Cover-Bild Ain't Nobody 2: Befreie mich

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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Amrun Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 500
  • Ersterscheinung: 15.05.2018
  • ISBN: 9783958692893
Anastasia Donavan

Ain't Nobody 2: Befreie mich

Noch immer kämpft Anna verzweifelt gegen ihre Feinde. Karim, dem es gelungen ist, hinter ihre Maske zu schauen, schenkt ihr Liebe und Hoffnung. Er ist ihr Fels in der Brandung - bis ihre Gegner mit aller Macht zuschlagen. Anna verliert jeden Halt und fällt zurück in alte Muster. Gelingt es Karim, sie ein zweites Mal aufzufangen, damit Anna sich mit seiner Hilfe von ihren Dämonen befreien kann?
Der Kampf um Liebe, Vertrauen und Gerechtigkeit geht weiter.

Das dramatische Debüt von Anastasia Donavan - der Abschlußband der zweiteiligen Ain´t Nobody-Serie.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2018

Eins der besten Bücher - jemals

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Ich muss euch nicht sagen, worum es geht, denn es ist Band 2 und ich hoffe, dass ihr nur weiter lest, wenn ihr Band 1 schon kennt. Falls nicht, lest Band 1 bestellt es am besten direkt. Es ist so wichtig ...

Ich muss euch nicht sagen, worum es geht, denn es ist Band 2 und ich hoffe, dass ihr nur weiter lest, wenn ihr Band 1 schon kennt. Falls nicht, lest Band 1 bestellt es am besten direkt. Es ist so wichtig und wunderbar!



Was ich zu sagen habe weiß ich gar nicht recht, denn ich muss mich hier blind auf meine Gefühle verlassen, was gar nichts so einfach ist. Anastasia hat mich gemeinsam mit Anna und Karim auf eine Achterbahnfahrt geschickt und damit nicht genug.

Diese Geschichte ist mehr. Viel mehr.

Ihr bekommt ungeschönt, roh und echt Themen präsentiert, die unbequem und furchtbar sind. Es geht um Missbrauch. Magersucht. Gewalt. Rassismus.
Im Normalfall keine Themen über die man beim Frühstücksei diskutiert. Sollte man aber. Sollten wir alle. Reden ist unverzichtbar. Nur weil nicht jeder Mensch davon betroffen ist heißt es nicht, dass wir deswegen nicht darüber reden sollten, denn reden verändert so viel. Und dann betrifft es uns nämlich alle. Und das sollte es sein, was sich ändert. Das all diese Themen nicht still und heimlich erduldet werden müssen, sondern das offen und ehrlich gesprochen wird, das Opfer keine Opfer sein müssen.

Aber fangen wir beim Rassismus an, denn dieser ist es, der für so viel Unfrieden sorgt. Schon immer. Aber im Moment wird er dramatisch hochgepusht und das sollte uns allen nicht schmecken.

Es geht nicht um das deutsche Mädchen, das sich in einen ausländischen Jungen verliebt, der ihr hilft ihren Alltag durchzustehen, NEIN. Es geht um ein Mädchen das sich in einen Jungen verliebt. Punkt. Ein Mädchen das viel durchmachen muss und ein Junge, der ihr Gegenstück ist. Der ihr hilft, der sie versteht und sie wahrnimmt, sie wirklich sieht. Der ihr Sicherheit gibt. Zwischen ihnen interessiert es nicht ob sie aus Deutschland sind oder nicht und welche Hautfarben sie haben. Und das ist es was es sagt. ES IST EGAL. Liebe ist Liebe. Niemand ist mehr wert nur weil er aus einem bestimmten Land stammt. Man ist genau das wert, was man selbst wert sein will, wozu man sich macht. jeder hat die Macht darüber etwas Gutes zu tun, jemandem Halt zu geben, für jemanden durchs Feuer zu gehen so wie Anna und Karim es für einander tun. Nur das zählt. Es zählt WER du bist nicht welche Hautfarbe du hast.

Das ist ein großer und wichtiger Punkt, den die Autorin hier ganz nah an den Leser heran trägt indem sie die beiden Seiten drastisch gegeneinander prallen lässt und aufzeigt, wie es sein kann, wie es teilweise abläuft und das man es selbst in der Hand hat wer man ist. Die HK aus dem Buch (Hitlers Kinder) sind das furchtbare Bild einer nationalistischen Gang aus meiner Meinung nach unreifen, gewaltsüchtigen Kindern, die keine Ahnung vom Leben und von werten haben und ihren Hass dazu nutzen um ihre Gewaltfantasien auszuleben. Ich würde soweit gehen sie als vollkommen unmenschlich zu bezeichnen und noch einen drauf setzen in dem ich sage sie sind Monster.
Und wenn ihr denkt, Buchdeckel zu damit die Monster euch nicht finden, dann falsch, denn es ist die Realität die uns vor Augen geführt wird. Drastisch. Und das ist gut so.




Ebenfalls kein Geheimnis. Anna ist Magersüchtig. Anna wurde missbraucht in Band 1. Mehrfach und brutal.
Das möchte und kann ich nicht schöner ausdrücken weil es daran nicht schönes gibt. Und auch keine milderen Worte. Es passiert Mädchen und auch Jungen in der ganzen Welt, wie viele von ihnen schweigen? Aus Gründen wie die Gründe von Anna. Und wie viele gibt es, die keinen Karim und keinen Engel an ihrer Seite haben, es nie schaffen auch nur darüber zu reden. Ja es ist ein sehr bedrückendes Thema und es macht mich wütend und traurig, dass es Menschen gibt die zu sowas fähig sind.
Aber gibt sie und wird sie immer geben.
Wenn dieses Thema kein Tabuthema mehr bleibt wäre damit schon ein großer Schritt gegangen.

Über Magersucht möchte ich nicht zu viel sagen, denn ich kenne mich wirklich nicht aus und über eine Krankheit zu schreiben von der ich nur im Internet lesen kann traue ich mich nicht zu, denn es kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Es kann im Grunde jeden betreffen und wie man an Anna sieht kommt man aus der Krankheit nicht einfach wieder raus. Man nimmt keine Antibiotika bis die Grippe zu ende ist, denn das ist Magersucht nicht. Magersucht ist ernst zu nehmen. Sehr ernst. Und nicht selten endet es tödlich.
Als Annas Mutter ihr sagt, dass sie nach Hause kommen soll und auch nichts essen braucht kam mir alles hoch. Mir wurde schlecht und ich habe geweint. Es war so ziemlich einer der bewegendesten Momente im Buch und einer der schlimmsten. Denn Annas Mutter hat die Augen zu gemacht. Sie wollte um jeden Preis ihren Willen. Aber ihr Wille war nicht ihrer Tochter zu helfen, denn im Grunde hat sie gesagt: ''Es ist okay das deine Magersucht dich umbringen wird''. Aber das ist nicht okay! Aber das sie es von Anfang an heruntergespielt hat und letztlich gar nicht gesehen hat oder es ihr egal war das war ein harter Schlag. Auch wenn ich niemanden kenne, der Magersüchtig ist, kenne ich aber zwei Kinder, die ich mit meinem Leben beschütze wenn nötig, das sind meine und es ist für mich in keinem Punkt nachvollziehbar wie diese Frau es schafft sich als Mutter zu betiteln.
Das, auch das ist echt. Nicht jede Mama beschützt ihre Kinder, nicht jede Mama ist auch wirklich eine.
Für Anna kam alles zusammen, das schlimmste war noch nicht schlimm genug und ich bin dankbar dafür, nicht weil Anna so leiden musste sondern weil Anastasia es geschafft hat die Realität zu schreiben.

Dennoch es ist nicht alles negativ. Denn dieses Buch hat mir auch sehr viel geschenkt. Auch wenn mir egal ist wer welche Hautfarbe hat und wer wen liebt so hat sie mir gezeigt, dass es immer noch ein bisschen mehr Akzeptanz und Respekt gibt. Denn das macht ihre Geschichte aus. Es geht immer noch ein bisschen menschlicher. Noch besser. Wir alle können besser sein. Und Karim ist ein absolut guter Mensch. Und wen interessiert dabei seine Herkunft? Mich nicht. Nie. Denn es liegt nicht daran sondern daran wer du sein möchtest. Du bestimmst dein Verhalten.
Karim beschützt was er liebt, er ist Hilfe, Beschützer, Freund und Mann und das macht ihn aus nicht die Farbe seiner Haut! Er hilft Anna ihre Ängste zu überleben, er rettet sie jeden Tag aufs neue, er befreut sie, er sorgt sich und notfalls kämpft er für sie und auch gegen sie für sie.
Die Liebe zwischen den beiden ist so krass, so bedingungslos, so echt und berührend. Jeder braucht einen Karim. Ganz klar.

Dieses Buch hat mir gesagt, dass es sich lohnt zu leben, zu kämpfen, sich lieben und helfen zu lassen. Das man es wert ist geliebt und beschützt zu werden, das man nicht aufgeben darf auch wenn der Weg hart ist. Vor allem hat es trotz allem, trotz den unglaublich bedrückenden Geschehnissen ein positives Gefühl bei mir hinterlassen. Ein Gefühl, das ich etwas mitgenommen habe, das etwas in mir bewegt wurde, etwas das mein denken nachhaltig verändert, zum Guten !

Jeder, wirklich jeder sollte Ain't Nobody lesen, aufmerksam auf viele Schicksale werden und versuchen an sich selbst zu arbeiten.

Veröffentlicht am 23.03.2017

Keine leichte Kost. Ein Roman mit Tiefe, Emotionen und einem Mädchen, dass durch die Hölle geht.

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Anastasia Donavan – Ain´t nobody, Halte mich

Nachdem sich Annas Mutter von Theo, ihrem Vater, getrennt hat, läuft das Leben der Schülerin nicht mehr in geregelten Bahnen. Ihr Stiefvater Heinz nötigt sie ...

Anastasia Donavan – Ain´t nobody, Halte mich

Nachdem sich Annas Mutter von Theo, ihrem Vater, getrennt hat, läuft das Leben der Schülerin nicht mehr in geregelten Bahnen. Ihr Stiefvater Heinz nötigt sie sexuell, die Mutter scheint genau diesem total verfallen und registriert den Hilfeschrei ihrer Tochter nicht.
In der Schule und mit ihren Freundinnen feiern und einfach den Alltag vergessen steht auf Annas Plan, doch das gestaltet sich deutlich schwieriger, denn das junge Mädchen versucht alles, um sich „unsichtbar“ zu machen, Essstörungen und Drogen sollen ihr helfen.
Und als dann auch noch der Ex-Nachbar Jens auftaucht, der der Anführer der „HK“ ist und der in ihr „seine“ Frau sieht und sie für sich beansprucht, scheint Anna den Halt komplett zu verlieren,... aber auch Karim, der Anführer der rivalisierenden „Gang“ bekommt Anna nicht mehr aus dem Kopf.

Ich bedanke mich herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Natürlich beeinflusst dies nicht meine ehrliche Meinung.

Vorab möchte ich sagen, jeder der hier einen locker leichten Romance-Roman erwartet, gespickt mit ein paar Hindernissen, der sollte die Finger davon lassen. Denn „Halt mich“ ist das ganz sicher nicht!

Ich habe selten so einen glaubhaften, gut geschriebenen, spannenden aber auch erschütternden Roman gelesen, der mich auch noch Tage nach dem Lesen beschäftigt hat. Die düstere Grundstimmung des Romans wurde sehr gut einfangen, der flüssige Schreibstil und die detailreiche Story wurde schnell zu einem Pageturner. Wie oft wollte ich das Buch zur Seite legen, weil mir die Grausamkeiten und die Qualen, die Anna durchlitten hat, zu viel wurden. Geschafft habe ich es nicht, denn ich wollte so gern lesen, dass sie irgendwann mal ein Licht erblickt.
Sämtliche Figuren sind gut ausgearbeitet, wirken facettenreich und glaubhaft. Doch mit Anna ist der Autorin ein wahres Meisterstück gelungen, sie wirkte so echt, so zerbrechlich, so distanziert und man fühlte sich ihr wirklich nahe. Ich kann noch nicht mal sagen, dass sie sympathisch ist, aber ich habe großen Respekt und Mitleid mit ihr gehabt. Wieviel Qualen kann ein einzelnes Mädchen ertragen?
Das die Story in der ich-Perspektive aus Annas Sicht geschrieben ist führt dazu, das man sich dem Mädchen noch näher fühlt.
Ich will nicht spoilern, aber weder Karim noch Jens konnten mich für sich einnehmen, sie sind grundverschieden, aber trotzdem harmonieren sie mit der Story sehr gut, denn ohne die „Bösewichte“ geht es in der Story wahrlich nicht, und davon gibt es mehr als genug.
Besonders traurig hat mich Annas Mutter gemacht, die einfach nicht die Wahrheit sehen wollte, am liebsten hätte ich sie geschüttelt.

Die Story selbst hält viele Wendungen, einige Überraschungen und Spannung bereit.
Die Handlungsorte sind bildhaft beschrieben, sodass ich noch besser in die Story reinfinden kann.

Kritikpunkte muss es auch geben, einer davon ist die sehr jugendliche, vulgäre Sprache mit sämtlichen uncharmanten Bezeichnungen für Frauen. Natürlich passt genau das in die Story, aber auf den ersten Seiten habe ich mich sehr schwer damit getan.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der böse Cliffhanger, denn ein zweiter Band soll Folgen.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die Fortsetzung lesen werde, denn bereits der erste Band hat mich sehr aufgewühlt. Neugierig bin ich aber auf jeden Fall, wie es weiter geht.

Das Cover ist dezent, ein Blickfang, wird aber dem Inhalt des Buches keinesfalls gerecht.

Fazit: Keine leichte Kost. Ein Roman mit Tiefe, Emotionen und einem Mädchen, dass durch die Hölle geht.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und knappe 5 Sterne.