Cover-Bild Verschollen in Panama
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19,99 €
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziale Dienste und Sozialwesen, Kriminologie
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 13.04.2024
  • ISBN: 9783758321948
Christian Hardinghaus, Annette Nenner

Verschollen in Panama

Die wahre Tragödie vom Pianista Trail
2014 verschwinden Kris Kremers & Lisanne Froon im Regenwald von Panama.
2024 wird der mysteriöse Cold Case neu untersucht und bewertet.

Am 1. April 2014 kehrten die niederländischen Touristinnen Lisanne Froon und Kris Kremers nicht von ihrer Wanderung auf dem Pianista Trail zurück. Zehn Jahre später hat sich ihr Fall durch immer neue Indizien und Theorien zu einem der mysteriösesten True-Crime-Fälle der Welt entwickelt. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass ein neuer Podcast erscheint. Internet-Detektive streiten erbittert darüber, ob ein Unfall oder ein Verbrechen zum sicheren Tod der Frauen geführt hat. Journalisten versuchen, die Deutungshoheit zu erlangen. Nur einer Handvoll ist es bisher gelungen, die als geheim eingestuften offiziellen Ermittlungsakten einzusehen. Sie kommen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

Ein 2021 erschienenes Buch unter Mitwirkung der damals ermittelnden Staatsanwältin versucht, die Unfalltheorie zu untermauern, geht dabei sehr selektiv vor und klammert eindeutige Hinweise auf ein Verbrechen aus. Eine zum internationalen Bestseller avancierte True-Crime-Podcast-Serie hingegen greift 2022 eine seit Langem kursierende, abstruse Verbrechenstheorie auf und manipuliert damit bewusst ihre Hörer.

Auswertung der Ermittlungsakten, Expeditionen in den Regenwald, neue Zeugen und Hinweise

Die Investigativjournalisten Christian Hardinghaus und Annette Nenner konnten nun erstmals die offiziellen Ermittlungsakten und forensischen Gutachten wissenschaftlich auswerten und räumen mit den Falschinformationen beider Seiten auf. Ihre akribische Arbeit basiert auch auf intensiven, fünfmonatigen Recherchen vor Ort. Alle wichtigen Zeugen wurden noch einmal persönlich befragt und neue Indizien gesammelt. Nenner erkundete zudem Tag und Nacht den panamaischen Nebelwald und spürte den Spuren nach, die Kris und Lisanne gegangen sein könnten.

Verschollen in Panama erzählt den Fall nicht neu, aber spannender und detailreicher als je zuvor. Die Autoren sortieren die unpassenden Teile eines der größten Puzzles unserer Zeit aus und fügen gleichzeitig wichtige hinzu, um die weitere Aufklärung des Cold Case in Gang zu bringen.

Zum zehnten Jahrestag der Tragödie auf dem Pianista Trail ist dieses Buch eine Hommage an die unermüdliche Suche nach Antworten, eine Hommage an zwei Leben, die viel zu früh beendet wurden, und ein Muss für alle, die sich für echte Kriminalfälle und ungelöste Rätsel interessieren.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2025

Für True Crime-Fans, die an einer tiefgehenden Analyse des Falles interessiert sind

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Verschollen in Panama: Die wahre Tragödie vom Pianista Trail ist ein fundiertes Sachbuch, welches sich mit dem mysteriösen Verschwinden der niederländischen Touristinnen Kris Kremers und Lisanne Froon ...

Verschollen in Panama: Die wahre Tragödie vom Pianista Trail ist ein fundiertes Sachbuch, welches sich mit dem mysteriösen Verschwinden der niederländischen Touristinnen Kris Kremers und Lisanne Froon im Jahr 2014 beschäftigt. Der Fall ist nicht nur tragisch, sondern auch äußerst komplex, was bereits im umfangreichen Inhaltsverzeichnis deutlich wird.

Das Autorenduo setzt sich intensiv mit diesem ungelösten True Crime Fall auseinander und bietet eine umfassende Analyse der tatsächlichen Ereignisse. Durch die Verwendung zahlreicher Fußnoten und Verweise auf andere Quellen wird das Buch sehr umfangreich an Informationen. Diese Fülle an Details macht das Lesen manchmal herausfordernd für mich, zudem berührt mich das Schicksal der beiden Frauen emotional sehr stark. Ich muss beim Lesen mitunter längere Pausen einlegen, um die Eindrücke verarbeiten zu können.

Die Autoren nähern sich den Ereignissen in Verschollen in Panama: Die wahre Tragödie vom Pianista Trail methodisch und beziehen Falschinformationen, frühere Publikationen zu diesem Fall, Ermittlungsakten sowie eigene Recherchearbeiten und Zeugenbefragungen mit ein. Sie beleuchten zudem die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Panama, was dem Buch eine zusätzliche Tiefe verleiht. Obwohl sie sich bemühen, neutral und objektiv zu bleiben, blitzen gelegentlich persönliche Wertungen durch, was mir die klare Trennung zwischen Fakten und Meinungen erschwert.
Trotz dieser kleineren Schwächen ist die Recherche des Autorenduos eindrucksvoll. So beschränken sie sich nicht nur auf die Fakten, sondern beleuchten den Fall auch aus verschiedensten Blickwinkeln. Dabei werden verschiedene Theorien vorgestellt, die versuchen, die Geschehnisse nachzuvollziehen und in einen sinnvollen Kontext zu bringen. Gut herausgearbeitet finde ich hier ganz klar die Plausibilität der Überlegungen anhand von Erklärungen. Ihre eigenen Recherchen vor Ort und die Nachstellung von Szenarien tragen zur Authentizität bei. Zudem werden die gravierenden Ermittlungsfehler der panamaischen Behörden anschaulich dargestellt.

Generell würde ich den Schreibstil als flüssig und verständlich beschreiben. Durch die schier unglaubliche Vielzahl an Informationen von Zahlen, Daten und Fakten ist Verschollen in Panama: Die wahre Tragödie vom Pianista Trail teilweise keine einfache Lektüre und erfordert mitunter viel Konzentration, um bei dieser ganzen Komplexität nicht gänzlich den Überblick zu verlieren. Die Mischung aus emotionalen Erzählungen und faktenbasierten Analysen sorgt für einen abwechslungsreichen Leseeindruck.

Die schwarz-weißen Bilder im Buch sind eine willkommene visuelle Ergänzung zum Text. Obwohl sich das Autorenduo die Mühe macht zu beschreiben, was auf den Fotografien zu sehen ist, ist die Qualität einiger Abbildungen nicht gut. Einige sind unscharf oder von geringer Auflösung, was es schwierig macht, die dargestellten Szenen oder Details klar zu erkennen. Manches kommt auch durch das Schwarz-Weiß nicht ausdrucksstark zur Geltung, sodass ich zusätzliche Recherchen im Internet anstellen muss, um ein vollständiges Verständnis der Inhalte erlangen zu können.

Fazit:
Verschollen in Panama: Die wahre Tragödie vom Pianista Trail bietet die Möglichkeit, sich informativ und gut recherchiert mit diesem mysteriösen Kriminalfall auseinanderzusetzen. Trotz einiger Schwächen bei der Trennung von Fakten und persönlichen Meinung kann ich das Buch jenen empfehlen, die sich für die Hintergründe sowie die Komplexität dieses Falles interessieren und tiefer in die Materie einzutauchen möchten, um die tragischen Umstände nachzuvollziehen zu können.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Tragisches Unglück oder heimtückischer Mord

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Bei der Hausarbeit höre ich am liebsten True Crime Podcasts und am interessantesten sind immer die mysteriösen Fälle, die nie ganz gelöst werden konnten. Mein Favorit ist der Fall der beiden in Panama ...

Bei der Hausarbeit höre ich am liebsten True Crime Podcasts und am interessantesten sind immer die mysteriösen Fälle, die nie ganz gelöst werden konnten. Mein Favorit ist der Fall der beiden in Panama verschwundenen Holländerinnen Lisanne Froon und Kris Kremers. Auch wenn Überreste von Ihnen gefunden worden, die Umstände ihres Todes bleiben rätselhaft.

Dazu gibt es im Internet zahlreiche Videos und Foren, die sich mit der Aufklärung des Falls beschäftigen. Da mich die Fülle an Informationen und Meinungen aber schlichtweg überfordert, war ich froh, dass es mittlerweile ein Buch gibt, welches noch einmal alle Hinweise zusammenträgt, sowie alte und neue Theorien beleuchtet. Dabei hat sich eine der beiden Autorin sogar vor Ort auf Spurensuche begeben.

Das Buch wechselt von der eher nüchtern formulierten Aufarbeitung des Falls des Autors mit den Logbuch Einträgen der Autorin ab, die um einiges gefühlsbetonter erscheinen.

Außerdem enthält das Buch auch einige der Fotografien, die auf der Kamera der später gefundenen Rucksäcke der jungen Frauen sichergestellt werden konnten, sowie die Zeitdaten der Handys, die sich ebenfalls im Rucksack befanden.

Es gibt zwei Theorien. Die Lost Theorie geht davon aus, dass sich Lisanne und Kris hoffnungslos verirrt haben, nicht wieder aus dem Dschungel herausfanden und an Krankheit oder durch einen Unfall starben.
Die Foulplay Theorie besagt, dass die beiden durch die Hände einer oder mehrerer Personen starben.

Ab Mitte des Buchs wird klar, dass die Autoren zweitere Theorie bevorzugen. Ein großer Teil dreht sich darum, die Unschuld des Tourguide Feliziano und seines Sohnes zu beweisen. Ich glaube auch nicht, das diese etwas mit dem Tod der beiden zu tun hatten. Aber es geht viel zu lange darum, das zu beweisen. Und es ist ja schön, dass die Autorin nicht müde wird zu betonen, wie nett dieser Tourguide ist. Dadurch wirkte sie irgendwann aber einfach nur noch total befangen, sodass ich sie kaum noch ernst nehmen konnte.

Ich persönlich bin einer Anhängerin der Lost Theorie. Es mag ja sein, das verschiedene Fakten nicht plausibel erscheinen, aber wir wissen nicht was die beiden in dieser Zeit wirklich gefühlt oder gedacht haben. Auch wenn ihr Verhalten untypisch gewesen sein mag, vielleicht war es eben das, was ihnen in dieser Ausnahmesituation am logischsten erschien.
Ich finde es schade, dass man versucht hat von der Lost-Theorie wegzukommen, anstatt dort weiter anzusetzen.

Die Autoren geben sich zwar die größte Mühe, die Möglichkeit eines Verbrechens zu erklären. Aber seien wir mal ehrlich: Welcher Mörder macht sich die Mühe Handys und Kamera zu manipulieren, Rucksäcke und Knochenteile so zu platzieren, dass sie gefunden werden können, anstatt das alles in den Weiten des Dschungels oder sonst irgendwo einfach verschwinden zu lassen?

Das Buch ist eine gute Zusammenfassung dieses Falls und versucht die verschiedenen Theorien nachvollziehbar darzustellen. Jedoch wird man manchmal geradezu erschlagen von all den technischen Details und ab der Mitte verlieren sich die Autoren ein wenig.

Wenn, dann hat mich das Buch eher in der Annahme bestärkt, dass Lisanne und Kris aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände nicht wieder aus den Dschungel hinausfanden und durch äußere Umwelteinflüsse gestorben sind. Wir neigen dazu, Dinge in ein mysteriöses Licht zu rücken, wenn sie von der Norm abweichen und übersehen dabei die einfachste Lösung.

Mich hat das Buch auch etwas bedrückt zurück lassen, weil zwei junge Frauen, die doch noch ihr ganzes Leben vor sich hatten, auf so tragische Weise ums Leben gekommen sind. Ich hoffe, dass irgendwann vielleicht doch noch DIE Hinweise gefunden werden, die den Fall zu einem eindeutigen Abschluss bringen können.

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