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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Buchverlage
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 27.06.2024
  • ISBN: 9783550202995
Marc-Uwe Kling

VIEWS

Roman | Der beklemmende Thriller vom Autor des Bestsellers "QualityLand"

Ein schockierendes Verbrechen – und alle werden es sehen

Die 16-jährige Lena Palmer verschwindet spurlos. Drei Tage später taucht sie in einem verstörend brutalen Video wieder auf, welches in atemberaubendem Tempo viral geht. 

BKA-Kommissarin Yasira Saad soll Lena finden und die Täter identifizieren. Ihr bleibt wenig Zeit, denn schon gibt es erste gewalttätige Demonstrationen in deutschen Städten. Eine rechtsradikale Gruppierung namens »Aktiver Heimatschutz« gewinnt rasant an Zulauf. Kann Yasira die Täter verhaften, bevor der Lynchmob zuschlägt und der Rechtsstaat zu wanken beginnt? 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2024

Reale Vision

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Als von der vermissten Lena ein verstörendes Video viral geht, wird das BKA eingeschaltet. BKA-Kommissarin Yasira Saad übernimmt den Fall, der jedoch schon bald aus dem Ruder läuft: es gibt keine verwertbaren ...

Als von der vermissten Lena ein verstörendes Video viral geht, wird das BKA eingeschaltet. BKA-Kommissarin Yasira Saad übernimmt den Fall, der jedoch schon bald aus dem Ruder läuft: es gibt keine verwertbaren Spuren, und eine rechtsradikale Gruppe nutzt das Video für ihre eigenen rassistischen Zwecke. Bald ist nichts mehr so wie es scheint, und Yasira selbst gerät ins Fadenkreuz des "Aktiven Heimatschutzes".
Äusserst spannend beginnt dieser temporeiche Thriller, der jedoch viele Fragen am Ende unbeantwortet lässt. Das "Finale" bot eine nicht ganz überraschende, aber durchaus schlüssige Wendung, die sich im Vorfeld bereits ankündigte. Halb futuristisch, aber mit einem Bein bereits im Hier und Jetzt, löst sie erschreckende Gedanken darüber aus, was heutzutage bereits alles denkbar oder machbar ist. Wem kann man noch trauen - den eigenen Augen jedenfalls nicht. Leider musste ich ich mich mehrfach fragen, wieso gewisse Ermittlungsansätze nicht schon von Anfang an verfolgt wurden. Dass einfach keiner darauf gekommen ist finde ich schlicht unglaubwürdig und dilettantisch. Spannend war es trotzdem.
Fazit: dieser sehr konsequent umgesetzte, provozierende Thriller war für meinen Geschmack zu plakativ umgesetzt.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Plot nahm unerwartete Wendung

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In Zeiten von Socia lMedia dreht sich alles nur noch um Views. Tabus interessieren hierbei schon lange nicht mehr, generieren sie hiermit doch die meisten Klicks.
Marc-Uwe Kling inszeniert mit seinem Fall ...

In Zeiten von Socia lMedia dreht sich alles nur noch um Views. Tabus interessieren hierbei schon lange nicht mehr, generieren sie hiermit doch die meisten Klicks.
Marc-Uwe Kling inszeniert mit seinem Fall der Lena Palmer den sprichwörtlichen Tropfen, der gesellschaftlich das Fass zum Überlaufen bringt und erschreckend nah an der Realität ist.
Ein erschütterndes Video geht viral. Ein junges Mädchens wird Opfer eines sexuellen Übergriffes durch Immigranten. BKA-Kommissarin Yasira Saad und ihr Team tappen im Dunkeln und jede heiße Spur verläuft im Sand. Der Fall gewinnt immer mehr an politischer Brisanz und drückt die ohnehin schon angespannte Stimmung immer mehr ins rechte Lager. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es zur Eskalation kommt.
Das Buch selbst beschreibt sich anfangs schon recht gut. „Immer wieder faszinierend, wie man vom totalen Horror zu absoluten Banalitäten kommen kann.“ Ernste Fakten werden immer wieder durch alltägliche Gedanken und Gespräche aufgelockert. Auch wenn man daran nichts beschönigen sollte, wurde dadurch doch etwas die Schwere herausgenommen. Dadurch wirkten die handelnden Personen auf mich allesamt authentisch und ihr Handeln nachvollziehbar. Der Fall an sich setzt Yasira schon stark unter Druck. Nebenbei schlägt sie sich noch mit Alltagsrassismus und einem Pubertier herum. Der unterschwellige Humor ihrerseits gefiel mir sehr gut.
Der Schreibstil an sich ist recht locker und flüssig, sodass ich trotz der thematisierten Themen sehr schnell vorrankam.
Mit dem Verlauf der Handlung bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Die Geschichte nahm eine Wendung, auf die ich einfach nicht vorbereitet war. Der Fall rund um Lena Palmer geriet immer mehr in den Hintergrund, zugunsten von brisanteren Themen, die mir, in ihrer „unfassbaren Gleichzeitigkeit von allem“, zu gewollt und überladen vorkamen.
Während des Lesens hatte ich immer wieder das Gefühl eine Tatortfolge vor mir zu haben. Dies soll keineswegs negativ klingen, da ich mich schon gut unterhalten gefühlt habe. Irgendwie erinnerte mich einfach alles an dieses ARD Urgestein. Der Fall, die Sprache und sogar die Kommissarin wiesen für mich viele Parallelen auf.
Mit dem offenen Ende konnte ich mich diesmal auch nicht wirklich anfreunden. Für mich blieb irgendwie alles, was mit Lena Palmer zu tun hatte auf der Strecke. Es kam mir vor als würde ich ein TikTok Video schauen, bei dem ich vergeblich auf Part 2 warte.
Die Covergestaltung im Stile eines Social Media Videos inklusive Triggerwarnung empfinde ich als äußert gelungen.
Views war für mich kurzweiliger Roman, bei dem ich mir inhaltsmäßig etwas anderes erhofft habe.
Dennoch war es für zwischendurch ganz gut mit einem kritischen auf die Gesellschaft und Social Media.

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Veröffentlicht am 05.08.2024

Zu überfrachtet

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Ich war sehr neugierig auf dieses Buch, weil ich im Vorfeld schon viele kontroverse Meinungen dazu gehörte hatte, aber zum Glück nicht gespoilert wurde.
Das Buch ist relativ kurz und flott gelesen und ...

Ich war sehr neugierig auf dieses Buch, weil ich im Vorfeld schon viele kontroverse Meinungen dazu gehörte hatte, aber zum Glück nicht gespoilert wurde.
Das Buch ist relativ kurz und flott gelesen und deshalb werde ich auch nur in Ansätzen auf den Inhalt eingehen.
Yasira Saad arbeitet beim BKA, ist geschieden und lebt mit ihrer 16jährigen Tochter Zara in Berlin. Als sie sich gerade mit einem Tinderdate trifft, geht ein schockierendes Video viral. Ein Mädchen wird vergewaltigt. Yasira und ihr Team werden mit der Ermittlung beauftragt, es muss schnell gehen, denn das Thema ist hochbrisant und ruft schnell Rechtsextreme Reaktionen hervor, denn die Vergewaltiger sind alle POC.
Marc-Uwe Kling kann gut schreiben und auch hier musste ich an mancher Stelle über seinen Wortwitz und die Anspielungen schmunzeln. Dennoch ist das Buch ein ernstes Buch. Leider ist es überfrachtet mit zu vielen Facetten und Themen auf relativ wenigen Seiten.
Das Ende gefiel mir so leider gar nicht.
Für mich war es leider bisher das schlechteste Buch des Autors; vielleicht passen andere Genre doch besser?

Veröffentlicht am 04.08.2024

Großartiges Thema

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BKA Kommissarin Yasira Saad sitzt bei einem Tinder Date, als ihre Begleitung auf ein Video aufmerksam wird. In diesem wird ein vor kurzem spurlos verschwundenes Mädchen gleich von drei Männern vergewaltigt, ...

BKA Kommissarin Yasira Saad sitzt bei einem Tinder Date, als ihre Begleitung auf ein Video aufmerksam wird. In diesem wird ein vor kurzem spurlos verschwundenes Mädchen gleich von drei Männern vergewaltigt, deren Aussehen eindeutig fremdländischen Männern zuzuordnen ist. Gemeinsam mit ihrem Kollegen nimmt sie die Ermittlungen auf, während gleichzeitig eine Gruppe Rechtsextremisten sich in Selbstjustiz übt. Die Stimmung schaukelt sich immer mehr hoch und den Ermittlern ist klar, dass sie alles daran setzen müssen, um Lena zu finden. Doch dann kommt Yasira eine schier unglaubliche Idee.
Marc Uwe Kling und Thriller? Funktioniert das? Genau das habe ich mich vorm Lesen des Buches gefragt und ich muss zugeben, dass es für mich nur bedingt funktioniert hat.
Mit einem recht prägnanten Schreibstil, bei dem kurze, knackige Sätze zwar ein schnelles vorankommen beim Lesen garantieren, erzählt Kling von einem extrem brisanten Thema. Bei mir kam allerdings nicht das Gefühl des Mitfieberns auf und ich habe die Geschichte recht unbeteiligt gelesen, was vielleicht aber auch gewollt ist, um zum Nachdenken anzuregen.
Für mich hat der Autor hier allerdings auch viel zu viele Themen mit in die Handlung gepackt, was zwar relativ spannend zu lesen war, aber leider auch dazu führte, dass alles nur an der Oberfläche angekratzt wurde. Wir machen hier Sprünge von sozialen Medien über Sorgen einer Mutter, hin zu Rassismus und Rechtsextremismus bis hin zur Entwicklung von KI, um all dem Tiefe zu verleihen, hätte es gute 200 Seiten mehr gebraucht, allerdings hätte das wiederum das Buch zu überladen wirken lassen. Ich bin da ziemlich hin- und hergerissen, denn was ich Kling zu Gute halte, ist, dass das Erzählte ohne jegliche Wertung bleibt und der Leser sich seine eigene Meinung bilden kann.
Die Handlung hat so einige Plottwists, wobei der eigentliche Fall, nämlich die entführte Lena, immer mehr in den Hintergrund rückt und letzten Endes bleiben für mich zu viele Fragen offen.
Die Ermittlungen erleben wir aus der Sicht der BKA Kommissarin Yasira Saad, die hier auch, was Charaktere angeht, den größten Raum erhält. Sowohl ihre Sorgen als alleinerziehende Mutter als auch als PoC konnte ich gut nachvollziehen und fand sie wirklich gut gezeichnet. Alle anderen Charaktere bleiben dafür blass, was für mich hier aber gut passte.
Mein Fazit: Alles in allem ließ sich das Buch zwar schnell weglesen, hinterlässt bei mir aber keinen bleibenden Eindruck. Hier wären weniger Themen einfach mehr gewesen und so fehlte es mir oft einfach an Tiefgang, der mich bestimmt mehr hätte mitreißen können. Das Ende bleibt mir zu offen und bezogen auf die gesamte Ermittlung fand ich es eher merkwürdig, was da zum Schluss geschah. Kurzweilige Unterhaltung, die mich nicht völlig überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 21.07.2024

nicht ganz meins

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Marc-Uwe Kling war mir natürlich ein Begriff. Ich war gespannt, ob er so einen gravierenden Genre-Wechsel, wie er ihn mit dem Krimi "Views" versucht, auch wirklich inhaltlich und sprachlich schafft.

Ich ...

Marc-Uwe Kling war mir natürlich ein Begriff. Ich war gespannt, ob er so einen gravierenden Genre-Wechsel, wie er ihn mit dem Krimi "Views" versucht, auch wirklich inhaltlich und sprachlich schafft.

Ich würde sagen teils-teils.

Sprachlich erinnert der Text für mich schon sehr an die anderen Romane des Autors. Sein scharfer Humor, sein schräger Blick auf Geschehnisse, seine Art, Gespräche zu strukturieren. Das ist ganz der alte Kling. Für meinen Geschmack hätte da etwas weniger nicht geschadet, der manchmal fand ich es unpassend für die unangenehm-realistische Handlung, die ja mit persönlichen Verletzlichkeiten und einem aufgewühlten Pöbel einhergeht.

Das Thema an sich ist natürlich hochaktuell und interessant. Mir hätte gefallen, wenn es weniger mit Plakativen und Attitüden überfrachtet gewesen wäre, wenn die Darsteller nicht teilweise so eindimensional und/oder oberflächlich rübergekommen wären.

Ein Kriminalroman gehört für mich zum schwersten Genre im Bücherhimmel. So ganz konnte mich Kling auf dieser Wolke nicht überzeugen.