Sobald ab der Hälfte der Love Interest auftaucht, geht es den Bach runter.
Diese Rezension ist schwierig anzufangen.
Das Buch ist in der ersten Hälfte trotz Logikmängeln gut und hat eine krasse Sogwirkung. Verwirrende Perspektivwechel? Egal. Ein:e plötzlich wechselnde:r Protahonist:in? ...
Diese Rezension ist schwierig anzufangen.
Das Buch ist in der ersten Hälfte trotz Logikmängeln gut und hat eine krasse Sogwirkung. Verwirrende Perspektivwechel? Egal. Ein:e plötzlich wechselnde:r Protahonist:in? Egal. Warum das viel zu auffällige, aufmüpfige Verhalten der Protagonist:in nicht auffällt? Egal.
Aber dann kommt die Mitte. Bei exakt 50% fängt die Liebesgeschichte an und die hätte es wirklich nicht gebraucht. Sie ist nicht überzeugend: sie fängt einfach an und ich war so: warte, was? Wo kommt das denn jetzt her?
Und dann gibt es da noch einen Bruderschaft, die absolut keinen Sinn macht. Woher sie kommt, woraus sie besteht, was sie tut und will? Keine Ahnung. Und warum handelt sie so, wie sie es tut? Noch weniger Ahnung.
Es ist verrückt: trotz der Logikfehler und wirren Begründungen ließ sich da Buch in der ersten Hälfte unheimlich gut lesen, ich wollte es auch gar nicht aus der Hand legen. Ein gutes Lektorat, das ein Auge auf die wirren und unlogischen Handlungsstränge gehabt hätte, hätte aus diesem Buch ein richtiges Juwel machen können.
So begleiten wir aber eine Protagonistin, die nichts weiter kann als falsche Fragen im falschen Moment zu stellen und einfach nur zu existieren, damit sich irgendwelche Typen in die verlieben und damit die Handlung tragen. Sie kann nichts, bis zum Ende. Warum ausgerechnet sie? Keine Ahnung.