
Das Buch ist raffiniert aufgebaut und gut zu lesen. Allerdings fand ich den Vorgängerband besser, vielleicht weil dieses Buch im Buch Ding neuartig für mich war.
Der toll gestaltete Umschlag ist ein Hingucker und ich hatte ein paar tolle Lesestunden.

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Veröffentlicht am 01.05.2022

Enttäuschend

Schwarzlicht
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Schwarzlicht ist der erste Band einer neuen Krimireihe der Autorin Camilla Läckberg in Zusammenarbeit mit Henrik Fexeus. Im Nachwort hoffen die beiden, dass die Leser sich auf ein Wiedersehen freuen mit ...

Schwarzlicht ist der erste Band einer neuen Krimireihe der Autorin Camilla Läckberg in Zusammenarbeit mit Henrik Fexeus. Im Nachwort hoffen die beiden, dass die Leser sich auf ein Wiedersehen freuen mit den beiden Hauptpersonen. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich habe mich mit diesem Buch sehr schwer getan bis ich die über 600 Seiten endlich beendet hatte. Dabei hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut, da ich Bücher der Autorin immer gerne gelesen habe.
Aber hier kamen viele Dinge zusammen, welche bei mir nicht zum richtigen Lesefluss geführt haben. Die Handlung plätscherte eigentlich über 450 Seiten nur so vor sich hin, bis sie zum Schluss dann doch noch mal richtig Fahrt aufgenommen hat und spannend wurde. Ein sehr ungleiches Mischungsverhältnis für einen Krimi.
Ich hatte außerdem das Gefühl, dass a l l e Personen irgendwelche Handicaps haben und ich glaube nicht, dass so eine Truppe ein Ermittlungsteam gründen dürfte. Auch die sexuellen Anspielungen wären nicht in diesem Ausmaß nötig gewesen. Warum müssen gleich zu Beginn vier der weiblichen Personen ähnliche Namen haben und alle mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen? Wenn die Handlung spannender gewesen wäre, hätte ich vielleicht einige dieser Mängel einfach überlesen, aber so potenzierte sich meine Unzufriedenheit.
Das Buch hat einige schöne Stellen, in denen teilweise die Zaubertricks erklärt werden. Es war wiederum auch nicht so schlecht, dass ich es abgebrochen hätte, aber richtiges Lesevergnügen hatte ich leider auch nicht.

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Veröffentlicht am 20.04.2022

Gut zu lesen, aber nicht mein Lieblingsthema

Der böse Hirte
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Der böse Hirte ist der zweite Teil der Colter-Shaw-Thriller Reihe des Autors Jeffery Deaver. Ich habe den ersten Teil noch nicht gelesen, also war mir der Protagonist und sein Beruf unbekannt. Um ehrlich ...

Der böse Hirte ist der zweite Teil der Colter-Shaw-Thriller Reihe des Autors Jeffery Deaver. Ich habe den ersten Teil noch nicht gelesen, also war mir der Protagonist und sein Beruf unbekannt. Um ehrlich zu sein, hatte ich bisher im RL auch nur von Kopfgeldjägern aber nicht von Prämienjägern gehört. Trotzdem kam ich ganz gut in die Handlung rein, allerdings habe ich mich anfangs mit der Übersetzung schwer getan.
Zwei junge Männer sind auf der Flucht, da sie vermeintlich einen Prediger erschossen haben. Nun sind zwei Prämien auf das Auffinden der beiden ausgesetzt und das ruft Colter Shaw und seine Konkurrenten auf den Plan.
Colter spürt die beiden auf, als sie auf dem Weg zu einem Camp sind. Vor seinen Augen stürzt sich Adam, der ältere der beiden, freiwillig in den Tod. Den anderen, Erick, bringt er zurück zu dessen Eltern. Aber was steckt hinter dem Freitod von Adam und somit hinter dem Camp.
Colter verschafft sich eine andere Legende und begibt sich ins Camp und befindet sich plötzlich mitten in einer Sekte.
Mir war die ganze Thematik des Buches nur oberflächlich bekannt, aber Jeffery Deaver gelingt es mit diesem Thriller Spannung zu erzeugen und gleichzeitig die Strukturen einer Sekte zu schildern.
Colter Shaw kam mir sympathisch und menschlich rüber, trotz seines Berufes.
Ich werde bestimmt noch andere Bücher dieser Reihe lesen, denn Jeffery Deaver steht für Spannung. Allerdings konnte mich bei diesem Buch das Hauptthema Sekten nicht so richtig mitreißen.

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Veröffentlicht am 19.04.2022

Ein spannendes Lesevergnügen

Der Schmerzflüsterer (Ein Lukas-Sontheim-Thriller)
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Bei 'Der Schmerzkünstler' von Frank Esser handelt es sich bereits um den dritten Band der Lukas-Sontheim-Thriller Reihe.
Lukas Sontheim ist ehemaliger Kriminalkommisar, dem das Leben arg mitgespielt hatte ...

Bei 'Der Schmerzkünstler' von Frank Esser handelt es sich bereits um den dritten Band der Lukas-Sontheim-Thriller Reihe.
Lukas Sontheim ist ehemaliger Kriminalkommisar, dem das Leben arg mitgespielt hatte und er nun endlich wieder Tritt gefasst hat. Er eröffnet gerade seine kleine Privatdetektei, als er auch schon seinen ersten Auftrag bekommt. Eine junge Frau ist verschwunden und ihre Tante macht sich Sorgen, dass ihr Schlimmes passiert ist.
Ziemlich zeitgleich wird die Leiche von Sven Borchert gefunden. Anscheinend hat er sich selbst erschossen, wie die Spuren belegen. In der Kleidungstasche befindet sich ein Zettel: es tut mir leid! Alles sehr rätselhaft, denn die Waffe befindet sich nicht bei der Leiche.
Diesem merkwürdigen Mordfall geht die Mordkommission nach - unter Leitung von Jürgen Brenner. Dieser möchte Lukas Sontheim, seinen ehemaligen Kollegen, zwar gerne aus Untersuchungen raushalten, weiss aber, dass er besser damit fährt, wenn alle an einem Strang ziehen. Denn beide holen sich auch gerne Hilfe bei dem IT Spezialisten Ali. Zu dritt waren sie ja schon öfter erfolgreich.
Lukas Sontheim konzentriert sich mehr auf den Vermisstenfall. Oder hängt alles zusammen?
Ich kenne die beiden Vorgängerbände, aber eigentlich kann jeder Fall auch einzeln gelesen werden. Mir ist aufgefallen, dass die brutalen Mordszenen nicht mehr ganz so drastisch geschildert wurden. Tat der Geschichte gut. Denn Frank Esser scheucht seine Leser gerne von einem Tatort zum nächsten, wobei die privaten Einblicke trotzdem immer noch Platz finden. Eine gelungene Mischung.
Ich freue mich auf weitere spannende Fälle mit diesem tollen Gespann.

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Veröffentlicht am 09.04.2022

Alles klärt sich auf

Violas Versteck (Tom Babylon-Serie 4)
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Mit Violas Versteck ist nun der vierte und finale Band der Tom Babylon Reihe erschienen. Mit 620 Seiten zwar ziemlich dick, aber da der Schreibstil gut zu lesen ist und die Handlung sehr spannend geschildert ...

Mit Violas Versteck ist nun der vierte und finale Band der Tom Babylon Reihe erschienen. Mit 620 Seiten zwar ziemlich dick, aber da der Schreibstil gut zu lesen ist und die Handlung sehr spannend geschildert wird, verfliegt die Lesezeit.
Man muss die Handlungen der drei Vorgängerbände nicht kennen um sich in die Handlung dieses Buches reinzufinden. Ich kannte sie zwar, hatte aber auch nicht mehr alles in Erinnerung. Der Autor pflicht immer kurze Erklärungen ein.
Das Buch spielt hauptsächlich in zwei Strängen und mehreren Zeitebenen innerhalb von 5 Wochen. Durch die genauen Zeitangaben in den Kapiteln kann man aber die Handlungen gut verfolgen und in Relation setzen.
Die Handlung ist fast durchgängig sehr spannend, nur manchmal fand ich die detaillierten Beschreibungen dann doch zu viel, aber gleich bei der nächsten Handlung war es auch schnell wieder vergessen.
Zum Schluss werden alle alten und neuen Stränge zusammengeführt und aufgeklärt. Ein paar Kleinigkeiten fehlten mir noch, aber ich kann damit leben, es lässt mich nicht ratlos zurück.
Der Autor lässt offen, ob es noch einen weiteren Band dieser tollen Reihe geben wird.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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