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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2026

Die Spannung flacht auch im 4.Band nicht ab

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Im Morgengrauen ist der vierte Band der Thrillerreihe mit dem BKA Ermittlerteam Art Mayer und seiner Kollegin Nele Tschaikowski. Diesmal handelt es sich um einen ganz brisanten Fall, denn der Bundeskanzler ...

Im Morgengrauen ist der vierte Band der Thrillerreihe mit dem BKA Ermittlerteam Art Mayer und seiner Kollegin Nele Tschaikowski. Diesmal handelt es sich um einen ganz brisanten Fall, denn der Bundeskanzler Henrik Westphal ist verschwunden. Plötzlich tauchen im Netz Videos auf, in denen eine junge Frau diesen beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Stimmen diese Anschuldigungen? Art Mayer ist unentschlossen, denn er kennt den wenige Jahre älteren Henrik Westphal aus Jugendtagen. Ebenso wie dessen Frau Juli, seiner Jugendliebe. Diese bestreitet solche Vorwürfe gegen ihren Mann vehement.
Letztlich wird in den U-Bahnschächten eine Frauenleiche aufgefunden. Ohne Kopf, aber sie hat ein Eulentattoo, genau wie die Frau auf den Videos. Als dann noch die Leiche des Bürgermeisters entdeckt wird, ist für einige Ermittler klar, es war Art Mayer.
Zum Glück kennen einige Menschen ihn so gut, dass sie unerschütterlich an seine Unschuld glauben. Nele(seine Kollegin), Leo(seine Tochter?) und natürlich Milla, seine kleine Pflegetochter. Auch seinem Chef kommen Zweifel zu den Anschuldigungen.
Das Buch ist in kurzen Kapiteln gehalten und spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen kurze Zeit vor dem Verschwinden von Henrik Westphal und dann die Zeit mit der Suche, dem Auffinden der Leiche und der Aufklärung des Falles, wobei noch einige Rückblicke in die Zeit vor über 20 Jahren stattfinden. Der flüssige, spannende Schreibstil lässt die über 570 Seiten vorbeifliegen und zum Schluss werden alle losen Fäden zusammengeführt. Allerdings fehlt mir persönlich immer noch ein Detail aus der Vergangenheit, so lässt es mich auf eine weitere Fortsetzung der Reihe hoffen.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Ein echter Strobel

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Hauptkommissar Ramin Brunner wird angeboten eine neue Cold Case Abteilung bei der Münchner Polizei zu gründen und zu leiten. Bevor er allerdings endgültig vom KK14 zum KK11 wechselt, überschlagen sich ...

Hauptkommissar Ramin Brunner wird angeboten eine neue Cold Case Abteilung bei der Münchner Polizei zu gründen und zu leiten. Bevor er allerdings endgültig vom KK14 zum KK11 wechselt, überschlagen sich die Ereignisse. Eine junge Studentin-Luisa Menkhoff- meldet sich zu einem Vermisstenfall, der von einer anderen Frau, der Lebensgefährtin, gemeldet wurde. Nicole Klement, die Vermisste, war vor 17Jahren in den Entführungsfall Luisa Menkhoff verwickelt und mit dem Vater von Luisa kurzzeitig liiert.
Ramin Brunner und sein Kollege Sebastian Grohmann, der ebenfalls in die Cold Case Abteilung wechseln soll, verbleiben zunächst einmal in ihrer alten Abteilung, da der Vermisstenfall sich nun noch um einen Entführungsfall erweitert hat. Wie damals bei Luisa handelt es sich um ein kleines Mädchen.
Zusätzlich bekommen Sie Unterstützung von zwei Kripobeamten aus Aachen, die nähere Kenntnisse des alten Falls haben.
Wie gewohnt liest sich der Schreibstil von Arno Strobel flüssig und die Spannung bleibt durch die kurzen Kapitel und die Perspektivwechsel durchweg erhalten. Wie hängen die neuen Fälle mit den alten Fällen zusammen? Denn ein vermisstes Kind von damals wurde immer noch nicht gefunden. War es wieder der Psychologe Dr.Lichner, der damals verurteilt wurde, aber sich mittlerweile wieder auf freiem Fuss befindet? Kann er Menschen so beeinflussen, dass sie sogar morden würden?
Der alte Fall wurde 2009 vom Autor unter dem Titel 'Das Wesen' veröffentlicht. Aber auch ohne die Vorkenntnisse kann man Ungelöst verfolgen, miträtseln und mitfiebern.
Ich freue mich auf weitere Fälle des Teams rund um Ramin Brunner, welches sich toll ergänzt und sympathisch rüberkommt.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Spannend mit überraschendem Ende

Der Fjord
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Ich hatte bisher noch keinen Thriller der Autorin gelesen. Der flüssige Schreibstil von ihr und des Übersetzers und die interessante Story ließen mich das Buch fast nicht aus der Hand legen. Einen Blick ...

Ich hatte bisher noch keinen Thriller der Autorin gelesen. Der flüssige Schreibstil von ihr und des Übersetzers und die interessante Story ließen mich das Buch fast nicht aus der Hand legen. Einen Blick in die Welt der Reichen und Mächtigen - warum nicht?
Jedes Jahr veranstaltet die Familie Fowley in Norwegen eine Riesenparty, bei der Alkohol in Strömen fließt und Drogen auch zum guten Ton gehören.
Amelias Schwester Rose wurde im letzten Jahr zu dieser Party eingeladen und ist seit dieser Zeit verschwunden. Da die Polizei nichts unternimmt, bleibt die Suche nach Rose an Amelia hängen, nur wie bekommt sie eine Einladung zu der Party in diesem Jahr?
Sie krempelt ihr Leben um, nimmt eine falsche Identität an und angelt sich Ford Fowley. Nach fast einem Jahr des Zusammenlebens klappt es dann auch mit der Einladung.
Amelia begibt sich auf dem Fowley Anwesen sofort auf die Suche und stellt einige Nachforschungen an. Sie lernt auch die anderen Familienmitglieder kennen, wobei sie sich hauptsächlich mit ihren Verdächtigungen auf den 'Clanchef' Lawrence einschiesst.
Die Geschichte ist fast durchgängig spannend, zwischenzeitlich hat man Einblicke in das Partyleben, wobei sogar ein Todesfall die feierwütigen, ignoranten Gäste nicht abhält weiterzumachen.
Es hat wohl im Laufe der Jahre mehrere Todesfälle und Vermisste gegeben und auch Amelia begibt sich in Gefahr. Wer ist der Täter? Gibt es ein Schema? Warum werden keine Nachforschungen angestellt? Es wird immer rätselhafter. Meine Vermutungen und Verdächtigungen wechselten im Laufe des Buches doch einige Male und zum Schluss war ich über manche Lösungen überrascht.
Wenn es meine Lesezeit erlaubt, war es bestimmt nicht das letzte Buch von Sarah Goodwin, welches ich gelesen habe

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  • Spannung
Veröffentlicht am 22.04.2026

Ungewohntes Setting für Jan de Fries

Seemannsgrab für Norderney
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Ich lese seit Jahren die Jan de Fries Krimi Reihe von Dirk Trost sehr gerne. Auf den 12. Band Seemannsgrab für Norderney habe ich mich sehr gefreut und schon gleich zu Anfang taucht die erste Leiche auf. ...

Ich lese seit Jahren die Jan de Fries Krimi Reihe von Dirk Trost sehr gerne. Auf den 12. Band Seemannsgrab für Norderney habe ich mich sehr gefreut und schon gleich zu Anfang taucht die erste Leiche auf. Ein Motorradfahrer liegt samt seiner Maschine in der Nordsee. Doro Oldenburg, die Leiterin der Mordkommission, findet eine Visitenkarte von Jan de Fries bei der Leiche. Dieser kannte den Toten aber nicht und kann sich den Besitz der Visitenkarte nicht erklären. Eigentlich ist er ja mit seinen beiden Freunden mit dem Schiff unterwegs, aber das Wetter schlägt Kapriolen und Jan lässt Motte bei den Freunden zurück und begibt sich nach Norderney, wo mittlerweile eine weitere Leiche aufgefunden wurde.
Auf Norderney ist eine Filmcrew bei Filmarbeiten, aber sie sind total unterbesetzt und Jan wird gleich als Komparse engagiert. Ohne, dass er es wollte. Leider gefiel mir das Setting und die ganze Handlung ab diesem Zeitpunkt nicht mehr besonders. Zum Schluss wird der Fall geklärt und es nimmt noch ein paar überraschende Wendungen. Aber mir ist leider nicht so viel davon in Erinnerung geblieben(es ist schon ein paar Monate her, dass ich das Buch gelesen habe). Es war für mich der schwächste Band der Reihe, trotzdem freue ich mich auf weitere Fälle.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Konnte mich nicht mitreißen

Die Rätsel meines Großvaters
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Bei dem Roman: 'Die Rätsel meines Grossvaters' handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie des japanischen Autors Masateru Konishi. Leider kenne ich den ersten Teil: ' Die Bibliothek meines Grossvaters' ...

Bei dem Roman: 'Die Rätsel meines Grossvaters' handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie des japanischen Autors Masateru Konishi. Leider kenne ich den ersten Teil: ' Die Bibliothek meines Grossvaters' nicht und so fehlte mir viel Vorwissen über die drei jungen Leute: Kaede, die Enkelin und ihre beiden Freunde Iwata und Shiki. Kaede ist Lehrerin und kümmert sich rührend um ihren dementen Grossvater. Dieser leidet an einer besonderen Form von Demenz, sodass er in manchen Situationen total wach und klar ist und viele Zusammenhänge erkennt, die anderen zunächst verborgen blieben. Um diese Besonderheit dreht sich der ganze Roman.
Immer wieder tauchen im Alltagsleben der drei jungen Leute Rätsel auf, die sie nicht selbst lösen können. Hat Iwata als Kind eines nachts wirklich mit dem Weihnachtsmann gesprochen und wieso war dieser so plötzlich verschwunden. Und auch sein Vater war seitdem verschollen.
Der Grossvater findet dazu eine plausible Erklärung, genau wie zu anderen Rätseln, die er von den dreien gestellt bekommt. Er vergleicht die offenen Fragen oft mit Situationen aus Büchern und Filmen, hauptsächlich des Regisseurs Alfred Hitchcock und zieht daraus seine Schlüsse. Unterstützt von Kaede, die seine Leidenschaft für Bücher teilt und ebenfalls die ganzen Werke kennt.
Es zieht sich ein roter Faden durch die Rätsel, was anfangs nicht ersichtlich ist und den Roman mit den einzelnen Rätseln zusammengewürfelt erscheinen lässt. Die vorherigen Situationen, bis der Grossvater zu Rate gezogen wird, waren mir oft selbst ein Rätsel und das Lesen war etwas abgehackt. Fehlte mir zu viel Wissen aus dem ersten Band? Sicher kenne ich auch die japanische Kultur zu wenig und einige Begriffe musste ich nachschlagen, sodass es immer eine Unterbrechung gab. Die Treffen mit dem Grossvater waren immer sehr harmonisch, da Kaede sich rührend um den Grossvater kümmert und alle anderen Teilnehmer ihm ihren vollen Respekt zollen. Leider waren mir dann auch nicht alle Szenen aus den Hitcockfilmen oder alle Titel der Bücher bekannt. Die, welche ich kannte, hatte ich dann auch bildlich vor Augen, sodass bei den Grossvatertreffen immer der Lesefluss wieder da war.
Ich hätte vielleicht nicht mit dem zweiten Band beginnen sollen, aber so kann ich leider nur 3,5 Sterne vergeben und habe für mich beschlossen, es bei diesem einen Band zu belassen.
Die Optik des Buches ist mit seinem schön gestaltetem Buchschnitt und Einband sehr gelungen.

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