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Veröffentlicht am 31.03.2026

Miträtseln garantiert!

Missing Page - Tödliche Worte
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Die angehende Schriftstellerin Toni möchte am Workshop eines bekannten Autors teilnehmen und endlich ihre Schreibblockade überwinden. Hierfür reist sie in dessen Herrenhaus nach Schottland. Als der Schriftsteller ...

Die angehende Schriftstellerin Toni möchte am Workshop eines bekannten Autors teilnehmen und endlich ihre Schreibblockade überwinden. Hierfür reist sie in dessen Herrenhaus nach Schottland. Als der Schriftsteller ihr und den 5 weiteren Kandidaten dort offenbart, dass sie nicht nur um seine Gunst miteinander konkurrieren, sondern auch um dessen Vermächtnis, sind alle gleichermaßen verwundert wie begierig. Doch schon bald kommt es zu merkwürdigen Ereignissen, Diebstählen und auch das misstrauische Personal des Schriftstellers verhält sich äußerst ungewöhnlich. Als nachfolgend auch noch jemand zu Tode kommt, wird Toni schnell klar, dass sie ermitteln muss - denn sie selbst steht als Verursacherin im Verdacht...

Der Roman "Missing Page" von Katie Kento hat mich vor allem durch seinen Schreibstil und die vielen Anspielungen auf klassische Krimis begeistert. Fans von Cluedo, Inspector Barnaby oder Agatha Christie kommen hier definitiv auf ihre Kosten!

Besonders gut gefallen haben mir auch die Figuren: Sie sind klar voneinander abgegrenzt und ließen sich sehr gut auseinanderhalten, was bei der Vielzahl an Charakteren wirklich wichtig ist. Neben der Hauptfigur Toni war mein persönlicher Favorit definitiv George. Er ist einfach eine Figur, die ich wider besseren Wissens (, denn es war ja schließlich jeder verdächtig, ) sofort ins Herz geschlossen habe. Andere Charaktere wiederum sind bewusst unsympathisch gezeichnet, was die Dynamik wirklich spannend machte. Zugleich konnte ich beim Lesen gefühlt niemandem wirklich vertrauen, was den Rätselfaktor in die Höhe trieb. Als Agatha Christie Fan liebe ich ja den "Jede/r könnte es gewesen sein"-Aspekt.

Das Setting empfand ich als atmosphärisch dicht und sie sorgte für genau die richtige Spannung. Auch die kleinen gestalterischen Elemente im Buch, wie z.B. eingestreute Grundrisse oder auch Schreibwettbewerbs-Beiträge, fand ich richtig gelungen und passend zur Geschichte.

Was mir ebenfalls sehr gefallen hat: Man wurde als LeserIn ständig zum Miträtseln angeregt. Es gab viele offene Fragen und unterschiedliche Spuren, sodass man immer wieder eigene Theorien entwickeln konnte. Genau das macht für mich den Reiz eines solchen Buches aus!

Allerdings hatte die Geschichte für mich auch kleinere Schwächen. Einige Elemente hätten für meinen Geschmack etwas straffer erzählt werden können. So hat mich zum Beispiel das Schlafwandeln der Protagonistin Toni auf Dauer eher genervt als begeistert. Außerdem wirkte die Handlung stellenweise etwas überladen, da sehr viele Entwicklungen und Enthüllungen gleichzeitig passierten. Das hat es mir manchmal schwer gemacht, komplett dranzubleiben und mir fehlte bei den vielen Ideen und Richtungen manchmal etwas Klarheit und ein roter Faden.

Das Ende fand ich sehr stimmig und rund, obwohl mir die Auflösung zuvor insgesamt zu konstruiert vorkam.

Fazit: Ein spannender YA-Thriller mit tollen Figuren, vielen cleveren Ideen und großem Miträtsel-Faktor. Auch wenn die Handlung zwischendurch für meinen Geschmack etwas zu viel auf einmal wollte, konnte mich das Buch insgesamt wirklich gut unterhalten. Die Autorin hat wahnsinnig viel Fantasie und Ideen und ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher von Katie Kento!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwischen Kamelien, Kulturen und Gefühlen

Wiedersehen im Kamelienhaus
1

"Wiedersehen im Kamelienhaus" ist Band 2 der Kamelienhaus-Reihe von Tabea Bach und setzt nahtlos an den vorhergehenden Band an. Die Geschichte wird wieder überwiegend aus Lucys Perspektive erzählt, die ...

"Wiedersehen im Kamelienhaus" ist Band 2 der Kamelienhaus-Reihe von Tabea Bach und setzt nahtlos an den vorhergehenden Band an. Die Geschichte wird wieder überwiegend aus Lucys Perspektive erzählt, die nun als Geschäftsführerin die Kamelienölmanufaktur auf der Insel Soshima nahe Tokio übernommen hat und sich dort bewähren muss. Ergänzt wird das Ganze – wie schon im ersten Band – durch Tagebucheinträge ihrer Mutter Sylvia, die in der Bretagne lebt und dort eine Kosmetikfirma führt, die ebenfalls turbulenten Zeiten entgegenblickt.

Auch Band 2 hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Die Geschichte war über weite Strecken sehr spannend - teilweise so sehr, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Gleichzeitig gab es zwischendurch ein paar kleinere Längen, vor allem rund um Lucys Arbeit, einige die Arbeit betreffende sehr ausführliche Dialoge und detaillierte Beschreibungen dieser. Auch die Vielzahl an Namen empfand ich stellenweise als etwas herausfordernd. Zum Glück befand sich ein Personenregister im Einband, auf das ich trotz frisch gelesenen ersten Bandes öfter zurückgreifen musste.

Besonders begeistert hat mich erneut, wie die Autorin die Traditionen und Lebensweisen zweier Kulturen miteinander verwebt – die Bretagne in Frankreich und die fiktive Insel Soshima in Japan. Vor allem die japanischen Gepflogenheiten, Sagen und Lebensweisheiten als auch die Kulinarik waren wieder unglaublich faszinierend bzw. bildlich dargestellt. Sehr gelungen fand ich auch die inneren Konflikte der Hauptfigur Lucy: Dieses Spannungsfeld zwischen europäischem Denken und dem bewussten Einhalten japanischer Konventionen wurde richtig feinfühlig und nachvollziehbar ausgearbeitet. Auch emotional sehr gefesselt hat mich Lucys Verbindung zu Finn. Hier habe ich richtig mitgefiebert, dass die beiden endlich die Kurve kriegen. Und auch Lucys beste Freundin Lilli sorgte in Liebesdingen für Furore.

Der Schreibstil ist melodisch und schön, manchmal vielleicht etwas betulich, wobei mir das im zweiten Band deutlich weniger aufgefallen ist als im ersten. Insgesamt erzeugt das Buch eine angenehme Wohlfühlatmosphäre, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Gerade gegen Ende, als sich ein Taifun der Insel Soshima näherte, wurde die Handlung richtig fesselnd und teilweise sogar dramatisch.

Auch wenn einige Entwicklungen vorhersehbar waren, hat mich die Umsetzung dennoch in den Bann gezogen. Die Autorin zeigt ein feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und schafft es, Emotionen und Stimmungen sehr atmosphärisch einzufangen. Auch die Naturbeschreibungen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass Finns Vater, der bereits in Band 1 "der Feind" war, nie direkt auftrat, sondern nur indirekt erwähnt wurde. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, da diese Figur durchaus Potenzial gehabt hätte.

Überrascht hat mich zudem, dass die Hauptgeschichte bereits mit diesem zweiten Band endet, obwohl ein dritter angekündigt ist. Offenbar handelt es sich dabei eher um ein kürzeres Sequel. Das Ende von Band 2 fühlt sich aber stimmig und versöhnlich an, auch wenn ich damit so nicht gerechnet hatte.

Insgesamt ist "Wiedersehen im Kamelienhaus" ein gefühlvoller, spannender Feelgood-Roman mit angenehmer Tiefe, der vor allem durch seine kulturellen Einblicke und seine atmosphärische Erzählweise überzeugt.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zurück nach Hagley

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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"Cassandra Morgan - Die magische Flöte" ist Band 2 rund um die Hexe Cassandra aus der Feder der Autorin Skye McKenna. Ich muss sagen, dass mir der zweite Band der Reihe ausgesprochen gut gefallen hat. ...

"Cassandra Morgan - Die magische Flöte" ist Band 2 rund um die Hexe Cassandra aus der Feder der Autorin Skye McKenna. Ich muss sagen, dass mir der zweite Band der Reihe ausgesprochen gut gefallen hat. Ich fand ihn sogar noch deutlich besser als den erste Teil, den ich zwar interessant fand, bei dem mir aber ein klarer roter Faden gefehlt hatte. In diesem zweiten Band passierte zwar wieder eine Menge und es wurde stellenweise richtig actionreich, aber es wirkte zu keinem Zeitpunkt gehetzt auf mich. Die Handlung blieb durchgehend stimmig und gut nachvollziehbar.

Besonders begeistert haben mich erneut die vielen fantasievollen Ideen wie die Alte Eiche Ambrose, die neue Figur Lailoken als Hüter des Waldes oder auch der geheimnisvolle Brollachan. Sie verleihen der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Generell kehrt man nicht nur zu bereits bekannten Figuren zurück, sondern lernt sie auch deutlich besser kennen. Sie gewinnen an Tiefe wie die Haushälterin Mrs. Briggs, was mich positiv überrascht und noch mehr für die Reihe eingenommen hat.

Den Schreibstil empfand ich wieder als melodisch, angenehm und auch für mich als Erwachsene sehr gut zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil es einfach durchgehend unterhaltsam und kurzweilig war.

Inhaltlich begleiten wir Cassandra erneut nach Hagley, wo sie weitere Prüfungen für ihre Hexenabzeichen ablegen möchte. Natürlich bleibt es nicht ruhig, und sie gerät wieder in einige Abenteuer, die durchaus gefährlich werden. Dabei stehen Themen wie Freundschaft, Mut und die Wertschätzung der Natur im Mittelpunkt – etwas, das mir besonders gut gefallen hat. Die Naturverbundenheit der Figuren wurde auch in Band 2 wieder wirklich schön vermittelt.

Cassandra und ihre Freundinnen Rue und Tabitha halten dabei fest zusammen und wachsen über sich hinaus. Allerdings setzten sie sich dabei erneut häufig über die Regeln der Erwachsenen hinweg, was ich stellenweise etwas kritisch sehe – gerade mit Blick auf jüngere Leserinnen und Leser.

Sehr gelungen fand ich auch den Einstieg: Durch eine kurze Rekapitulation der Ereignisse aus Band 1 fiel es mir leicht, wieder in die Geschichte hineinzufinden.

Ein echtes Highlight ist zudem die Gestaltung des Buches. Während ich Band 1 noch als eBook gelesen habe, ist Band 2 als Hardcover mit Farbschnitt und liebevoll gestalteten Illustrationen im Innenband ein richtiger Hingucker und trägt viel zur Atmosphäre bei.

Jetzt bin ich sehr gespannt auf Band 3, denn die zentrale Thematik rund um Cassandras Mutter bleibt weiterhin offen.

Ein rundum gelungener, herbstlich-winterlicher Kinderbuchband ab etwa 10 Jahren, der mit viel Fantasie, Herz und Spannung überzeugt.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Zwischen Achtsamkeit und Absurdität

Einatmen. Ausatmen.
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Um CEO ihres Unternehmens zu werden, wird Marlene von ihrem Chef zu einem Achtsamkeitstraining geschickt. Grund hierfür ist, dass sie zu sehr einem emotionslosen Roboter ähnele - das müsse dringend geändert ...

Um CEO ihres Unternehmens zu werden, wird Marlene von ihrem Chef zu einem Achtsamkeitstraining geschickt. Grund hierfür ist, dass sie zu sehr einem emotionslosen Roboter ähnele - das müsse dringend geändert werden, um die Führungsetage überzeugen zu können. An der Akademie leidet Inhaber und Coach Alex Grow jedoch an einer Sinnkrise und hat aus finanziellen Gesichtspunkten riesiges Interesse dran, die beratungsresistente Marlene zum Erfolg zu coachen... ein kompliziertes Miteinander steht bevor!

Der Einstieg in den Roman hat mich direkt überzeugt. Der Ton war leicht, humorvoll und angenehm zu lesen, sodass ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Besonders gut gefallen hat mir die wechselnde Perspektive zwischen Marlene und Alex, die für Abwechslung sorgte und den Figuren Raum gab.

Im weiteren Verlauf wurde die Geschichte spürbar ernster. Das brachte zwar interessante Aspekte mit sich, wirkte auf mich stellenweise aber etwas zäher, da es der Handlung an manchen Punkten an Tiefe fehlte. Hier hat mich das Buch kurzzeitig etwas weniger gefesselt und nicht sein volles Potential entfaltet.

Marlene habe ich im Verlauf der Geschichte immer differenzierter wahrgenommen. Anfangs wirkte sie auf mich eher kühl und fast roboterhaft, doch schnell wurde deutlich, welche Prägung für ihre Abkapselung von Gefühlen gesorgt hatte. Gerade diese Entwicklung, ihr langsames Öffnen und erste emotionale Annäherungen, fand ich sehr gelungen und teilweise wirklich berührend. Einige Szenen gingen mir spürbar nahe, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen.

Alex hingegen blieb für mich insgesamt schwer greifbar. Zwar wurde er im Verlauf etwas konturierter, dennoch wirkte er oft zu glatt und wenig authentisch in seiner Entwicklung. Er predigte Achtsamkeit, handelte aber selbst nicht immer danach, was ihn für mich widersprüchlich und weniger sympathisch machte. Gerade bei ihm hätte ich mir stellenweise noch mehr Tiefe und Entwicklung gewünscht.

Ein echtes Highlight war für mich die Nebenfigur Hausmeister Mattissen, der mit trockenem Humor und pointierten Aussagen für viele unterhaltsame Momente sorgte. Seine Sprüche waren einfach großartig und haben mich mehrfach zum Lachen gebracht. Durch ihn gewann die Geschichte jedoch nicht nur deutlich an Leichtigkeit, sondern auch Tiefe, was mir sehr gut gefallen hat.

Generell arbeitete der Roman stark mit Klischees und Überzeichnungen, was ich sonst eher kritisch sehe. Hier hat es für mich aber überraschend gut funktioniert. Es passte zum Ton der Geschichte und trug sehr zur Unterhaltung bei. Viele Figuren und Situationen hatten einen hohen Wiedererkennungswert und luden auch dazu ein, über bekannte Verhaltensweisen zu schmunzeln.

Besonders gelungen fand ich die Balance zwischen humorvollen und ernsteren Momenten. Gerade in den späteren Abschnitten schaffte es der Autor, emotionalere Themen einzubringen, ohne dass es zu schwer oder kitschig wurde. Gleichzeitig hatte ich aber auch das Gefühl, dass manches Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Einige Entwicklungen gingen mir etwas zu schnell, während andere Handlungsstränge für meinen Geschmack zu oberflächlich behandelt wurden.

Das Ende hat mir insgesamt gut gefallen. Dass nicht alle Fragen vollständig aufgelöst wurden und manche Beziehungen offen bleiben, empfand ich stimmig.

Insgesamt ist "Einatmen. Ausatmen." für mich ein sehr unterhaltsamer, kurzweiliger Roman mit vielen humorvollen und berührenden Momenten. Auch wenn er sein volles Potenzial nicht ganz ausschöpft und für mich nicht an "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" heranreicht, habe ich das Buch gerne gelesen – perfekt für Zwischendurch, wenn man sich kurzweilig unterhalten lassen möchte.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Zwischen Misstrauen und Gefühlen

Liars all around me
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„Liars all around me“ von Clara Blais ist ein spannender Jugendthriller, der mich vor allem durch die Dynamik zwischen den Hauptfiguren und die stetig wachsende Spannung überzeugen konnte.

Im Mittelpunkt ...

„Liars all around me“ von Clara Blais ist ein spannender Jugendthriller, der mich vor allem durch die Dynamik zwischen den Hauptfiguren und die stetig wachsende Spannung überzeugen konnte.

Im Mittelpunkt steht Avery, die perfekte Musterschülerin, die scheinbar alles unter Kontrolle hat – bis sie den vermeintlichen Bad Boy Ryle darum bittet, ihr eine Pistole zu besorgen. Als dieser ablehnt und kurz darauf ihre Mitschülerin Sheila erschossen aufgefunden wird, geraten die Ereignisse ins Rollen. Besonders interessant ist dabei, dass Avery und das Opfer keine Freundinnen waren, sondern Rivalinnen, die beide unbedingt die Beste sein wollten. Ryle verdächtigt Avery daher zunächst, doch anstatt zur Polizei zu gehen, lässt er sich von ihr überreden, gemeinsam nach dem wahren Täter zu suchen. Diese Entscheidung sorgte für eine spannende, oft von Misstrauen geprägte Dynamik zwischen den beiden.

Die wechselnden Perspektiven zwischen Avery und Ryle gaben der Geschichte zusätzliche Tiefe und ermöglichten es, beide Seiten besser zu verstehen. Die Figuren empfand ich insgesamt als angenehm ausgearbeitet, auch wenn ich mir stellenweise noch mehr Tiefe gewünscht hätte.

Ein kleiner Kritikpunkt war für mich die Ermittlungsarbeit: Diese wirkte teilweise etwas planlos und hätte konsequenter sowie strategischer sein können. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Handlung etwas vor sich hin dümpelte, anstatt gezielt voranzugehen.

Besonders positiv hervorheben möchte ich jedoch die Beziehung zwischen Avery und Ryle. Die Lovestory entwickelte sich langsam, wirkte authentisch auf mich und wurde wirklich schön umgesetzt. Gerade Ryle ist mir sehr ans Herz gewachsen. Hinter seiner Fassade steckt ein unglaublich loyaler und reflektierter Charakter, in meinen Augen eine absolute Green Flag!

Das Finale hat mich dann nochmal richtig überrascht, auch wenn einige Entwicklungen im Verlauf der Geschichte vorhersehbar waren. Trotz der spannenden Ansätze kam die Geschichte für mich jedoch nicht ganz an die Romane von Holly Jackson heran, vor allem was die Tiefe der Ermittlungen und die Komplexität der Handlung betrifft.

Fazit: Ein unterhaltsamer Jugendthriller mit authentischer Romance, spannender Grundidee und kleinen Schwächen in der Umsetzung der Ermittlungen – perfekt für alle, die Highschool-Drama mit einem Hauch von Spannung und Gefühlen mögen.

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