Tolle Neuentdeckung
Ich muss zugeben, Opern sind nicht so meine bevorzugte Musikrichtung, aber dass die Protagonistin der neuen Krimireihe von Theresa Prammer gescheiterte Opernsängerin ist und ein Großteil des Romans in ...
Ich muss zugeben, Opern sind nicht so meine bevorzugte Musikrichtung, aber dass die Protagonistin der neuen Krimireihe von Theresa Prammer gescheiterte Opernsängerin ist und ein Großteil des Romans in der Wiener Oper spielt, fand ich sehr interessant.
Mehrere Sänger kommen auf mysteriöse Weise während den Vorstellungen ums Leben und ausgerechnet zwei Underdogs sollen die Polizei als Schnüffler vor Ort unterstützen.
Das dynamische Duo besteht aus: Carlotta Fiore, Tochter einer gefeierten Opernsängerin, die sich im Metier auskennt, als Kaufhausdetektivin arbeitet und Lotta genannt werden will, da „Carlotta, das war der perfekte Name für Damenbinden oder ein Küchengerät, aber nicht für einen Menschen.“ Und der zweite im Bund ist Konrad Fürst, ein Ex-Kriminalkommissar, der derzeit als Clown arbeitet.
Was für eine herrlich verrückte Kombination und so ist auch das gesamte Buch. Ständig ergeben sich neue Verdachtsmomente, die beiden Protagonisten kämpfen mit ihrer Vergangenheit und wachsen doch gemeinsam und mir auch ganz schnell ans Herz.
Ich mag die Ironie, die Einblicke in die Akteure bei der Oper, selbst die Nebendarsteller wie Henriette oder Fanny erscheinen so lebendig, dass ich nicht mehr nur lese, sondern Teil der Handlung werde.
Es gibt jede Menge Nebenhandlungen, die aber alle gemeinsam zum großen Showdown am Ende führen, das Buch ist so spannend, dass ich es kaum aus den Händen legen mag, und am Ende bin ich einfach nur fasziniert und will sofort mehr! Was für ein Glück, dass es sich nur um den ersten Teil einer Trilogie handelt, und ich freue mich schon auf Teil 2 und 3.
Ich vergebe begeisterte 5 Sterne und empfehle „Wiener Totenlieder“ sehr gerne weiter.