Cover-Bild Der blaue Sommer
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Picus Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 25.02.2026
  • ISBN: 9783711755490
Stefan Klein

Der blaue Sommer

Roman
In den späten fünfziger Jahren muss der kleine Simon aus der Obhut seiner Großeltern mit seiner Mutter aufs Dorf ziehen. Dort ist er lang Außenseiter, der Zugezogene. Außerdem haben alle Kinder im Dorf einen Vater, nur er nicht.
Denn die Ehe seiner Eltern ist nach anfänglicher Verliebtheit schnell gescheitert, mit der ungewollten Schwangerschaft kommen die beiden noch sehr jungen Menschen nicht zurecht, wie sich aus Rückblenden in Form von Briefen ergibt. Was sie sich schreiben, zeugt mehr und mehr von ihrer seelischen Not.
Das Unglück der Eltern spiegelt sich in den Schwierigkeiten des Jungen, der sich dann aber nach und nach in die Dorfgemeinschaft einlebt. Fixpunkt ist sein Freund Proto, der eigentlich Fritz heißt und bei dem zu Hause es – große Seltenheit im Dorf – einen Fernseher gibt. So erschließt sich den beiden Jungen auch die Welt jenseits des Dorfes. Bis dann der blaue Sommer alles zu verändern scheint …
In einer längst vergangenen Welt lässt Stefan Klein seinen kleinen Protagonisten aufwachsen – und entdecken, was das Leben ausmacht und wie es ist, mit Schuld umzugehen.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Shilo_ in einem Regal.
  • Shilo_ hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2026

Ein Sommer, der Spuren hinterlässt

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Simon zieht mit seiner Mutter in ein Dorf, in dem Zugezogene lange außen vor bleiben. Der Alltag ist ruhig, das Leben folgt festen Mustern.
Das Dorf ist wenig offen für Neues. Simon bleibt lange der Junge ...

Simon zieht mit seiner Mutter in ein Dorf, in dem Zugezogene lange außen vor bleiben. Der Alltag ist ruhig, das Leben folgt festen Mustern.
Das Dorf ist wenig offen für Neues. Simon bleibt lange der Junge ohne Vater und damit ein Außenseiter. Halt findet er vor allem in der Freundschaft zu Proto. Bei ihm öffnet sich ein kleiner Blick in eine andere Welt, etwa durch den Fernseher, der mehr zeigt als das, was das Dorf bereithält. So beginnt Simon langsam, sich zurechtzufinden und seine Umgebung zu entdecken.
Die Zeit, in der die Geschichte spielt, zeigt sich im Alltag, in Gesprächen und in den Gewohnheiten der Menschen. Damit entsteht ein stimmiger Eindruck dieser Jahre.
Besonders auffällig ist der Schriftverkehr zwischen Simons Mutter, den Großeltern und dem Vater. Die Briefe sind knapp und sachlich. Dabei wird deutlich, dass Versäumnisse bestehen und wichtige Entscheidungen zu spät getroffen werden.
Der blaue Sommer verändert einiges für Simon. Ereignisse und Begegnungen führen dazu, dass sich Beziehungen verschieben und neue Einsichten entstehen. Einige Teile der Geschichte beruhen auf tatsächlichen Begebenheiten, andere sind frei erfunden.
Zurück bleibt ein nachdenkliches Lesegefühl. Kein Buch für schnelle Spannung, sondern für Leserinnen und Leser, die sich auf Beobachtungen, Zwischentöne und das stille Geschehen einlassen möchten.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die ruhige, ehrliche Romane über Kindheit, Herkunft und Verantwortung schätzen.

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