Ein schöner Einstieg in die Reihe :-)
Nachdem ich die „What if“ Reihe der Autorin - ganz besonders den dritten Band davon - so sehr geliebt habe, war die Vorfreude auf ihre neue riesengroß! Mal abgesehen davon, dass die Cover dieser Reihe ...
Nachdem ich die „What if“ Reihe der Autorin - ganz besonders den dritten Band davon - so sehr geliebt habe, war die Vorfreude auf ihre neue riesengroß! Mal abgesehen davon, dass die Cover dieser Reihe einfach unglaublich schön sind, hat mich vor allem die Internatsthematik total angesprochen und neugierig gemacht!
Der Schreibstil von Sarah Sprinz hat mich mal wieder voll und ganz für sich einnehmen können. Ihr Worte sind Kunst und das, was sie mit ihnen erschafft, Kunstwerke. Sie schafft es, dass man während des Lesens Teil der Geschichte wird und lässt einen absolut alles fühlen. Was mich hier allerdings ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, dass sich das Buch zu Beginn ziemlich zieht. Lange Zeit passiert wirklich wenig, alles plätschert ein wenig vor sich hin und man fragt sich, wann es die Geschichte endlich schafft, einen komplett zu fesseln - denn das ist es, was die Geschichten von Sarah Sprinz immer tun. Einen fesseln und in ihren Bann ziehen. Und auch hier war es nicht anders, nur dass es diesmal halt ein wenig länger gedauert hat.
Emma und Henry sind beides Charaktere, mit denen ich schnell warm geworden bin und die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Ich muss sagen, dass sie für mich nicht die allerstärksten Charaktere waren - sie haben mich nicht völlig mit sich mitgerissen -, aber ich konnte mich wunderbar in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hineinfinden und eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Emma und Henry sind die Art von Protagonisten, die ein bisschen zu gut für diese Welt zu sein scheinen und bei denen es unmöglich ist, sie nicht wahnsinnig gern zu haben. Mir ist allerdings während des Lesens schon aufgefallen, dass mich die Nebencharaktere - die Charaktere, die in den beiden Folgebänden Protagonisten sein werden - mein Interesse weitaus mehr geweckt haben und ich habe so im Gefühl, dass Band 2 und 3 mich nochmal so viel mehr berühren und begeistern werden. Tori und Sinclair habe ich mit ihrer lockeren, offenen und humorvollen Art nämlich beide schon jetzt unglaublich toll gefunden und lieb gewonnen & Olive hat gerade mit ihrem zurückhaltenderen und distanzierteren Verhalten dafür gesorgt, dass ich sie näher kennenlernen und mehr über sie und ihr Leben erfahren möchte. Ich weiß nicht, wieso, aber ich glaube, mir wird es hierbei ähnlich wie bei der „What if“ Reihe ergehen - dort ist meine Liebe auch Buch für Buch mehr gewachsen.
Die Liebesgeschichte zwischen Emma und Henry entwickelt sich in einem super schönen und angenehmen Tempo und hat mir im Großen und Ganzen auch super gut gefallen. Ich fand es unglaublich schön, dass man bei den beiden gleich zu Beginn eine Verbindung spürt und dass man im Laufe der Geschichte gemeinsam mit den beiden immer mehr besondere Momente zwischen ihnen sammeln darf. Man bekommt die Zeit und Möglichkeit, sich mit ihnen gemeinsam zu verlieben und besonders ab ca. der Hälfte des Buches hat mich die Liebe zwischen den beiden wirklich berühren können. Ein wenig gestört hat mich die Tatsache, dass Henry am Anfang des Buches noch eine Freundin hat und es recht lange dauert, bis er sich von dieser trennt, trotz dessen, dass er merkt, dass seine Gefühle für sie nicht mehr so sind, wie sie mal waren, er dafür aber gerade welche für Emma entwickelt. Dadurch gab es nämlich ein paar Momente zwischen ihm und Emma, die ich nicht zu 100% genießen konnte, weil ich seine noch bestehende Beziehung zu einer anderen immer im Hinterkopf hatte. An dieser Stelle muss ich sagen, dass er sie NICHT betrügt, aber ich mich eben gerne schon eher voll und ganz auf das zwischen Emma und ihm hätte einlassen können wollen.
Ein Highlight war für mich ganz klar die Dunbridge Academy, das Internatsleben und die gesamte Atmosphäre dort. Ich habe die Beschreibungen von diesem besonderen Setting geliebt und welche Stimmung diese geschaffen haben. Auch die Tatsache, dass die Dunbridge Academy von Anfang an als Zuhause und all seine Schüler und Schülerinnen als Familie beschrieben werden, fand ich unglaublich schön. Das Gemeinschaftsgefühl war unglaublich stark und ich habe mir während des Lesens nicht nur einmal gewünscht, dort selbst Schülerin zu sein.
„Dunbridge Academy - Anywhere“ war für mich ein richtig schöner Einstieg in die neue Reihe von Sarah Sprinz. Es gibt ein paar kleine Kritikpunkte, die dafür gesorgt haben, dass dieses Buch kein Highlight und auch kein 5-Sterne-Buch für mich war, aber es konnte mich berühren, ich habe die Charaktere sehr ins Herz geschlossen und das Lesen total genossen. Zudem ist meine Vorfreude - jetzt, wo ich Tori, Sinclair und Olive kennengelernt habe - noch viel größer und ich weiß einfach, dass die nächsten beiden Bücher der Reihe es mir noch einmal mehr antun werden. Und darauf freue ich mich schon jetzt seeeehr!