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Veröffentlicht am 24.08.2019

Ein spannender und interessanter Auftakt

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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"Ophelia Scale - Die Welt wird brennen" spielt in der Zukunft im 22. Jahrhundert und ist der erste Band einer Trilogie.

Nach der "Abkehr", bei der den Menschen die fortgeschrittene Technologie entrissen ...

"Ophelia Scale - Die Welt wird brennen" spielt in der Zukunft im 22. Jahrhundert und ist der erste Band einer Trilogie.

Nach der "Abkehr", bei der den Menschen die fortgeschrittene Technologie entrissen wurde, haben die Menschen keine Hoffnungen und Ziele mehr. Ophelia und die Gruppe von Reverse haben es sich zum Ziel gesetzt, den König zu ermorden. Ophelia schläust sich somit in den Palast ein. Allerdings verliebt sie sich in dessen Bruder Lucien und schnell meldet sich ihr Gewissen.

Die Autorin Lena Kiefer schreibt sehr spannend. Man kann dieses Buch schnell durchlesen, da es sehr interessant ist. Nur zu Beginn brauchte ich ein wenig Zeit, um voll in die Geschichte einzutauchen, da ich mit den vielen "Fachbegriffen" noch so rein gar nichts anfangen konnte. Diese hätten am Anfang vielleicht noch etwas näher erklärt werden können. Nach einiger Zeit hatte ich mich dann allerdings in die Geschichte eingelesen und auch die Begriffe ergaben dann irgendwann einen Sinn und waren nicht mehr befremdlich.

Das Thema Technologie und was es mit uns Menschen macht, ist ein interessantes Thema. Denn wer weiß, ob es nicht auch uns in irgendeiner Form irgendwann so treffen wird. Die Ängste des Königs, dass die Omni, die künstlichen Intelligenzen, alle Menschen verdrängen würden, ist sicher nicht unbegründet. Natürlich fühlt und kämpft man als Leser mit Ophelia mit, kann aber auch die Ansicht des Königs nachvollziehen.

Dieses Buch regt zum Nachdenken an, wie weit die Technologie noch fortschreiten und wo wir wirklich im 22. Jahrhundert stehen.

Natürlich darf auf der anderen Seite auch die Liebe nicht fehlen. Ich bin ein Fan von Lucien und Ophelia. Trotz aller Umstände verlieben sich die beiden ineinander. Und ich glaube auch fest an die beiden und nicht daran, dass Täuschung und Verrat ihre Beziehung begleitet hat.

Das Buch endet mit einem sehr spannenden Cliffhanger. Davon bin ich grundsätzlich kein Fan. Allerdings zwingt es die Leser natürlich die Folgebände zu lesen. Und dieses Buch macht süchtig nach mehr!

Mir hat dieser Auftakt wirklich gut gefallen und ich bin gespannt, wie es weitergeht!

Veröffentlicht am 16.08.2019

Ein Buch, das zu Herzen geht

Perfectly Broken
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"Perfectly Broken" handelt von Brooklyn, die nach dem Tod ihres Mannes ein neues Leben in Bedford aufbaut. Thomas ist bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Brooklyn hat nur noch Ghost, ihren ...

"Perfectly Broken" handelt von Brooklyn, die nach dem Tod ihres Mannes ein neues Leben in Bedford aufbaut. Thomas ist bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Brooklyn hat nur noch Ghost, ihren Hund, den sie als letztes Geschenk bekommen hat. Und sie ist gebrochen. Doch ihr neuer Nachbar Chase versucht mit allen Kräften, ihre Mauern zu durchbrechen. Und langsam öffnet sie sich ihm und lernt, sich neu zu verlieben.

Das Cover finde ich sehr passend. Es wirkt edel und spiegelt voll und ganz den Kern dieses Buches wieder - eben perfekt gebrochen. So wie Chase Brooklyn perfekt beschreibt.

Für mich ist dies ein Buch, das berührt! Weiter und weiter fühlt man mit Brooklyn und auch mit Chase mit, hofft, dass sie sich ihm öffnen kann, ihr neues Leben leben kann.

Die Autorin vermittelt mit ihrem Schreibtstil authentisch die Gefühle vor allem von Brooklyn und schreibt in vielen Abschnitten auch deren Gedanken nieder, um noch tiefer in ihre Seele blicken zu können.

Ein Kennenlernen durch die Wand - das ist mal eine andere Idee und eher ungewöhnlich. Trotzdem schafft Sarah Stankewitz die Gradwanderung zwischen Romantik und Kitsch und lässt die Geschichte nie übertrieben wirken.

Es handelt sich nicht um ein Buch, in dem wahnsinnig viel passiert. Der Fokus liegt auf dem Gefühl des Verlusts und der Trauer auf der einen Seite, auf der Liebe auf der anderen Seite.

Meiner Meinung nach ist dies vollkommen ausreichend.

Für mich definitiv ein Buch, das zu Herzen geht!

Veröffentlicht am 12.08.2019

Verspricht leider nicht das, was ich erwartet habe

Als wir im Regen tanzten
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"Als wir im Regen tanzten" ist ein Roman über ein Ehepaar, das in den Zwanziger Jahren in Berlin lebt: Willi, der gefeierte Regisseur und Recha, eine bekannte und beliebte Schauspielerin des Stummfilms. ...

"Als wir im Regen tanzten" ist ein Roman über ein Ehepaar, das in den Zwanziger Jahren in Berlin lebt: Willi, der gefeierte Regisseur und Recha, eine bekannte und beliebte Schauspielerin des Stummfilms. Die beiden straucheln mit ihrer Ehe und mit den Ereignissen und Eigenarten jener Zeit, auch weil Recha Jüdin ist. Sie haben Hürden in ihrem Job und in ihrer Ehe zu meistern.
Auf der anderen Seite erzählt die Geschichte von Felice, die Schwester von Willi, und deren Mann. Die beiden kämpfen mit allen Mitteln darum, ihre Pflegekinder behalten zu können und nicht an die leibliche Mutter und Schwester von Willi und Felice zu verlieren.

Das Cover gefällt mir gut. Es wirkt atmosphärisch, sehnsüchtig, ein wenig verloren. Im Großen und Ganzen spiegelt es Rechas Situation zu der damaligen Zeit wider.

Zu Beginn heißt es:

"Sie waren jung, sie hatten überlebt. Es gab kein Geld, aber auch keine Zensur mehr, und sie würden es schaffen. Sie würden aus der zerstörten Welt eine bessere bauen." (Zitat Prolog)

Dieses Zitat direkt am Anfang hat mir sehr viel Hoffnung auf eine energiereiche, gefühlvolle Geschichte gemacht. Leider wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht.

Gerade im ersten Drittel dieses Buches habe ich mich durch die Seiten gequält und musste mich daran hindern, es nicht einfach zur Seite zu legen.

Ich habe keine Beziehung zu den Figuren aufgebaut. Es fehlt die Nähe, die Charaktere bleiben oberflächlich, etwas unnahbar.

Der Erzählstil der Autorin ist sehr langatmig, sehr verschachtelt und sie schweift oft ab vom eigentlichen Geschehen, sodass ich oft der Handlung nicht gut folgen konnte und mich gelanweilt habe. Dies wird mit der Zeit besser. Im zweiten Teil konnte ich mich zwar noch nicht vollständig, aber ein wenig mehr in diese Zeit hinein versetzen.

Im Nachhinein überlege ich, ob es nicht besser gewesen wäre, den ersten Band zu kennen. Diesen habe ich nicht gelesen. Ich denke, dass man einige Punkte sicher besser verstanden hätte, wenn man die Vorgeschichte der Figuren gekannt hätte. So wirkte alles sehr verworren. Allerdings hätte das wahrscheinlich meine Meinung zu diesem Buch nicht geändert, da sich die Geschichte einfach wirklich zäh hinzieht und einem kein wahres Lesevergnügen bereitet.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte mehr Fahrt auf, allerdings kam es mir so vor, dass alles Handlungen schnell zu Ende gebracht werden mussten und zum Teil erscheint mir das Ende nicht logisch. Ich hätte mir ein wenig von dem Schwung des letzten Abschnittes in den ersten Teilen gewünscht. Das hätte das Ganze sicher ein wenig spannender gemacht.

Meiner Meinung nach ist auch die Inhaltsangabe irreführend. Ich habe eine Geschichte rund um Recha erwartet, um ihre Ängste und Sorgen in der Nachkriegszeit. Als ich das Buch zur Hand genommen habe, habe ich erwartet, einiges mehr über die damalige Judenverfolgung zu erfahren. Dies wird nur am Rande angeschnitten. Viel mehr geht es um die Beziehung zwischen Recha und Willi und vor allem auch um Felice und ihren Kampf um die Ziehtöchter. Diese beiden Geschichten wurden nebeneinander her erzählt und wurden mir zu wenig verknüpft.

Alles in allem muss ich leider sagen, dass ich mich nicht richtig in diesem Buch verlieren konnte und etwas enttäuscht wurde. Da ist es natürlich schade, dass ich auch keine Lust verspüre, weitere Bücher dieser Reihe zu lesen.

Veröffentlicht am 11.08.2019

Romantisch, schön und kurzweilig

No Sweeter Love
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"No Sweeter Love" verspricht eine romantische Liebesgeschichte. Und in dieser Hinsicht wurde ich definitiv nicht enttäuscht!

Claire ist nach der Trennung von ihrem Freund Matt am Boden zerstört - erst ...

"No Sweeter Love" verspricht eine romantische Liebesgeschichte. Und in dieser Hinsicht wurde ich definitiv nicht enttäuscht!

Claire ist nach der Trennung von ihrem Freund Matt am Boden zerstört - erst recht, als er bei ihr nur drei Monate später einen Verlobungsring für seine neue Freundin kauft. Um sich abzulenken, fährt sie mit ihrem besten Freund Ethan für ein langes Wochenende mit zu seiner Familie, um die Hochzeit seiner Cousine zu feiern. Ethan hat Claire bei seiner Familie als seine feste Freundin ausgegeben. Die beiden spielen das verliebte Paar. Natürlich schleichen sich da auch wahre Gefühle ein...

Es handelt sich bei diesem Buch um einen wahren Liebesschmöker. Wer sehr gern eine romantische und gefühlvolle Geschichte lesen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Zwischen Claire und Ethan kribbelt und knistert es. Doch sie zögern und wollen ihre Freundschaft nicht zerstören. Immer weiter fiebert man mit und möchte endlich, dass mehr aus dieser Freundschaft wird.

Olivia Miles hat ein sehr angenehme Art zu schreiben. Sie legt unglaublich viel Gefühl in die einzelnen Sätze, benutzt auch die nötige Portion Humor und hat mich wirklich gefesselt, sodass ich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen durch gelesen habe. Ich habe darauf gebrannt, zu wissen, wie sich die Beziehnung zwischen Claire und Ethan entwickelt.

Mir ist positiv aufgefallen, dass ich keinerlei Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden vermisst habe. Die Geschichte ist in sich geschlossen. Nun hat mich dieses Buch dazu bewegt, auch die anderen Bände dieser Reihe unbedingt lesen zu wollen.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der eine schön, romantische Liebesgeschichte lesen möchte, meiner Meinung nach ideal für den Strand!

Veröffentlicht am 10.08.2019

Fast perfekt

Perfect Mistake
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"Perfect Mistake" schwirrte schon immer vor meiner Nase herum und auch das Cover gefällt mir sehr gut. So macht es viele potenzielle Leserinnen auf sich aufmerksam. Nach Beendigung des Buches kann ich ...

"Perfect Mistake" schwirrte schon immer vor meiner Nase herum und auch das Cover gefällt mir sehr gut. So macht es viele potenzielle Leserinnen auf sich aufmerksam. Nach Beendigung des Buches kann ich auch sagen, dass der Titel meiner Meinung nach wirklich perfekt passt! Ein perfekter Fehler - das beschreibt dieses Buch ungemein.

Es geht um Adele und Pete. Sie, die Tochter eines Unternehmers, er bei ihm angestellt. Die beiden lernen sich kennen, als Adele noch minderjährig ist und Pete - 15 Jahre älter - auf sie aufpasst. Nachdem Adele sich in Pete verliebt und ihr Herz gebrochen wird, verlieren sie sich aus den Augen. Dann treffen sie allerdings sieben Jahre später wieder aufeinander. Und die Gefühle ünermannen sie.

Es geht zwischen den beiden auf und ab. Die Geschichte ist typisch und birgt keine Überraschungen. Trotzdem ist das Buch wunderbar, wenn man gern eine schöne, humorvolle, stürmische und erotische Liebesgeschichte verschlingen möchte!

Der Schreibstil von Kylie Scott ist sehr angenehm. Sie schreibt anschaulich, prickelnd, mit Gefühl und extrem fesselnd.

Was mir besonders gut gefällt, ist der Perspektivenwechsel. Wir erfahren sowohl die Entwicklung der Beziehung von Adele und Pete heute als auch die Geschehnisse vor sieben Jahren. So erhält der Leser einen tiefen Einblick in die gesamte Geschichte der beiden und fiebert noch stärker mit.