episch-wortgewaltig
So, da hätte ich dann auch endlich diese epische und unfassbare Geschichte beendet. Unfassbar deshalb, weil #einherzauslehmundglas nicht nur eine urbanfantasy ist, sondern auch eben wegen dieser dichterischen, ...
So, da hätte ich dann auch endlich diese epische und unfassbare Geschichte beendet. Unfassbar deshalb, weil #einherzauslehmundglas nicht nur eine urbanfantasy ist, sondern auch eben wegen dieser dichterischen, für mich fast schon monströsen Sprache, mit der die liebe Frau Autorin uns in die Welt von Idis und Laurin entführt. Mir allerdings teilweise zu wortgewaltig, zu viel des Guten und die eigentliche Geschichte überlagernd, weshalb ich ziemlich lange für das Beenden des Buches gebraucht habe. Lag auch daran, das ich nicht immer die nötige Aufmerksamkeit und freie Hirnkapazitäten hatte, um lesen zu können, was ich aber zwischendrin echt gehasst habe. Denn diese absolute Konzentration wird leider benötigt, um alles richtig erfassen und auch verstehen zu können. Die Grundgeschichte nunmal herausfiltern zu können und sich nicht haltlos in den Wortmalereien zu verlieren. Also ist es somit ein Buch, welches in diesem Sinne keine leichte Kost ist und nicht schnell weg gelesen werden kann. Und doch hat mich der Grundgedanke der Geschichte so fasziniert, dass ich mich eben darauf einlassen konnte, nur eben sehr langsam und wohldosiert. Allerdings bleibt auch durch diese extrem ausgeschmückte Sprache leider für mich einiges andere auf der Strecke. Fehlen mir zu oft Informationen zu den Figuren, den Ländern, den Bräuchen oder einfach dem Werdegang der Geschichte, während auf mich eindeutig zu viele Infos in Bezug der Umgebung, Ausgestaltung der Räumlichkeiten oder meistens der Gefühlswelt von Idis einprasseln. Viel zu oft und in wiederholender Form ihre Emotionen ausgeschmückt werden, was mich doch teilweise ermüdet oder auch einfach nur wütend gemacht hat, weil ich genau diese Dinge jetzt nicht wissen will, sondern mehr zur eigentlichen Geschichte lesen wollen würde. Vielleicht bin ich aber auch einfach ein zu pragmatisch denkender, nüchterner Mensch, der diese Art von Schreiben nicht so ganz zu schätzen weiß und auch zu ungeduldig ist. Wobei, schätzen ist auch so nicht ganz richtig. Denn ich fand das Buch trotzdem auch irgendwie unheimlich gut und bin @sarah deshalb sehr dankbar Teil ihres bloggerteams sein zu dürfen, weshalb ich nunmal so zwiegespalten bin, wie ich es bewerten soll.
Also stelle ich mir gerade die Frage, würde ich es nochmal lesen? Tatsächlich denke ich - zu meiner Verwunderung- Ja! Denn es ist eindeutig mal ganz was anderes vom Schreibstil her und auch wenn es für mich zwischendurch leicht anstrengend war zu lesen, so möchte ich diese Erfahrung trotzdem nicht missen.
Und falls Euch all das jetzt nicht abgeschreckt hat, was ich nicht hoffe, dann lest die Geschichte aus dem Kronenland und bildet euch selbst eine Meinung wie episch-wortgewaltig dieses Buch ist oder ob die olle pieni einfach nur zu Mimimi ist.