Abgerissener Abriss
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Gleich vorneweg: Mir erschließt sich nicht, warum man ein 80-Seiten-Buch zu einem Thema schreibt, das durchaus vier- bis fünfmal so umfangreich sein könnte. Dementsprechend schnell stürzt der ...
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Gleich vorneweg: Mir erschließt sich nicht, warum man ein 80-Seiten-Buch zu einem Thema schreibt, das durchaus vier- bis fünfmal so umfangreich sein könnte. Dementsprechend schnell stürzt der Autor durch die Hintergründe, Historien und Gründe, wie es zum Phänomen „Selfie“ kam. Dabei werden große Teile auf dem Zeitstrahl ausgelassen und es geht mehr um das „Was kann ich damit anstellen?“, etwa um Filter und Masken – der psychologische Aspekt wird viel zu schwach beleuchtet. Auch der Ansatz, dass Selfies fast ausschließlich angefertigt würden, um sie in den (a)sozialen Medien zu teilen, ist viel zu kurz gegriffen.
Für den Einstieg vielleicht nutzbar, aber für ausführlichere Untersuchungen muss man sich woanders umschauen.