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Veröffentlicht am 17.09.2019

Ein befriedigender Abschluss

Geblendet
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Jenny Aaron ist vor fünf Jahren in den Kopf geschossen worden und ist dabei erblindet. Sie hat ihre anderen Sinne dermaßen geschärft, sodass sie fast ohne fremde Hilfe durchs Leben kommt. Eine unerwartete ...

Jenny Aaron ist vor fünf Jahren in den Kopf geschossen worden und ist dabei erblindet. Sie hat ihre anderen Sinne dermaßen geschärft, sodass sie fast ohne fremde Hilfe durchs Leben kommt. Eine unerwartete 'Erbschaft' von 2 Milliarden Euro könnte ihr das Leben versüßen. Nun hat sie von einer Methode gehört, die ihr eventuell das Augenlicht zurückgibt und sie beginnt mit der Behandlung; stellt bald aber fest, dass ihre geschärften anderen Sinne wohl wieder auf das alte Niveau zurücksinken. Was ist, wenn sie weiter macht? Kann sie dann eventuell doch nicht richtig sehen? Als ein neuer Fall ihre Hilfe verlangt, muss sie sich entscheiden, das Risiko der Augen OP oder ihren Kollegen und Freunden zu helfen. Sie entscheidet sich für den Fall und trifft auf Malin eine ebenbürtige Gegnerin.
Dies ist der dritte und Abschlussband der Trilogie um Jenny Aaron. Ich habe die drei Bände der Reihe nach gelesen und kann das nur weiterempfehlen, da einem sonst einiges an Vorwissen fehlt. Mir persönlich hat der dritte Band am besten gefallen. Herr Pflüger hat sich sehr viel Mühe mit seinen Recherchen gegeben, denn die Begebenheiten fühlen sich alle real an, sodass das Lesen Freude gemacht hat. Die Gestaltung des Buches ist Geschmackssache. Der gelbe Einwand, der in verschwommenen Buchstaben und zusätzlich in Braille Schrift abgebildet ist, passt gut zu der Reihe. Der schwarze Buchschnitt hat mich zwischendurch etwas irritiert, denn manche Seiten sahen mit dem schwarzen Rand aus wie Traueranzeigen. Von anderen Büchern weiß ich, dass die Buchschnitte nach mehrmaligen Lesen unschön aussehen. Weniger ist manchmal mehr.
Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Suhrkamp Verlag, die mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.
4,5* und Lesempfehlung für die Trilogie

Veröffentlicht am 10.09.2019

Etwas enttäuscht

Am Tatort bleibt man ungern liegen
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Dies war der 12.Fall für Kommissar Jennerwein und sein größtenteils lediertes Team. Da ich die ganze Reihe bisher gelesen habe, war ich dann doch enttäuscht von der Handlung. Kommissar Jennerwein kommt ...

Dies war der 12.Fall für Kommissar Jennerwein und sein größtenteils lediertes Team. Da ich die ganze Reihe bisher gelesen habe, war ich dann doch enttäuscht von der Handlung. Kommissar Jennerwein kommt viel zu kurz, die Grundhandlung finde ich gelungen, aber der Klamauk, hauptsächlich in den Beerdigungsszenen, fand ich übertrieben und sehr unrealistisch. Nächtliche Beobachtungen auf dem Friedhof aus der Sicht eines Toten? Und was sollten die Szenen mit Don Quijote und Sancho Pancho die wie Jona im Wal enden?
Ich hätte mir die Rückkehr der Graseggers in ihren Beruf in einer schöneren Geschichte vorstellen können. Vielleicht sollte die Reihe langsam ein Ende finden.
Der humorige Schreibstil verführte dazu, dass ich das Buch weitergelesen habe. Aber die Geschichte war sehr enttäuschend.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Harrys schwerster Fall

Messer
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Harry ist von Rakel aus der gemeinschaftlichen Wohnung geschmissen worden und verfällt, wie so oft, dem Alkohol. Auch seine Dozentenstelle hat er deshalb verloren,  darf aber bei der seiner alten Dienststelle ...

Harry ist von Rakel aus der gemeinschaftlichen Wohnung geschmissen worden und verfällt, wie so oft, dem Alkohol. Auch seine Dozentenstelle hat er deshalb verloren,  darf aber bei der seiner alten Dienststelle wieder als Ermittler beginnen. Allerdings auf der niedrigsten Stufe. Glücklich geht anders! Nach einem Gelage findet er sich morgens mit blutverschmierter Kleidung vor. Was war geschehen? Er besitzt keinerlei Erinnerung! Kurz darauf erfährt er, daß Rakel brutalst ermordet wurde. Da Svein Finne gerade aus der Haft entlassen wurde, einer der Serientäter die Harry im Laufe seiner vielen Ermittlerjahre ins Gefängnis gebracht hat, steht dieser ganz oben auf Harrys verdächtigen Liste. Er selbst aber gerät immer weiter selbst ins Rampenlicht der Ermittler.
'Messer' ist der 12. Fall für Harry Hole und ist als gebundene Ausgabe im Ullstein Verlag erschienen. Der Schreibstil und die Übersetzung sind spannend und flüssig, allerdings weist die Handlung zwischenzeitlich ein paar Längen auf. Die letzten 150 Seiten haben aber wieder rasant an Fahrt aufgenommen und die Lösung der Fälle, bei dessen Endergebnis Harry seine Finger im Spiel hatte, hat mich dann mit dem Buch versöhnt. Ich freue mich auf weitere Fälle und bedanke mich bei Vorablesen und dem Ullstein Verlag, die mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.
4-5 *

Veröffentlicht am 05.09.2019

Nichts für Zartbesaitete

Das Labyrinth des Fauns
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Ich hatte mir das Hörbuch gekauft, kam aber irgendwie nicht in die Geschichte rein. Als ich das Buch geliehen bekomme habe, habe ich es 'mitgelesen', während Tom Vogt und Cornelia Funke es mir vorgelesen ...

Ich hatte mir das Hörbuch gekauft, kam aber irgendwie nicht in die Geschichte rein. Als ich das Buch geliehen bekomme habe, habe ich es 'mitgelesen', während Tom Vogt und Cornelia Funke es mir vorgelesen haben. Dadurch hatte ich ein ganz besonderes Lese-und Hörvergnügen, da bei dem Hörbuch noch Hintergrundgeräusche eingeblendet wurden und die beiden Sprecher, die Geschichte wunderbar vorgetragen haben. Allerdings ist das Hörbuch nicht so schön aufgemacht und gestaltet, wie das gebundene Buch. Meine Meinung zum Buch:
https://www.lesejury.de/cornelia-funke/buecher/das-labyrinth-des-fauns/9783737356664

Veröffentlicht am 05.09.2019

Nichts für Zartbesaitete

Das Labyrinth des Fauns
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Ofelias Vater, ein wunderbarer Schneider, ist viel zu früh verstorben. Ihre Mutter Carmen hat neu geheiratet und erwartet ein weiteres Kind. Der Vater des Kindes, Captain Vidal holt sie und Ophelia in ...

Ofelias Vater, ein wunderbarer Schneider, ist viel zu früh verstorben. Ihre Mutter Carmen hat neu geheiratet und erwartet ein weiteres Kind. Der Vater des Kindes, Captain Vidal holt sie und Ophelia in den Norden, wo er in Francos Armee gegen Rebellen kämpft. Ofelia ist eigentlich ein liebes 13-jähriges Mädchen, aber Vidal kann sie nicht ausstehen, sie fürchtet ihn und bei einem Halt auf der Reise, verliert sie sich gleich in eine Fantasiewelt und erkennt in einem Wesen eine Elfe.
Ihre Mutter hätte in ihrem Zustand die Reise gar nicht antreten dürfen und nun wird sie immer schwächer und kränker. Je schlechter es der Mutter geht, umso mehr flüchtet sich Ofelia in die Fantasywelt, die von einem Faun beherrscht wird. Dieser erzählt ihr, dass sie eigentlich eine verschwundene Prinzessin sei und drei Aufgaben erfüllen muß, um zurückkehren zu können.
Währenddessen findet in der realen Welt ein erbitterten, grausamer Kampf zwischen den Rebellen und der Armee statt, bei der es keine Sieger gibt.
Das Labyrinth des Fauns ist im Fischerverlag erschienen, in einer zauberhaften Aufmachung. Der Schutzumschlag ist liebevoll gestaltet und wenn man ihn genau betrachtet, sind einige Hinweise vorhanden, die auf den Tod hinweisen. Auch der Einband des Buches bezieht sich mit seiner Gestaltung auf den Inhalt des Buches.
Der Fantasyroman, der zwischen den zwei Welten hin und her wechselt, wird immer mal wieder durch eine kurze Geschichte, eine alte Erzählung, unterbrochen. Eingeleitet durch eine ganzseitige Zeichnung und der Inhalt steht im Zusammenhang zur eigentlichen Geschichte.
Die 320 Seiten waren schnell durch, denn der Schreibstil von Cornelia Funke ist einfach wunderbar. Ich kenne den Film nicht, nach dem dieses Buch geschrieben wurde, aber das Buch läßt mich traurig und nachdenklich zurück.