Cover-Bild Sachsenmorde 3

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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: edition krimi
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Hard Boiled, Roman Noir
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 204
  • Ersterscheinung: 04.03.2019
  • ISBN: 9783946734222
Andreas M. Sturm, Jan Flieger, Bernd Köstering, Martina Arnold, Franziska Steinhauer, Hartwig Hochstein, Frank Kreisler, Connie Roters, Mario Schubert, Uwe Wittenfeld, Matthias Ramtke, Anette Schwohl, Gisela Witte

Sachsenmorde 3

13 packende Thriller aus dem Freistaat
Andreas M. Sturm (Herausgeber)

Möchten Sie Sachsen einmal ganz anders kennenlernen? Sich auf eine Reise zur dunklen Seite des Freistaats begeben? Dann ist der 3. Band der Sachsenmorde genau das Richtige für Sie.
In 13 Krimis weht ein mörderischer Wind durch das Bundesland, wenn die beteiligten Autorinnen und Autoren tödliche Psychopathinnen, finstere Rächer und anderes lichtscheues Gesindel ihr Unwesen treiben lassen.
Kein Landkreis, keine der drei kreisfreien Städte wird ausgespart, wenn Verbrecher blutige Taten in den blühenden Landschaften verüben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2019

So mordet man in Sachsen ...

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„...Dieses Städtchen war wunderschön renoviert und herausgeputzt. Ich fragte mich nur, wo die Einwohner alle steckten. Um 20 Uhr war kaum noch jemand auf der Straße zu sehen. Auf dem Neumarkt waren nur ...

„...Dieses Städtchen war wunderschön renoviert und herausgeputzt. Ich fragte mich nur, wo die Einwohner alle steckten. Um 20 Uhr war kaum noch jemand auf der Straße zu sehen. Auf dem Neumarkt waren nur die Läden und die Laternen erleuchtet...“

Die Anthologie enthält 13 spannende Thriller die Handlungsorte sind quer über Sachsen verteilt. Zwölf Autoren lassen ihrer Phantasie freien Lauf, um den einen oder anderen Mord zu kreieren.
Jede Geschichte ist anders. Das betrifft nicht nur den Inhalt, sondern genauso den Schriftstil. Jeder Autor hat eine andere Handschrift. Ich-Erzähler wechseln sich mit neutralen Berichten ab. Ernst, Sarkasmus, schwarzer Humor sind in bunter Mischung zu finden.
Das Eingangszitat stammt aus der fünften Geschichte. Ein Lehrer aus Dresden wird in die Provinz versetzt. Oschatz heißt das Städtchen. Das Zitat gibt seine ersten Eindrücke wieder. Die Erzählung zeichnet sich durch ihren gelungenen Sarkasmus aus. Für die Versetzung genügte eine einzige verbale Entgleisung, ein Vater, der Anwalt ist, und ein Direktor, den nur die Schülerzahlen interessieren. Realitätsnaher geht es kaum. Allerdings kommt dann noch ein persönliches Beziehungsdrama dazu.
Völlig anders ist die dritte Geschichte. Es macht betroffen, wenn ein Kind erzählt, wie es zusammen mit der Mutter unter völliger Kontrolle des Vaters steht. Dem Autor gelingt es, die Verzweiflung und den Drang nach Normalität und Freiheit treffend in Worte zu kleiden.

„...Es war nicht sein Blick, den sie spürte, sondern seine Aufmerksamkeit; als ob sein Gehirn Fäden zu ihnen spinnen würde, denen sie nicht entkommen konnten...“

Einen besonderen Erzählstil weist die zehnte Geschichte auf. Als Leser befinde ich mich einerseits im Gerichtssaal, andererseits verfolge ich die kursiv wiedergegebene Diskussion zweier Zuhörer, bei der es darum geht, ob der Mensch für sein Tun verantwortlich ist oder ob der freie Wille nur eine Illusion ist. Eine der beiden resümiert.

„...Wenn ich mir vorstelle, ich fände meine Cosima...! Und müsste glauben, ich kenne den Täter! Ganz ehrlich, ich glaube mein Hirn ist ähnlich determiniert wie seins...“

Im Zwickauer Krimi ist einer durch einen Brand ganz unten. Dann rappelt er sich mit viel Initiative wieder auf. Er ist sich für keine Arbeit zu schade. Als sein Leben eine Wende zum Positiven erhält, steht er dem vermuteten Brandstifter gegenüber. Wie wird er sich verhalten?
Heinrich Haber, Bewohner eines Altenheims, liest noch mit Begeisterung Krimis. Dafür lässt er sich immer ein passendes alkoholisches Getränk liefern. Was aber passt wozu.? Eine Antwort gibt das folgende Zitat:

„...Einmal musste ich ihm aus einem Spezialgeschäft in der Härtelstraße Altbier besorgen, weil das zu einem Krimi von Arno Strobel passte, der in Düsseldorf spielt. Für die Sachsen – Krimis von Andreas M. Sturm reichte Radeberger...“

Das möge an konkreten Beispielen zu einzelnen Kurzkrimis genügen. Jede Erzählung hat ihre Besonderheiten. Gleichzeitig wird manche sächsische Sehenswürdigkeit mit eingebunden, so zum Beispiel ein altes Bergwerk. Jeder Landkreis und jede der drei kreisfreien Städte erhält seine eigene Geschichte.
Am Ende gibt es zu jedem Autor eine Kurzbiografie sowie zwei Karten von Sachsen.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Zusammenstellung der Anthologie ist abwechslungsreich. Alle Geschichten haben ein hohes Niveau.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Bunter Krimi-Mix mit Mord und Totschlag

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In der Anthologie "Sachsenmorde 3" stellt Andreas M. Sturm 13 verschiedene Kurzkrimis vor, die im edition krimi Verlag erscheinen.

Waren sie schon einmal in Sachsen? Wenn man diese 13 Krimis liest, scheint ...

In der Anthologie "Sachsenmorde 3" stellt Andreas M. Sturm 13 verschiedene Kurzkrimis vor, die im edition krimi Verlag erscheinen.

Waren sie schon einmal in Sachsen? Wenn man diese 13 Krimis liest, scheint das ja ein mordslustiges Völkchen zu sein. Doch die hier gezeigte dunkle Seite liegt nicht etwa am kriminellen Milieu der Bewohner Sachsens, sondern an blutrünstigen Geschichten der Autorinnen und Autoren.
Es werden hier tödliche Psychopathinnen, rächende Ehemänner und andere mordsfinstere Täter beschrieben, die quer durch Sachsen ihn Unwesen treiben.


Diese Sammlung von 13 Krimigeschichten enthält spannende Thriller mit unterschiedlichen Handlungsvorgängen, alle spielen im Freistaat Sachsen. Mit Andreas M. Sturm zeigen weitere 11 Autoren ihr schriftstellerisches Können rund um das Thema Mord.

Da sorgt ein Brandanschlag einer Schneiderei für besondere Probleme, ein Kind wird Opfer eines brutalen Überfalls, nur weil er ein wehrloses Opfer darstellt, es gibt einen erbitterten Nachbarschaftsstreit oder eine Hochzeit in einer Grube, die immer tiefer in vergangene Verbrechen Einblick nimmt.

Die Schauplätze befinden sich alle in Sachsen, fast meint man hier eine erhöhte Kriminalitätsrate vorzufinden. Aber der Schein trügt, denn hier sind es die Autoren, denen es an krimineller Energie nicht zu mangeln scheint und die 13 Morde schildern und dann raffiniert aufdecken.

Das Schöne an solchen Anthologien ist die Vielseitigkeit, denn jeder Autor bringt seinen persönlichen Stil ein und der ist teilweise tiefgründig ernst, sarkastisch, recht sachlich oder voll mit schwarzem Humor. Damit findet sich für jeden Leser auch die passende Story. Für Abwechslung und spannende Unterhaltung ist hier reichlich gesorgt. Mich konnten die Geschichten von Andreas M. Sturm durch die humorvolle Note am meisten überzeugen.

Das Buch endet mit einer Kurzbiografie der Autoren und Kartenansichten von Sachsen.

Die bunte Mischung dieser Geschichten hat mir spannende Lesezeit geschenkt, nicht alle Stories konnten mich völlig packen, aber einige hatten es echt in sich.


Diese mörderische Reise durch Sachsen zeigt sich abwechslungsreich und vielseitig und legt dabei noch landestypische Ansichten frei. Man kann diese Geschichten wunderbar für kleine Pausen nutzen und lernt dabei noch 12 verschiedene Autoren und ihre Erzählstile kennen. Es ist ein bunter Krimi-Mix mit Mord und Totschlag, Intrigen und berechnenden Tätern, der spannend unterhält.