Cover-Bild Bibliothek der unerfüllten Träume
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9,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 01.11.2011
  • ISBN: 9783423140461

Bibliothek der unerfüllten Träume

Roman

Eine Lebens- und Liebesgeschichte

Der junge Itsik Malpesch wandert in den Zwanzigerjahren von Russland nach New York aus. Über den Ozean begleiten ihn in Gedanken die zwei Lieben seines Lebens: die Literatur und Sascha Bimko, die jüdische Metzgerstochter, die ihm bei seiner Geburt während eines Pogroms das Leben rettete. Seiner Muse widmete er als selbst ernannter »letzter Dichter der jiddischen Sprache« bereits unzählige Gedichte, doch erst in New York lernt er sie durch Zufall kennen. Wie die beiden ein Paar werden und sich doch wieder verlieren, erzählt Itsik in seinen lebensprallen Memoiren – deren Ende ihn selbst überraschen wird ...

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Louella in einem Regal.
  • Louella hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

Für Geschichtsliebhaber*innen

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Bibliothek der unerfüllten Träume ist wie eine heimliche Zeitreise durch die jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, erzählt mit der Stimme eines Mannes, der partout nicht vergessen will. Itsik Malpesch ...

Bibliothek der unerfüllten Träume ist wie eine heimliche Zeitreise durch die jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, erzählt mit der Stimme eines Mannes, der partout nicht vergessen will. Itsik Malpesch wird während eines Pogroms geboren, wächst im zerfallenden Zarenreich auf und trägt die Narben dieser Gewalt mit sich, als er in den Zwanzigerjahren nach New York auswandert. Wer sich für Geschichte interessiert, bekommt hier nicht trockene Fakten, sondern das pulsierende Leben einer Epoche: das jüdische Schtetl, die Bedrohung durch Pogrome, die Hoffnung der Migration, die jiddische Kultur im Exil und das New York der Einwanderer.

Besonders spannend ist, wie der Roman persönliche Liebesgeschichte und große Geschichte miteinander verwebt. Sascha Bimko ist für Itsik nicht nur eine Jugendliebe, sondern auch ein lebendiges Stück Herkunft, das ihn bis in die Neue Welt begleitet. Als selbst ernannter letzter Dichter der jiddischen Sprache setzt Itsik seiner untergehenden Welt ein literarisches Denkmal. Seine Memoiren lesen sich wie ein verschollenes Zeitdokument, das man zufällig im Archiv findet und nicht mehr aus der Hand legen kann. Für geschichtsinteressierte Leserinnen und Leser ist dieses Buch ein Geschenk: emotional, klug und voller Details, die Geschichte spürbar machen.

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