Der Junos-Zauber
Nachdem Anouks Eltern sich getrennt haben, besteht die Möglichkeit, dass das wunderschöne Beachhouse an der kalifornischen Küste im magisch-verträumten Junos veräußert werden soll. Das will Anouk um jeden ...
Nachdem Anouks Eltern sich getrennt haben, besteht die Möglichkeit, dass das wunderschöne Beachhouse an der kalifornischen Küste im magisch-verträumten Junos veräußert werden soll. Das will Anouk um jeden Preis verhindern und reist heimlich nach Junos, um das Haus zu retten. Vor Ort trifft sie nicht nur auf die lieb gewonnenen Dorfbewohner, sondern erhält zudem merkwürdige Postkarten, in denen ihr geraten wird, sie solle nach der großen Liebe Ausschau halten. Gut, dass ihr langjähriger Freund Noah ebenfalls vor Ort ist - mit ihm gemeinsam wird sie doch herausfinden können, wer hinter den Karten steckt - oder?
Da ich Dagmar Bach schon von ihrer "Zimt"- sowie ihrer "Glück"-Reihe kenne, war meine Neugier auf ihr neues Buch natürlich sofort geweckt. Diesmal richtet sie sich an eine etwas ältere Zielgruppe, und ich war gespannt, ob mich die Geschichte genauso verzaubern würde wie ihre bisherigen Werke.
Was mir direkt gefallen hat: Die Figuren waren mir durchweg sympathisch und waren süß, sodass ich sie gern auf ihrer Reise begleitete. Das Setting an der Westküste – mit Meer, Küstenluft und Fernwehgarantie – machte die Lektüre leicht und entspannend. Besonders schön fand ich auch, dass man nicht nur die weibliche, sondern später auch die männliche Perspektive erhielt. Dadurch wirkte die Liebesgeschichte vollständiger, und am Ende fügte sich alles zwischen den beiden Hauptfiguren stimmig zusammen.
Trotzdem muss ich sagen: Ganz so rund war das Ganze für mich nicht. Die Handlung wirkte oft etwas wirr und baute stark auf Zufällen auf – teilweise so, dass es mich beim Lesen etwas genervt hat. Auch einige unrealistische Momente konnte ich nicht immer mit dem sonst so charmanten Magie-Aspekt der Autorin erklären. Besonders am Schluss habe ich die Reaktion der Eltern auf Anouks Aktion vermisst, da blieb für mich eine spürbare Lücke zurück. Zudem wurde für mich zu wenig hinterfragt, dass die Figuren finanziell alle Möglichkeiten haben und dadurch etwas weniger Bodenhaftung spürbar ist.
Unterm Strich ist "Happy, wo du mich findest" eine süße, leichte Geschichte mit Wohlfühlatmosphäre, die mich aber nicht so mitgerissen hat wie die Zimt-Reihe.