wichtig für den Fortschritt, aber leider etwas zäh für mich
Steingladiole. Erde vergisst nieSteingladiole. Erde vergisst nie - ist der 3. Band der High Fantasy-Reihe um Elementarmagie aus der Feder von Liza Grimm und auch dieses Buch ist bei Knaur Fantasy aus dem Droemer Knaur Verlag erschienen. ...
Steingladiole. Erde vergisst nie - ist der 3. Band der High Fantasy-Reihe um Elementarmagie aus der Feder von Liza Grimm und auch dieses Buch ist bei Knaur Fantasy aus dem Droemer Knaur Verlag erschienen.
Wir setzen darin also die Geschichte von Nara mit ihrem Seelenbuch innerhalb der Erzählung zu den Büchern der Macht fort.
Da sich die Geschehnisse auch nahtlos an Band 2 anschließen, ist die Bezeichnung Reihe für mich etwas irreführend, da es somit ja eher eine Serie ist, aber das nur am Rande. Was aber nicht unerheblich ist für uns Lesende, dieses Buch ist nur schwer ohne die beiden Vorgänger zu lesen, da wie gesagt die Geschichte fortlaufend erzählt wird. Ja, es gibt kleinere Rückblicke, die sind aber nur zur Auffrischung und nicht so wirklich zur Erklärung gedacht.
So, jetzt aber zu meinem Leseempfinden zu diesem Buch:
Dieses Buch gefällt mir persönlich nicht so gut. Es ist für mich nur schwer lesbar, was da zwischen den Seiten passiert und wie langsam, fast zäh die Autorin uns an Naras Leben bzw. dem der anderen Elementgesandten teilhaben lässt.
Dabei ist für mich faszinierend, wie es die Autorin mit ihren Worten schafft, dass ich das Buch immer weniger mag und vor allem, wie sie durch ein paar Figuren mit deren Verhalten und Worten gegenüber Nara dafür sorgt, dass diese irgendwie immer in der Defensive ist und bei ihr trotzdem keinerlei Aggressionen oder ihre wahren Gefühle zu Tage treten. Ich hatte eigentlich aus den Bänden davor das Gefühl, dass Nara eine starke, intelligente Prota ist. Nur leider hier irgendwie nicht.
Hier wird stellenweise Vertrauen und Gehorsam von Nara eingefordert, das andererseits aber natürlich nicht gewährt wird.
Genau dieser Punkt macht es für mich unheimlich schwer, die Dinge innerhalb der Geschichte zu tolerieren. Gerade weil hier Menschen involviert sind, die eigentlich offen und ehrlich, vielleicht sogar in Liebe miteinander agieren sollten.
Die kurzen Einwürfe einer mystischen Stimme sind zwar spannend, aber ebenso angstmachend. Verheißen durchweg nichts Gutes.
Wie ihr vielleicht merkt, dieser Teil der Geschichte macht mich echt kirre. Entweder es gibt einen neuen Plot-Twist, bevor überhaupt eine Sache aufgeklärt ist oder sie geht nach einem Absatz des Fortschritts direkt im nächsten oder übernächsten Absatz gefühlt glatt 3 Schritte wieder zurück, so dass ich das Gefühl habe, ich trete beim Lesen auf der Stelle.
Die Geschichte zeigt mir sehr deutlich, egal wie gut gemeint die Ziele des Fanatismus auch sind. Es ist und bleibt Fanatismus, der nie etwas Gutes mit sich bringt. Denn das noch so tolle Ergebnis heiligt niemals Zwecke, die nur Zerstörung, Elend und Tod mit sich bringt.
Dieser Teil der Geschichte ist leider für mich einfach nicht so gut wie die Vorgänger. Wichtig für den Fortschritt? Ja, eindeutig. Nur gefällt es mir leider nicht, wie es geschieht.
Ich hoffe nun darauf, dass die Geschichte in einem kommenden nächsten Band dann für mich mehr flüssig lesbar ist und die Charakterentwicklung von Nara und ihren Freunden fortschreitet bzw. wir lesenden nicht von einem Geheimnis zum nächsten geschubst werden ohne Aussicht auf eine Auflösung. Sowas macht nämlich eindeutig keinen Spaß.
Aber wie immer gilt auch hier:
Das ist meine ureigene Meinung und muss ja nicht eure sein. Das findet ihr aber nur heraus, wenn ihr die Geschichte selbst lest.