Cover-Bild Totenbuch - Bloody Berlin
Band 2 der Reihe "Kommissare Magnus Böhm und Annetta Niedlich"
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 13.08.2025
  • ISBN: 9783734933813
Alex Thomas

Totenbuch - Bloody Berlin

Thriller
Entsetzen auf der weltbekannten Berliner Museumsinsel: Im Kuppelsaal der Nofretete wird eine grausam verstümmelte Leiche entdeckt. Augen, Ohren und Zunge wurden entfernt. Kurz darauf wird ein zweites Opfer gefunden. Die ganze Stadt spricht schon bald von einem Pharaonenfluch. Kommissarin Annetta Niedlich und ihr pensionierter Ex-Chef Magnus Böhm stehen vor einem Rätsel, denn der Täter hinterlässt keine Spuren - nur ein mysteriöses Symbol aus dem Ägyptischen Totenbuch. Dann schlägt der Killer im Pergamonmuseum zu und es wird klar, die Opfer verbindet ein dunkles Geheimnis. Aber was hat es mit der „Waage der Maat“ auf sich?

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Venatrix in einem Regal.
  • Venatrix hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2025

Eher Krimi als Thriller

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Dieser Krimi ist der zweite der Reihe um den krankheitshalber pensionierten Kriminalbeamten Magnus Böhm und seiner Nachfolgerin Annetta Niedlich. Worum geht‘s?

Im Kuppelsaal der Nofretete im Neuen Museum ...

Dieser Krimi ist der zweite der Reihe um den krankheitshalber pensionierten Kriminalbeamten Magnus Böhm und seiner Nachfolgerin Annetta Niedlich. Worum geht‘s?

Im Kuppelsaal der Nofretete im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel findet die Reinigungskraft Olga Barnick eine verstümmelte Leiche gefunden. Wenig später entdeckt man auch den Mitarbeiter der Bewachungsfirma, tot im Aufzugsschacht. Hat er etwa den Täter gesehen und musste deswegen sterben?

Weil, wie überall auch bei der Berliner Kripo Personalmangel herrscht, holt man Magnus Böhm als beratenden Unterstützung zu den Ermittlungen dazu. Der bringt seinerseits ein „Helferlein“ in Form des kleinen Rüden Isbert, den er für seinen erkrankten Freund Gunnar hütet, mit. Zunächst misstrauisch von allen Seiten beäugt, weiß man noch nicht, welche Dienste Isbert seinem Leih-Herrchen leisten wird.

In einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir von den Ermittlungen des DCI Warren Reeves im British Museum, wo man einige Wochen zuvor in einem ägyptischen Sarkophag die in Plastikfolie eingewickelte und teilweise mumifizierte Leiche einer Frau findet. Nun sind Mumien in ägyptischen Artefakten nichts Ungewöhnliches, aber die Kunststofffolie macht doch stutzig.

Ob und wie die beiden Kriminalfälle zusammenhängen, könnt ihr in diesem Krimi selbst lesen.

Meine Meinung:

Dieses Buch als Thriller zu beschreiben, dem kann ich mich nicht wirklich anschließen. Ich habe recht schnell, schon ohne die Querverbindung nach London, einen Verdächtigen ausgemacht und Recht behalten. Die Ermittlungen sowie die Auflösung selbst entsprechen meiner Meinung auch nicht unbedingt einem Thriller.

Star des Krimis ist natürlich Isbert, der mit seiner kleinen Nase wichtige Details zu Aufklärung des Berliner Verbrechens leistet.

Niedlich und Böhm arbeiten recht gut zusammen, auch wenn Magnus ein kleines Problem mit Annettas Fahrweise hat. Die Andeutung über Niedlichs Bruder lässt ebenso auf eine Fortsetzung hoffen, wie die traurige Information, dass Isberts Herrchen, Gunnar, an seiner Krankheit verstorben ist. Es ist also anzunehmen, dass Isbert weiterhin, gemeinsam mit Magnus als beratendes Duo bei der Berliner Kripo arbeiten darf.

Das Umfeld der Museumsinsel, die ich leider bei meinem Berlinbesuch vor ein paar Jahren nicht besichtigen konnte, hat mir gut gefallen. Vielleicht sind die beschriebenen Bauarbeiten schon fertig, wenn ich wieder nach Berlin komme. Der neue Flughafen hat es ja nach einigen Verzögerungen auch geschafft.

Der Schreibstil ist klar, nüchtern und stellenweise durchaus humorvoll. Gut gefallen hat mir, dass der Autor seine Kenntnisse über das Neue Museum in die Handlung verpackt.

Das Cover passt zu Titel und Inhalt.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi aus dem Umfeld des Neuen Museum in Berlin 4 Sterne.

Veröffentlicht am 12.08.2025

Der zweite Band um die Kommissare Niedlich und Böhm hat mich enttäuscht

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Da mir 'Pietà' sehr gut gefallen hatte, freute ich mich auf den zweiten Band mit dem Ermittlerteam Annetta Niedlich und Magnus Böhm. Auch das Umfeld des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel versprach ...

Da mir 'Pietà' sehr gut gefallen hatte, freute ich mich auf den zweiten Band mit dem Ermittlerteam Annetta Niedlich und Magnus Böhm. Auch das Umfeld des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel versprach einen interessanten Hintergrund.

Im Kuppelsaal der Nofretete wird von der Reinigungskraft Olga Barnick eine verstümmelte Leiche gefunden. Die junge Kommissarin Niedlich hat seit dem Pietà-Fall erfolgreich weitere Morde aufgeklärt und wird mit dem Fall betraut. Zur Unterstützung wird der frühpensionierte Magnus Böhm als 'Reservist' reaktiviert, mit dem die geradlinige Niedlich als Team gut funktioniert hat, sie kommt mit dem brummigen Böhm zurecht. Der Umgang der beiden Kommissare miteinander und ihre Dialoge sind durchaus humorvoll geschrieben.
Erzählt wird aus personaler Multiperspektive und auf zwei Zeit- und Handlungsebenen: einige Wochen zuvor ermittelt DCI Warren Reeves im British Museum in London.

Alex Thomas schreibt klar, nüchtern und detailliert, aber auch ausschweifend und versorgt mich mit einer Fülle von Informationen, die nicht zur Handlung beitragen. Sehr irritiert hat mich auch, dass Niedlich am Fundort des Toten eine (von mehreren) Verstümmelung erkennt, die später keine Erwähnung mehr findet.
Der herzkranke Magnus Böhm wird in seinem Alltag nahbar dargestellt, auch durch seinen neuen Mitbewohner Isbert und sein nachbarschaftliches Umfeld, während ich zur Person Annetta Niedlich trotz der Gespräche mit ihrem Bruder und einer nur angedeuteten schwierigen Kindheit kaum Zugang finde. Emotionen glaubhaft vermitteln konnten nur Olga Barnick und Claire Olsen, die jede für sich einen schockierenden Fund machen mussten.

Seine Kenntnisse um das Berliner Neue Museum, die Arbeiten an der 'Archäologischen Promenade' und die Geschichte der Nofretete-Büste kann das Autorenduo anschaulich vermitteln und konnte mich damit fast mehr fesseln als mit der Krimihandlung, hier blieb ich auch aufgrund des distanzierten Schreibstils nur Beobachter. Die Ermittlungsarbeit wird glaubhaft beschrieben, während ich die Figurenzeichnung des Täters zu blass finde, sein Hintergrund und sein Vorgehen erscheinen lückenhaft dargestellt.
'Totenbuch' mit dem schönen Cover der faszinierenden Nofretete ist für mich kein Thriller, sondern ein Krimi, der mich leider enttäuscht hat. Ich kann nur 2,5 Sterne vergeben.