Auf liebevolle Weise vermittelt diese Geschichte, wie vielfältig Familienleben sein kann: Alleinerziehende und Großfamilien, Unverheiratete und Mehrgenerationenhaushalte, Regenbogen- und Patchworkfamilien. Keine Familie ist gleich, aber sie alle verbindet die Liebe füreinander - selbst, wenn man sich einmal streitet. Einfühlsam erzählt von Michael Engler und mit zauberhaften Bildern von Julianna Swaney, wird Familienleben in all seinen bunten Facetten gezeigt. Ein Bilderbuch über Toleranz, Vielfalt, Freundschaft und Liebe – zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren und für die ganze Familie.
Ein verlorenes Päckchen
Als Lars mit seiner Mama vom Einkaufen zurückkommt, entdeckt er ein Päckchen auf dem Bürgersteig vor ihrem Haus. „An Familie" steht darauf – den Rest kann man nicht mehr lesen, denn der Regen hat die Schrift verschmiert. Gemeinsam mit Lina, die nebenan wohnt, macht sich Lars auf eine Entdeckungsreise durch die Nachbarschaft und lernt dabei die unterschiedlichsten Familien kennen. Wem das Päckchen wohl gehört?
Eine Hommage an die Vielfalt unserer Gesellschaft:
authentisch, bunt, generationen- und kulturenübergreifend!
Einfühlsam erzählt:
Auf kindnahe Weise thematisiert das Kinderbuch sensible und wichtige Themen wie Trennung, Verlust, Toleranz, Diversität und Inklusion.
So bunt wie das Leben:
Das Bilderbuch zeigt unterschiedliche Familienkonstellationen und gibt einen Einblick in verschiedene Formen des Zusammenlebens
Motivation zum Lesen:
Zu diesem Buch gibt es ein Quiz bei Antolin
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"Das alles ist Familie" von Miachel Engler, ist ein liebevoll ausgearbeitetes Kinderbuch in dem sensibel auf wichtige Themen eingegangen wird.
Als Lars mit seiner Mama vom Einkaufen zurückkommt, entdeckt ...
"Das alles ist Familie" von Miachel Engler, ist ein liebevoll ausgearbeitetes Kinderbuch in dem sensibel auf wichtige Themen eingegangen wird.
Als Lars mit seiner Mama vom Einkaufen zurückkommt, entdeckt er ein kleines Päckchen, das vor seinem Haus liegen. Jedoch ist das Adressfeld durch den Regen fast nicht mehr erkennbar nur "an die Familie" ist noch zu lesen. Gemeinsam mit dem Nachbarskind Lina, begibt sich Lars auf eine aufregende Entdeckungsreise durch die ganze Nachbarschaft und lernt dabei die unterschiedlichsten Kinder und ihre Familien kennen. Ob sie am Ende die Familie der das Päckchen gehört finden?
Michael Engler hat eine tolles Kinderbuch geschrieben, in dem er zeigt wie vielfältig und Facettenreich Familienleben sein kann. Ob Alleinerziehend, als Grossfamilie, Unverheiratet oder als Mehrgenerationenhaushalt, als Regenbogen- und Patchworkfamilie. Keine der Familie ist gleich und doch verbindet sie die Liebe füreinander. Mit seinem locker, leichten Schreibstil nimmt er Gross und Klein mit auf eine aufregende Entdeckungsreise und bringt dabei wichtige Themen wie Trennung, Verlust und Toleranz verständlich mit ein. Sogar der Spannungsbogen bleibt stets bis zum Schluss erhalten. Unterstrichen wird die wundervolle Bilderbuchgeschichte durch grosse, sehr liebevoll gezeichnete Illustrationen die hervorragend zum Abenteuer passen.
Ein sehr empfehlenswertes Vorlesebuch mit hübschen Illustrationen in dem sensibel und kindgerecht auf wichtige Themen eingegangen wird.
Dieses Bilder-/Vorlesebuch für Vierjährige und älter hat sich ein wichtiges Thema vorgenommen und verlockt mich sehr, dieses Thema als Lesepatin aufzugreifen: Was ist ...
Familie ist, wenn man sich liebt
Dieses Bilder-/Vorlesebuch für Vierjährige und älter hat sich ein wichtiges Thema vorgenommen und verlockt mich sehr, dieses Thema als Lesepatin aufzugreifen: Was ist Familie? Wie vielfältig sind die Möglichkeiten, eine Familie zu sein? Und alle Formen des Miteinanders haben Respekt und Toleranz verdient.
Auf sehr gelungene, dem Zielgruppenalter angepasste Weise schlägt Michael Engler mit seinem Buch eine Bresche für die Vielfalt der Lebensmöglichkeiten. Er verpackt seine Botschaft geschickt in eine Handlung, die sogar eine gewisse Spannung mit sich bringt, denn der kleine Lars findet vor der Haustür ein Päckchen. Allerdings ist das Etikett verschmiert, sodass niemand weiß, wem das Päckchen gehört. Da kommt Lars auf die Idee, in der Nachbarschaft herumzufragen und bekommt schnell Unterstützung von Lina, deren Eltern viel streiten, sich aber auch schnell wieder vertragen. Wo immer die beiden Kinder klingeln, öffnet sich für sie eine andere Welt des Zusammenlebens, so wie sie es aus ihrem eigenen Zuhause nicht kennen. Ob zwei Frauen mit Kind zusammenleben oder ob eine Großfamilie mit 7 Kindern und Oma und Opa im Haus leben oder ob Lars und Lisa eine Patchworkfamilie kennenlernen – alles bringt sie zum Staunen. Und sie erfahren, dass es vielfältige Möglichkeiten des Zusammenlebens gibt und dass die Liebe zu- und füreinander das feste Band ist, das Familie zusammenhält.
Sensibel und liebevoll lässt Michael Engler Bewusstsein für Vielfalt und Toleranz entstehen. Zum Ende des Buches werden die die verschiedenen Formen des Zusammenlebens in kindgerechter Weise noch einmal genauer dargestellt. Was ist ein Mehrgenerationenhaushalt oder was ist eine Regenbogenfamilie? Wie funktioniert eine Patchworkfamilie? Die wunderschönen zarten, feinen Illustrationen von Julianna Swaney setzen Handlung und Thema des Buches zusätzlich perfekt in Szene. Ein sehr gelungenes Buch für die Kleinen, das seine Wirkung gerade beim Vorlesen durch Erwachsene entfaltet
Es gibt Bilderbücher die erzählen zauberhafte Geschichten und es gibt Bilderbücher bei denen der pädagogische Mehrwert im Vordergrund steht. Beides hat seine Berechtigung, was besser oder schlechter findet, ...
Es gibt Bilderbücher die erzählen zauberhafte Geschichten und es gibt Bilderbücher bei denen der pädagogische Mehrwert im Vordergrund steht. Beides hat seine Berechtigung, was besser oder schlechter findet, ist streitbar und aus meiner Sicht klar situationsabhängig.
Bei „Das alles ist Familie“ ist definitiv Zweiteres der Fall. Michael Engler hat in seiner Geschichte das Thema Vielfalt in Familien aufgegriffen und gibt jegliche Art des Zusammenlebens einen Raum. Alleinerziehende, adoptiere Kinder andererHautfarbe als die Eltern, gleichgeschlechtliche Eltern, Eltern, die nicht verheiratet sind und viele mehr. Die Geschichte ist nicht überragen kreativ, aber sie gibt dem zu vermittelnden Stoff einen Rahmen. Ein Junge findet vor seiner Haustüre ein Päckchen und leider ist durch den Regen der Familienname verschwommen, da steht nur noch „Familie“. Er macht sich auf die Suche und klingelt an jeder Haustüre.
Wie ein Denkanstoß für die Kleinsten, eine gute Grundlage um vielleicht Familienverhältnisse andere zu besprechen zu durchdenken. Nicht nur Mutter, Vater, Kind sind eine Familie. Nein, auch viele viele andere Formen des Gemeinsamen ist möglich.
Wunderbar fand ich endlich mal ein gehbehindertes Kind im Rollstuhl in einem Bilderbuch zu sehen ohne Kommentierung! Das ist wahrlich ein Schritt in die richtige Richtung! Toll, bei so viel Diversität sowas einfach wie nebenbei einzuflechten. Ohnehin Hautfarbe, Nationalitäten, auch das ist bunt gemischt in diesem Bilderbuch.
Auch die tollen Aquarelle von Julianna Swaney sollten hervorgehoben werden, denn sie sind wirklich entzückend. Ich bin großer Fan von ruhigen Bildern in Bilderbüchern, dass ist gelungen.
Fazit: Eher pädagogisch wertvoll als eine fesselnde Geschichte, aber soooooo wichtig!!!
Eines Tages findet das Kind Lars ein Paket vor seiner Tür, doch der Regen hat einen Teil der Adresse weggewaschen. Jetzt steht dort nur noch „Familie …“. Der Bub macht sich sofort auf den Weg ...
Inhalt
Eines Tages findet das Kind Lars ein Paket vor seiner Tür, doch der Regen hat einen Teil der Adresse weggewaschen. Jetzt steht dort nur noch „Familie …“. Der Bub macht sich sofort auf den Weg durch die Nachbarschaft, um herauszufinden, wem das Päckchen gehört. Dabei trifft er auf ganz unterschiedliche Familien…
Übersicht
Einzelband oder Reihe: Einzelband
Altersempfehlung: 4+
Erzählweise: Figurale Erzählweise, Präsens
Tiere im Buch: + Im Buch werden keine Tiere verletzt oder getötet.
Inhaltswarnungen: -
Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: ---
Diese Geschichte solltest du lesen, wenn dir folgende Themen/Dinge in Büchern gut gefallen:
- Diversität
- Vielfalt
- Familie
- Freundschaft
Lieblingszitat
„Vielleicht ist Familie sein einfach nur, wenn man sich liebt.“ E-Book, Seite 24
Meine Rezension
Als ich den Klappentext zu „Das alles ist Familie“ gesehen hatte, war mir sofort klar, dass ich dieses Kinderbuch, das ganz offensichtlich gegen einengende Heteronormativität und Vorurteile ankämpft, lesen muss. Und ich habe es nicht bereut – auch wenn es für mich kein Highlight war…
Die Geschichte handelt vom Kind Lars, das ein Paket findet, von dem der Regen den Namen gewaschen hat, sodass dort nur noch „An Familie…“ steht. Aus diesem Grund macht er sich auf den Weg durch die Nachbarschaft, um die rechtmäßigen Besitzer_innen zu finden. Das ist meiner Meinung nach der perfekte Aufhänger dafür, Kindern ab 4 Jahren verschiedene Familientypen und Konstellationen vorzustellen. Hier wird auch so gut wie alles abgedeckt, es bleiben keine Wünsche offen: verschiedene Hautfarben, Nationalitäten, es gibt alleinerziehende Väter, lesbische Eltern, adoptierte Kinder, Kinder mit Behinderung, Patchwork-Familien, verheiratete und unverheiratete Elternpaare, große und kleine Familien, Mehrgenerationenhaushalte, verschiedene Körperformen und sogar über kinderlose Familien wird gesprochen. Lars lernt, dass hier nur eines zählt: dass sich alle lieb haben. (Gut, dysfunktionale Familien werden hier also doch ausgeklammert, aber das ist auch gut so in einem Kinderbuch für 4-Jährige. 😉) Am Ende werden die Familien in Lars‘ Nachbarschaft noch einmal kurz mit Bild und Steckbrief vorgestellt, danach ist sogar noch Platz für ein Foto der eigenen Familie, was ich ganz süß gemacht fand. Der Schreibstil ist flüssig, neutral gehalten (= wenig emotional, nicht besonders fesselnd) und leicht verständlich – ich fand ihn okay, er wird mir aber nicht in irgendeiner Weise besonders positiv in Erinnerung bleiben.
Besonders Kinder, die in einem sehr heteronormativen Umfeld aufwachsen und außer der typischen Kernfamilie und vielleicht der einen oder anderen alleinerziehenden Mutter noch nicht viel gesehen haben, können von diesem Buch profitieren. Es kann nämlich dabei helfen, Vorurteile abzubauen, offener und toleranter zu werden und zu zeigen, dass Vielfalt/Diversität etwas Normales und Bereicherndes ist! Hierfür bietet es Eltern und Pädagog:innen viele Anknüpfungspunkte für Gespräche über verschiedene wichtige Themen. Aus feministischer Sicht gibt es hier ebenfalls nichts auszusetzen, weil sowohl Väter als auch Mütter gleichwertig in der Elternrolle gezeigt werden und z. B. auch die Kleidung frei von stereotypischen Farben ist.
Jene Kinder, die Diversität aber bereits leben und jeden Tag erleben – für die das bereits etwas ganz Normales ist –, könnten an der einen oder anderen Stelle etwas irritiert sein (wie ich). So gibt es im Buch beispielsweise eine Stelle, an der Lars die Tochter eines gleichgeschlechtlichen Pärchens fragt: „Sagst du zu der einen Mama Mama und zur anderen Papa?“ Das ist meiner Meinung nach eine Frage, die sehr konstruiert wirkt und doch eher einem erwachsenen heteronormativ geprägten Weltbild entspringt (wie sehr wir alle diese Anschauung verinnerlicht haben, scheint dem Autor hier nicht bewusst zu sein). Ich bezweifle, dass unter Kindern überhaupt diese Frage aufkommen würde… Außerdem wird am Ende des Buches noch kurz das Thema „Samenspende“ angesprochen – da frage ich mich, ob dieses Thema (mit allem, was dazugehört, wenn man es erklären möchte) nicht noch zu komplex für 4-Jährige ist.
Nun noch kurz zu den Zeichnungen und zum Layout: Die Wasserfarben-Illustrationen von Julianna Swaney haben mir ganz gut gefallen, sie sind in zarten Pastellfarben gehalten, was sehr gut zum Regenwetter im Buch passt. Allerdings waren sie mir stellenweise auch etwas zu beige und zu blass und ich hätte mir mehr Details im Hintergrund zum Entdecken gewünscht. Außerdem enthalten manche Seiten für meinen Geschmack etwas zu viel Fließtext – diesen hätte man noch etwas besser aufteilen können.
Mein Fazit
„Das alles ist Familie“ ist ein Kinderbuch, das sich für Vielfalt und gegen einengende Heteronormativität einsetzt, was mir als Feministin natürlich sehr gut gefallen hat und wovon (die meisten) Kinder nur profitieren können. Aufgrund der etwas detailarmen, blassen Illustrationen, des mittelmäßigen Schreibstils und der einen oder anderen problematischen oder nicht altersgemäßen Stelle reicht es zwar nicht für ein Jahreshighlight, aber doch zumindest für vier Sterne. Von mir gibt es also eine Empfehlung – besonders für Kinder ab 4 Jahren, die in einem sehr heteronormativen Umfeld aufwachsen.
„Das alles ist Familie“, hier werden auf kindgerechte Weise unterschiedliche Familien gezeigt. Ob Mama, Papa und Kind bei denen sich die Eltern wohl streiten aber auch vertragen, oder gleichgeschlechtliche ...
„Das alles ist Familie“, hier werden auf kindgerechte Weise unterschiedliche Familien gezeigt. Ob Mama, Papa und Kind bei denen sich die Eltern wohl streiten aber auch vertragen, oder gleichgeschlechtliche Eltern. Hier finden sich Großfamilien und ganz kleine und alle haben was gemeinsam sie haben sich lieb und kümmern sich um einander.
Lars sucht nach den Besitzern von dem Päckchen und stößt hier auf unterschiedliche Konstellationen. Die Erklärungen warum die jeweilige Familie eine Familie ist, ist leicht verständlich. Untermalt wird die ganze Suche mit wunderschönen Illustrationen.
In der digitalen Ausgabe kann ich die Ansicht anpassen allerdings hätte ich mir die Schrift noch etwas größer gewünscht. Für die kleinen und großen Leser wäre es dann noch einfacher zu lesen.
Die Suche gefällt mir aber sehr gut.
Am Ende findet sich noch eine Übersicht über die besuchten Familien und es ist noch ein Platz für ein Foto von der eigenen Familie frei.
Fazit:
„Das alles ist Familie“ ist sehr gelungen und die unterschiedlichen Familienkonstellationen sind super erklärt. Die Illustrationen sind sehr gelungen und ansprechend. Die Schrift hätte ich mir etwas größer gewünscht. Insgesamt ist dieses Buch aber klasse geschrieben und sehr kindgerecht. Mich konnte es überzeugen und ich kann „Das alles ist Familie“ sehr empfehlen.