Das Gefühl, nicht dazuzugehören
Where We BelongZofia zieht mit ihren Eltern von Polen nach Berlin. Obwohl sie die Sprache nicht richtig beherrscht, schicken die Eltern sie aufs Gymnasium. Dort fühlt sie sich lange nich zugehörig - bis sie Jonas trifft, ...
Zofia zieht mit ihren Eltern von Polen nach Berlin. Obwohl sie die Sprache nicht richtig beherrscht, schicken die Eltern sie aufs Gymnasium. Dort fühlt sie sich lange nich zugehörig - bis sie Jonas trifft, der zu ihrem besten Freund wird. Und für seinen Freund Nils entwickelt sie Gefühle. Allerdings verraten die beiden sie. Als sie im Studium Nils wieder gegenübersteht, brechen die alten Wunden wieder auf.
Dieses Buch berührt. Voller Emotionen erfahren wir, was es heißt, fremd in einem Land zu sein. Hier fließen viele Gefühle der Autorin selbst mit in die Geschichte ein.
Der Erzählstil ist kurzweilig, authentisch und emotional, sodass ich so durch die Seiten geflogen bin. Erzählt wird vor allem aus Sicht von Zofia, wobei die Kapitel sich aus Gegenwart und Vergangenheit abwechseln. Zunächst war das ein wenig verwirrend. Aber man kommt schnell rein in diesen Stil und dann hat dieser Mix mir sehr gut gefallen, um nach und nach Zofias Geschichte zu verstehen. Außerdem lesen wir immer wieder aus Nils Sicht, was das große Ganze weiter abrundet.
Vor allem der Charakter Zofia geht mir nahe und ich fühle sehr mit ihr mit. Nils Handeln ist zwar manchmal für mich nicht ganz nachvollziehbar. Dennoch ist auch er ein interessanter Protagonist. Aber auch die Nebencharakte wie Lena und Matteo passen gut in das Gesamtbild.
Die Geschichte von Zofia ist sehr authentisch und ehrlich. Sie zeigt ein die Gefühle eines Mädchens, dass sie nie richtig zuhause fühlt und glaubt, nirgendwo dazuzugehören - absolut lesenswert!