Thriller | Der neue Thriller der SPIEGEL-Bestsellerautorin um den Ermittler Will Trent (Georgia-Serie, Band 12)
Fred Kinzel (Übersetzer)
Du bist nicht so allein, wie du denkst ...
Ridgeview Lodge, am Anfang des Appalachian Trail, ist ein luxuriöses Anwesen, perfekt für Eskapismus. Pro Woche können nur wenige Gäste die abgelegenen, privaten Hütten buchen, um in der Einsamkeit zu entspannen.
Als Will Trent und Sara Linton hier für ihre Flitterwochen einchecken, hoffen sie auf größtmögliche Ablenkung von ihrem hektischen Alltag als Ermittler und Medical Examiner für das Georgia Bureau of Investigation. Doch gleich in der ersten Nacht hören die beiden einen schrecklichen Schrei - und eine Frau wird brutal ermordet aufgefunden.
Will und Sara finden sich plötzlich inmitten einer Mordermittlung wieder. Der Druck steigt weiter, als der Teenagersohn der Toten verschwindet. Und mit einem Mörder, der nur darauf wartet, wieder zuzuschlagen, wird der Traumurlaub schnell zu einem Rennen gegen die Zeit ...
"Letzte Lügen" von Karin Slaughter ist schon der 12. Band der Georgia-Reihe. Hier haben wir die beiden Protagonisten Will Trent und Sara Linton in ihren Flitterwochen, di sie sich wohl ganz anders vorgestellt ...
"Letzte Lügen" von Karin Slaughter ist schon der 12. Band der Georgia-Reihe. Hier haben wir die beiden Protagonisten Will Trent und Sara Linton in ihren Flitterwochen, di sie sich wohl ganz anders vorgestellt habe.
Zum Verständnis des Kriminalfalls und der Geschichte ist keinerlei Vorkenntnis notwendig, nur wenn man die persönliche Entwicklung der Ermittler und auch die Verhältnisse zu Kollegen und Vorgesetzten verstehen möchte, sollte man die komplette Reihe lesen. Meistens möchte man das dann aber sowieso.
Die Flitterwochen finden in einem Resort statt, abgeschlossen und schwierig zu erreichen, Natur und Erholung und Einsamkeit pur. Schon in der ersten Nacht hören die beiden einen Schrei und finden ein Mordopfer.
Natürlich sind sie schnell in die Ermittlungen mit einbezogen, eigentlich sind sie sogar die einzigen, die das Verbrechen aufklären möchten.
Hier hat man die Tatsache eines abgeschlossenen Tatortes, der Mörder muss noch vor Ort sein, die Verdächtigen sind gezählt. Und trotzdem sind mir mit jeder gelesenen Site mehr Personen verdächtig, so richtig sympathisch ist hier niemand, jeder hat ein fieses und dunkles Geheimnis.
Die Spannung ist von Beginn an hoch und bleibt es auch, der Autorin gelingt es mehrmals mich auf eine falsche Fährte zu locken. Da gibt es sehr gelungene Wendungen. Manchmal war es mir da schon etwas zu viel und unübersichtlich.
Die Aufklärung schockiert, ebenso wie viele Themen in diesem Buch, ist aber logisch und nachvollziehbar. Für mich wird das hier nicht das letzte Buch der Autorin bleiben.
Ende 2023 habe ich mir vorgenommen, die gesamte Grant-County- und Georgia-Reihe zu lesen. Dass sich mein Sara-Linton-Marathon durch eine Neuerscheinung verlängern würde, hatte ich da noch gar nicht auf ...
Ende 2023 habe ich mir vorgenommen, die gesamte Grant-County- und Georgia-Reihe zu lesen. Dass sich mein Sara-Linton-Marathon durch eine Neuerscheinung verlängern würde, hatte ich da noch gar nicht auf dem Schirm. Da ich nun aber erst kürzlich deutlich ältere Werke von Karin Slaughter gelesen habe, muss ich auch einen Vergleich anstellen: Das neue Buch (ebenso den Teil davor) finde ich deutlich besser als die alten Werke. Sowohl die Handlung als auch die Charaktere sagen mir mehr zu. So hat mich auch dieses Buch daran erinnert, wieso ich diesen Marathon überhaupt gestartet habe.
In diesem Teil begleiten wir Sara und Will in die Flitterwochen und natürlich darf auch dort die Ermittlungsarbeit nicht fehlen. Das Mordopfer ist so ziemlich die einzige anwesende Person (außer Sara und Will natürlich), der man nicht den Tod wünscht. Hier fragt man sich nicht "Wer hat ein Motiv?", sondern eher: "Wer hat keins?"
Das Feeling der Location kommt super rüber und obwohl ich mich in Bezug auf den Ort teilweise in Faith wiedererkannt habe, mochte ich das Setting. Die Karte vorne im Buch hilft bei Unklarheiten weiter, aber eigentlich ist der genaue Lageplan auch nicht so wichtig. Was aber meiner Meinung auch noch nach vorne ins Buch gehört hätte, wäre eine Content Note (bzw. ein Verweis auf eine Content Note hinten im Buch).
Die Handlung war interessant und gerade gegen Ende wollte ich dann unbedingt wissen, wer nun die Tatperson ist. Die Auflösung war ein kleines bisschen enttäuschend, weil ich von Anfang an schon die Person verdächtigt hatte und den Verdacht zwar mehrfach wieder aufgrund eines Widerspruchs verworfen hatte, aber es war meiner Meinung nach relativ einfach vorherzusehen.
Alles in allem mochte ich das Buch, allerdings hätte ich mir doch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit beim Lektorat gewünscht. Ja, es sind über 500 Seiten, aber es waren teilweise recht offensichtliche Fehler von Zeichensetzung bis inhaltlichen Widersprüche; das hätte beim Lektorat auffallen können. Zudem habe ich mich mehrfach auch an der Verwendung des Wortes "Schirm" statt "Bildschirm" gestört, aber vielleicht benutzen das andere Menschen synonym und das Problem hatte nur ich.
In einem Wandergebiet im Apalachian Trail in Bundesstaat Virginia treffen sich sechs Paare, alle gut betucht und gebildet in exklusiven Lodges , um dort für eine Woche Urlaub zu machen. Darunter ...
In einem Wandergebiet im Apalachian Trail in Bundesstaat Virginia treffen sich sechs Paare, alle gut betucht und gebildet in exklusiven Lodges , um dort für eine Woche Urlaub zu machen. Darunter sind auch inkognito der Ermittler Will und die Gerichtsmedizinerin Sara. Sie wollen dort ihre Flitterwochen verbringen. Ungestört , versteht sich. Doch unter den Vermietern brodelt es. Die alten Leute wollen das Anwesen verkaufen. Das spaltet die Familie. Mercy, die Tochter, ist dagegen. Prompt wird sie brutal ermordet. Auch sonst scheint sie dort kein gutes Leben gehabt zu haben.
Will und Sara nehmen sich der Sache an und stecken bald mitten in den Ermittlungen. Sind noch mehr Menschen in Gefahr? Und warum ist Jon, Mercys Sohn plötzlich verschwunden?
Karin Slaughter, bekannt als Thriller-Autorin , hat es wieder getan. Ein weiterer Pageturner sorgt für spannende Lesestunden.
Ich liebe die Atlanta – Georgia Reihe der amerikanischen Autorin Karin Slaughter. Vor dieser hatte ich natürlich auch schon ihre Grant County verschlungen. Während einige gute Bekannte von mir der Reihe ...
Ich liebe die Atlanta – Georgia Reihe der amerikanischen Autorin Karin Slaughter. Vor dieser hatte ich natürlich auch schon ihre Grant County verschlungen. Während einige gute Bekannte von mir der Reihe um Agent Will Trent, zu der sich ab Band drei dann auch Sara Linton als Hauptfigur gesellte, schnell den Rücken kehrten, finde ich persönlich diese noch mal deutlich düsterere Reihe sogar besser. Vor ein paar Tagen wurde dieses inzwischen 12. Buch der Reihe als Rezensionsexemplar bei NetGalley angeboten und ich konnte es noch vor dem Erscheinungstermin auf meinem Kindle lesen.
Will Trent und Sara Linton haben endlich Nägel mit Köpfen gemacht und geheiratet. Im abgelegenen, von der Familie McAlpine betriebenen Anwesen Ridgeview Lodge wollen sie eigentlich ganz ungestört ihre Flitterwochen verbringen und ihren sonst so mörderischen Alltag für eine Weile hinter sich lassen. Doch als sie sich in der ersten Nacht gerade einem aufregenden Liebesspiel im See hingeben wollen, hören sie einen fürchterlichen Schrei und finden kurze Zeit später die sterbende Managerin.
Schnell wird klar, dass von dem eigentlich zuständigen Gesetzeshüter keine ordnungsgemäße Ermittlung zu erwarten ist. Aber es gibt ja noch Amanda, die es schafft, das GBI ins Spiel zu bringen. Auch wenn sie nicht wirklich begeistert davon ist, dass Will und Sara während ihrer Flitterwochen arbeiten, lässt sie es zu und schickt ihnen noch Faith und Kevin als Verstärkung. Die Ermittler finden heraus, dass so ziemlich jeder, der sich zum Zeitpunkt des Mordes auf dem Gelände der Lodge befand, etwas zu verbergen hat. Doch welches Motiv ist stark genug für den brutalen Mord?
Den Schreibstil empfand ich als gewohnt flüssig. Die Sprache einfach, bildhaft und die Ausdrucksweise oft wieder nicht besonders zimperlich. Gleich am Anfang gab es das brutale Verbrechen und im Zuge der Ermittlungen wurde noch ganz viel - mindestens genauso Schlimmes - mit ans Licht geholt. Das ergab es eine permanent düstere Grundspannung, die mich immer weiterlesen und auch keine Längen empfinden ließ. Um diesen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, bediente sich die Autorin verschiedener Perspektiven und Zeitebenen. Wer letztendlich der Mörder war, hat mich überrascht und sehr traurig gestimmt.
Es wurden auch diesmal wieder geschickt verschiedene Spuren ausgelegt, die mich als Leserin bei der Suche nach ihm in einen grauenhaft verbrecherischen Sumpf und auf etliche falsche Fährten führten. Denn gleichzeitig wurden auch wieder verschiedene gesellschaftliche Probleme mit angeprangert. Darunter Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt, fehlende Zivilcourage, Machtmissbrauch und Korruption. Aber genau das waren die Themen, die mich auch nach dem Lesen des Thrillers nicht gleich losließen, mich darüber nachdenken und daran erinnern ließen, dass ich diese insgesamt wirklich auf grausame Art berührende Geschichte eben doch nicht an allen Ecken und Enden rund fand.
Einerseits wurde geschrieben, dass Mercy, die nach dem Unfall des Vaters das Management der Lodge übernommen hat, diese erfolgreich und mit großen finanziellen Gewinnen führte. Doch nach allem was über sie und ihre toxische Familie im Laufe der Handlung so bekannt wurde, fand ich die Erklärungen zu den geschäftlichen und finanziellen Aspekten im Nachgang dann doch etwas widersprüchlich und nicht gänzlich schlüssig zurechtkonstruiert. Trotzdem hat mich auch diese Geschichte wieder so gut unterhalten, dass ich nun hoffe, dass es mit der Reihe noch ein bisschen weitergeht.
Der Rückblick enthüllt die Geschichte einer mehr als toxischen Familie. Despotismus, Brutalität, Duckmäusertum, Geldgier und Ungerechtigkeit sind an der Tagesordnung. Die Situation spitzt sich zu, es kommt ...
Der Rückblick enthüllt die Geschichte einer mehr als toxischen Familie. Despotismus, Brutalität, Duckmäusertum, Geldgier und Ungerechtigkeit sind an der Tagesordnung. Die Situation spitzt sich zu, es kommt zu einer Katastrophe, zu einem Mord. Macht absolut keinen Spaß zu lesen.
Gerichtsmedizinerin Sarah Linton und Ermittler Will Trent sind zufällig vor Ort und beginnen mit den Ermittlungen. Das ist nicht ungefährlich; so hatten sich die frisch Verheirateten ihre Flitterwochen in einem idyllischen Ressort nicht vorgestellt.
Über die Familie des Opfers kommen immer mehr gräßliche Sachen ans Tageslicht. Motive gibt es mehrere. Können Sarah und Will rettend und aufklärend eingreifen? Das Ende ist unerwartet.
Karen Slaughter verfasst ihren Thriller gewohnt tiefgründig, beschreibt ihre Protagonisten ausführlich, verleiht ihnen gut vorstellbare Züge. Das ist nicht immer spannend, entstanden ist dennoch ein solider Krimi für ihre Fans.