Endlich mal die Klassiker lesen
Sherlock Holmes ist ein Charakter der Literatur, den vermutlich jeder kennt. Seine Romane sind Klassiker und seine Figur überall präsent.
Erschreckend, das Sherlock Holmes eine Figur um 1900 ist, je nach ...
Sherlock Holmes ist ein Charakter der Literatur, den vermutlich jeder kennt. Seine Romane sind Klassiker und seine Figur überall präsent.
Erschreckend, das Sherlock Holmes eine Figur um 1900 ist, je nach dem aus welchem Land man es betrachtet und das 1902 dieser Roman das erste Mal auf Deutsch erschien.
Ich kenne Serien und Filme, Geschichten und Erzählungen. Doch habe ich nie selber Sherlock Holmes gelesen. Auch mag ich grundsätzlich Bücher der alten Sprache nicht, denn ständig werden Worte - oder noch schlimmer Begriffe - verwendet, die ich nicht kenne.
Dennoch wollte ich unbedingt mal die Sherlock Holmes Bücher lesen und fand diese Neuübersetzung.
Ich hatte mir eigentlich davon erhofft, sie sei etwas moderner und liesse sich von der Stimmung lesen, wie vielleicht eine aktuelle Interpretation in Film und Fernsehen.
Das Buch ist nicht grundsätzlich schwer zu lesen, vielleicht fehlt es mir hier und da auch einfach mit Wissen, weil ich aus einer andere Zeit komme und lieber in der Gegenwart lebe als in der Zukunft, aber Wörter wie Barkasse, sind mir einfach nicht geläufig und hemmen meinen persönlichen Lesefluss.
Dennoch habe ich irgendwie Spaß daran gefunden, die Bücher zu lesen. Alte Worte neu zu entdecke oder sich die Welt im 1900 zu entdecken, als man noch mit Droschken durch die Stadt fuhr.
Die Geschichte „im Zeichen der vier“ hat mir gut gefallen. Sie war ruhig und fesselnd zu gleich, wobei ich natürlich am liebsten einfach Holmes Methoden verfolge und den Erzählungen von Watson „lausche“.
Dennoch ist mir auch in diesem Band die Auflösung einfach zuuuuu langatmig und erzählt mir einfach zu viel von dem Täter und viel zu wenig von Holmes und Watson, die ich eigentlich gerne kennenlernen möchte.
Aber nunja, vermutlich war auch das früher einfach anders.
Auch werden ganz offen diese wie Kokain-Gebrauch thematisiert, als seine sie normal und förderlich. Ich glaube, das gäbe es in der Literatur heute weniger, da man alles vermeidet, was triggern könnte und ein schlechtes Beispiel wäre.
Für mich sind es keine Bücher für zwischendurch, wobei ich sie nicht grundsätzlich als anspruchsvoll bezeichnen würde - man braucht einfach nur etwas Ruhe um sie zu lesen und ein Erlebnis ist es allemal.