Das Buch hat mich zwiegespalten zurückgelassen
Inhalt:
Laurel und Zach zerbrechen fast an ihrem unerfüllten Kinderwunsch und machen sich zudem immer grössere Sorgen um Laurens Grossmutter Helen, die langsam dement wird. Doch das Geld ist knapp und ...
Inhalt:
Laurel und Zach zerbrechen fast an ihrem unerfüllten Kinderwunsch und machen sich zudem immer grössere Sorgen um Laurens Grossmutter Helen, die langsam dement wird. Doch das Geld ist knapp und kurz vor den Festtagen vertrösten alle Agenturen für Haushaltshilfen die Familie auf das kommende Jahr. Doch plötzlich steht Mrs. Miracle vor der Tür, ein wahres Weihnachtswunder mit direktem Draht nach oben.
Meine Meinung:
Vor vielen Jahren habe ich unzählige Bücher von Debbie Macomber verschlungen. Vor allem die Rose Harbor-Reihe hat es mir angetan. Um so mehr habe ich mich über dieses dünne Weihnachtsbüchlein gefreut, das ich am Freitag im Brocki gefunden habe. Um mich noch einmal so richtig auf die Festtage einzustimmen, habe ich die kurzweilige Geschichte innerhalb von kürzester Zeit verschlungen. Allerdings hat mich dieser dünne Roman eher zwiegespalten zurückgelassen. Mrs. Miracle ist nämlich ein richtiger von Gott gesandter Engel und ich musste mich erst einmal auf dieses sehr religiös angehauchte Buch und seine extrem gläubigen Figuren einlassen. Dies hatte ich so gar nicht erwartet. Ausserdem wird das sehr ernste Thema der ungewollten Kinderlosigkeit in meinen Augen ein wenig gar auf die leichte Schulter genommen und ich habe mich sehr daran gestört, dass Laurel sich immer wieder unvollkommen fühlt, weil sie keine Kinder bekommen kann und auch daran, dass fast alle Figuren stets auf diesem wirklich sehr schmerzhaften Thema herumreiten.
Allerdings hat es Macomber geschafft, eine sehr kurzweilige und vor allem wahrmherzige Geschichte um diese doch ein wenig an den Haaren herbeigezogenen Themen und schrägen Figuren zu flechten und dabei sogar noch richtig viel Weihnachtsstimmung zu zaubern, was mich irgendwie beeindruckt und vor allem auch gut unterhalten hat. Das Buch bleibt definitiv nicht in meinen Regalen stehen, als kurzer Lesesnack zwischen Konzertvorbereitungen, Weihnachtseinkäufen und dem Schreiben der letzten Weihnachtskarten war es aber allemal.
Fazit:
Das Buch hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt und geht auch eher fragwürdig mit dem durchaus schmerzhaften Thema der ungewollten Kinderlosigkeit um. Allerdings hat es mich gut unterhalten und mich im Festtagstrubel ein wenig auf andere Gedanken gebracht.