Cover-Bild Perfect Storm
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9,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 24.03.2023
  • ISBN: 9783551320698
Dirk Reinhardt

Perfect Storm

Im Netz bleibt nichts verborgen

LFF – das sind Dylan, Luisa, Felix, Boubacar, Kyoko und Matthew. Die jungen Hacker aus der ganzen Welt haben sich online bei einem Computerspiel kennengelernt und angefreundet. Als sie von Menschenrechtsverletzungen im Kongo erfahren, in die zwei US-Konzerne verwickelt sind, beschließen sie, sich in deren Netzwerke einzuhacken. Sollte es ihnen gelingen, belastendes Material öffentlich zu machen, könnten die Enthüllungen einen weltweiten Sturm der Empörung auslösen. Doch ein junger Agent des amerikanischen Geheimdienstes ist ihnen auf der Spur …

Spannungsgelader Cyberkrimi für Jugendliche ab 14!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2023

Konnte mich nicht überzeugen, Triggerwarnung fehlt

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Noch nie habe ich in einem Buch, so oft das Glossar, welches sich ganz hinten in diesem befindet zur Rate gezogen, da doch recht viele technische Begriffe genutzt wurden.
Auch ist die Aufmachung des Buches ...

Noch nie habe ich in einem Buch, so oft das Glossar, welches sich ganz hinten in diesem befindet zur Rate gezogen, da doch recht viele technische Begriffe genutzt wurden.
Auch ist die Aufmachung des Buches sehr gewöhnungsbedürftig. Denn dieses vereint, Story sowie eine angelegte Akte der LFF mit Personenbeschreibungen, Chat Auszügen, Vernehmungen, Tonmitschnitten und weiteren Informationen, die schlussendlich zur Ergreifung der LFF führen könnten.
Diese stilistische Art, hat es mir wahnsinnig schwer gemacht, dieses Buch gut zu finden. Denn ich hatte von Anfang an, einfach viele Probleme beim Lesen. Sei es bei der Vielzahl an Charakteren, auch wenn sie zur Genüge beschrieben wurden, war es oftmals schwer dem Verlauf des Ganzen zu folgen. Auch wenn dieses Buch in einem Zeitverlauf geschrieben ist, muss man dennoch sehr aufpassen um schlussendlich nicht irgendetwas zu verpassen.
Es gibt andere Bücher, da gelingt dieser Spagat mehr als gut. Hier konnte es mich nicht überzeugen und daher auch nicht mitreißen.
Der Schreibstil selbst, in den Story Passagen ist sehr gut. Unverschnörkelt, klar, einfach und simpel gehalten, so dass man sich in diesem mehr als nur lesetechnische verlieren kann. Wäre das Buch nur in diesem geschrieben worden, wäre es mir wahrlich einfach gefallen.
Es gibt recht viele Charaktere in diesem Buch, die auch alle zentralen Rollen spielen und daher Beachtung geschenkt bekomme müssen.
Dylan, stammt aus den USA. Er ist politisch recht gut informiert. Seine Eltern sind getrennt, was die aktuelle Familiensituation nicht wirklich einfach für ihn macht.
Luisa, stammt aus Kolumbien. Sie hat einen starken Willen und eine noch stärkere Durchsetzungskraft. Vielleicht lieg das daran, dass sie bei ihren Großeltern aufgewachsen ist, da sich ihre Eltern Rebellen angeschlossen haben.
Felix, stammt aus Deutschland. Er hat eine diagnostizierte Asperger Erkrankung. Diese sorgt dafür, dass er weder lügen noch sich anderen gegenüber verstellen kann.
Boubacar, stammt aus dem Kongo. Er hat viele Familienmitglieder bei einem Überfall verloren. Das hat ihn sehr geprägt, deswegen glaubt er daran, dass es sich lohnt für das Gute zu kämpfen.
Kyoko, stammt aus Japan. Sie ist die Hackerin bei LFF und schafft einfach unfassbare Dinge. Sie wurde mehr oder weniger von ihren Eltern verstoßen, da sie einfach anders ist und deren Wünsche und Vorstellungen gar nicht erfüllt.
Matt, stammt aus Australien. Seit einem Unfall sitzt er im Rollstuhl. Weil sein Leben nun nicht mehr wie vorher ist, beschließt er seine Fähigkeiten am Computer zu verfeinern und hat die Gabe, recht schnell Schwachstellen in anderen Netzwerken zu finden.
Was all diesen Charakteren gemeinsam ist, dass sie alle irgendwelche Probleme haben, die schlussendlich dazu geführt haben, dass sie zu einem Spezi am Computer geworden sind. Dies ist vor allem in den Akten nachzulesen, die Recht zu Anfang des Buches über jeden einzelnen kommen.
Hier hat sich mir die Frage gestellt, ob man wirklich so abgebrüht sein kann, etwas zu hacken, was mächtige Personen auf einen Aufmerksam machen könnte? Hat man dort keine Angst oder besticht der Adrenalinkick komplett, den man wahrscheinlich bekommt, wenn das Ziel erreicht wurde. Zumindest wird hier klar, dass die Gruppe sich bei einem Rollenspiel kennengelernt hat, etwas ganz Harmlosen was schlussendlich dazu geführt hat, Kriminell zu werden. Hier ist nicht ganz klar, wie schmal der Grad wirklich ist, zwischen Normalität und kriminellen Machenschaften.
Kommen wir zur Story. Durch den Klappentext ist klar, worum es geht. Menschenrechtsverletzungen im Kongo. Dies wird offen kommuniziert und ist daher keine Überraschung. Was mich aber dennoch absolut überrascht hat, wie viel Gewalt in diesem Buch zu Sprache kommt. Mord, Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Rassismus und all dies ohne eine vorangehende Trigger Warnung. Das hat mich irritiert, da auch ein Charakter immer wieder in diese Richtung abdriftet und Witze reißt, die mehr als zweideutig sind und daher nicht klar definierbar.
Zudem hatte ich eine gewisse Vorahnung, wohin die Reise bei diesem Buch gehen könnte. Schlussendlich ist dies auch so eingetreten, wodurch für mich der Spannungseffekt, komplett verloren gegangen ist.
Die Story an sich, ist gut…aber mich konnte dieses Buch trotzdem nicht komplett abholen, da einfach zu viele Faktoren zusammenlaufen, die schlussendlich dafür gesorgt haben, dass dieses Buch und ich leider nicht harmonieren.


Meine Bewertung: 3 Sterne
Ein Jugendthriller der sich schlussendlich doch etwas anders darstellt als gedacht. Denn hier fehlt ganz klar die Trigger Warnung zu Beginn, denn in diesem Buch geht es recht hoch her was Gewaltbereitschaft etc. angeht. Zudem ist mir die Anzahl der Charaktere zu komplex, weil jeder wirklich sein Päckchen zu tragen hat und demnach keine leichte Kost ist. Auf dieses Buch muss man wirklich richtig Bock haben, denn das gewählte stilistische Mittel muss einem gefallen und man muss mit den technischen Begrifflichkeiten einhergehen. Kein Buch, zum einfach mal hineinschmökern.

Veröffentlicht am 29.03.2023

Ein interessantes Buch, welches aber ruhig auf rassistische und sexistische Witze hätte verzichten können.

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Zuallererst möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken, welches mir von Carlsen bereitgestellt wurde. Dieser Fakt beeinflusst aber in keiner Weise meine persönliche Meinung zu diesem Buch. Der ...

Zuallererst möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken, welches mir von Carlsen bereitgestellt wurde. Dieser Fakt beeinflusst aber in keiner Weise meine persönliche Meinung zu diesem Buch. Der Post enthält Werbung und die Rechte liegen bei Carlsen.

Natürlich ist dies nur meine persönliche Meinung und nur weil ich diesem Buch diese Bewertung zukommen lassen, heißt es nicht, dass es auf jeden anderen zutrifft.

Jugendthriller ist ein Genre, welches ich innerhalb der letzten Jahre immer mehr für mich entdeckt habe. Dieser hier war jedoch etwas Neues für mich, da Hacken hier im Vordergrund steht. Ich war also ziemlich neugierig auf das Buch.

Der Aufbau des Buches gefiel mir sehr. Falls wer von euch die Illuminae Akten kennt oder A Good Girls Guide to Murder wird wissen was ich gleich meine. Das Buch liest sich nicht in einem klaren Zeitverlauf und auch nicht in Romanform. Es ist eine Sammlung an Akten, Interviews, Tonmitschnitten und Chatverlaufen. Diese Art von Erzählungen finde ich wirklich richtig cool.

Der Plot war auch sehr interessant. Für die Fachbegriffe gibt es hinten ein Glossar, welches ich als hilfreich empfand. Leider war für mich der große Plottwist schon von der ersten Seite an klar aber evtl. habe ich einfach schon einiges im Jugendbereich gelesen. Die Charaktere konnte man ebenfalls nach einiger Zeit gut auseinanderhalten, da sie ihre spezifischen Eigenschaften auch im Chat deutlich gemacht haben.

Ich hatte zwei große Probleme mit dem Buch aber ich werde sie zusammengefasst in einem Block behandeln ohne versuchen zu spoilern.

Ich wusste bereits aus dem Klappentext, dass es um Menschenrechtsverletzungen im Kongo geht und ich habe auch mit Gewalt im Buch gerechnet. Trotzdem war ich über die Härte eines Buches für 14 Jährige überrascht. Mord, Vergewaltigungen, sexuelle Belästigungen und auch Rassissmus sind defintiv ein Thema in diesem Buch. Wie genau, ist jedoch nicht in Klappentext erkennbar. Was mich am meisten gestört hat, war die Darstellung eines bestimmten Charakters. Seine Hauptcharaktereigenschaft war, dass er gerne Leute verarscht und trollt. Ich finde jedoch, dass man seinen Charakter sehr sehr gut ohne rassitische und sexistische Witze hätte darstellen können. Ebenfalls schade fand ich, dass auch die anderen Charaktere eher nicht durchgegriffen haben was diese Witze anging. Ich denke ich werde hier keine Beispiele nennen aber trotzdem hat es mich mit einem sehr unangenehmen Geschmack im Mund zurückgelassen.

Fazit
Ein interessantes Buch, welches aber ruhig auf rassistische und sexistische Witze hätte verzichten können.

Für weitere Rezensionen oder buchigen Content schau doch gerne auf meinem Blog ( https://paulajosina.wordpress.com/ ) oder meinen Instagramkanal (@bloggerinthejogger) vorbei

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