Too much is to much!
Inhalt:
Chris Palmer ahnt nichts böses, als sie Lucie, einem Teenager auf der Flucht vor einem gewalttätigen Freund in ihrem Haus Obdach gewährt. Die Geschichte, die Lucie ihr dann erzählt, führt Palmer ...
Inhalt:
Chris Palmer ahnt nichts böses, als sie Lucie, einem Teenager auf der Flucht vor einem gewalttätigen Freund in ihrem Haus Obdach gewährt. Die Geschichte, die Lucie ihr dann erzählt, führt Palmer erst zu einem toten Mann mitten auf einer belebten Wiese und dann auf ein Polizeirevier, weil Lucie verschwunden ist und Palmer auf einmal selbst als Verdächtige behandelt wird. Und niemand ist da, der ihre Unschuld bezeugen kann. In einem Strudel aus „Loverboys“, Drogen und syrischer Mafia muss Palmer teils um ihr eigenes Leben fürchten und Lucie finden, damit sich alles ihrer Meinung nach aufklärt.
Meine Meinung:
Too much is too much!
Dass es sich hier um den 6. Band einer Reihe rund um die Detektivin Chris Palmer handelt, hatte ich nicht so wirklich auf dem Schirm. Mein Fehler! Aber nichtsdestotrotz wollte ich mich dann zu gern auf die Story einlassen.
Mit charmantem schweizer Kolorit ist man dann auch gleich dort, weil wenn es eins gibt, was ich toll fand, dann das Setting und wie der Autor uns „Germanen“ dorthin mitnimmt!
Chris Palmer als Figur hat wohl auch schon sehr unschöne Erfahrungen in ihrem Leben sammeln müssen, das klingt immer wieder durch. Deswegen kann man bedingt so manche Dinge etwas nachvollziehen. Aber andererseits habe ich mir ganz oft auch gedacht, wie kann man nur so naiv sein! Oder ein SO großes Herz haben.
Natürlich muss sie dann die Folgen tragen. Natürlich ist sie die Dumme (und ihr armer Kater daheim!), muss sich rechtfertigen, fehlen ihr schlagfertige Beweise. Und dann wird’s schräg. Weil selbst als es ganz eindeutige Beweise dafür gibt, dass ihr selbst jemand nach dem Leben trachtet und gar sie -nachweislich- in akute Lebensgefahr gerät, glaubt man ihr nicht so recht und keiner bei der Polizei will ihr Schutz gewähren. Das fand ich dann doch sehr unglaubwürdig.
Noch schräger wird es, als auf einmal -ich denke- die syrische Mafia sich einschaltet, bzw. ein Familienclan aus diesem Milieu. Also da hab ich irgendwo abgeschaltet und habe gedacht, das ist jetzt echt mehr wie unnötig und nutzt der Geschichte jetzt nicht.
Das Ende habe ich dann so nicht erwartet und klang für mich auch nicht mehr glaubwürdig, obwohl es wieder zu der Vergangenheit von Chris Palmer passen würde, aber einfach nicht „echt“ wirkte.
Bei aller Kritik muss ich sagen, dass der Stil als solches wirklich leicht und flott zu lesen war und schon den Charakter hatte, dass man noch ein Kapitel liest… und noch eins… ach, eins geht noch. Also war es auch wirklich gut wegzulesen.
Fazit:
Von der Idee her wirklich nicht verkehrt und vermutlich ist es mit Vorkenntnis der anderen Teile auch leichter nachzuvollziehen. Aber so war die Geschichte irgendwo drüber und konnte mich nicht abholen.